Dem Betrachter fallen die diversen Hochlastwiderstände auf, die scheinbar den (Brems-?) Strom irgendwo begrenzen sollen und das alles in Wärme verbraten sollen. Ohne hier genauer einzusteigen, so machte man das auch 1964 schon nicht mehr.
Das 1966er Saba 600 hatte ja gar keine Bandzugregelung, genau wie das 1967er Revox A77, es waren Bandberuhigungs- rollen. Es hatte sogar fast die gleichen Pabst Aussenläufer Wickelmotoren für nur 22cm Spulen, nicht die 26,5er. Vermutlich datiert die Chassis Konstruktion bereits aus 1963 oder noch früher. Man könnte recherchieren, wann die eingesetzten Silizium Transistoren auf den Markt kamen. Doch auch die A77 wurde nicht 1977 im Jahr der Markteinführung entwickelt, sondern sicher mindestens 1 Jahr vorher.
Wenn die Telefunken Entwickler damals beim KL25 (1954) breits bei 15er und 18er Spulen eine (damals mechanische) Bandzugregelung für notwendig oder zumindest sinnvoll erachtet hatten, so wäre sie bei diesem Edel-Gerät mit 22 Spulen eigentlich zwingend notwendig gewesen.
Über die Art der Wickelmotoren-Bremsen ob mit Bremsband (Revox, Grundig, Braun, ASC usw.) oder Bremsfilzen an Umlenkhebeln kann man geteilter Aufassungs ein. Doch die große Menge an offenen Schaltkontakten oben auf dem Alu Chassis, das waren logistische Klimmzüge. Jeder einzelne Kontakt ist eine potentielle Fehlerquelle, offene Kontakte sowieso.
Betrachtet man dazu noch die mechanische Laufrichtungs- erkennung und die Speicherung der letzten Drehrichtung, dann fällt einem nichts mehr dazu ein. Da war der Konstrukteur mit seinem Latein völlig am Ende bzw. total überfordert. Es mag sicher so funktioniert haben, doch es war von Anfang an viel zu aufwendig und dazu richtig fehleranfälig entwickelt worden.