Hätten sie doch besser die Finger von den Tonband- geräten gelassen. Diese Tonbandgeräte waren nämlich Schaub-Lorenz Entwicklungen, wie wir jetzt wissen. Dual durfte gar nichts dergleichen bauen und vor allem nicht in Deutschland verkaufen !!. Zur Zeit der Verkaufstätigkeit des Autors in diversen Hifi Studios war das natürlich nicht bekannt und wurde auch nicht weiter bekannt gemacht.
Hintergrund: Dual war aufgrund der Verbindung als der Haus- und Hof- Lieferant von Plattenspieler- Chassis für Grundig vertraglich gebunden und Dual durfte keine eigenen Bandgeräte im deutschsprachigen Raum vertreiben. Das hatte Max Grundig so entschieden. Damals gab es aber noch keine Monopol-Klagen so wie heute. Also das Gebahren von Microsoft hätte damals Niemanden gestört, es wußte ja auch fast Keiner.
Bei den Plattenspielern waren sie ab 1963 mit den Produkten Dual 1009, 1019 (1965) und 1219 (1967) lange lange Jahre weltweit die unumstrittene Nummer Eins. Und das zurecht, denn diese Plattenspieler konnten die hohe Kunst des "Schall-Platten Spielens" mit einer sehr guten Bedienbarkeit nahezu perfekt.
Der Name "Dual" war in der aufkommenden Hifi-Branche und später sowieso das Synonym eines Plattenspielers an sich; etwa so wie die Revox A77 das Synonym eines Tonbandgerätes an sich war. In allen (fast allen) deutschen Musiktruhen war ein Dual Plattenspieler drinnen, bei der Grundig AG nahezu ausschließlich. Die Ingenieure bei Grundig bzw. der Max Grundig höchst persönlich hatten ganz schnell erkannt, daß die Schwarzwälder das mit den Plattenspielern sehr gut konnten und vor allem auch verläßlich liefern, dazu in großen Stückzahlen. Grundig war bei Dual der Mister 50% !! Kunde. (Bis es dann zum Zerwürfnis kam und beide Partner dabei verloren hatten.)