Ursprünglich hießen Sie Loewe (vor dem Krieg) und stellten speziell Rundfunkröhren her, kleine und ganz große Senderöhren. Diese dicken Senderöhren waren einmalig auf der Welt und der Glasbläsermeister Loewe, mein Onkel (der war auch Glasbläser) hatte dort gearbeitet und kannte ihn, war eigentlich ein ganz einfacher, aber fähiger Mann, ein genialer Tüftler und Glasbläser. Es war noch einer mit zwei rechten Händen und so richtig Puste ohne Ende.
Seine dicken Röhren machten ihn weltberühmt und die AEG brauchte die Röhren für ihre weltweiten Sendeanlagen. Vor allem, diese Röhren hielten in den 500 Kilowatt !!! Mittelwellen Sendern viele Monate. Die damaligen "Plagiate" sollen angeblich nur wenige Wochen gebrannt haben und sind dann geplatzt.
Irgendwann (war es bereits vor dem Krieg??) hatte man ihn überzeugt, er müsse auch Radios bauen, die Röhren ( radiomuseum-bocket.de/Roehren/E_alte_roehren.htm ) habe man ja schon, dann hieß die Firma Loewe Radio AG, dann Musiktruhen, dann Tonbandgeräte und dann Fernseher. Da hatte man ja wieder die eigenen Röhren.
Das mit den Magnetbandgeräten wurde ein sehr eigenes Kapitel. Loewe baute sogar ein ganz frühes Kassetten-Bandgerät (das Optaphon) irgendwann so um 1950/51. Aber auch die späteren Bandgeräte nach 1960 waren bescheiden, ich hatte sie nie ernsthaft in Erwägung gezogen. Sie sahen schlimm aus. Selbst die "Gurken" von Neckermann und Quelle waren besser und das will schon etwas heißen.
Die "OPTA Radio Aktiengesellschaft, vorm. Loewe Radio AG, Berlin-Steglitz" hatte dann sogar Bandmaschinen und angeblich auch Tonköpfe der Firma Max Ihle Marktschorgast (Oberfr.) vertrieben. Es schien damals ein Berliner Konklumerat von mehreren Firmen zu geben, zu dem auch der Berlin- Steglitzer Magnetkopf- Hersteller Bruno Woelke gehörte, der später für Uher die Magnet- köpfe baute. Und die Berliner Magnetkopf- Firma Bogen war auch nicht weit weg.
Weiter unten das Bild zeigt dann eine wichtige Schablone, damit "man" das Band auch "richtig einlegen" konnte. Das war damals für den Otto Normalverbraucher eine absolut neue Technologie. Ob die damals auch schon solche Probleme hatten wie wir heute mit PISA ? Jedenfalls hat die Philips Kassette von 1963 dieses Problem gelöst.