Am 22. August 2006 bekam der Autor die erste Hälfte der Privat-Führung durch die "heiligen" Hallen und die Kellergewölbe von Herrn Morckel. Selbstverständlich macht das der Chef und Inhaber immer selbst. Verklärte Storys und sehr oft nicht Zutreffendes wird ab und zu als Wissen um diese Technik verkauft. Die Historie und auch die Stories rund um die Hersteller waren verbunden mit geübten Kletterkünsten, die Treppen rauf, die Treppen runter, also nichts für runde Bäuche oder müde Beine.
Am Ende hatten wir ca. 450 Fotos und 1 Std. Video gedreht, und das war bei weitem nicht mal die Hälfte (eigentlich nicht einmal ein Viertel) der gesammtelten Exponate. Das dort Gesehene wird wieder an die hundert Seiten füllen und einen tiefen Einblick in die Firmenphilosophie mancher Hersteller geben, wie es damals zu ging und auch, wie hinter den Kulissen gemogelt und gekämpft wurde.
Bei einer laienhaften oberflächlichen Schätzung stehen hier mehr als 1200 größere Exponate der Rundfunkgeschichte zusammen (nicht gezählt werden die Tonbandspulen und Mikrofone), und vor allem auf engstem Raum zusammen. Das sind eben nicht nur große Tonbandgeräte oder Recorder aller Art, das sind auch Kleinteile aus dem Zubehörbereich sowie Medien. Die Sammlung und Darstellung der Exponate ist leider sehr "gewöhnungsbedürftig" und der Besucher würde aufgrund der Erwartungshaltung etwas mehr an Qualität und Niveau erwarten. Da ist in 2008 und danach noch intensiver Nachholbedarf angesagt.
Sollten Sie dort also einmal hinfahren wollen, sollten sie vorher (etwas) fasten, sonst könnten Sie stecken bleiben. Unser Mitautor Tom sprach von einer Enge wie in einem U-Boot und damit hatte er nicht unrecht.
Es sind bereits viele Bilder von dort hier zu sehen (Stand 2007) und es kommen auch noch ganz viele hinzu. Auch die uns zur Auswertung überlassenen Bücher und Hefte und Zeitschriften sowie Handbücher und Bedienungsanleitungen sind (im Nachhinein betrachtet) sehr aufschlußreich.
Nichtsdestotrotz sollten Sie als potentieller Besucher die Erwartungshaltung auf einen sehr tiefen Punkt herunterschrauben. Verschiedene Besucher haben uns von einer doch recht großen Enttäuschung berichtet, die ich als Redakteur sehr gut nachfühlen kann.