Die Kassette war damals auch patentiert und bestand aus einer dicken 1mm Alu-Platte mit beiden Spulen unter einer Acrylglas-Haube. Der Antrieb war ganz primitiv gelöst. Nur ein einziger kleiner Motor bewegte über ein Treibrad ein um diese beiden Spulen umlaufendes Kunststoffband, also kein Wunderwerk. Solch eine Primitiv-Mechanik hatte natürlich Nachteile ohne Ende, jedenfalls damals. Übrigens ist Travan die verkleinerte Version dieser Technik.
Alleine Tandberg hält an dieser Technik in der 10. Generation fest und ist sehr einsam auf diesem Posten. Sicher haben die Ingenieure bei Tandberg einiges bewegt, nur das grundlegende Prinzip hatten sie beibehalten. Anfänglich hieß es "Serial Linear Recording", jetzt heißt es "Scalable Linear Recording". Waren es anfänglich 24 Spuren auf dem 60 MB QIC2 Band, so sind es inzwischen auch 192 Spuren (+ 24 Servospuren) auf dem immer noch nur 6,35mm breiten SLR 100 Band.
Hier noch ein bißchen Historie von Tandberg. Schade, die alte Seite ist weg, und hier steht nicht mehr viel drinnen. Werfen Sie einen Blick auf die alten Tandberg Bandmaschinen.
http://www.tandberg.com/index.php?option=com_content&task=view&id=25&Itemid=53
Übrigens: SLR schreibt auch mit 4 Spuren gleichzeitig, braucht aber dazu noch eine magnetische Servo-Spur zum Positionieren wie bei LTO. S-DLT hat beispielsweise eine optische Servo-Spur auf der Rückseite und tastet sie mit einem Laser ab.