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Es muß auch mal gesagt werden - der Irrsinn über 30 Jahre
Die Kassetten - eine philosophische Betrachtung

Als bei uns in Berlin so etwa ab 1934 das Magnetophon entwickelt wurde, waren dei Schwächen der magnetischen Aufzeichnung aller bislang bekannten Techniken hinlänglich bekannt. Mit dem neuen (Papier-) Band-Gerät würde das jetzt alles anders werden.

Das wesentliche Highlight war nämlich die Wiederverwendbarkeit des Magnetbandes und das Schneiden / Zerstückeln der Aufnahmen und das neue Zusammenfügen der einzelnen Schnipsel.

So wurde es auch 1947 den Amerikanern in Sanfranzisco "angedient". Die glaubten das zwar erstmal nicht, wurden dan aber von den Bing Croby (Radio-) Shows überzeugt. Das "isses".

So begann das Tonband seinen Siegeszug mit offenen Spulen

Die Tonbandler der esten Jahre nutzten diese Eingenschaft des Löschen bzw. Überschreibens von vorhandenen Aufnahmen und tonbandelten zig Male neue Musik oder sonstige Töne auf die teuren kostbaren Bänder. So weit so gut, das machte auch Sinn.

Dann wurde das Tonbandgerät zu einem Masenmedium, vor allem Dank Max Grundig, der es für große Teile der Bevölkerung erschwinglich machte.

Und auf einmal wurden die neuen Ansprüche angemeldet, vor allem von denen, denen das Bedienen zu kompliziert war.

Die Band-Kassette wurde geboren.

Ob die Benutzer jetzt zu faul oder zu dumm oder gar zu blöd gewesen sein sollten, ist auch schon eine philosophische Betrachtung wert. Richtig ist, das Einlegen das Bandes war für eine Großteil der Nutzer eigentlich zu kompliziert.

Das könne man doch einfacher machen. Es gab eine ganze Menge von Entwicklungen (uns sind an die 20 Konstruktionen bekannt), von denen sich nur wenige auf dem Weltmarkt behaupten konnen, so die Philips CC-Kassette, die amerikanische 8-Track Kassette und vielleicht noch die DAT-Kassette von SONY.
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Dann wurde die Magnetband-Bildaufzeichnung entwickelt.

Acuh hier gab es anfänglich offene Bandspulen, erst riesige 2" Boliden, dann 1" und dann 1/2", dann 8mm, alles ziemlich komplex und technisch und kompliziert, also deutlich komplizierter als die ersten Tonbandgeräte.

Für die Consumer-Massen war diese Videoband-Spule wirklich absolut ungeeignet. Auch hier wurden dann mehrere Kassetten-Systeme entwickelt, wobei jeder Hersteller von seinem Konstrukt glaubte, er hätte den Weltstandard gesetzt.

Gewonnen mit mehr oder weniger trickreichem Marketing hat eine uns bekannte japanische Firma mit der VHS Kassette. Diese VHS Kassette wurde in hundert Millionen Stück auf der ganzen Welt produziert. Heutzutage in 2019 ist diese Videio-Magnetbandtechnik absolut tot, von der modernen Speichertechnik völlig überholt.
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Aber es gibt sie immer noch, die VHS Kassetten, zu Millionen

Und jetzt kommt erst das eigentliche Paradoxum unser verschwenderischen Zeit zu Tage.

Von der ursprünglichen Idee oder Intention oder der herausragenden Idee des Wiederverwendens des Magnetbandes ist nicht mehr viel (das ist noch milde ausgedrück) übrig geblieben.

Nachdem wir für unseren Fensehmuseums-Fundus jede Menge an Erbschaften erhalten hatten, stelle ich fest, zu fast 98% wurden die Video-Kassetten alle Größe und aller Systeme nur ein einziges Mal bespielt.

Insbesondere bei den Video-Freaks, also denen, die fast jeden noch so bescheidenen Spielfim aus dem Fernsehen auf VHS gespeichert hatten, ist die Kassette damit noch fast "jungfräulich".
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