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Alte News 2019/20 aus "magnetbandmuseum" werden aufgehoben

Hier finden Sie unsere "alten" Neuigkeiten aus 2019/20

Aug. 2020 - Die Herkunft moderner Motoren im Alltag

Ein 340 Euro Edel-Lüfter
mit "nur" 10 Stufen

Wer kennt sie nicht bei 35 Grad im Schatten, die Stand-Ventilatoren, die mit 3 Geschwindigkeiten Abkühlung bringen sollten. Doch entweder sind sie zu stark oder zu laut. Dafür sind sie billig. Und es gibt sie in unendlichen Variationen, alle aus China und einer billiger als der andere.

Doch es geht auch anders. Wie bei den Magnetbandgeräten entwickelt sich manches von alleine weiter. Waren die ersten Motoren des 1935er AEG K1 Magnetophons noch sehr laute 220 Volt Staubsaugermotoren, gab es irgendwann die ersten Gleichstrommotoren (Philips) mit 24 oder 48 Volt. Aber erst die Pabst Motoren mit dem sogannten Aussenläufer bei Grundig und vor allem in der BRAUN TG 1000, ASC 6000 und in der Revox A77/B77 waren ein riesen Fortschritt.

So um 1969 bauten die Grundig-Ingenieure ein mobiles TK3200 (es war quasi ein UHER Report Clone) mit einem ganz neuen hypermodernen Servomotor von Siemens, und das war völlig neu und damals super progressiv.
.

Inzwischen sind diese bürstenlosen Gleichstrommoren in dieser Technik ganz normal geworden, Nicht so bei den Ventilatoren. Dort dauerte es bis 2018, bis diese nahezu verlustfrei regelbaren "Brushless" Motoren Einzug hielten. Und seit heute, dem 1.8.2020 haben wir einen solchen Muster-Standventilator mit fantastischen 24 fernsteuerbaren Geschwindigkeiten und einem zweiten kleinen Motor zum Schwenken - und alles für knappe 90 Euro, natürlich auch aus China.

Klicken Sie auf die Bilder des "24-Stufen Ventilators" .....

Juli 2020 - Versuch einer Stereo-Demo Aufnahme

Ein sogenanntes SCHOEPS ORTF Stereo- Kondensator- Mikrofon
ein über 8m breites Stereo-Panorama

Mit unserer neuen hochauflösenden Digitaltechnik wollten wir Musteraufnahmen beginnen. Während YAMAHA 1994 für seinen neuen DSP-Sound Prospekt zu den Niagara Wasser- fällen gereist war, um solche beeindruckenden Promotion-Bilder und 7-Kanal Ton-Aufnahmen zu machen, müssen wir uns mit etwas weniger begnügen.

Eine große Haus-Wand in unserem Garten ist 10m breit und von unten bis oben mit "wildem" Wein bewachsen und dort an den Blüten tummeln sich jedes Jahr Mitte Juli abertausende von Bienen und sammeln ein, was es dort zu ernten gibt.

Dieses sehr breit gefächerte Stereo-Gesumme der suchenden Bienen ist akustisch dermaßen beeindruckend, weil es mit Beginn der Sonneneinstrahlung schlagartig und laut anfängt und Abends ebenso schlagartig wieder aufhört. Steht man dicht vor dieser grünen Wand, ist selbst der Nicht-Hifi Freund von diesem akustischen Stereo-Erlebnis und der Lautstärke beeindruckt. Und das galt es - festzuhalten.

Die Geduld des Bedieners (also meine Geduld) wurde sehr sehr lange auf eine harte Probe gestellt, weil entweder die Tauben gurrten oder eine Horde fröhlicher Kinder schrien oder ein Flugzeug drüber flog oder Busse und Autos störten (oder die Bienen wieder weg waren). Die 96kHz / 24bit Wave- Dateien sind bald in unserem neuen Ton-Archiv verfügbar.

Juli 2020 - 70 Jahre alt ist unser zweitältestes Magnetbandgerät

Heute am 8. Juli haben wir in Wülfrath bei Wuppertal ein AEG AW2 Bandgerät abholen dürfen. Das AEG AW2 wurde von Mitte 1950 bis Anfang 1951 gebaut und war der Nachfolger des (ebenso-) wenig erfolgreichen AW1 (vom Frühjahr 1950).

Das AW1 hatte noch eine recht primitive Aussteuerungsanzeige und war ein Vollspurgerät mit 38cm/s Bandgeschwindgkeit. Das AW2 hatte bereits die verbesserte grüne "Libelle" und jetzt mit 19 cm/s und 38 cm/s zwei Bandgeschwindigkeiten sowie Halbspurköpfen.

Dieses Gerät ist optisch in einem hervorragend gepflegten Zustand. Die AW Serie wurde fast immer in einem Tischgehäuse angeboten, dieses hier "wohnt" in einem braunen Transport-Koffer. Unser ältestes Bandgerät ist ein AEG K8 Chassis von 1948 - nur leider ohne den Kopfträger.

Juni 2020 - Edelste Aufnahme-Technik jetzt verfügbar

Schoeps Kondensator- Mikrofon aus den oberen Sphären der Hifi-Qualität
Digitale Tonaufnahmen jenseits der Magnetband-Qualität

Der Mordfall Ursula Herrman vor dem Augsburger Gericht ist noch lange nicht vergessen. Dort wurde der mechanische Schaltknacks der Starttaste eines Grundig TK 248 Tonband- gerätes als überzeugender Beweis gewertet, daß es dieses und kein anderes Bandgerät gewesen sei, mit dem die Erpresser- anrufe getätigt worden seien.

Mit den jetzt verfügbaren Schoeps Kondensatormikrofonen und dem TASCAM DR40 Digitalrecorder sind bei uns im Labor qualitiativ höchstwertige Aufnahmen von hunderten von solchen Start-Geräuschen mit 96kHz und 24bit Auflösung möglich. Die ersten Versuche mit ganz einfachen simplen Screenshots dieses mechanischen Knackses der Starttaste zeigen bereits, selbst bei einem einzigen Gerät kommen hintereinander deutlich unterschiedliche Knackser (sogenannte akustische Finger- abdrücke oder Fußabdrücke = footprints) auf den 27" LCD Bildschirm.

Also nicht mal bei einem einzigen Gerät (wir haben hier 6 Stück) hätte man eine hinreichende Eindeutigkeit der Quelle beweisen können. Das damalige Urteil dieses Augsburger Gerichts wird immer fadenscheiniger und misteriöser. Dabei muß man beachten, die bildliche (und damit optisch vergleichbare) Darstellung solcher Finger-Prints ein und desselben akustischen Vorganges ist überhaupt nicht trivial.

Denn zu dem Pegel (quasi der Lautstärke) kommt noch die Frequenz des Schallereignisses (korrekt : der gesamte Frequenzbereich !!) hinzu, die/der über die kurze Zeit dargestellt werden muß. Experten sprechen von dem "waterfall spectrogram". Dabei muß das Mikrofon (sowie der eingepegelte Recorder) immer wieder im gleichen Abstand, dem gleichen Winkel und der gleichen Position vor dem jeweiligen Probanden aufgebaut sein.

Mehr zu diesem Thema und diesem Beweismittel lesen Sie auf dieser Seite

Juni 2020 - Der neue Download-Server der Museen-Seiten ist in Arbeit und wird in Kürze online gehen.

Nach dem Umzug nach Düsseldorf haben wir endlich nahezu unbegrenzte Daten-Volumina und können das Download Angebot wieder einrichten. An der Struktur der Trennung von Musiken, Service Manuals und Dokumenten arbeiten wir gerade. Grundlage ist, daß man NICHT mit einem einzigen Klick den ganzen Server herunerladen könnte. Dann wird auch dieses Datenvolumen nicht ausreichen und es kostet richtiges Geld (das wir nicht haben).

1. Juni - "Uff" würde ein Indianer sagen, nach 5 Wochen .......

Daß es nicht trivial werden würde, eine seit fast 10 Jahren ideal laufende SQL- Datenbank- Umgebung umzuziehen, ahnte ich bereits. Daß es aber 5 Wochen dauern würde, bis ich in Tag- und Nacht- Arbeit alle Klippen und Fallstricke umrundet hatte, war so nicht abzusehen und so schon gar nicht eingeplant. Jetzt wohnt die Museen-Datenbank auf einem 4 (8) Kern Intel i7 Server mit der 6- bis 8-fachen Leistungsfähigkeit mit mehreren Gigabit-Anbindungen und geht weltweit erstaunlich schnell. Da paßt also noch viel an Informationen rein. Der mehrfach gekaperte "ftp.ipw.net"- Download-Server mit den Musiken und Bildern wird jetzt auch wieder in Angriff genommen. Es gibt also noch viel zu tun. Einen ausführlichen Bericht über diesen Umzugs-"Krimi" gibt es (bald) auf meinen Software Seiten. Verblüffend war auch, in einem (Cache-) Verzeichnis waren inzwischen 28.000 zwischengespeicherte Bilder. Und auch das ist ne Menge.

30. April - Die Hälfte des Umzugs ist geschafft

Einen komplexen virtualisierten Server fehlerfrei umzuziehen ist nicht trivial. Der sogenannte "Name-Sever" und der "Mail-Server" sind jetzt bereits in Düsseldorf in Funktion. Die Web-Server werden jetzt folgen, hoffentlich auch ohne Ausfälle. Und wenn doch, sind die Museen ein paar Stunden geschlossen. Der 1. Mai ist ja immer noch der Tag der Arbeit.

Ende April 2020 - Umzug auf einen neuen Server geplant

Die Zugriffzahlen auf unsere Museen-Seiten haben sich vervielfacht und die Prozessor-Technik hat eine riesen Sprung gemacht. Auch die Angebote von gemieteter Hardware sind richtig günstig geworden. Also gehen wir weg von eigener Hardware - hin zu einem virtualisierten Ryzen 5 Server mit 6 (12) Kernen je 3,7 GHz. Das ist also zum Monatsende April 2020 geplant. Es könnte zu Störungen kommen, aber mal sehen, wie wir das hinbekommen. Bitte etwas Geduld.

März 2020 - Ein uraltes Grundig C100 spielt 45 Minuten

Unser Tonbandspezialist Peter hatte es gerettet, das leicht heruntergekommene Grundig C100. Auch die uns zum Überpielen übergebene DC120 Kassette mußte er mit Teilen aus einer anderen fabrikneuen DC-90 Kassette herrichten. Die bis zu 45 Minuten Tenor-Aufnahmen - Arien von Falstaff mit Klavierbegleitung - aus 1965 sind jetzt in erstaunlich guter Qualität auf dem PC (als Wave) gelandet. Das ist natürlich alles noch Mono und ein Verstärker-Brummen ist bei leisen Passagen nicht zu überhören, dennoch ist es insgesamt erstaunlich.

Jan. 2020 - Ein AGFA FS (350m) Tonband aus 1953

Vorweg erstmal ein Link auf das Hifi-Musuem, bei dem sich die meisten neuen "Events" ansammeln. Hier im Tonband-Museum ist es ruhiger geworden. Von einem über 80-jährigen Video-Fan aus Hilden haben wir ein uraltes AGFA FS Tonband (350m FS-Band auf 18cm Spule und 19cm/s Halbspur und auch noch alter deutscher Spurlage) bekommen, auf dem die Einweihungsfeier des "Reichshof-Saales" in Hilden mit Musik und mehreren Eröffnungsreden dokumentiert ist.
Das sind nun ja fast 70 Jahre her seit dem 3.Mai 1953. Und die Qualität sowohl des uralten AGFA FS Bandmaterials wie auch der Live-Aufnahmen mit einem der ersten Grundig Bandgeräte sind erstaunlich gut erhalten. Die Sprachverständlichkeit ist ebenfalls ganz erstaunlich, und natürlich ist alles noch in Mono. Das erste Stereo-Bandgerät von Grundig kam ja erst 1960.

Nov. 2019 - Besuch in der Hochschule für Musik in Karlsruhe

An einem der letzten verregneten Novembertage 2019 durften wir uns die Tonstudios und Konzert-Säle der Musikhochschule Karlsruhe ansehen und einer Livedarbietung beiwohnen. Die Live Darbietung alleine - nur Klavier und Gesang - war bereits atemberaubend. Die digital aufgezeichneten Sessions standen den Livedarbietungen in nichts nach.

Der Leiter des Tonstudios Marc Seiffge verfügt dort über modernste Digitaltechnik und kann jederzeit Original und Konserve vergleichen. Eingefleischte Analog-Freaks bzw. militante Verfechter würden in wenigen Minuten vom (AAA-) Glauben abfallen, wenn ihnen diese Gelegenheit geboten würde, die Live-Darbietung und sofort danach den DAT-Stream so direkt miteinander vergleichen zu können. In den privaten Räumlichkeiten von Marc Seiffge wurde uns eine Vorführung mit den legendären Beveridge Elektrostaten mitsamt edelsten Röhrenverstärkern zuteil, alles von in den Tonstudios aufgenommenen digtalen Medien abgespielt.

Okt. 2019 - Ein "Tonband"-Gerät der besonderen Klasse

Es ist natürlich gar kein "Tonband"-Gerät, weil es gar kein Magnetband mehr hat. Es ist ein Aufnahme- Gerät mit der modernsten Technik, die alle Magnetbandgeräte, selbst die der edlen und teuren Studioklasse, vollkommen ins Abseits stellt. Seit ein paar Wochen haben wir einen TASCAM DR40X Digitalrecorder.

War die CD-Qualität bereits erstaunlich gut, ist hier die (physikalisch) mindestens doppelte CD-Qualität völlig unglaublich. Dieses Gerät hat Eigenschaften, von denen wir vor 10 oder 20 Jahren noch geträumt hätten. Vor 20 oder 30 Jahren und früher hätte man uns ausgelacht, wir hätten wohl die Zeitschrift "Hobby" inhaliert. Dort nämlich wurden bereits in den 1960er Jahren visionäre Technologien angedeutet und so richtg virtuell ausgemalt, als wären sie bereits Wirklichkeit. Die Titelbilder von Hobby kommen noch. Im Hifi-Museum steht schon etwas über diese TASCAM Technik und vor allem, über den Preis. Das Teil da rechts kostet 169.- Euro.

Okt. 2019 - Ein SONY DAT DTC 1000 ES für unser "Museum"

Einer der weltweit allerersten DAT Recorder

Aus Oldenburg haben wir ein ganz seltenes Teil geschenkt bekommen, eines der allerersten DAT-Geräte von SONY, einen DTC 1000 ES DAT Recorder. Und hinten drauf liesst man die Seriennummer 207066, das ist die echte Nr. 66. Ein Hochschullehrer aus Oldenburg hatte den damals völlig neuen DAT-Recoder bereits Mitte 1987 in Tokio gekauft, damals für umgerechnete 1000.- DM, jedoch in "japanischer" 110 Volt Ausführung. Und dafür gabs in Japan sogar schon einen 110/220 Vorschalt-Trafo. Bemerkenswert ist das sonderbare Adapter-Kabel, das bei uns sofort den Aufschrei einer ganzen VDE hörígen Branche erzwungen hätte. Offensichtlich hält man (in Deutschland) den oder die Deutschen per se für so dämlich, daß sie nicht kapieren, welcher Stecker in welche Buche gesteckt werden sollte.

Aug. 2019 - Über die Anfänge von DAT 1987

Viele DAT-Recoder Prospekte enthielten populistische Informationen über eine völlig neue Technik - auf ganz vielen Seiten - und der Kunde hat's meist nicht verstanden. Oft kam die Erklärung - dazu auch noch viel zu technisch - erst am Ende des Prospektes oder des Handbuches, wenn der Leser (und neue Besitzer) bereits frustriert war. Zwei Musterbeispiele von ersten SONY DAT Bedienungsanleitungen habe ich nachbearbeitet bzw. überarbeitet. Doch die Anleitungen waren im Hifimuseum besser aufgehoben. Hier im Tonbandmuseum finden Sie mehr über die Geräte.

Juni 2019 - Drei-Kopf Kassettengeräte-Test in Vorbereitung

CC-Kopfträger mit Dreikopftechnik

Von mehreren Zeitzeugen hatte ich bereits vor Jahren erfahren, daß Willi Studer mit den CC-Kassettengeräten überhaupt nicht glücklich war, auch mit seinen eigenen nicht. Selbst mit feinmechanischen Höchstleistungen wie dem Doppel- Magnetkopf in den am Markt verfügbaren CC-Spitzengeräten war aus seiner Sicht "kein Staat zu machen". Es lag an der Breite des Bandes und an der Bandgeschwindigkeit. Das Kriterium hieß und heißt "Informationsdichte". Bei der 30cm Langspielplatte ist das ganz eklatant zu hören. Bei der CC-Kassette helfen weder Dolby A, B oder C noch Highcom oder dbx. Alleine die Verdoppelung der Bandgeschwindigkeit bringt meßbare Verbesserungen, liegt aber ausserhalb der Philips-Norm. Wir haben ein Revox B710, ein SONY KA6 ES, ein ONKYO TK-2500 und wir bekommen noch ein Pioneer CT939. Und dann wird gemessen und verglichen. Als Quellen dienen mehrere Speicher-Konzepte wie Tongeneratoren, Wave Dateien, CDs und DVD Audio Files und die Ergebnisse werden dokumentiert. Lesen Sie die Einführung zu diesen Tests hier.

April 2019 - Das UHER SG 631 Nummer 6 ist da

Auch dieser Besitzer war nahezu grenzenlos enttäuscht, was er da von UHER bekommen hatte. Er hatte nämlich nach mehreren anderen Bandgeräten ein UHER Royal Deluxe und hatte von diesem tollen Gerät auf ein noch besseres SG 631 - also auf eine Steigerung - geschlossen. Es erwies sich leider als sehr großer und teurer Irrtum. An dem SG 631 geht inzwischen so viel nicht mehr, das ist schon sehr betrüblich.

April 2019 - Die umfassende weltweite Historie der Magnet- bandtechnik aus japanischer Sicht (aus dem Jahr 2012)

Und wieder durch Zufall bin ich in einem japanischen Museum auf einen Bericht (oder eine Aufarbeitung bzw. Studie) gestoßen, in der ein pensionierter SONY Ingenieur im Jahr 2012 die Entwicklung der Magnetbandtechnik aus seiner japanischen Sicht akribisch und sehr kompetent und detalliert aufgeschrieben hat (in einer englischen Übersetzung). Und auf den 90 Seiten kommen zusätzliche erstaunliche Details vor, die wir hier in Deutschland gar nicht mitbekommen hatten und haben. So zum Beispiel erfahren wir (nach 55 Jahren) den eigentlichen Grund, warum Philips 1964 das Kassettenrennen mit der CC Kassette gegen die DC International von Max Grundig "gemacht" bzw. für sich entschieden hatte.

März 2019 - Berichte über US-Kassetten-Systeme um 1958/60

Vor der Philips CC-Technik wurden in den USA schon einmal zwei Kassettensysteme propagiert. RCA kam 1958 auf die Idee, setze sich aber nicht durch, weil die Hersteller bespielter Tonbänder sogar eine Gegen-Organisation zum Boykottieren dieses Versuches gegründet hatten. Es waren schon merkwürdige Zustände in den USA um 1959/1960. Dann kam 1960 ein weiterer Versuch - diesmal von Columbia Records, der auch fehlschlug. Das und noch viel mehr finden Sie in der US-AUDIO des Jahrganges 1959 und in den folgenden Ausgaben.

Feb. 2019 - etwas ganz Tolles ist da aufgetaucht

Eine AMPEX Preisliste von 1963 mit fast allen Produkten und den zugehörigen Dollar-Preisen. Das Besondere daran ist, es waren die extem niedrigen US $ Preise fürs amerikanische Militär in Europa, also erheblich unter den gängigen und bekannten Marktpreisen, die in den Hifi-Magazinen publiziert oder beworben wurden. Besonders kritisch habe ich die "einführende" Selbstdarstellung der Firma Ampex aus 1963 gelesen und natürlich kommentiert. Und es waren noch weitere Ampex Seiten in dem eingescannten Paket. Da kommt noch mehr.

Feb. 2019 - Ein US-"Intelligence Report" vom Nov. 1945

Das U.S. Army Signal Corps
Der Titel des Reports
ein K4 Zwillingslaufwerk

Um die Entwicklung des Magnetophon-Bandgerätes in den USA nach April 1945 ranken sich sehr viele lancierte Legenden. Die "erfolgreichsten" Legenden waren die "Storys" von dem U.S. Signal Corps Offizier Jack Mullin sowie der Firma Ampex in Californien mit dem damals sehr bekannten Entertainer Bing Crosby, alles so um 1946 und 1947 herum.

Diese Geschichten bilden einen Teil der historischen Grundlage des heroisch patriotischen Umschwunges der Technik bei der professionellen Tonaufnahme in amerikanischen Platten- und Rundfunkstudios. Manche amerikanischen Autoren verstiegen sich sogar dabei auf "die" Wahrheit, daß natürlich die amerikanische Firma Ampex das Tonbandgerät erfunden "habe". (Die Buchseiten aus 1951 liegen wirklich vor.)

Aber so nach und nach kommen - zwar uralte aber fundierte - Dokumente aus den Archiven der Amerikaner ans Licht, die viel umfangreicher das Wissen und die Geschichte der Wege des deutschen Magnetophons nach USA beschreiben. Es gibt also nicht nur die uralten authentischen Firmenartikel aus der Zeitschrift "audio records" von 1946 und 1947, (der erste Magnetband-Artikel steht ganz unten auf dieser Seite) es gibt weiterhin die 60 Seiten des "Intelligence Reports" - der Bericht einer US Spezialeinheit (eines "Signal Corps"), die im befreiten Europa nach deutscher "Hochtechnologie" suchen sollte ( .... bevor es die Russen taten).

Die Amerikaner wußten also bereits im Nov. 1945 Bescheid

Und sie wurden fündig und publizierten bereits im November 1945 einen erstaunlich detallierten Bericht über die deutschen Magnetophone.
Was wußten also die Amerikaner zum Ende 1945 über das deutsche "Magnetophon" ? Dieser 1945er Bericht ist hier auf einer sehr langen Seite vollständig publiziert.

Jan. 2019 - ein neuer erschwinglicher 3D Drucker samt Fräse

Hier müssen wir wieder ein bißchen Werbung für unsere deutsche Ingenieurskunst machen. ELV bietet ein erschwingliches Universalgerät an, das sich zu betrachten lohnt. Daß es seit längerem billige (besser : preiswerte) 3D Drucker- Bausätze aus China für bereits unter 200.- Euro gibt, hatten wir bereits im Hifi-Museum geschildert.

Doch ein Gerät alternativ auch als numerisch gesteuerte Fräse, das war neu. Denn eine Fräse braucht bei gleicher Genauigkeit mehr Kraft und darf dabei nicht schwingen. Die normalen 3D Drucker können das nicht. Auch ist diese Konstruktion mit robusten Alu-Profilen ein Highlight.

Für etwas über 700 Euro bekommt man bei ELV und Partnern diesen Bausatz und kann von nun an eine Menge Verschleißteile oder Ersatzteile selbst herstellen.

Ob es Alu- oder Messingrädchen sind, oder Kunststoff- Zahnrädchen, damit ginge es bestimmt. Viele Kassettengeräte und andere Geräte haben Nylon Zahnrädchen, bei denen die Zähne ausgebrochen oder abrasiert sind. Das wäre eine machbare Lösung. Und wenn es Messing-Rädchen sind, ginge das eventuell (bislang nicht spezifiziert) auch.

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