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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

März 2019 - Leider war hier auf dieser Seite fast alles falsch !!!!

Die Grundig Kassette "System DC International" war nämlich vorher fertig, also vor der uns bekannten Philips Compact Cassette. Und davor gab es (in USA und bei uns) noch weitere Versuche, eine proprietäre neue Bandkassette als Standard zu etablieren.

Viele Informationen laufen erst jetzt, nach vielen vielen Jahren ein. So hatte RCA versucht, in 1958 eine eigene Kassette auf den Markt zu bringen. In 1960 hatte es dann Columbia Records unter Dr. Peter Goldmark nochmal versucht, eine Kassette zu etablieren. Diese beiden Entwicklungen wurden als "Cartridge" bezeichnet, weil sie nur eine Spule enthielten. Weiterhin gab es 1959 noch ein Telectro TR-55 Catridge Gerät.

Saba hatte auch einen Versuch gestartet, eine - aber viel zu große - Band-Kassette zu lancieren.
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In einer 93 seitigen Studie aus Japan steht es :

Philips hatte seinen "Partner" Max Grundig ausgetrickst. Sowohl Grundig Beauftragte als auch Philips Manager wollten die Japaner, die zu der Zeit den großen Aufschwung hatten und weltweit am Markt auftraten, auf ihre jeweilige "Seite" ziehen.
 
Laut der Aussage eines Magnetbandspezialisten von SONY hatte Philips, als sie bei mehreren Konzernen mit ihren Lizenzforderungen abgeblitzt waren, still und heimlich diesen Konzernen kostenlose weltweite Lizenezn angeboten. Philips wollte also um jeden Preis seine CC-Kassette auf dem japanischen Markt durchsetzen. Es war also gar kein ehrlicher Wettbewerb, bei dem der Bessere gewinnen konnte. Es war ein fieser Trick unter angeblichen Partnern, nur es kam (damals bei uns) nie raus.

Ich vermute, auch Max Grundg wußte lange nicht, warum seine bessere Entwicklung nicht angenomen wurde. Ich vermute weiterhin, Max Grundig wußte mit den Japanern und deren völlig anderer Mentalität als Urdeutscher nicht umzugehen. Vielleicht war auch sein Beauftragter Vertreter nicht dazu in der Lage, sich bei den Verhandlungen in einen japanischen Manager hinein zu versetzen.
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Viel später kam auch noch heraus, daß die Japaner mit allen ihnen nur möglichen Tricks versucht hatten und haben, europäische in Japan patentierte Ideen und deren Patente zu unterlaufen. Philips traf es dann ganz heftig bei der genialen Plumbicon Bildaufnahmeröhre für die esten Farbfernsehkameras.
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Dieser alte Text stimmt so nicht !

Auch Grundig versuchte, eine Kassette auf den Markt zu bringen . . . .

. . . und das in Konkurrenz zu der bereits auf dem Vormarsch befindlichen Philips CC Kassette von 1963. Die großen Spulen- Bandmaschinen waren merklich am Auslaufen, einige Hersteller planten bereits (inoffiziell), die Produktion der Boliden einzustellen.

 

Die Grundig Kassette des CR100 war deutlich größer als die von Philips und der Ansatz, zuerst mit der stationären CR100 Version heraus zu kommen, erwies sich im Nachhinein als ungeschickt oder schlichtweg als falsch.

 

 

Philips rollte den völlig neuen offenen Markt der Dummies (also der unbedarften Käufer) mit einem (1) Knopf, einem (1) Schalter und mit nur einem (1) Regler von unten auf. Das war das EL300. Das Grundig Gerät hatte 6 Tasten und 2 Regler.

 

 

Hier einmal das Gerät und dann die Kassetten im Vergleich.

 

 

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