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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Die Revolution begann 1963 unerwartet und ganz harmlos und belächelt mit der Philips CC = "Compact Cassette".

hier bereits eine edle Agfa Mechanik

Eigentlich hatte es keiner geahnt, was sich da so angebahnt hatte. Weder die Amerikaner, noch die Japaner und schon gar nicht "die Deutschen" hatten einen blassen Schimmer davon, wie diese unscheinbare Entwicklung die Welt verändern würde und vor allem, was auf ein nur 3,81mm breites Band so alles drauf geht..

 

Versetzen Sie sich in das Jahr 1963. Es gab noch keine PCs, nicht mal im Traum war daran zu denken. Die ersten richtigen Spulentonbandgeräte (in den Schaufenstern) führten zum ehrfürchtigen "Ooohhhhh" und "Aha Effekt" und erwachsene Männer bekamen verklärte Augen, wenn die großen Bandmaschinen mit dem gewaltigen Sound über große Hifi Anlagen in solch einem Hifi Studio los legten.

Mit einem kleinen Plastik Fenster zum Durchgucken . . .

Und dann kam "Das", und auch noch aus Plastik. Wir Wessis konnten uns sowieso das Lästern über den ganzen primitiven "Plaste-" Kram "von drüben", also aus der DDR nicht verkneifen. Das Original hatte dann auch noch zwei Umlenkbolzen und zwei Umlenkrollen, später hatte man die feststehenden Bolzen weg gelassen.

Eine Kassette mit Fenstern zum Zuschauen, wie es sich drehte, das mikrige dünne Bändchen da drinnen, wer kauft schon solch einen Unsinn ? dachten wir jedenfalls. Es gab anfänglich 2 x 15 Minuten (C30), dann 2 x 30 Minuten (C60) und dann sogar C45, die C90 und die C120 Kassetten kamen erst deutlich später.

Also was für ein Irrtum.

Ein paar pfiffige Ideen waren da aber schon drinnen.

Das Band drehte ja nur recht langsam und gemütlich mit 4,75cm/s und so konnte man die Kassetten-Halbschalen (innen) oben und unten mit einer glatten "rutschigen" Folie (oder glattem Papier) auskleiden.

Das Band drehte und rutschte so ganz ordentlich innerhalb der Kassette. Diese  Technik wurde Zug um Zug weiter eintwickelt, denn die Bänder wurden immer dünner (bis hin zum Sechsfachspielband).

 

 

 

 

 

Dann hatte man links und rechts zwei richtige kleine Umlenkrollen auf kleinen Metallachsen vorgesehen und einen Innen-Sechszack in den Spulen-Kernen zum Antrieb durch das Laufwerk. Es war damals nur vorgesehen, die Kassette (immer und ewig) von Hand von oben in das Laufwerk zu drücken und so wurden die beiden Spulen von zwei Achsen von unten zentriert.

 

 

Hier im Bild ist schon eine edle Mechanik dieser CC Kassette von Agfa ca. 10 bis 15 Jahre später mit den beiden (weißen) Fangarmen zu sehen. Damit sollte sich das nunmehr extrem dünne Sechfach- Spielband nicht "durch Adhäsion" um die Wickel schlingen können.

 

 

 

In der Schutzhülle im Deckel des Transportkästchens waren zwei Sechszacks vorhanden, die die beiden Spulen beim Transport vor dem Verdrehen sicherten.

 

Es war "einfach zu einfach" und zu genial, um Erfolg "haben zu dürfen". Und dennoch, "sie" hatte Erfolg, riesigen, gigantischen Erfolg, die Philips CC Kassette.

 

Es dauerte nicht lange, dann kamen die Endloskassetten.

Bei den Endloskassetten auf CC Basis wurde viel geknorzt. Die meisten hielten nicht lange, denn das Band musste in wilden Schleifen gebunkert werden oder sogar von ganz außen in den innersten Wickel wieder eingeführt werden. Ich kenne keine Lösung, die mich wirklich überzeugt hatte.

 

Diese Kassette hier enthält auch nicht mehr das Original-Konstrukt mit 180 Sekunden. Das wurde irgendwann entfernt.

 

 

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