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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

die Schatulle für Zuhause
und das Chassis für das Uboot

Bei Saba gab es auch nur ein angebliches Semiprofi Produkt, ganz zuletzt also das 600SH

Doch dieses Dreimotorenbandgerät ist demaßen konfus oder creativ entwickelt, daß ich als Ingenieur nicht weiß, was ich davon halten soll.

Das Laufwerk mit seinen 22er Spulen hat sicher Studioqualitäten, ich habe noch nie so viele Relais gesehen, die diese Funktionen alle steuern.

Es hat aber weder eine richtige Dreikopftechnik noch zeitgemäße Verstärker. Und damit ist es elektroakustisch weit hinter der Zeit hinterher, also nicht der Zeit voraus wie damals die ReVox A77.

Die Spezialisten beschreiben es so: es rausche "wie Hund". Es sind die (veralteten) Germanium Transistoren, die zu der Zeit lange überholt waren. Unter "lange" versteht der Entwickler von damals etwa 3 bis 4 Jahre.

Alleine die Optik besticht (sogar heute noch) und die Werbesprüche lockten viele wohlhabende Pappies, sich solch ein Teil ins Wohnzimmer zu stellen.

Aber Semiprofi-Qualität wurde nur bedingt erreicht. Beim Rundfunk fand man es nie, dafür aber in unseren deutschen U-Booten.

Das SABA HIFI 600 SH

Das SABA SH 600 sollte das dann noch übertreffen (toppen), jeder wollte den Rolls Royce unter den Hifi Gurus haben. In der Mitte sehen Sie den Capstan Antrieb, außen die großen Umlenkrollen mit den - wie Bandzugstabilisatoren aussehenden Umlenkbolze - (unten auf dem Bild). Das SABA 600SH hatte keine Bandzugregelung oder Stabilisierung.
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Einen 22er (Saba oder Braun) oder 26er (Revox und der Rest der Welt) Band-Wickel freitragend aufzuwickeln mit einer ganz enormen Wickelgeschwindigkeit, das war schon eine Kunst und eine technische Meisterleistung. Immerhin ging es um über 1000 Meter Band. Die teureren Profi- Bänder bekamen dafür dann eine rauhe Rückseiten- beschichtung - und wurden natürlich auch teurer.

Hier sieht man ganz deutlich, wie das Band an den Tonköpfen vorbei geführt wird und von kleinen Hebelchen beim Um-Spulen von den Köpfen weg gedrückt und beim Wiedergeben angedrückt wird.

Das Detailfoto zeigt, daß das Ton-Band voll an den Köpfen anliegt und daran vorbei schleift. Durch die feststehenden Bolzen wird es in der Höhe statisch fixiert. Für damalige Verhältnisse mit nur 4 Spuren war das so noch machbar, also präzise genug. Bei 200 (DLT-) Spuren hätte die damalige Genauigkeit bereits nicht mehr funktioniert.

Die Japaner hatten schnell gelernt, wie man es macht, und vor allem, wie man gleiches billiger macht. Hier der 3mm Stahlblech- Kopfträger aus einer edlen SONY TC 850, ein optisch und technisch und gewichtsmäßiges (also schweres) Wunderwerk.
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