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Abriebfestigkeit

Widerstand der Magnetschicht gegen Abreiben, z. B. am Tonkopf oder an Umlenkstiften. Gute Abriebfestigkeit ver­hindert Verschmutzung der Köpfe durch abgeriebenen Staub.

Abschirmung

Schutz gegen das Induzieren (lnduktion) unerwünschter Spannungen (Störspannungen) durch elektrische oder magnetische Streufelder. Man schirmt Leitungen z.B. durch einen geerdeten Schlauch aus dünnem Drahtnetz ab. Magnetische Abschirmung: Einkapseln in Blech aus Eisen hoher ->Permeabilität.

Abstandsverluste

Bei aufgerauhter oder verschmutzter (->Dropout) Oberfläche des Magnetbands ist der Kontakt zwischen Tonköpfen und Magnetschicht beeinträchtigt oder sogar unterbrochen. AGFA-GEVAERT-Magnetbänder haben eine besonders glatte Oberfläche, die zur Vermeidung von Abstandsverlusten bei­trägt.

AC

Abkürzung für Acetylcellulose. Im Englischen Abkürzung für Wechselstrom (alternating current). Gegensatz DC, Gleichstrom (direct current).

Acetylcellulose

Unterlage für Tonbänder, heute nur noch wenig verwen­det, da es bessere Materialien gibt (z. B. ->PE).

AEG-Kern

Kern. In Frankreich auch CCIR-Kern genannt.

Akustik

Die Lehre vom Schall und seiner Ausbreitung. Unter „Aku­stik eines Raums" wird gewöhnlich seine Nachhallzeit, Schallzerstreuung u. a. verstanden.

Akustische Rückkopplung

Wird bei einer Mikrofonaufnahme im selben Raum die Auf­nahme (vor oder hinter Band) mit einem Lautsprecher ab­gehört, so können die von diesem ausgestrahlten Schall­wellen wieder das Aufnahmemikrofon treffen. Sie werden erneut verstärkt und wieder über den Lautsprecher an das Mikrofon weitergegeben. Dadurch schaukeln sich die Schall­wellen schnell zu einem häßlichen Mißton auf, gefürchtet bei jeder Mikrofon-Lautsprecheranlage. Abhilfe: Mikrofon mit Richtwirkung so aufstellen, daß es von den Lautsprecher-Schallwellen nicht mehr erregt werden kann (Hallgerät).

Alpha - Umschlingung

Umschlingungsform der Kopftrommel durch das Videoband bei Slant track Videorecordern in der Form des kleinen Alpha (α) des griechischen Alphabets. siehe auch Omega-Umschlingung.

AM

Abkürzung für Amplitudenmodulation.

Amateurband

Tonband für Amateurgeräte. Es gibt Standard-, Langspiel-, Doppelspiel- und Triple-Bänder, die sich in der Banddicke unterscheiden und deren Spieldauer bei glei­chem Spulendurchmesser sich wie 1 :1,5 :2 :3 verhält. Das dünnste Band eignet sich wegen seiner guten Schmiegsamkeit besonders für kleinste Bandgeschwindigkeiten. Prinzipiell kann es auch für größere Bandgeschwindigkeiten verwendet werden, sofern der Bandzug nicht zu groß ist. Für Compact-Cassetten auch Vier- und Sechsfachspielbänder.

Amateurgerät

Tonbandgerät für kleine -► Bandgeschwindigkeiten (maxi­mal 19 cm/s). Oft mit Kombikopf ausgerüstet. Hoch­wertige Geräte haben meist einen getrennten Aufnahmekopf und Wiedergabekopf.

Ampere

Einheit für die Stromstärke.

Amplitude

Größte Schwingungsweite einer Schwingung, vom Null-Durchgang aus gerechnet, z. B. bei einem Pendel. Bei Wechselstrom: maximaler Strom- bzw. Spannungswert (Scheitelwert)

Amplitudenmodulation

Die Amplitude einer höherfrequenten Trägerschwingung wird im Rhythmus einer niederfrequenten Schwingung ver­ändert (z. B. Mittelwellensender). Auch beim Tonband spricht man gelegentlich von einer Modulation, obwohl es sich hier - bei der Schallaufzeichnung - eindeutig um eine Überlagerung handelt.

Analogspeicher

Ein Magnetband-Analogspeicher zeichnet auf dem Band eine dem Meßwert direkt proportionale Magnetisierung auf. Auch eine Schallaufzeichnung auf dem Tonband ist eine Analogspeicherung: große Lautstärke ergibt starke und geringe Lautstärke schwache Magnetisierung. Auch ein photographischer Film ist ein Analogspeicher: die Schwärzung ist direkt proportional der Helligkeit.

Andruckrolle

Diese Gummirolle drückt während der Aufnahme bzw. Wiedergabe das Tonband fest an die Tonachse und bewirkt dadurch den Transport mit gleichmäßiger Geschwindigkeit (-►Schlupf).

Anpassung

  • a)  Spannungsanpassung:
    Beim Anschluß einer Tonquelle (Mikrofon, Ausgang des Wiedergabeverstärkers o. ä.) an einen Verstärker soll bei Spannungsanpassung der Eingangs- Widerstand (des Ver­stärkers) größer sein als der Ausgangswiderstand (des Mikrofons bzw. des Wiedergabeverstärkers). Dadurch wird erreicht, daß der Ausgang nicht unzulässig „belastet" wird; d. h. die Ausgangsspannung ändert sich beim Anschließen nur geringfügig bzw. überhaupt nicht. Auch beim Anschluß eines Lautsprechers an einen Endverstärker handelt es sich um Spannungsanpassung, ebenso beim Anschluß eines elektrischen Verbrauchers an das Lichtnetz.
  • b)  Stromanpassung:
    Der Eingangswiderstand des Verbrauchers (z. B. Aufnahmekopf) gegenüber dem Ausgangswiderstand der Strom­quelle (z. B. Aufnahmeverstärker) ist sehr klein, so daß unabhängig von der frequenzabhängigen Impedanz ein gleichmäßiger Strom fließt.
  • c)  Leistungsanpassung:
    Der Ausgangswiderstand der Spannungsquelle ist genauso groß wie der Eingangswiderstand des Verbrauchers, wo­durch die Leistungsübertragung optimal wird. Leistungsan­passung wird im allgemeinen nur in der HF-Technik ge­braucht.


Um günstige Anpassung zu erreichen, muß ggf. ein Transformator verwendet werden.

Antimagnetische Schere

Schere aus nichtmagnetisierbarem Material zum Schneiden des Tonbandes. Eine magnetisierte Schere kann auf dem Band an der Schnittstelle eine Magnetisierung erzeugen, die bei der Wiedergabe als Knacken im Lautsprecher hörbar wird (Klebestelle).

Arbeitspunkt

Der Schnittpunkt der Grundlinie des NF-Signals mit der Remanenzkennlinie. Der Abstand zwischen Ordinate (senkrechte Achse der Remanenzkenn­linien- Darstellung) und der Grundlinie entspricht der Am­plitude des HF-Vormagnetisierungsstroms, dem das NF-Signal überlagert ist (Überlagerung).

Im technischen Sprachgebrauch versteht man unter „Ar­beitspunkt" die Stärke des durch den Aufnahmekopf flie­ßenden Hochfrequenz-Vormagnetisierungsstroms in mA (Ampere). Er wird so eingestellt, daß die elektroakustischen Eigenschaften des Bandes, die weitgehend von der Arbeitspunkt-Einstellung abhängen, optimal werden.

Arbeitspunkt-Einstellung

Hilfsgeräte:
NF-Generator und Röhrenvoltmeter. Vorgang der Einstellung:

a) NF-Spannung in den Eingang einspeisen;
b) Vormagnetisierungsstrom so einstellen, daß bei kon­stanter Eingangsspannung die NF-Ausgangsspannung ein Maximum erreicht;
c) Einstellregler für die HF-Vormagnetisierung in Richtung höheren Vormagnetisierungsstroms verstellen, bis die Ausgangsspannung um den Betrag AE kleiner wird. AE beträgt bei Amateurbändern 3,5 dB (Abfall auf 67 % der maximalen Ausgangsspannung),

  • beim Studioband PER 525-Stereo             1,5 dB (84%),
  • beim Studioband PER 555                         2,5 dB (75 %),
  • beim Magnetfilm MF 5/MF 5 PE 0,5...1 dB(94,5...89 %).

Frequenz der NF-Spannung:

  • Amateurbänder 6,3 kHz (Hertz),
  • Studiobänder 10 kHz
  • Magnetfilm 1 kHz

Die Ausgangsspannung soll ca. 20 dB unter der Span­nung für Vollaussteuerung liegen (ca. 10 %). Dement­sprechend ist die Eingangsspannung einzustellen.

Archiv

In München besteht im Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht, Museumsinsel 1, ein umfangreiches Tonbandarchiv für wissenschaftliche und kulturelle Gebiete. Für private Archive eignen sich sehr gut Kassetten aus formstabilem, schlagfestem Kunststoff, z. B. Novodur-Kas-setten von AGFA-GEVAERT für die Spulengrößen 11, 13, 15 und 18 cm (Universal-Kassette).

ARD

Abkürzung für Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands, in der die öffentlich-rechtlichen Rundfunk-anstalten der Bundesrepublik Deutschland zusammenarbei-ten. Die ARD hat Abnahmebedingungen für Magnetbänder und Bandgeräte erstellt, mit deren Hilfe ein störungsfreier Bandaustausch zwischen den einzelnen Sendern möglich ist. Bezugsband.

Audiovisuell

Abkürzung AV; weitgefaßte Bezeichnung für zusammenhängende Übertragung, Aufzeichnung und Wiedergabe von Bild und Ton; vorwiegend im Unterrichtssektor gebräuchlich.

Aufnahme

Das Vorbeilaufen eines unbespielten bzw. gelöschten Ma-gnetbandes am Aufnahme- bzw. Schreibkopf zur Auf-zeichnung eines Schallereignisses, von Fernsehbildern (Videoband) bzw. von Daten.

Aufnahmekopf

Auch Sprechkopf genannt. Im Prinzip wie ein Wiedergabekopf konstruiert, jedoch andere Wirkungsweise: Umwandlung eines elektrischen Stroms in magnetische Felder, die das Magnetband durchdringen und so die Aufnahme bewirken.
Meistens befindet sich im Spalt ein Material (Kupfer oder Berylliumbronze), das die magnetischen Kraftlinien „herausdrückt", so daß sie besser in die Schicht des Magnet-bands eindringen.

Aufnahmesperre

Fast alle Tonbandgeräte enthalten eine Sicherungsvorrichtung, die ein versehentliches Drücken der Aufnahmetaste verhindern soll. Diese Sicherung besteht oft aus einer zusätzlichen Taste, der Aufnahmesperre.

Aufnahmeverstärker

Die relativ kleinen Spannungen, die ein Mikrofon oder ein Rundfunkgerät an das Bandgerät liefert, müssen im Aufnahmeverstärker soweit verstärkt werden, daß das Magnetband auf den günstigsten Wert ausgesteuert werden kann (Aussteuerung).

Aufsprechüberhöhung

Entzerrung.

Ausgang

Anschlußbuchsen oder -klemmen, von denen hinter einer Tonquelle (Verstärker, Tonbandgerät usw.) die Nutzspannung abgenommen wird, die einem Lautsprecher oder einem Verstärker zugeführt werden kann.

Ausgleichs-Spur

Bei Bildfilmen, die an einer Kante mit einer Magnetspur (Piste) zur Tonaufzeichnung versehen sind, wird oft auf der gegenüberliegenden Kante eine schmale Ausgleichs-Spur aufgebracht, um ein schiefes Wickeln der Filmrolle zu verhindern.

Aussteuerung

Bezeichnung für das Einregulieren einer  NF-Spannung auf den optimalen Wert für eine Aufzeichnung auf Magnetband (Vollaussteuerung), wobei sowohl Untersteuerung (wegen des zu geringen Fremdspannungsabstands) als auch Übersteuerung (wegen der dabei entstehenden Verzerrungen, Klirrfaktor) vermieden werden müssen. Aussteuerungsinstrument.

Aussteuerungsinstrument

Anzeige für die Aussteuerung; früher meist „magisches Auge" oder „magisches Band", in modernen Geräten als Zeigerinstrumente, VU-Meter, mit genauer Markierung der Vollaussteuerung. In professionellen Studios sind Lichtzeigerinstrumente wegen der geringen Trägheit für die Aussteuerungskontrolle üblich.

Aussteuerungsregler

Ein Dreh- oder Flachbahnregler zur Einstellung der Aussteuerung.

Automatische Aussteuerung

Durch eine elektronische Regelvorrichtung wird in Diktiergeräten und einigen Amateur- Tonbandgeräten selbsttätig die Aussteuerung stets so eingestellt, daß weder Untersteuerung noch Übersteuerung eintritt. Das Aussteuerungs- instrument braucht dann nicht kontrolliert zu werden, es sei denn, die automatische Aussteuerung wird abgeschaltet (z. B. zum Aus- oder Einblenden); dann muß von Hand ausgesteuert werden.

Bandbreite

In der Nachrichtentechnik versteht man darunter auch die Breite eines zu übertragenden Frequenz- „Bandes". So beträgt beim Mittelwellensender die Bandbreite 9 kHz.

Banddicke

Standard-, Langspiel-, Doppelspiel-, Triple-, Vierfachspiel-, Sechsfachspiel-Band

Bandfluß

Menge der in der Magnetschicht eines Tonbandes vorhandenen magnetischen Kraftlinien, vergleichbar mit der Stromstärke beim elektrischen Strom (Fluß).

Bandgeschwindigkeit

Geschwindigkeit, mit der das Band die Tonköpfe passiert, international festgelegt:

304,8 cm/s = 120 ips
152,4 cm/s = 60 ips
76,2 cm/s = 30 ips
38,1 cm/s = 15 ips
19,05 cm/s = ips
9,5 cm/s = ips
4,75 cm/s = 1⅞ ips
2,4 cm/s = 15/16 ips

alles nach DIN 45511
Beim Compact-Cassetten-System beträgt die Bandge-schwindigkeit einheitlich 4,75 cm/s. Viele Tonbandgeräte sind auf verschiedene Geschwindigkeiten umschaltbar.

Bandklammer

Klammer zum Festhalten des Bandendes bei Amateurspu-len (besser als Klebe-Pflaster, welches das Band ver-schmutzt).

Bandsalat

kann entstehen, wenn die Rutschkupplung, welche die Aufwickelspule mitnehmen soll, zu schwach eingestellt ist, so daß das Band nicht ordnungsgemäß aufgewickelt wird, sondern sich eventuell um die Andruckrolle wickelt (Bremse).

Bandschleife

aus einem Stück Tonband zusammengeklebt, z. B. zur pau-senlosen Wiedergabe des gleichen Textes (Postansagen, Pausenzeichen) oder zur Maschinen-Steuerung (Endlos-Kassette).
Störende Schlaufen im Band, die ebenfalls als Bandschlei-fen bezeichnet werden, können sich bei Fehlern der Bremsen bilden.

Bandzug

die Kraft, mit der das Band im Tonbandgerät am Kopf vorbei gezogen wird; bleibt durch selbstregulierende Bremsen konstant. Größenordnung: 100 p bei Studiomaschinen; bei kleineren, insbesondere Batterie-Geräten, weniger.

Bespurungsband

Dünnes Tonband, das in schmalen Streifen als Magnetspur auf den Rand von Bildfilmen mit oder ohne Ausfräsen der Emulsionsschicht aufgeklebt wird, z. B. Agfa Bespurungsband F4.

Bewertetes Rauschen

Ohrkurvenfilter

Bezugsband

Magnetband nach DIN 45 513 für Meßzwecke zum Ein-stellen der Entzerrung im Wiedergabeverstärker. Es besteht aus vier verschiedenen Teilen:

  • Teil 1 enthält den Normalpegel; das ist ein genormter Bandfluß (je mm Spurbreite bei 76 cm/s 160, bei 38 und 19 cm/s 320 und bei 9,5 und 4,75 cm/s 250 Picoweber [pWb]). Dieser Bandfluß ergibt beim Abspielen dieses Bezugsbandteiles den Bezugs-pegel.
  • Der zweite Teil enthält eine Aufzeichnung, mit der man den Spalt des Wiedergabekopfes auf den richtigen Winkel (genau senkrecht zur Laufrichtung des Bandes) einstellen kann.
  • Im dritten Teil ist eine Folge von verschiedenen Einzel-Frequenzen (Tonhöhen), beginnend von 31,5 Hz bis maxi-mal 18 kHz, aufgezeichnet, mit deren Hilfe der Frequenzgang (Entzerrung) des Wiedergabeverstärkers kontrolliert bzw. eingestellt werden kann. Die Bezugsbänder 76 und 38 haben zusätzlich einen Gleittonteil.
  • Am Ende ist ein unbesprochener Teil genau definierter Bandbeschaffenheit angefügt, der sogenannte Leerteil. Er dient zu weiteren Messungen: Vergleich von Empfindlichkeit, Frequenzgang verschiedener Bänder, Einstellung der Aufsprechüberhöhung (Entzerrung) etc. Das Material für den Leerteil der einzelnen Bezugsband-Typen wurde vom Deutschen Normen-Ausschuß (DNA) festgelegt.

Bezugsbänder liefert AGFA-GEVAERT in den Breiten W, V2" und 1", letzteres sowohl mit DIN- als auch mit einer speziellen ARD-Entzerrung.

Bezugsfilm Bezugspegel

Meßfilm nach DIN 15 538 und 15 638 wie (Magnetfilm).

Bias

Die englische Bezeichnung für den Hochfrequenzvormagne-tisierungs-Strom. Vormagnetisierung.

Binär

Bezeichnung für das Aufzeichnungs- oder Schreibverfahren der Computer-Technik. Binär: aus nur 2 Zeichen bestehend. Im binären Zahlensystem gibt es nur die beiden Ziffern 0 und 1. Auf die Computertechnik übertragen heißt das, es gibt nur zwei Aufzeichnungsmöglichkeiten, nämlich Nord-Süd- oder Süd-Nord-magnetisch, + oder -bzw. 0 oder 1. Durch Aufzeichnung auf 7 oder 9 oder noch mehr Spuren lassen sich auf diese Weise sämtliche Zahlen oder Buchstaben codieren (Bit).

Bit

Kleinster Teil einer Information. Abkürzung für binary digit (Dualzahl) Informationsdichte, Binär.

Blockingeffekt

nennt man die Tendenz sehr glatter Bänder, in einem Wickel auf der darunter liegenden Bandlage fest zu haften. Bei Geräten mit schwachem Motor kann dadurch ein Blockieren auftreten, insbesondere nach längerer Lagerung, bei hoher Temperatur und hoher Luftfeuchtigkeit.

Bobby

Bezeichnung für den Wickelkern bei Film und Tonband H-Kern

BPI

Abkürzung für bit per inch (Bit pro Zoll); lnformationsdichte.

Breite

Die einstige Ur-breite des deutschen Magnetbandes von 1935 betrug 6,5mm. Das ist auch Vergangenheit. Die Breite der Tonbänder ist nach 1945 international festgelegt. Sie beträgt bei den Amateur- und normalen Studiobändern 6,3 +0,0mm - 0,06mm. Dieses Band läuft allgemein unter der Bezeichnung 1/4 Zoll (inch)-Band, obwohl 1/4 Zoll eigentlich genau 6,35 mm sind. Für Compact-Cassetten gibt es auch die Breite 3,81 mm = 0,15 inch.

Bei den anderen Bandbreiten 1/2 inch, 1 inch und 2 inch (Videoband) entsprechen die Maße den tatsächlichen mm-Werten, also 12,7, 25,4 und 50,8 mm. In Frankreich gibt es noch die exakte Breite 6,35 mm = 1/4 Zoll.

Bremsen

Zur Erzielung eines bestimmten Bandzuges, durch den das Band immer straff gespannt bleibt, muß die Abwickelspule gebremst werden. Das geschieht durch mechanische oder elektrische Bremsen. Beim Abstoppen aus schnellem Rück- oder Vorlauf verhindern die Bremsen ein Herausschießen von Bandschlaufen. Wenn die Bremsen nicht einwandfrei funktionieren, ist es nötig, eine Bandschlaufe vor dem Wiedereinschalten des Gerätes durch Drehen der Spule mit der Hand glattzuziehen.

Bruchdehnung

Verformung, die ein Material (Tonband) erleidet, wenn es bis zur Zerreißgrenze belastet wird. Angegeben in % der anfänglichen Länge.

Bruchlast

Die Last oder Kraft, bei der ein Material, z. B. Tonband, reißt. Einheit kp/mm2 (Reißfestigkeit).

Brumm

Brumm-Spannung. Ungewollt aus der Wechselstromleitung in die Tonleitung induzierte Störspannung, die man in-folge der niedrigen Frequenz des NetzWechselstroms von 50 Hz als störendes Brummen hört (Abschirmung).

Byte

nennt man die Summe der senkrecht zur Bandlaufrichtung übereinanderliegenden Bits bei der Aufzeichnung auf Computerband (bei 1/2 Zoll breitem Band 7 oder 9). Erst diese Summe ergibt eine eindeutige Information.
Anmerkung: das war der Wissensstand der Analogtechniker und Ingenieure 1965 !! Den das ist so nicht korrekt.
 

Capstan

Englischer Ausdruck für "Tonachse". Wird hauptsächlich bei Bandläufern für Computerbänder, Videorecordern etc. so genannt.
Anmerkung : ebenfalls sehr mißverständlich formuliert. Der Capstan bzw. die sich drehende Capstan Welle bestimmt die gleichbleibende Geschwindigkeit des Bandmaterial während der Aufnahme oder Wiedergabe.

Cartridge

Ein vor allem in den USA verbreitetes Kassetten-System (nicht kompatibel mit dem Compact-Cassetten-System). Die (8-Track) Cartridge ist eine Endloskassette mit rückseiten-graphitiertem, 6,3 mm breitem Band, auf dem 8 Spuren (4 Stereo-Spurpaare) aufgezeichnet werden.
Anmerkung: das ist auch falsch. Die Amerikaner unterscheiden sehr sorgfältig zwischen Cassette und Cartridge.

CC

Abkürzung für die von Philips 1961 entwickelte Compact-Cassette.

CCIR

Abkürzung für „Commite Consultatif International des Radiocommunications" - international empfohlene Norm - (Entzerrung).

Channel

Kanal

Chromdioxid

Magnetisierbare Substanz, die wie -Eisenoxid zur Beschichtung von Magnetbändern verwendet wird. Chemi-sche Formel: CrO2. Chromdioxidbänder haben einen deutlich besseren Frequenzgang als Eisenoxidbänder, was sich besonders bei kleinen Bandgeschwindigkeiten günstig auswirkt (z. B. bei der Compact-Cassette). Auch für Videobänder vorteilhaft.

Cinch-Stecker

Cynch-Stecker

Closed loop

aus dem Englischen, „geschlossene Schleife". Besondere Art der Bandführung, bei der das Magnetband zweimal die -Tonachse bzw. den Capstan berührt. Andruck durch zwei Andruckrollen rechts und links vom Capstan vermindert Geschwindigkeitsschwankungen des Bandes. Verwendet bei Videorecordern, Instrumentationsläufern und Magnetbandgeräten für höchste Ansprüche. Abb. 7, Seite 18 zeigt die closed-loop-Bandführung bei einem semiprofessionellen Videorecorder.

Code

Aus dem Geheimdienstjargon bekannt: Scheinbar sinnlose (verschlüsselte) Zahlen- oder Buchstabengruppen können nur von Eingeweihten mittels des Codes (Schlüssel) entschlüsselt und gelesen werden. In der Informationstechnik werden Daten, Zahlen oder Meßwerte in Form von Bits bzw. Bytes verschlüsselt, die auf einem Magnetband aufgezeichnet werden können.

Compact-Cassette

wird eine von der Firma Philips 1961 entwickelte Kassette für kleinste Tonbandgeräte mit einer Breite des Bandes von 3,81 mm (0,15 inch) genannt. Heute stellen alle namhaften Gerätehersteller Geräte für diese Cassette her. Sie enthält bespieltes oder unbespieltes Band. AGFA-GEVAERT liefert unbespielte Cassetten: C 60 (Triple Record PE 66) mit einer Spieldauer von 2x30 Minuten, C 90 (Vierfachspiel-band PE 86) mit einer Spieldauer von 2x45 Minuten und C 120 (Sechsfachspiel-Band PE 126) mit einer Spieldauer von 2x60 Minuten (Abb. 8 und 8a).
Anmerkung: Zur der Zeit um 1962 bis 1964 wurde diese CC von Philips Technik noch überwiegend belächelt und nicht für voll genommen. Keiner konnte den grandiosen Siegeszug erahnen.

Computer

aus dem Englischen = „Rechner". Allgemein gebräuchlich für elektronische Rechenmaschine.
Anmerkung: zu dieser Zeit war ein Computer so groß wie ein Einfamilienhaus und als Begriff nur nebulös verständlich.

Computerband

Magnetband zur magnetischen Aufzeichnung von Daten bzw. Zahlen (Datenspeicherung) in Form von Impulsen, verschlüsselt auf kleinstem Raum (Informationsdichte) zur Verarbeitung im Computer. Es werden jeweils mehrere Spuren aufgezeichnet (bei einem 1/2-Band z. B. 7 oder 9). Die gespeicherten Werte können über Lese (Wiedergabe)-Köpfe „gelesen" und über elektronische Schnelldrucker in unverschlüsselter Form gedruckt werden. An die Oberfläche der Computerbänder werden außergewöhnlich hohe Anforderungen hinsichtlich der Sauberkeit (Dropout-Freiheit und Lochfreiheit) gestellt, da jeder Bandfehler einen Rechenfehler zur Folge hat. Weil die Bänder mit sehr großer Geschwindigkeit (3 m/s) laufen, ist auch die mechanische Beanspruchung sehr groß, so daß als Unterlage nur Polyester-Folie verwendet werden kann, z. B. Agfa Computerband PEC 6000, lieferbar in Breiten von 1/2 bis 1 inch (Zoll).

Crossfield

aus dem Englischen, „Kreuzfeld". Beim Crossfield-Verfahren werden der Vormagnetisierungsstrom und der NF-Strom zwei getrennten Köpfen zugeführt, die einander gegenüberstehen. Durch den Zwischenraum läuft das Magnetband; der NF-Magnetkopf berührt die Schicht, der Vormagnetisierungs-Kopf wirkt durch die Unterlage hindurch, so daß sich die Magnetfelder der beiden Köpfe kreuzen. Dadurch soll die Aufzeichnung hoher Frequenzen bei kleinen Bandgeschwindigkeiten verbessert werden. Anmerkung: auch das war mehr Markting als Physik.

c/s

Abkürzung für das englische cycies per second. Das ist das gleiche wie Hertz.

Cutten

Beim Tonband und Film: Herausschneiden einzelner Stücke bzw. Szenen, die in geeigneter Form wieder zusammengeklebt werden. Diese Tätigkeit übt der „Cutter" (Schneider) bzw. die Cutterin aus; davon abgeleitet auch als „cuttern" bezeichnet.

Cutterset

Kassette, in der alle für das Tonbandcutten benötigten Teile, wie Schere, Klebeschiene, Klebeband, Silber-Schaltband sowie Vorlaufbänder in den Farben Rot, Grün, Weiß griffbereit zusammen untergebracht sind, z. B. Cutterset von AGFA-GEVAERT.

Cynch-Stecker

auch Cinch- oder RCA-Stecker. Einpolige koaxiale Steckverbindungen;

Dämpfung

Abnehmen der Intensität (Dezibel).

Datenspeicher

Elektronische Geräte zum Speichern von Zahlen bzw. Daten für Computeranlagen. Gebräuchlichste Typen: magnetische Bandspeicher (- Computerband, Digitalcassette), Magnetplatten, Magnettrommelspeicher und Kernspeicher. Darüber hinaus gibt es noch Datenspeicher, die nicht nach dem magnetischen Prinzip arbeiten.

dB

Abkürzung für Dezibel.

DC

Im Englischen Abkürzung für „Direct Current", Gleichstrom.

DD-Lack

Polyadditionslack auf der Basis hydroxylgruppenhaltiger Polyester und Isocyanate; Desmophen-Desmodur der Farbenfabriken Bayer AG, speziell für Agfa Magnetbänder entwickelt. Sehr abriebfestes Bindemittel für die Magnetschicht von Tonbändern.

Dehnung

Längenänderung in % der Ausgangslänge bei Belastung. Ist bei Kunststoffen, z. B. Tonbandunterlagen, abhängig von der Zeit der Krafteinwirkung und der Temperatur. Elastische Dehnung ist reversibel, geht also zurück, plastische Dehnung ist irreversibel, bleibt also. Bei Tonbändern soll die plastische Dehnung 1 Minute nach Be- und Entlastung unter 0,1 % liegen, die elastische Dehnung um 1 %. Bei Bändern auf doppelt vorgereckter Polyester-Unterlage sind die Dehnungswerte noch erheblich niedriger.

Dezibel

Logarithmisches Dämpfungsmaß. Relatives Maß, nach dem zwei Werte miteinander verglichen werden, z. B. zwei Spannungswerte U1 und U2.
p = 20 Ig U1/U2 (db);

Diasteuerung

Der Text zu einem Lichtbilder (Dia)-Vortrag wird auf ein Tonband aufgesprochen. An den Stellen, an denen das Bild gewechselt werden soll, wird mit Hilfe eines von den meisten Geräteherstellern lieferbaren kleinen Zusatzgerätes, des Dia-Steuergerätes, ein Impuls auf das Band gegeben, bei Viertelspur auf die dann nicht mehr zu besprechende, zuunterst liegende Spur 4, bei Halbspur auf die zweite Spur. Dieser Impuls steuert dann bei der Wiedergabe über das Dia-Steuergerät den Projektor, der automatisch die Bilder wechselt. Diasteuerung mittels Cassetten-Recordern erfolgt durch Impulse, die auf der Spur 2 oder 3+4 aufgezeichnet werden.

Digitalcassette

Eine der Compact-Cassette sehr ähnliche Kassette zur Datenspeicherung (Datenspeicher). Bandgeschwindig-keit: 9,5 cm/s; Breite des Bandes: 3,81 mm.

Digitalspeicher

Dieser arbeitet im Gegensatz zum Analogspeicher nur mit Binärwerten, die auf Magnetband oder -platte aufgezeichnet werden. Durch geeignete Umsetzer werden Meßwerte elektronisch gezählt und mit entsprechender Codierung als Zahlenwert einem Computerbandläufer zugeführt und als Bytes registriert. Auch die Zahlenwerte eines Computers werden digital gespeichert.

DIN

Ursprünglich Abkürzung für Deutsche Industrie Norm; heute Bezeichnung für alle vom Deutschen Normenausschuß festgelegten Normen, z. B. Bezugsband nach DIN 45.513 sowie die Hifi Norm nach DIN 45.500.

Diode

Gleichrichter; in Rundfunkgeräten zum Gleichrichten der Hochfrequenz.

Diodenausgang

Abzweigung hinter der Diode eines Radioapparates -also vor dem NF-Verstärker mit dem Lautstärkeregler -zur Entnahme der Tonfrequenz zum Aufnehmen auf ein Magnetband mit einem Tonbandgerät. Anmerkung: hat nichts mit einer Diode zu tun, heißt nur so.

Diodenbuchse

wird die Steckbuchse für den Diodenstecker genannt.

Diodenstecker, -kabel

Drei- oder fünfpolige runde Verbindung zwischen elektroakustischen Geräten mit Steckverbindungen nach DIN 41.524. Das dreipolige Diodenkabel enthält 2 gegeneinander abgeschirmte Kabel, eines für die Verbindung von Diodenausgang mit dem Aufnahmeeingang des Tonbandgerätes (1), eine Leitung vom Tonbandgerät zum Verstärkereingang (des Radio-Apparates) für Wiedergabe (3). Das fünfpolige Kabel für stereofone Aufnahme und Wiedergabe enthält je 2 Kabel für Aufnahme (Anschlüsse an den Stiften 1 - linker Kanal und 4 - rechter Kanal) sowie zwei Leitungen für Wiedergabe (Stift 3 - linker Kanal - und 5 - rechter Kanal). Die Abschirmung (2) wird als Erd- oder Null-Leitung benutzt. Diodenstecker werden auch für andere Schaltungen benutzt (Überspielleitung). Dreipolige Stecker passen auch in die fünfpoligen Steckdosen. Nach DIN 41.524 ist mit dreipoligen Kabeln jedoch nur eine monotone Übertragung möglich.

Direktaufzeichnung

Der aufzuzeichnende Meßwert (z. B. Frequenzgemisch) wird über einen Verstärker „direkt" auf den Aufnahmekopf des Magnetbandspeichers gegeben. Im Gegensatz dazu FM. Anmerkung: sehr ungebräuchliche Bezeichnung

Dolby-Stretcher

auch Dolby-Filter oder -Gerät (nach dem Erfinder Ray M. Dolby) genannt. Spezialverstärker zur Verbesserung des Ruhegeräuschspannungsabstands bei Aufzeichnungen auf Magnetband. Wirkungsweise: Vor der Aufzeichnung werden kleine Spannungen kräftiger verstärkt als mittlere und große; dadurch „Überspringen" des Störpegels. Bei der Wiedergabe entsprechender Verstärkungsrückgang bei kleinen Spannungen. Durch Aufteilung des Übertragungsbereichs in vier „Kanäle" Ausnutzung des Verdeckungseffekts. Auch als Baustein für Amateurgeräte (Dolby B-Filter).

Doppel 8 Film

Ein 16 mm breiter Photofilm mit Spezialperforation läuft zweimal durch die Filmkamera, so daß erst die eine und dann die andere Hälfte belichtet werden. Nach dem Entwickeln wird der Film in zwei 8 mm breite Streifen zerschnitten, die dann aneinandergeklebt werden. Er kann auch mit einer Ton Piste versehen werden (Bespurungsband, Kaschierband, Single 8, Super 8 ).

Doppelspiel-Band

Verhältnismäßig dünnes Band (ca. 26 im = 0,026 mm) dick. Verglichen mit dem dickeren Standard-Band paßt die doppelte Bandlänge auf den gleichen Spulendurchmesser. Das Doppelspielband „spielt" also doppelt so lange wie ein
Standard-Band. Beispiele: Agfa Magnetband PE41 und Hifi-Low-Noise PE46.

Doppelspur

Halbspur.

Doppelt vorgereckt

Zur Erhöhung der Festigkeit müssen Polyester-Folien für gute Magnetbänder in zwei Richtungen (längs und quer) vorgereckt werden, damit sie die hohe Festigkeit von über 25 kp/mm2 bekommen (Unterlage, Vorrecken).

Dreifachspiel-Band

Triple-Band.

Drei-Motoren-Geräte

Tonbandgeräte der oberen Preisklasse und Studiomagnetbandgeräte besitzen neben dem Tonachsen-Motor zwei Wickelmotore, die für das schnelle Umspulen des Magnetbandes sorgen. Daneben haben sie die Aufgabe, bei Aufnahme und Wiedergabe den nötigen Bandzug aufzubringen. Drei-Motoren-Geräte zeichnen sich durch besonders günstige Werte für das Jaulen aus.
Anmerkung: eine viel zu triviale Erläuterung.

Dropin

Ausdruck aus der Computertechnik. Gegenteil von Drop-out. Durch ungewollte Einschlüsse oder Risse in der Magnetschicht entsteht eine Unterbrechung des Bandflusses, wodurch beim Vorbeilaufen des Bandes am Lesekopf ein Flußwechsel und damit ein Signal vorgetäuscht wird. Im Englischen zero error = Nullfehler. Beim Dropout tritt ein Signal-Verlust auf.

Dropout

Aussetzen des Tones durch Abheben des Bandes vom Magnetkopf, verursacht durch Schmutz zwischen Band und Tonkopf oder Welligkeit des Tonbandes. Bei Schallaufzeichnungen macht sich ein Dropout durch eine kurze, meist kaum hörbare Lautstärkeschwankung bemerkbar. Bei einer Videoaufzeichnung erzeugt er einen quer über den Bildschirm laufenden weißen Kometen, der je nach Stärke mehr oder weniger stört.

Beim Computer- oder lnstrumentationsband kann ein Dropout einen Rechen- oder Meßfehler verursachen. Beim Agfa Computerband PEC 6000 wird daher jedes Band einzeln auf Dropoutfreiheit geprüft. Es werden nur solche Bänder zum Verkauf freigegeben, die diese Prüfung einwandfrei bestanden haben. Als Dropout zählt dabei ein Pegelverlust von 50 % und mehr. Da der Lesekopf einwandfrei noch Bits lesen kann, die 70 % unter dem Sollwert liegen, ist eine ausreichende Sicherheit gegen Fehler gegeben.
Anmerkung: das stimmt schon lange nicht mehr.

Drossel

auch Drosselspule. Von Wechselstrom durchflossene Kupferdrahtspule, meist mit Eisenkern, die für den Wechselstrom infolge der Selbstinduktion einen wesentlich größeren Widerstand hat als für Gleichstrom. Wechselstrom wird „abgedrosselt".
Löschdrossel: Spule mit Eisenkern zum Betrieb am Lichtnetz, deren stark streuendes magnetisches Wechselfeld zum raschen und gründlichen Löschen von aufgewickelten Magnetbändern und -Filmen sowie zum Entmagnetisieren von Eisenteilen ( Magnet köpfe, Tonachse etc.) im Tonbandgerät benutzt wird.
Anmerkung: hatte bei Bändern so nur marginal funktioniert.

Duoplay

Multiplay

Duplicating

Kopieren (Compact-Cassette), gilt aber auch für Open Reel Bänder aller Art

Dynamik

Dieser Begriff wird heute in unterschiedlicher Bedeutung angewendet. Um Mißverständnisse oder gar Verwechslung mit „Programmdynamik" zu vermeiden, verwendet man im Studiobetrieb statt dessen einen genau definierten Ausdruck: Ruhegeräuschspannungsabstand. Darunter versteht man den Pegelunterschied zwischen Vollaussteuerung (Studioband K3 = 3 %, Amateurband K3 = 5 %) und Geräuschspannung in dB.

Echoeffekt

Kopier-Effekt.

Echogerät

Hallgerät. (Anmerkung: das stimmt so schon lange nicht mehr, ein Echogerät ist nach wie vor kein Hallgerät.)

Echoraser

Kopier-Effekt.

EDV

Abkürzung für Elektronische Daten-Verarbeitung (Bit, Computerband, Plattenspeicher usw).

Eingang

Anschluß, über den einem Verstärker, Tonbandgerät etc. die NFSpannung zugeführt wird.

Eisensuspension

Aufschwemmung feinsten Eisenpulvers (Carbonyleisen) in Benzin o. ä. Beim Eintauchen eines bespielten Magnetbandes in diese Suspension bleibt das feinteilige Eisen an den magnetisierten Teilen der Tonspur haften. Nach Verdunsten des Lösungsmittels wird die Magnetspur sichtbar.
Mit dem Mikroskop kann man somit die extrem feinen Schrägspuren bei Video wie auch die Data Spuren bei DLT und LTO Bändern mit 622 Spuren pro 1/2" sehen und darstellen

Eisenoxid

Y-Fe2O3. Das ist die magnetisierbare Grundsubstanz der Tonbandschicht. Es gibt kubische und nadelförmige Eisenoxidkristalle. Die werden in ihren verschiedenen Formen auch in großen Mengen als Farbpigment (braun) verwendet.

Für Magnetbänder werden zwei verschiedene Eisenoxide benutzt:

  • a) Normalpigment, lang-nadelförmig, z. B. bei den Agfa Magneton-Bändern Langspielhand PE 31, Doppelspielband PE 41 und den Studiobändern PER 525- Stereo und PER 555;
  • b) Low-Noise-Pigment mit verbesserten magnetischen Eigenschaften (Low-Noise), z. B. bei Agfa Magnet-Bändern Langspielband PE 36 Hifi-Low-Noise, Doppelspielband PE46 Hifi-Low-Noise, Triple Record PE 66 Hifi-Low-Noise, Vierfachspielband PE 86 Low-Noise und Sechsfachspielband PE126 Low-Noise.

Empfindlichkeit

NF-Strombedarf im Aufnahmekopf beim Aufzeichnen zur Erreichung eines genau definierten Pegels. Wird mit den Werten des Leerteiles eines Bezugsbandes verglichen (Angabe in dB gegenüber Bezugsband = relative Empfindlichkeit). Ein empfindlicheres Band ergibt gegenüber einem unempfindlicheren bei gleicher Aufsprechintensität größere Lautstärke.

Elastische

Dehnung

Elektroakustik

Theorie und Praxis der Aufzeichnung und Übertragung von Schallereignissen mit den Mitteln der Elektrotechnik. Zu den elektroakustischen Geräten gehören z. B. Magnetbandgeräte, Rundfunkempfänger, Lautsprecher, Verstärker u. a. m.

Endloskassette

dient zur Unterbringung langer Bandschleifen auf kleinem Raum. Das mit einem besonderen Gleitmittel versehene Band ist in einer Kassette so aufgespult, daß die gleiche Bandmenge, die zur Wiedergabe an der Innenseite der Spule herausgezogen wird, an der Außenseite wieder hineinläuft.

Endverstärker

Nachdem die schwachen Signale des Wiedergabekopfes durch den Wiedergabe-Verstärker verstärkt und entzerrt (Entzerrung) worden sind, sorgt der Endverstärker für die zum Betrieb eines Lautsprechers notwendige Leistung. Endverstärker in Tonbandgeräten dienen meist nur zur Abhörkontrolle. Gute Wiedergabequalität, insbesondere bei Stereofonie, wird durch Wiedergabe über den End-verstärker eines Rundfunkgeräts oder eine Verstärkeranlage erreicht.

Entzerrung

Wird eine nach folgenden Bedingungen

  • Strom durch den Aufnahmekopf mit variabler Frequenz, aber konstanter Amplitude
  • Frequenz gleitend vom unteren zum oberen Ende des Tonfrequenzbereichs

hergestellte Aufnahme wiedergegeben,

so nimmt die vom Wiedergabekopf gelieferte Spannung mit steigender Frequenz zunächst zu (Omega-Gang) und, nach dem Überschreiten eines Größtwerts, infolge von Abstandsverlusten und dem Rückgang der wirksamen Schichtdicke wieder ab. Die geforderte Gleichmäßigkeit der Wiedergabe-spannung wird also nicht erreicht.

Zweck der Entzerrung (kein Zusammenhang mit nichtlinearen Verzerrungen, Klirrfaktor) ist, alle Verluste und Abweichungen vom geradlinigen Frequenzgang auszugleichen: die gekrümmte Frequenzgang-Kurve wird begradigt, „entzerrt".

Man erreicht dies durch regelbare Kombinationen von Widerständen (R) und Kondensatoren (C), sogenannten RC-Gliedern, die in die Aufnahme- bzw. Wiedergabe-Verstärker eingebaut werden.

Um das störende Rauschen klein zu halten, wird die Entzerrung auf Aufnahme und Wiedergabe verteilt. Der Anteil der Entzerrung im Aufnahmeverstärker wird auch „Aufsprechüberhöhung" genannt.
Das Produkt R • C kennzeichnet die Zeitkonstante T mit der Maßeinheit „Sekunde". Üblich ist die Angabe in Mikro-sekunden (1 \is = 10-6 s = 1/1 000 000 s).
Da Tonbänder austauschbar sein sollen (Kompatibilität) und zur Vermeidung zu hohen Rauschens die Entzerrung auf den Aufnahme- und Wiedergabe- Verstärker verteilt wird, ist der Bandfluß-Verlauf nach verschiedenen Normen (hauptsächlich CCIR und NAB) festgelegt. Danach ist die Aufsprech-Entzerrung so einzustellen, daß der Bandfluß eines bespielten Bandes der Norm entspricht. DIN 45.513 entspricht den CCIR-Empfehlungen (Bezugsband). Nach DIN 45.513 Blatt 1 und 2 soll der Bandfluß bei 76 und 38 cm/s dem Frequenzgang eines RC-Glieds in Parallelschaltung mit der Zeitkonstanten 35 us entsprechen.

Blatt 3 DIN 45.513 sieht für Aufzeichnung bei 19 cm/s (Bezugsband 19 S, S = Studiotechnik) einen Kurvenverlauf entsprechend einer Zeitkonstanten von 70 uS vor, für Amateuraufzeichnungen bei 19 cm/s in den Höhen entsprechend einer RC-Parallelschaltung mit x = 50 [us und in den Tiefen entsprechend der Reihenschaltung eines RC-Glieds (Anhebung) x = 3180 us (zur Verringerung des Brummens).

Die entsprechenden Werte für die Bandgeschwindigkeit 9,5 cm/s sind: für die Höhen t = 90 us, Tiefen 3180 us; bei 4,75 cm/s 120 us und 3180 us; bei der Bandbreite 3,81 mm (0,15 inch, Compact-Cassette) 120 u und 1590 us. Bei Bezugsfilmen: BF 16-1/-2 70 us; BF 17/35 35 us. Für Spezialzwecke liefert AGFA-GEVAERT auf Anfrage auch BB 19 mit 100 us und BB 9,5 mit 120 us.

Fahrenheit

ist in vielen englisch sprechenden Ländern die Einheit für die Temperatur. In England wird jetzt auch die Celsius-Temperaturskala (Centigrad) verwendet. Umrechnung nach den beiden Formeln:

Farbfernsehen

Fernsehbilder in Farbe können auch auf Magnetband gespeichert werden, z. B. auf dem Video-Magnetband PEV 4000 von AGFA-GEVAERT. Für die Übertragung von Farbbildern ist ein größerer Frequenzbereich erforderlich als für Schwarzweißbilder. Diesen Bereich nennt man High Band.

Feinfühlautomatik

Zwecks Konstanthaltung des Bandzuges besitzen verschiedene Bandgeräte eine Feinfühlautomatik, die bei zu großem Bandzug die Bremsen lockert und bei zu kleinem fester anzieht, auch Bandzugsregelung genannt.

Feld, magnetisches

Kennzeichen eines Dauer-Magneten (Permanentmagneten) bzw. einer stromdurchflossenen Spule. Die Intensität des innerhalb und außerhalb einer Spule entstehenden magneti-schen Feldes ist abhängig von der Stromstärke und der Windungszahl. Die Feldstärke wird in Ampere mal Windungszahl pro cm angegeben. Hiervon durch einen konstanten Faktor unterschieden ist die Einheit Oersted (Oe). Auch in einem geradlinigen Leiter erzeugt ein Strom ein Magnetfeld, das in konzentrischen „Zylindern" um den Leiter als Achse verläuft.

Feldstärke

Feld, magnetisches.

Ferritkopf

Magnetkopf, bei dem der Kern nicht aus lamellierten Blechen, sondern aus gesintertem Metallpulver und Bindemasse besteht. Vorteile: hohe Abriebfestigkeit, geringste Verluste durch Wirbelströme.

Ferromagnetisch

nennt man einen Werkstoff, der sich magnetisieren läßt, z. B. Eisen, nicht dagegen beispielsweise Kupfer.

Feuchtigkeit

Relative Feuchtigkeit der Luft [RF] gibt an, wieviel Prozent der bei einer bestimmten Temperatur möglichen Wassermenge in Gasform (Dampf) in der Luft enthalten ist. AC-Bänder werden zweckmäßig bei 60 % relativer Luftfeuchtigkeit und bei + 20 °C Temperatur aufbewahrt. Wegen solcher Klimaschwierigkeiten ersetzt man heute AC-Bänder durch moderne Polyesterbänder z. B. Agfa Studioband PER 525-Stereo.

Flachbahnregler

Bei Mischpulten wird anstelle der in den meisten Amateur-Tonbandgeräten verwendeten Drehregler ein längs verschiebbarer Regler verwendet.

Flugsicherungsband

dient in Spezialgeräten (meist mit vielen Spuren) zur Registrierung der Bord-Boden-Gespräche eines Flughafens. Bei Flugunfällen ergeben sich aus diesen Aufzeichnungen, die jeweils vier Wochen lang archiviert werden müssen, oft wertvolle Beweise. Breite dieses Bandes 1/2" oder 1" (z. B. Agfa PET 185).

Fluß, magnetischer

Zahl der gesamten magnetischen Kraftlinien in einem magnetisierten Stoff, z. B. in der Magnetschicht eines Tonbandes. Einheit Maxwell [M] bzw. Milli-Maxwell [mM] sowie Weber [Wb] bzw. Pico-Weber [pWb].

Flußwechsel

Aus der Computertechnik. Zahl der Magnetisierungswechsel pro Längeneinheit (Bit und NRZ).

FM

Abkürzung für Frequenzmodulation.

Fremdspannung

Der Spitzenwert der Störspannung beim Abspielen eines gelöschten und vormagnetisierten (Vormagnetisierung) Magnetbandes, ohne Bewertung (Ohrkurvenfilter) gemessen.

Fremdspannungsabstand

Das in Dezibel (dB) angegebene Verhältnis zwischen Fremdspannung und der Wiedergabe eines voll ausgesteuerten (Vollaussteuerung) Magnetbandes. Der Fremdspannungsabstand für Hifi-Tonbandgeräte nach DIN 45.500 muß mindestens 45 dB betragen.

Frequenz

Anzahl der Schwingungen in einer Sekunde (Einheit 1/s. 1 Schwingung pro Sekunde = 1 Hertz (Hz). 1000 Hz = 1 kHz (Kilo-Hertz); 1 000 000 Hz = 1 MHz (Mega-Hertz). Bei Luftschwingungen, also Tönen oder Klängen, empfindet das Gehör eine geringe Anzahl von Schwingungen pro Sekunde als tiefen Ton, eine große Anzahl als hohen Ton.

Frequenzgang

Grafische Darstellung einer Messung, bei der in den Eingang einer beliebigen Übertragungsanlage konstante, aber in der Frequenz variierte Spannungen eingegeben werden. Die Auswertung zeigt, inwieweit die Gleichmäßigkeit der Verstärkung von der Frequenz abhängt und wieweit der Übertragungsbereich reicht (Grenzfrequenz). Bei einer guten Tonbandanlage soll der Frequenzgang geradlinig sein (Überallesfrequenzgang), d. h. bei konstanter Eingangsspannung soll bei allen Frequenzen am Wiedergabeverstärker die gleiche Ausgangsspannung gemessen werden (Entzerrung).

Beim Tonband:

  • a) absoluter Frequenzgang (Fa): Verhältnis der über den
  • Hörkopf vom Band abgenommenen Spannung bei 10
  • und 1 kHz (in dB). Maß für die Güte der Höhenwieder-
  • gabe.
  • b) relativer Frequenzgang (Frel): Unterschied von Fa des zu
  • prüfenden Bandes zu Fa des Bezugsband-Leerteils.

Frequenzmodulation

Die Frequenz (Trägerfrequenz) einer höherfrequenten Schwingung, deren Amplitude konstant ist, wird im Rhythmus einer niederfrequenten Schwingung symmetrisch geändert (z. B. UKW-Sender). Bei der Aufzeichnung niedrigster
Frequenzen von der Größenordnung einiger Hz auf Geo-Band sowie auf Instrumentationsband wird die Frequenzmodulation (FM) angewendet, um die kleinen Schwingungszahlen in einen für die Magnetbandaufzeichnung günstigen Frequenzbereich zu transponieren. Bei der Frequenzmodulation ist nur die Zahl der Nulldurchgänge von Bedeutung. Die Modulation ist unabhängig von der Amplitude.

Frequenzumfang

Der Bereich innerhalb der oberen und unteren Grenzfrequenz.

ft

Abkürzung für das englische Maß „foot" (Mehrzahl feet).
1 ft = 0,3048 m,
1 m = 3,281 ft;
1 ft sind 12 inches

Fullwidth

Englisch „volle Breite". In der Computerbandtechnik heißt full-width-geprüft, daß Dropout-Freiheit gleichzeitig für 7 und 9 Spuren (also für die volle Breite) bei einem 1/2"-Band garantiert wird.

Geo-Band

Abkürzung für „geophysikalisches Band". Auf diesem werden mit Hilfe von Spezialmikrofonen Schwingungen aufgezeichnet, die zwecks Erforschung des Erdinneren durch unterirdische Detonationen erzeugt werden. Zur Auswertung wird die Aufzeichnung dann in vergrößertem Maßstab auf Photoregistrierpapier übertragen. Die Aufzeichnung erfolgt entweder durch Amplitudenmodulation (AM) (z. B. auf PET 1855 von AGFA-GEVAERT, Schichtdicke 70 um) oder durch Frequenzmodulation (FM) (z. B. auf PET 855 M mit mattierter Rückseite und PET 855, Schichtdicke 10 um, beide Typen ebenfalls von AGFA-GEVAERT).

Geräuschspannung

Das vom Ohr als störend empfundene Rauschen wird von elektroakustischen Geräten spontan als elektrische Wechselspannung (Rauschspannung) erzeugt. Alle Störspannungen, in denen der Begriff „Geräusch" vorkommt, werden über ein Ohrkurvenfilter gemessen, welches die Frequenzen der Empfindlichkeit des Gehörs entsprechend durchläßt (bewertetes Rauschen wird als „Geräusch" bezeichnet, also durch Umlaut „äu" gekennzeichnet). Im Gegensatz zur Geräuschspannung wird die Fremdspannung ohne Bewertung gemessen. Dynamik, Ruhegeräusch- spannungsabstand.

Gießlösung

Lackbindemittel, in dem magnetisierbares Eisenoxid bzw. Chromdioxid enthalten ist. Wird verwendet zur Herstellung der Magnetschicht bei Magnetbändern. Für Spezialzwecke auch über den Handel lieferbar.

Gleichfeld-Rausch-spannungsabstand

Zur Messung des Modulationsrauschens wird das Band zusätzlich zum Vormagnetisierungsstrom mit Gleichstrom (Frequenz = 0 Hz) anstelle einer Tonfrequenz „besprochen". Die entstandene konstante Gleichremanenz erzeugt an sich keine Spannung im Wiedergabekopf, aber die Einzelfelder der völlig unregelmäßig (statistisch) verteilten Magnetteilchen sowie die durch Unebenheiten aller Art verursachte Schwankung der Gleichremanenz können sehr wohl kleine unperiodische Spannungsstöße erzeugen, die als Rauschen hörbar sind und gemessen werden können. Der (unbewertete) Abstand dieser Rauschspannung in dB von der beim Normalpegel erzielten (Nutz-)Spannung ist ein Maß für das Modulationsrauschen, der Gleichfeldrauschspannungsabstand.

Gleichlaufschwankung

Jaulen

Gleichremanenz

Durch Gleichstrom im Aufnahmekopf auf dem Band erzeugte Remanenz, durch die keine Spannung im Wiedergabekopf erzeugt wird. Auch durch Berührung des Bandes mit versehentlich magnetisierten Stahlteilen entsteht eine Gleichremanenz. Klebestellen an einem solchen Band oder Film erzeugen infolge des unterbrochenen magnetischen Flusses einen Spannungsstoß im Wiedergabekopf, der als mehr oder weniger lautes Knacken im Lautsprecher störend wahrgenommen wird. Auch rauscht ein so magnetisiertes Band stärker (Rauschen).

Gleichstrom

Elektrischer Strom, der stets in der gleichen Richtung fließt, z. B. von einem Akkumulator oder einer Batterie, im Gegensatz zum Wechselstrom.

Gleittonteil

Auf dem dritten Teil der Bezugsbänder 76 und 38 ist im Anschluß an die Aufzeichnung der Einzelfrequenzen in kontinuierlicher Folge der gesamte zu übertragende Frequenzumfang (31,5 Hz -18 kHz) aufgezeichnet (Abb. 14, Seite 32). Beim Abspielen dieser „gleitenden Frequenzskala" läßt sich an einem Pegelschreiber, der die Ausgangsspannung des Wiedergabeverstärkers aufzeichnet, erkennen, ob der Frequenzgang geradlinig (Zeiger zeigt konstanten Wert an) oder nicht geradlinig ist (Zeiger geht nach oben oder unten).

Grenzfrequenz

Das „obere" und „untere" Ende des Übertragungsbereiches wird durch die beiden Frequenzen bestimmt, bei denen die Ausgangsspannung auf 71 % (-3 dB) der Ausgangsspannung bei 1000 Hz abgesunken ist.

Grundton

die Grundschwingung, charakterisiert die Tonhöhe (große Schwingungszahl pro Sekunde = hoher Ton, kleine Schwingungszahl = niedriger Ton). Neben dem Grundton können noch Übertöne auftreten, die den Klang charakterisieren.

Abb. 15:

Grund- und Oberschwingungen (Obertöne, Harmonische)

  • a) Grundschwingung, Frequenz 2 Hz (= zwei Schwingungen pro Sekunde)
  • b) Dritte Harmonische der Grundschwin-gung, Frequenz 6 Hz
  • c) Resultierende Schwingung aus der Überlagerung von a) und b)
  • d) Grundschwingung wie bei a), jedoch von einer Harmonischen höherer Ordnung überlagert %

Halbspur

Bei monotonen Aufnahmen auf 1/4-Zoll-Band (6,3 mm) wird erst die obere Hälfte und dann, nach Vertauschen und Umdrehen der Spulen, die untere Hälfte des Bandes besprochen, genauso wie beim Doppel 8-Film die Belichtung erfolgt.

(Spurlage, ). Nach DIN beträgt die Breite der beiden Spuren bei Monoaufzeichnung je 2,25 mm, der Zwischenraum demnach 1,75 mm. Um bei Stereoaufnahmen die Übersprechdämpfung groß zu halten, wird oft die Spurbreite zugunsten eines größeren Zwischenraums verkleinert (auf ca. 2 mm). Wenn der Löschkopf des Stereogerätes die gleiche Spurbreite hat, können sich beim Abhören auf einem Monogerät mit der größeren Spurbreite Schwierigkeiten ergeben.

Die verschiedenen Variationsmöglichkeiten, Abhören von Viertelspur mit Halbspurgerät und umgekehrt, lassen sich aus Abb. 16 erkennen, wenn die Begrenzungslinien der einzelnen Spuren horizontal in die entsprechenden Abschnitte verlängert werden.

Abb. 16:

Verschiedene Spurlagen auf 6,3-mm-Magnetband 1/4")

  • Bei Halbspur: Spur 1 (linker Kanal) oben, Spur 2 (rechter Kanal) unten.
  • Beim Viertelspurverfahren werden die Spuren von oben nach unten mit 1 ... 4 numeriert.
  • Bei Stereo-Aufnahmen bilden die Spuren 1 und 3 sowie 4 und 2 ein zusammengehöriges Spurpaar (1 und 4 linker Kanal, 3 und 2 rechter Kanal)

Hallgerät

dient zur künstlichen Erzeugung eines Nachhalls (oder Echos?). Über Spiralfedern, lange Metallplatten (oder Magnetbandschleifen?) wird eine Laufzeitverzögerung der Schallwellen erzielt. Wieder in die Originalaufnahme eingemischt, tritt je nach Größe der Laufzeitverzögerung ein Nachhall (kurze Zeit) oder ein Echo (lange Zeit) auf. Bei Magnetbandgeräten mit getrenntem Aufnahme- und Wiedergabekopf läßt sich die Laufzeit des Bandes vom Aufnahme- zum Wiedergabekopf auch als Nachhall verwerten, indem der verzögerte Ton entweder direkt über einen Echomixer oder aber über den Umweg Lautsprecher - Mikrofon wieder in die Originalaufnahme bei entsprechender Intensitätsverminderung eingeblendet wird. Im letzteren Fall Vorsicht: akustische Rückkopplung möglich!

Harmonische

Bezeichnung für die Einzel Töne, aus denen ein Klang zusammengesetzt ist. Die 1. Harmonische ist der Grundton, die harmonischen Schwingungen höherer Ordnung sind ganzzahlige Vielfache des Grundtons.

Heimtonbandgerät

Amateurgerät; gehobene Qualitätsklasse nach DIN 45.500: „Hifi-Geräte".
(Anmerkung: sehr oberflächliche Aussage)

Helical scan

Aus dem Englischen: „schneckenförmige Abtastung". Anderer Ausdruck für Slant Track oder auch Schrägspurverfahren

Hertz

Einheit für die Schwingungszahl pro Sekunde [Hz]. 1000 Hz = 1 Kilo-Hertz [kHz] (Frequenz) benannt nach Heinrich Hertz.

HF

Abkürzung für Hochfrequenz.

Hifi

High Fidelity: hohe Klangtreue. Aus Amerika übernommener Ausdruck, in Deutschland ein Qualitätsbegriff für hochwertige Heimtonanlagen nach DIN 45.500 oder besser.

Hifi-Low-Noise

Agfa Magnetbänder Hifi-Low-Noise (PE 36, PE 46, PE 66) verbinden die Eigenschaften von Hifi und Low-Noise.

High Band

aus dem Englischen: „hoher Bereich", d. h. breiter Frequenzbereich; Farbfernsehen.

High output-Band

Aus dem Englischen: „Magnetband für hohe Ausgangsspannungen", ein Tonband, das sich bis etwa +10 dB über den Normalpegel bei einem Klirrfaktor von 3 % aussteuern läßt, z. B. Agfa Studioband PER 555 für das professionelle Studio und PE 31 sowie PE 36 Hifi-Low-Noise für das Amateur-Studio.

Hinterband-Kontrolle

Bei Tonbandgeräten mit getrenntem Aufnahme- und Wiedergabeköpf ist es möglich, das soeben Aufgesprochene unmittelbar danach über den Wiedergabekopf abzuhören. Es kann also praktisch während der Aufnahme kontrolliert werden, ob diese fehlerfrei auf das Band gekommen ist. Mit einem Kombikopf ist das nicht möglich.

Hochfrequenz

Frequenzen oberhalb des Tonfrequenzbereiches (ober-halb ca. 20 kHz). Diese Grenze ist nicht genau definiert.

Hochfrequenz-vormagnetisierung

auch Vormagnetisierung, 1941 erstmals beim Tonbandgerät AEG K4 nutzbringend angewandt, seitdem Standardverfahren bei der magnetischen Bandaufzeichnung

Höhenanhebung

In einem Verstärker können durch besondere Schaltmaßnahmen die hohen Töne mehr verstärkt, also angehoben werden als die tiefen; oft variable Höhenanhebung (Entzerrung). Bei hochwertigen Verstärkern ist auch eine, ebenfalls variable, Baßanhebung möglich.

Hörbarkeitsgrenze

Das menschliche Gehör kann nur Töne eines begrenzten Frequenzbereiches wahrnehmen. Untere Grenze ca. 16 Hz, obere Grenze je nach Alter zwischen 10-18 kHz.

Hysteresis

auch Hysterese, aus dem Griechischen „zurückbleiben", auch Remanenz.

Hysteresis-Kurve

auch Hysteresisschleife: Graphische Darstellung der Magnetisierung eines ferromagnetischen (magnetisierbaren) Werkstoffes in Abhängigkeit von einem variablen Magnetfeld. Die charakteristische, doppel-S-förmige Magnetisierungskurve zeigt die Abbildung, siehe auch Neukurve, Remanenzkurve.

IBM-Kern

Spulenkern für Computerbandläufer, Kern.

Impedanz

„Scheinwiderstand" in einem Kreis (Schaltung), bestehend aus einer Spule, der „Induktivität", einem Kondensator, der „Kapazität", und einem Ohmschen Widerstand. Diese Größen bedingen in ihrer Zusammenwirkung für Wechselstrom einen bestimmten Widerstandswert, der in Ohm gemessen wird.
Anmerkung: das ist sehr mißverständlich formuliert. Wird noch verbessert.

Impuls

Aus der Mechanik: Kraft mal Zeit. In die Elektrotechnik übertragen: einmaliger, meist kurz dauernder Stromstoß.

Inch

Englische Bezeichnung für das Zollmaß. 1 inch = 2,54 cm = 25,4 mm. Abkürzung: in. oder " (mil). 12 inches sind 1 ft.

Induktion

Bei einer Relativbewegung eines Magnetfeldes gegen einen elektrischen Leiter wird in diesem eine elektrische Spannung induziert (=erzeugt), deren Richtung von der Richtung der Bewegung und deren Größe von der Zahl der in der Zeiteinheit „geschnittenen" magnetischen Kraftlinien abhängig ist, also auch Zahl der Leiter (Spulenwindungen). „Bewegung" ist auch das An- und Abschwellen der magnetischen Kraftlinien eines Wechselstromes in den Windungen einer Spule (Transformator).

Induktivität

Selbstinduktion

Informationsdichte

heißt die Zahl der auf einer Spur eines Magnetbandes aufgezeichneten Informationen (bit) pro Längeneinheit (bit/ mm; bit/in = bpi) beim Speichern von Zahlen und Daten.

Input

Eingang

Instrumentationsband

Magnetband zur Speicherung beliebiger physikalischer Meßwerte im Analogspeicher. Aufzeichnung beim 1/2"-Band auf 7 Spuren sowohl mittels AM oder besser Direktaufzeichnung als auch durch FM.
Anmerkung: damals gab es nur Spulengeräte mit bis zu 9 Spuren.
Für die verschiedenen Frequenzbereiche gibt es spezielle Bandtypen: bis 100 kHz bei max. 60ips Bereich „Low" bis 500 kHz bei max. 120 ips Bereich „Intermediate" bis 2 MHz bei max. 120 ips Bereich „Wide" (z. B. PET 355 (Low) und PET 336 (Intermediate) von AGFA-GEVAERT).

Integrierte Schaltung

Internationale Abkürzung IC (Integrated Circuit); mit der Technologie der Transistor-Herstellung gefertigte Schaltungen auf kleinstem Raum, z. B. komplette Verstärker. Anmerkung: das war der Stand von 1971 !!!

IPS

Abkürzung für inches per second (Bandgeschwindigkeit). Inch pro Sekunde,

Intermediate-Band

Aus dem Englischen: Zwischenbereich. Instrumentationsband, Low-Band.

IRIG

Abkürzung für Inter Range Instrumentation Group. Amerikanische Vorschriften für die Hersteller von Instrumentationsbandläufern für die Telemetrie (Telemetry Standards).

Jaulen

Tonhöhenschwankungen, die durch ungleichmäßige Transportgeschwindigkeit (Schlupf) oder plastische Verdehnung des Bandes hervorgerufen werden. Die Verdehnungsgefahr ist bei doppelt vorgereckten Polyesterbändern äußerst gering (Dehnung).

Kanal

Bezeichnung für den Weg, den die zu verstärkende Spannung im Verstärker nimmt (z. B. Wiedergabekanal). Mehrkanalverstärker: Einheit mehrerer voneinander getrennter Verstärker (Kanäle), in denen eventuell auch bestimmte Frequenzbereiche (hoch oder tief) getrennt verstärkt werden können. Ein Stereo-Verstärker hat zwei gleiche Kanäle. Moderne Studiorecorder können bis zu 48 Kanäle auf ein 2" Audio-Band aufzeichnen.

Kapazität

elektrische Maßeinheit, Kondensator.

Kaschierband

Band mit übertragbarer Magnetschicht. Die mit einem wärmeaktivierbaren Klebstoff belegte Schichtseite kann durch Einwirkung von Wärme (z. B. Bügeleisen) auf ein beliebiges Material (Metall, Stoff, Papier usw.) aufgeklebt (kaschiert) werden. Nach Abziehen des ursprünglichen Schichtträgers haftet die magnetisierbare Schicht auf dem betreffenden Material; auch für Magnetbespurung von Bildfilmen (Laminierverfahren) verwendet. Der Kleber härtet nicht aus, wird also beim Erhitzen wieder weich. Beispiel: PEK-Bänder von AGFA-GEVAERT.

Kern

Es gibt zum Aufwickeln des Bandes zwei Kern-Typen, den AEG-Kern und den NAB-Kern (Spulenkern). Beide Kerne werden auch mit Flanschen verwendet, so daß es zu dem entsprechenden Kern die entsprechend benannte Spule gibt.

Der AEG-Kern wird in Frankreich auch CCIR-Kern genannt. Kerne werden vorzugsweise für professionelle Studio-Geräte verwendet, die jeweils die entsprechenden Einspannvorrichtungen besitzen. Amateurgeräte sind für Spulen mit Dreizack (Abb. 18c) eingerich-tet. Durch Verwendung entsprechender Adapter lassen sich auch NAB-Kerne auf AEG-Einspannvorrichtungen verwenden.

Für Computerbandläufer werden Spulen mit IBM-Kern verwendet. Diese haben einen größeren Innendurchmesser als der NAB-Kern, besitzen keine Aussparungen und werden durch eine Spezial-Klemmvorrichtung festgehalten und zentriert.

Abb. 18: Wickelkerne und Flanschspule
a) AEG-Kern, wird mit und ohne Flansch (runde ,,Boden"-platte) verwendet
b) NAB-Kern, auch als Kern einer Doppelflansch-Spule
c) Spule für AGFA-GEVAERT Amateur Magnetbänder (Kunststoff- Doppelflansch- Spule)

Klang

Als „Klang" wird ein Gemisch mehrerer (mindestens zweier) Sinus Töne bezeichnet, die ganzzahlige Vielfache (Harmonische, Obertöne) des Grundtons sind. Eine Stimmgabel erzeugt einen nahezu reinen Ton, alle Musik-Instrumente erzeugen „Klänge" im physikalischen Sinn. Auch „verzerrte" Töne (Klirrfaktor, Verzerrung) sind genau genommen Klänge.

Klavierfest

So bezeichnet man ein Tonbandgerät bzw. ein Band, wenn eine Klavieraufnahme völlig dem Original entsprechend ohne Tonhöhenschwankungen - nicht verzerrt oder zerhackt - wiedergegeben wird. Qualitätstest!
Anmerkung: damals 1971 war der Gleichlauf noch oft ein Problem.

Klebeband

Spezial-Trockenklebeband zum Zusammenkleben von Magnetband, ca. 0,5 mm schmaler als dieses, damit es auch bei nicht ganz exaktem Kleben nicht über die Kanten ragt. Bei gutem Klebeband dürfen keinesfalls Klebstoffteilchen an den Seiten heraustreten, weil sie die Magnetköpfe ver-schmutzen können. Fließfestigkeit, Wärme- und Dauerbeständigkeit sind für einwandfreie Funktion erforderlich. Das Trockenkleben hat das früher übliche Naßklebeverfahren beim Tonband praktisch abgelöst.

Klebeschiene

Vorrichtung, mit der in einer eingefrästen oder eingepreßten Vertiefung von etwas geringerer Breite als der des Tonbandes die beiden Bandenden sauber und geradlinig zum Kleben mit Klebeband aneinandergelegt werden können.

Klebestelle

Im allgemeinen unhörbar, sofern sie sauber ausgeführt wurde; kann aber durch Gleichremanenz störend hörbar werden. Das Band soll stets schräg (ca. 45°) geschnitten werden (antimagnetische Schere). Es gibt zwei Klebeverfahren. Beim ersten wird ein Klebeband verwendet, welches einige Zehntel Millimeter schmaler als das Tonband ist. So kleben z. B. die deutschen Rundfunkanstalten.
Nach der zweiten Methode wird ein entsprechend breites Band quer über die Magnetbandenden geklebt und dann die längs überstehenden Stücke mit einer Schere oder einer SpezialVorrichtung abgeschnitten. Bei dieser Methode besteht größere Gefahr, daß Klebstoff auf die Schichtseite gelangt.
Anmerkung: Cuttern oder Kleben ist seit langer Zeit ungebräuchlich geworden.

Klinkenstecker

Ein- oder zweipolige Steckverbindungen, die in verschiedenen Bauarten und Größen vor allem in Geräten mit geringen Abmessungen benutzt werden.

Klirrdämpfung

Der Klirrfaktor [K3] kann anstatt in Prozent auch im Dämpfungsmaß angegeben werden (dB), z. B. 1 % K3 = 1/oo K3 = 40 dB Klirrdämpfung.

Klirrfaktor

abgekürzt K3. Prozentualer Intensitätsanteil des zweiten Obertons (das ist die dritte Harmonische) an der Gesamtintensität eines verzerrten Tons. Er entsteht in allen Ton-Übertragungssystemen mit nichtlinearer Kennlinie. Er ist abhängig von der Aussteuerung und macht sich bei zu großen Werten durch hörbare Verzerrungen bemerkbar.
Oberschwingungen anderer Ordnungen treten bei einer Bandübertragung praktisch nicht auf oder sind zu vernachlässigen. Bei Studiobändern sind für K3 3% zulässig, bei Amateurbändern 5%. Statt in % wird der Klirrfaktor gelegentlich auch im Dämpfungsmaß [dB] als Klirrdämpfung angegeben.

Koerzitivkraft

Stärke des Magnet Feldes, das erforderlich ist, um die remanente Magnetisierung eines ferromagnetischen Werkstoffes gleich Null zu machen, zu „löschen". Magnetbänder mit hoher Koerzitivkraft benötigen also einen größeren Löschstrom (Löschen), um die gleiche Lösendämpfung zu erzielen wie bei Bändern mit verhältnismäßig niedriger Koerzitivkraft.

Kombikopf

In vielen Amateurgeräten wird für die Aufnahme derselbe Tonkopf verwendet wie für die Wiedergabe (kombinierter Aufnahme- Wiedergabe-Kopf). Er wird jeweils auf „Aufnahme" oder „Wiedergabe" umgeschaltet.

Kompatibel

aus dem Englischen (compatible) = verträglich, vereinbar.

  • a) Völlig gleiche Eigenschaften z. B. zweier Magnetbänder oder zweier Bandgeräte gestatten die Verwendung des einen oder des anderen auf den verschiedenen Geräten ohne Einschränkung, also die praktische Austauschbarkeit.
  • b) Kompatibel werden auch Verfahren für Übertragungen genannt, die mit Geräten verschiedener Bauart annähernd gleichwertig empfangen werden können, z. B. stereofone Sendungen mit monofonen Rundfunkempfängern oder farbige Fernseh-Sendungen mit Schwarzweiß-Geräten und umgekehrt.

Kondensator

In der Elektronik ein Bauteil, welches für Elektrizitätsmengen ein bestimmtes Fassungsvermögen („Kapazität") besitzt. Einheit der Kapazität: Farad (F). Diese Einheit ist sehr groß, so daß in der Praxis kleinere Werte wie Mikrofarad (uF) = 10-6 F, Nanofarad (nF) = 10-9 F und Picofarad (pF) = 10-12 F verwendet werden. Die Kapazität zweier parallel geführter Leitungen, beispielsweise in einem Tonverstärker, liegt je nach Länge in der Größenordnung einiger pF. Das muß beim Schaltungsaufbau mit kleinen Kondensatoren berücksichtigt werden.

Kopfeinstellung

Die mechanische Einstellung der Magnetköpfe umfaßt fünf wichtige Punkte:

  • a) Die Spalteinstellung, Justierung des Kopfspaltes genau senkrecht zur Bandlaufrichtung (bei falscher Einstellung Verluste bei höheren Frequenzen).
  • b) Die Höheneinstellung, Justierung des Kopfspaltes auf genaue Deckung mit den Magnetspuren (bei falscher Einstellung Pegelverluste, evtl. Vermischung des Inhalts zweier Spuren, Spurlage).
  • c) Kipp bzw. Neigung, Parallelstellung des Kopfspiegels zum Tonband (falsche Einstellung ergibt starken einseitigen Abschliff).
  • d) Tangential-Einstellung: Eine senkrecht durch den Spalt laufende Gerade muß mit der Symmetrieachse des Tonband-Bogens vor dem Tonkopf zusammenfallen (bei falscher Einstellung schlechter Tonband-Kopf-Kontakt).
  • e) Bandandruck: Einstellung des richtigen Umschlingungswinkels (bei falscher Einstellung schlechter bzw. fehlender Band-Kopf-Kontakt).

Kopfhörer

Elektroakustisches Wandlersystem mit ähnlichem Wirkungsprinzip wie Lautsprecher, unmittelbar an den Ohrmuscheln betrieben. Bevorzugt bei der Kontrolle einer Aufnahme, wenn Tonbandgerät und Mikrofon im gleichen Raum stehen, da keine akustische Rückkopplung auftreten kann.

Kopfträger

Eine meist auswechselbare mechanische Vorrichtung bei professionellen Magnetbandgeräten zum Befestigen und Justieren (Kopfeinstellung) der Magnetköpfe.

Kopftrommel

Der rotierende, zylindrische Kopfträger bei Videorecordern.

Kopieren

Von einer Tonbandaufnahme lassen sich durch Überspielen (Überspielleitung) auf ein oder beliebig viele Tonbandgeräte Kopien herstellen. Um Qualitätsverluste zu vermeiden, sollte das Original mit der Aufnahmegeschwindigkeit laufen, während die Bandgeschwindigkeit der Kopie frei gewählt werden kann.

Aufnahmen für Compact-Cassetten (Musicassetten) werden mit mehrfacher Geschwindigkeit kopiert, meist mit 8-, 16-, 32- oder sogar 64facher Geschwindigkeit (d. h. mit 38, 76, 152 oder 304 cm/s). Natürlich muß auch die Originalaufnahme, das Mutterband bzw. eine „Arbeitskopie", das Masterband, im gleichen Verhältnis schneller laufen. Die englische Bezeichnung für das Schnellkopieren ist „Duplicating".
Bei Kontaktkopierverfahren muß man mit einem Intensitätsverlust des Mutterbandes rechnen, wenn nicht besondere Bandmaterialien verwendet werden.

Kopierdämpfung

heißt das in Dezibel (dB) angegebene Verhältnis der Wiedergabespannungen eines mit Bezugspegel aufgezeichneten Signals und dem auf die Nachbarwindung kopierten Signal nach 24 Stunden Lagerung bei 20 °C (Kopiereffekt). Die Kopierdämpfung wird normgemäß (DIN 45.519, Blatt 1) bei 38 cm/s und einer Frequenz von 1 kHz gemessen; unter diesen Bedingungen tritt der stärkste Kopiereffekt auf (k = 380 \im). Bei kleineren und größeren Wellenlängen nimmt die Kopierdämpfung zu; bei der Bandgeschwindigkeit 4,75 cm/s des Compact-Cassetten- Systems spielt der Kopiereffekt praktisch keine Rolle mehr.

Kopiereffekt

Jedes auf Magnetband aufgezeichnete Signal ergibt einen magnetisierten Bereich, von dem wiederum Kraftlinien ausgehen. Diese Kraftlinien durchsetzen im Bandwickel (aufgewickeltes Tonband) auch die Nachbarwindungen und können in ihnen ebenfalls eine, freilich schwächere, Magnetisierung erzeugen. Unter Umständen ist diese „Kopie" als Vor- oder Nach-„Echo" zu hören. Die Intensität ist abhängig vom Abstand der Nachbarwindung (Dicke der Unterlage), von der Schichtdicke, der Temperatur (wird bei Wärme größer), der Wellenlänge, den Eigenschaften des magnetisierbaren Materials sowie der Zeit (steigt auf einen Endwert). Mehrmaliges Umspulen vor der Wiedergabe schwächt oft das kopierte Signal, so daß es nicht mehr stört. Infolge des Verdeckungseffektes meist nicht hörbar; auch mit sogenanntem Echoraser, einem schwachen Dauermagneten, auf nicht mehr störende Stärke reduzierbar.

Kurztestband

Ein vereinfachtes (gekürztes) Bezugsband zur Schnellkontrolle von Bandgeräten (Testband).

Laminier-Verfahren

Verfahren zur Magnetbespurung von Bildfilmen (Kaschierband).

Langspiel-Band

Tonband mittlerer Dicke (ca. 32 im = 0,032 mm), von dem sich auf gleicher Spule ca. 50 % mehr gegenüber Standard-Band aufwickeln läßt. Es „spielt" also auch um 50% länger. Beispiele: Agfa Magnetband PE31 und Hifi-Low-Noise PE 36.

Lautsprecher

Die tonfrequenten Wechselströme werden über einen Verstärker dem Lautsprecher zugeführt (Hochton-Tiefton- Lautsprecher oder Kombinationen von mehreren zusammen). Der Lautsprecherwiderstand muß dem des Verstärkerausganges (hoch- oder niederohmig) angepaßt sein. Nötigenfalls Transformator (Übertrager) verwenden (Anpassung)!

Lautstärke

Phon.

Lautstärkeregler

Dreh- oder Flachbahnregler ( Potentiometer) zur Regelung der Wiedergabelautstärke. Bei Aufnahmen von Rundfunksendungen über den Diodenausgang ist die Stellung des Lautstärkereglers am Rundfunkgerät ohne Einfluß auf die Ausgangsspannung; die Aussteuerung wird nur durch die Stellung des Aussteuerungsreglers am Tonbandgerät beeinflußt (Kontrolle mittels des Aussteuerungsinstruments).

Bei der Wiedergabe einer Tonbandaufnahme über ein Rundfunkgerät ist zu beachten: Lautstärkeregler des Tonbandgerätsvoll aufdrehen, sofern dieser die Ausgangsspannung beeinflußt; Einstellung der gewünschten Lautstärke durch den Lautstärkeregler des Rundfunkgeräts; dadurch bleiben die Störgeräusche des Endverstärkers (Rauschen und Brummen) klein.

Leerbandteil

Unbesprochener Teil des Bezugsbandes, mit dem der Frequenzgang des Aufnahmeverstärkers eingestellt wer-den kann. Dient als Vergleichs- bzw. Normalband, auf das man sich bei Messungen an anderen Bändern bezieht. Vor dem Einstellen des Aufnahme-Verstärkers wird zunächst der Wiedergabe-Verstärker mit Hilfe von Teil 3 (Frequenzgangteil) des Bezugsbandes geradlinig einge-stellt. Danach wird mittels einer Aufzeichnung auf dem Leerbandteil die Aufsprechüberhöhung (Entzerrung) so eingestellt, daß z. B. bei 1 kHz und 10 kHz (oder 1 kHz und 14 kHz) die Ausgangsspannung am Wiedergabe-Verstärker gleich ist.

Löschen

Löschkopf und Drosselspule. Unbeabsichtigtes Löschen von Tonbandaufnahmen kann gelegentlich vorkommen, wenn das Band starken Magnetfeldern ausgesetzt wird.

Löschbarkeit

eines Bandes wird mit zunehmender Koerzitivkraft schlechter. Maß ist die Löschdämpfung.

Löschdämpfung

heißt das in dB angegebene Verhältnis der Rest-Wiedergabespannung einer gelöschten Bezugspegelaufzeichnung zur Wiedergabespannung des Bezugspegels (LD). Sie soll über 70 dB liegen.

Löschdrossel

Drossel

Löschkopf

Ringförmiger, vom Löschstrom [HF] durchflossener Elektromagnet mit relativ breitem Luftspalt (ähnlich wie ein Aufnahme- oder Wiedergabekopf konstruiert), dessen magnetisches Streufeld die magnetischen Aufzeichnungen auf einem Magnetband beim Vorbeilaufen löscht. Bei jeder Aufnahme wird unmittelbar vor dem Aufnahmekopf automatisch das Band gelöscht. Schnelles Löschen eines ganzen Bandwickels erfolgt mittels Lösch Drossel. Durch die Tricktaste oder Trickblende läßt sich die Wirkung des Löschkopfes je nach Gerätetyp ganz oder teilweise ausschalten.

Low Band

aus dem Englischen: „niedriger Bereich", hier: schmaler Frequenzbereich (Instrumentationsband). Das englische „Band" hat nichts mit dem deutschen Magnet-Band zu tun, welches im Englischen Tape heißt.
Auch bei Videoaufzeichnungen wird der Frequenzbereich für Schwarzweiß- Übertragung mit Low Band bezeichnet, der jedoch nicht identisch ist mit dem Bereich Low bei Instrumentationsbändern.

Low-Noise

aus dem Englischen: „niedriges Geräusch", d. h. geringer Störpegel. Unter dieser Bezeichnung werden Magnetbänder geliefert, deren Ruherauschen um ca. 3—4 dB geringer ist als bei den bisher üblichen Amateurbändern. Das wird durch ein besonders feinteiliges Eisenoxid bewirkt. AGFA-GEVAERT liefert solche Bänder, die zudem noch Hifi-Qualität besitzen, als Langspielhand PE 36, als Doppelspielband PE 46, als Triple Record PE 66, als Vierfachspielband PE 86 und als Sechsfachspielband PE 126. Mit diesen Bandtypen lassen sich auch bei kleineren Bandgeschwindigkeiten studioähnliche Aufnahmequalitäten erzielen. PE 86 und PE 126, die wegen ihrer sehr geringen Dicke im normalen Amateur-Tonbandgerät schwierig zu handhaben wären, sind nur in Compact-Cassetten lieferbar. In diesen gestatten sie eine hervorragende Aufnahmequalität.

Magisches Auge

Aussteuerungsinstrument älterer Bauart (Elektronenstrahlröhre), in modernen Tonbandgeräten durch VU-Meter ersetzt. Richtige Aussteuerung bei gerade geschlossenem Fächer. Überlappen der Fächersektoren sagt nichts aus über das Ausmaß der Übersteuerung.

Magnetband

auch Tonband genannt. Bandförmige Unterlage, mit magnetisierbarer Schicht begossen, zur Aufzeichnung von Schallereignissen bzw. Meßwerten und Daten.

Magnetfilm

Perforierter Film der üblichen Abmessungen (Breiten 8, 16 und 35 bzw. 2x17,5 mm) in voller Breite mit Magnetschicht begossen, zur Tonaufnahme im Film- und Fernsehstudio.
Durch die Perforierung läßt sich ein einwandfreier synchroner Lauf zwischen Bild und Ton erzielen. Beispiele: Agfa Magnetfilm MF 5 und MF 5 PE.

Magnetfilm 35 mm
Magnetfilm 17,5 mm
Magnetfilm 16 mm
Spurlagen für die Tonaufzeichnung auf Magnetfilm in den Breiten 35 mm (oben), 17,5 mm (Mitte) und 16 mm (unten)

Magnetisches Loch

Ungenaue Bezeichnung für Dropout. Bedeutet das Aussetzen eines Tones. Wird meist durch kurzzeitiges Abheben des Bandes vom Kopf verursacht.

Magneton

Agfa Magneton bzw. Agfa Magnetonband, eingetragenes Warenzeichen (®) von AGFA-GEVAERT Antwerpen/Leverkusen.

Magnetkopf

Elektromagnetisches Wandlersystem (Aufnahmestrom in Magnetisierung, Magnetisierungen in Spannungen, HF-Ströme in Löschungen von Magnetisierungen); Elektromagnete mit ringförmigem oder rechteckigem Eisenkern, der an der Vorderseite durch einen schmalen Spalt getrennt ist (bei Aufnahmeköpfen auch breiterer Spalt an der Rückseite) und eine Anordnung von Spulen trägt. Wird, je nach Bauart, zur Aufzeichnung (Aufnahme- bzw. Schreibkopf), zur Abtastung (Wiedergabe- bzw. Lesekopf) und zum Löschen (Löschkopf) magnetischer Signale oder Impulse auf Magnetband benutzt.

Verschiedene Magnetköpfe; von links: Viertelspur-Löschkopf, Mono-Halbspur-Kombikopf, Stereo-Halbspur-Kopf (Schmetterlingskopf).

Magnetisierung

Die Einwirkung eines magnetischen Feldes auf ein ferromagnetisches Material. Physikalisch exakt: die zusätzliche, von der Materie herrührende Kraftflußdichte. Der nach dem Abklingen des Feldes im ferromagnetischen Material verbleibende Teil der Magnetisierung heißt Remanenz.

Magnetplatte

Eine dünne, kreisrunde Aluminiumplatte, die an der Ober-und Unterseite mit einer magnetisierbaren Schicht begossen ist. Wird zur Aufzeichnung von Daten benutzt (Computer, Datenspeicher). Meist als Magnetplattenstapel mit 6 oder 11 übereinander angeordneten Platten üblich. In anderer Form auch für die Zeitlupenwiedergabe von Fernsehbildern gebräuchlich.

Anmerkung: der Begriff Harddisk oder Festplatte kam erst viel später.

Magnetschicht

Mischung aus magnetisierbarem Material (z. B. Chromdioxid, Eisenoxid) und Lackbindemittel, die auf die Unterlage aufgegossen wird (Schichtband).

Masseband

Früher ca. 1935 bis 1940 verwendeter Tonbandtyp, bei dem das Eisenoxid im tragenden Kunststoff gleichmäßig verteilt war (homogener Aufbau). Heute werden nur noch Schichtbänder verwendet.

Mattierung

der Rückseite, insbesondere bei Studiobändern, ermöglicht einwandfreies Aufwickeln auch ohne Spulenflansche, ohne daß Bandwindungen herausschießen. Frei tragende Wickel sind in den deutschen Rundfunkanstalten üblich. Bei unmattierten Magnetbändern kann die beim schnellen Umspulen mitgerissene Luft Bandwindungen herausschießen lassen (unebener Wickel, Gefahr von Dehnungen). Bei Studiobändern aus Polyesterunterlage wird die Mattierung durch einen zusätzlichen rückseitigen Mattierungsbeguß erzielt, der zur Kennzeichnung unterschiedlicher Bandtypen verschieden gefärbt sein kann, z. B. beim Agfa Studioband PER 525-Stereo rot und bei PER 555 weiß.
Anmerkung: später sprach man von Rückseitenbeschichtung

Maxwell

Einheit des magnetischen Flusses.

MAZ

moderne Abkürzung für Magnetische (Bild-)Aufzeichnung; Gegensatz: FAZ (Film-Aufzeichnung). Im Studiojargon auch „mazen": Fernsehbilder auf Magnetband aufzeichnen. Videorecorder, Quadruplex u. a.

Mehrspuraufzeichnung

Gleichzeitige bzw. zeitlich aufeinanderfolgende Schall- oder Datenaufzeichnung auf mehreren Spuren eines Magnetbands. In der Studio-Tonaufnahmetechnik werden bis zu 16 Spuren auf 1" (inch) breitem Band aufgezeichnet, auf 2"-Bändem z.T. eine noch größere Anzahl. Mehrspuraufzeichnung erlaubt Playback-Aufnahmen ohne Verlust durch Mehrfachkopien sowie die nachträgliche Bearbeitung durch Mischen mehrerer Spuren, Verhallung (Hallgerät), Präsenz-Filterung u. a. m. Zur Mehrspuraufzeichnung auf Computerbändern Byte etc.

Memoryeffekt

„Erinnerungsvermögen" eines Magnetbandes. Selbst wenn ein Band sorgfältig gelöscht wird, so daß keine Aufzeichnung mehr festzustellen ist, kann unter ungünstigen Umständen nach dem Passieren des Vormagnetisierungs-Feldes am Aufnahmekopf trotzdem die vorhergehende Aufzeichnung wieder schwach hörbar werden.

Meßwertspeicher

Magnetbandgerät zur Speicherung physikalischer Meßwerte. lnstrumentationsband.

Mikrofon

Im Mikrofon werden die Schwingungen der Luft (Töne) in elektrische Schwingungen (Wechselströme) umgewandelt. Verschiedene Typen: Kondensatormikrofon, dynamisches Mikrofon, Kristallmikrofon. Oft charakteristischer Richteffekt: bei „Kugelmikrofonen" gleiche Empfindlichkeit für Schallwellen aus allen Richtungen, bei Nieren- (Herz-, Cardioid-) und Acht-Mikrofonen bei gleicher Schallstärke höhere Spannungen bei Schallwellen, die aus bevorzugten Richtungen kommen.

Mil

1/1000 Zoll (inch), englisches bzw. amerikanisches Maß. 1 mil = 25,4 um = 0,0254 mm.

Mischpult

Vorrichtung zum Mischen mehrerer Tonquellen (z.B. Schallplatte und Mikrofon usw.) zur gemeinsamen Aufnahme auf ein Band. Durch Regler läßt sich die Lautstärke der einzelnen Tonquellen getrennt voneinander beliebig regeln. Für Überblendungen und Trickaufnahmen besonders geeignet. Mischpulte mit Flachbahnreglern werden bevorzugt.

mM

Abkürzung für MilliMaxwell (1/1000 M), magnetischer Fluß.

1 Mikron = 10-6 m = 1/1000 mm. Kurzbezeichnung oft u (Mü). Verwechslungsgefahr mit Permeabilitätskonstante, die allein mit u bezeichnet wird. Daher für Mikron richtige Schreibweise um (Mikrometer).

Modulation

Eigentlich Formung (Amplituden-Modulation, Frequenz-Modulation). Auf die Tonbandtechnik übertragen: die Magnetisierungsrichtung ist bei einem bespielten Tonband im Rhythmus der Tonschwingungen „geformt", also moduliert. Im technischen Sprachgebrauch auch als Bezeichnung für NF- (tonfrequente) Spannungen üblich (eigentlich „Modulierende").

Modulationsrauschen

Bei einem besprochenen (modulierten) Band treten oberhalb und unterhalb der Frequenz eines aufgezeichneten Signals störende Frequenzen auf, die als Rauschen wahrgenommen werden (Messung Gleichfeldrausch- spannungsabstand).

Monaural

Eigentlich „einohrig". Exakte Bezeichnung: monoton.

Monoton, Mono

Übertragung über nur einen Kanal im Gegensatz zur Stereofonie.

Multiplay

Auch Multiplayback. Im Gegensatz zum Playback wird hier auf der zweiten Spur die zweite Aufnahme mit der Aufnahme der ersten Spur schon gemischt aufgezeichnet, auch als Duoplay oder Synchroplay bezeichnet. Zu dieser Aufnahme kann dann eine weitere Stimme, Instrument usw., jetzt wieder auf der ersten Spur, aufgezeichnet, gemischt werden und so fort.

Abb. 24: Schematische Darstellung der Aufzeichnung nach dem Multiplay- (links) und dem Playback-Verfahren (rechts)

Mu-Metall

Eisen-Legierung mit einer Permeabilität von 50.000 und mehr. Wird als Kernmaterial für Tonköpfe und zur magnetischen Abschirmung verwendet.

Mylar

Für amerikanische Polyesterfolie geschützter Name für 3M (Unterlage für Magnetbänder).

NAB

Eigentlich NARTB. Abkürzung für "National Association of Radio and Television Broadcasters", amerikanische Normenkommission (Entzerrung).

Neukurve

Grafische Darstellung der Abhängigkeit zwischen Feldstärke und Magnetisierung bei einem ferromagnetischen Werkstoff, der erstmalig (neu) magnetisiert wird (auch nach vollkommenem Löschen). Demnach verläuft auch beim gelöschten Magnetband die Magnetisierungskurve nach der Neukurve. S-förmiger Verlauf

NF oder Niederfrequenz

Frequenz-Bereich unterhalb ca. 20 000 Hz. Der Bereich darüber heißt Hochfrequenz. Der gewöhnliche Wechselstrom des Licht- und Kraftnetzes hat in Europa meistens eine Frequenz von 50 Hz, in Amerika 60 Hz. Tonfrequenz ist auch NF.

Normalpegel

Pegel, Bezugspegel.

NRZ

Aus der Computerband-Technik. Englisch non return to zero: nicht nach Null zurückkehren. Bei der Aufzeichnung gibt es nur zwei Zustände, entweder Nord-Süd oder Süd-Nord, also nicht den Zustand Null, d. h. unmagnetisch (Binäre Aufzeichnung und Flußwechsel). Es gibt daneben noch eine Reihe weiterer Aufzeichnungsverfahren.

NTSC

Abkürzung des Namens eines US-amerikanischen Planungsausschusses (National Television System Comitee), der das erste praxisgerechte Farbfernseh-Verfahren entwickelte. Weiterentwicklungen: PAL und SECAM.

Obertöne

Oberwellen, Oberschwingungen. Ganzzahlige Vielfache des Grundtones, sogenannte Harmonische, die einen Klang charakterisieren. Die bei nichtlinearen Verzerrungen auftretenden Oberschwingungen können als störend empfunden werden, wenn sie zu stark werden (Klirrfaktor).

Oersted

Einheit der magnetischen Feldstärke [Oe].

Ohm

Einheit des elektrischen Widerstandes (Ohmsches Gesetz).

Ohmsches Gesetz

Nach ihm wird der Widerstand R eines Leiters als Quotient von Spannung U zu Stromstärke I definiert. R = U /  I
Der Widerstand ist abhängig vom Material des Leiters und der Temperatur. Einheit: Ohm [Ω]. Auf Grund dieses Gesetzes kann man die Stromstärke bestimmen, indem man an einem genau bekannten Widerstand den Spannungsabfall mißt. So beträgt z. B. die Stromstärke 1 mA, wenn an den Enden eines Widerstandes von 100Ω eine Spannung von 100 mV gemessen wird. 1000Ω = 1 Kilo-Ohm [kΩ]; 1.000.000Ω = 1 Megohm [MΩ].

Ohrkurvenfilter

Die Empfindlichkeit des Gehörs ist frequenzabhängig, d. h. bei niedrigen Frequenzen ist sie klein, steigt dann bis zu einem Maximum bei etwa 3000 Hz an und nimmt mit steigender Frequenz wieder ab. Um Störgeräusche, die meist aus einem breiten Frequenzspektrum bestehen, meßtechnisch so bewerten zu könnnen, wie das Gehör sie wahrnimmt, werden sie über ein Ohrkurvenfilter gemessen, welches die Frequenzen genau der Empfindlichkeitskurve des Gehörs entsprechend durchläßt. Dieses sogenannte „bewertete Rauschen" wird in der deutschen Sprache durch den Umlaut „äu" gekennzeichnet (Geräuschspannung).

Omega-Gang

Grafische Darstellung der Wiedergabe Spannung in Abhängigkeit von der Frequenz (lnduktion, Entzerrung). Die Wiedergabespannung steigt aufgrund des Naturgesetzes der Induktion mit der Frequenz an, und zwar verdoppelt sich die Spannung, wenn auch die Frequenz sich verdoppelt (Oktavabstand), ω ist das Formelzeichen der Wechselstromtheorie für die mit 2 π (= 6,28) multiplizierte Frequenz.
Bei Induktionsvorgängen, die exakt der Theorie entsprechen, setzt sich der Spannungsanstieg mit der Frequenz beliebig weit fort. In der Praxis der Magnetbandtechnik wird dies jedoch durch verschiedene Vorgänge (Eisenverluste, Rückgang der wirksamen Schichtdicke, Abstandsverluste) verhindert.

Omega(Ω)-Umschlingung

Umschlingungsform der Kopftrommel durch das Videoband bei Slant track Videorecordern in der Form des großen Omega (Ω) des griechischen Alphabets. siehe auch Alpha-Umschlingung

Oszillograf

Kunstwort aus dem Griechischen, „Schwingungsschreiber"; Kontrollgerät mit Braunscher Leuchtröhre zur Sichtbarmachung von Schwingungen und Prüfvorgängen.

PAL

Abkürzung für das von der Firma AEG-Telefunken 1964 entwickelte Farbfernsehverfahren: Phase Alternation Line.

PE

Abkürzung für Polyester (Unterlage).

Pegel (Pegelrechnung)

Spannungs-, Strom- oder Leistungswerte, die auf einen Normalpegel bezogen und in dB angegeben werden, heißen „Pegel" (Anlehnung an den Wasserstandsanzeiger der Schiffahrt). In der Meßtechnik sind Angaben in dB geläufiger und aufschlußreicher als Absolutwerte in Volt, Ampere oder Watt. So wird z. B. die Spannung am Ausgang eines Wiedergabeverstärkers beim Abspielen eines Magnetbandes als „Pegel" angegeben. Der Bezugspegel oder Normalpegel ergibt sich beim Abspielen des Bezugbandes. Größere Spannungswerte werden als positive (+), kleinere als negative (-) dB-Werte, auf den Normalpegel bezogen, angegeben.

In der Studiotechnik werden alle Spannungsangaben auf den Normalpegel bezogen. Dieser beträgt 1,55 Volt und wird mit +6 dB gekennzeichnet (0 dB = 0,775 V). Dies erleichtert Wartungs- und Meßarbeiten ganz erheblich, da sich Dezibelwerte addieren und subtrahieren lassen. Beim Abspielen des Bezugsband-Pegelteils muß sich am Ausgang des Wiedergabeverstärkers der „Pegel" +6 dB einstellen; umgekehrt muß eine Spannung von 1,55 Volt, angeschlossen an den Eingang des Aufnahmeverstärkers, auf dem Magnetband eine Magnetisierung von der Größe des Bezugspegels ergeben.

Pegelschreiber

Meßinstrument, welches fortlaufend mit einem Schreibstift auf einem fortlaufenden Papierband den Pegel aufzeichnet. Mit ihm läßt sich beispielsweise die Konstanz des Pegels über die ganze Länge des Bandes kontrollieren.

Perfoband

wird in der Praxis der Magnetfilm oder auch Cord genannt, um Verwechslungen mit dem Photo-„Film" zu vermeiden.

Permeabilität

magnetische Leitfähigkeit, Permeabilitätskonstante u (Mü). Gibt an, um welchen Faktor die Magnetisierung in einem ferromagnetischen Werkstoff durch ein Magnetfeld größer ist als in Luft (Möglichkeit der Verwechlung mit um). Beispiele: Luft bzw. Vakuum 1, Eisenkern von Tonköpfen (Mumetall) ca. 20.000, Magnetschicht eines Tonbandes ca. 3.

Pese

Kleiner elastischer Antriebsriemen (Gummi oder Spiralfeder) in Tonbandgeräten oder Filmprojektoren.

Phase

Allgemein: Schwingungszustand, im Sprachgebrauch der Technik: Zeitpunkt des Nulldurchganges einer Wechselstromschwingung. Phasenverschiebung: Zeitliche Verschiebung des Nulldurchganges einer Schwingung gegenüber einer Vergleichsschwingung.

Phon

Empirisches (auf Erfahrung beruhendes) Maß für die Lautstärke. 1 Phon = geringste wahrnehmbare Lautstärke. Schmerzempfindung tritt bei rd. 120 Phon ein.

Pigment

Bezeichnung für die magnetisierbaren Materialien in der Schicht von Magnetbändern (Eisenoxid, Chromdioxid).

Pilot-Ton

Zur Synchronisierung (zeitlicher Gleichlauf) von Tonband und Bildfilm wird, von der Kamera gesteuert, auf das Tonband eine Steuerfrequenz von beispielsweise 50 Hz (Pilot-Ton) aufgezeichnet, mit deren Hilfe die Bandgeschwindigkeit bei der Wiedergabe elektronisch geregelt wird. Da der Pilot-Ton in der Laufrichtung des Tonbandes aufgezeichnet wird, also um 90° gegenüber der Tonaufzeichnung versetzt, ist er bei der Wiedergabe nicht hörbar. Das Pilotton-System wird in ähnlicher Form auch zur synchronen Steuerung von Schmalfilm-Projektoren durch ein Tonbandgerät verwendet (elektrische Perforation).

Piste

„Spur" -schmale Magnet-Tonspur am Rand eines Bildfilms, entweder als Bespurungsband oder nach dem Laminierverfahren aufgeklebte oder mit Gießlösung aufgegossene Randspur für 8, 16 und 35 mm Film

Planlage

Magnetbänder oder Filme liegen entweder plan oder zeigen eine Hohlkrümmung, die, je nachdem, ob die Magnetschicht (Emulsion) innen oder außen liegt, als E. i. (Emulsion innen) oder E. o. (Emulsion out, d. h. außen) bezeichnet wird. Die Angaben „konvex" oder „konkav" führen gelegentlich zu Verwechslungen.

Plattenspeicher

Datenspeicher, Laufwerk für Magnetplattenstapel (Magnetplatte).

Playback

aus dem Englischen: Wiedergabe. In Deutschland versteht man darunter Wiedergabe mit gleichzeitiger Aufnahme auf gesonderter Spur desselben Bandes, z. B. Gesangsaufnahmen zu vorhandener Musik. Beim gleichzeitigen Abspielen ertönen dann beide Aufnahmen zusammen, auch Duoplay oder Synchroplay genannt. Auch zu Überspielungen bei Aufnahmen für Hörspiele und in der Schallplattenindustrie angewendet. Es gibt Vierspurgeräte, bei denen beide Aufnahmen getrennt und auch zusammen wiedergegeben werden können (Multiplay).

Player

aus dem Englischen: „Spieler", Nur-Abspielgerät für Cartridges oder Compact- Cassetten.

Polyester

Unterlage.

Polyvinylchlorid

Unterlage

Potentiometer

Spannungsteiler. Von einem in einen Stromkreis eingeschalteten Widerstand werden mit Hilfe eines Schleifkontaktes variable Spannungswerte abgenommen (Lautstärkeregler).

Präsenz

Anhebung der mittleren Frequenzen zwischen etwa 1 und 5 kHz bei der Wiedergabe, die dadurch besonders plastisch klingen soll (Präsenzfilter).

Präzisionsspule

Die Präzisionslaufwerke für Computer- und lnstrumentationsbänder erfordern besondere Spulen. Diese Präzisionsspulen sind besonders sorgfältig zentriert und absolut schlagfrei. Dadurch werden Fehler wie Skew weitgehend verhindert.

PVC

Abkürzung für Polyvinylchlorid, Unterlage.

pWb

Abkürzung für Pico Weber (10-9 Wb), Fluß, magnetischer.

Quadrofonie

Erweiterung der Stereofonie von zwei auf insgesamt vier Kanäle; vorn-rechts, vorn-links, hinten-rechts, hinten-links. Soll die bei der Stereofonie „zweidimensionale" Übertragung auf „drei Dimensionen" erweitern. Zur Wiedergabe im allgemeinen vier Magnetbandspuren, vier Verstärker und vier Lautsprecher(gruppen) notwendig.

Quadruple-Band

dasselbe wie Vierfachspielband.

Quadruplex

Bezeichnung für die in Fernsehstudios übliche magnetische Bildaufzeichnung auf 2" (=inch) breitem Video-Band. Zur Erreichung der notwendigen Bandbreite (bis 5 MHz) ist eine Aufzeichnungsgeschwindigkeit in der Größenordnung von 40 m/s notwendig. Dies wird durch einen radförmigen, mit hoher Umdrehungszahl rotierenden Kopfträger mit insgesamt vier (daher „Quadruplex") Köpfen erreicht, der auf dem Video-Band eine große Zahl nahezu senkrecht zur Bandlaufrichtung liegender schmaler Spuren schreibt. Die Band-Längs-Geschwindigkeit beträgt dabei rund 39 cm/s. Die Tonaufzeichnung erfolgt auf einer rund 1 mm breiten Spur am oberen Rand des Videobandes.

Quietschen

Kann gelegentlich bei Bändern auftreten, die nicht genügend gleitfähig sind. Es entsteht durch mechanische Längsschwingungen des Bandes, die unter Umständen durch das Schwingen vor dem Aufnahmekopf auch auf dem Band aufgezeichnet werden können.

Radiobuchse

Das Gegenstück zur Diodenbuchse des Rundfunkgeräts beim Tonbandgerät (gleiche Bauweise nach DIN 41 524; Diodenstecker, Überspielleitung).

Randspur

Piste.

Rauschen

durch Störspannungen eines Undefinierten Frequenzgemisches hervorgerufen; es kann vom Verstärker herrühren oder vom Tonband (Modulations- oder Ruherauschen).

Recorder

aus dem Englischen: Registratur, im übertragenen Sinn Registriergerät (Tonband, Schallplatte). Auch in Deutschland gebräuchlich, z. B. Video-Recorder.

Reklamationen

Bei begründeten Reklamationen wird jeder Bandhersteller Ersatz leisten. Aber „Band nimmt nicht auf" (es wurde Bandrückseite zum Tonkopf eingelegt) oder „Magnetische Löcher" (Band sekundär stark mit Staub verschmutzt) sollte ein ernsthafter Amateur nicht reklamieren.

Reißfestigkeit

Sie gibt die mechanische Qualität, die „Festigkeit", eines Werkstoffes wieder. Wird stets auf den gleichen Querschnitt, nämlich 1 mm2 (qmm), bezogen. Einheit kp/mm2. Bei Stahl z. B. 25 bis 100, bei doppelt vorgereckter Polyesterunterlage ca. 30 kp/mm2.

Remanenz

oder remanente Magnetisierung ist der nach beendeter Magnetisierung, also nach Abklingen oder Abschalten des erregenden Magnetfeldes, in einem ferromagnetischen Material verbleibende Magnetismus

Remanenz-Kennlinie

Die grafische Darstellung der Remanenz in Abhängigkeit von der Stärke des magnetischen Feldes. Sie strebt in einer S-förmigen Kurve einem Sättigungswert zu (danach horizontaler Verlauf,

Rewind

aus dem Englischen: Rückspulen.

Röhrenvoltmeter

Meßgerät für Wechselspannungen, sowohl für NF (Tonfreqenz) als auch HF verwendbar. Durch Verstärkerröhren oder Halbleiter (Transistoren oder Dioden) wird die Wechselspannung gleichgerichtet und, wenn nötig, verstärkt. Da der Eingangswiderstand sehr groß ist, wird der Meßkreis nicht belastet (keine Stromentnahme).

Ruhegeräuschspannungsabstand

Das in Dezibel (dB) angegebene Verhältnis zwischen der Geräuschspannung und der Wiedergabespannung eines voll ausgesteuerten (Vollaussteuerung) Magnetbandes. Unterschied gegenüber Fremdspannungsabstand: der Ruhegeräuschspannungsabstand wird über Ohrkurvenfilter gemessen. DIN-Norm 45 500 schreibt für Hifi-Tonbandgeräte einen Ruhegeräuschspannungsabstand über 50 dB vor.

Ruherauschen

Die Magnetfelder der unregelmäßig in der Magnetschicht verteilten einzelnen Oxidkristalle erzeugen auch beim unbesprochenen Band kleine Spannungsstöße im Wiedergabekopf, deren Summe das Ohr als „Rauschen" wahrnimmt.

Sättigung

Ganz allgemein in der Naturwissenschaft Grenze der Aufnahmefähigkeit. Beim Magnetismus: Bei Erreichen der Sättigung nimmt der Magnetismus eines in einem Magnetfeld magnetisierten ferromagnetischen Stoffes (z. B. Eisenoxid) trotz Erhöhung der Magnetisierungsfeldstärke (Feld, magnetisches) nicht mehr zu (alle „Elementarmagnete" sind in eine Richtung ausgerichtet). Die Magnetisierungskurve verläuft dann waagerecht.

Schaltband

Schaltfolie mit elektrisch leitfähiger Schicht (Silber, Aluminium), wird bei Amateurbändern zwischen Vorlaufband und Tonband geklebt. Beim Passieren eines Schaltkontaktes wird ein Stromstoß ausgelöst, der zum Abschalten des Tonbandgerätes verwendet wird.

Schicht

beim Magnetband: die auf die Unterlage aufgegossene Mischung von magnetisierbarem Material (Eisenoxid, Chromdioxid) und Lackbindemittel.

Schichtband

Bei einem Magnetband ist auf einer Kunststoff-Folie (Unterlage) das magnetisierbare Material, z. B. Eisenoxid, in einem Lackbindemittel als Schicht aufgetragen. Heute ausschließliche Methode der Tonbandherstellung. Früher auch Masseband.

Schichtdicke

Stärke der Magnetschicht beim Schichtband;

Schichtdicke, wirksame

Abhängig von Wellenlänge und Schichtdicke. Bei der Wiedergabe ist nach höheren Frequenzen hin nur ein bestimmter Bruchteil der bei allen Frequenzen gleichmäßig durchmagnetisierten Schicht wirksam. Dies äußert sich in einem Rückgang der Wiedergabespannung bei höheren Frequenzen (Entzerrung).

Schichthaftung

Haftfähigkeit der Magnetschicht auf der Unterlage.

Schleifenbildung

Bremsen.

Schlupf

Wenn die Andruckrolle nicht genügend fest gegen die Tonachse drückt, wird das Tonband nicht gleichmäßig transportiert, die Bandgeschwindigkeit ist nicht konstant (Jaulen).

Schmetterlingskopf

Durch eine sinnvolle Anordnung der Spulen wird bei Stereo Tonköpfen für professionelle Anwendung die nicht erwünschte Übertragung (Übersprechdämpfung) vom einen Kopfsystem auf das andere trotz des geringen Spurabstandes von nur 0,75 mm sehr klein gehalten. Die Kerne der beiden Kopfsysteme bilden keinen ebenen Ring mehr, sondern sind geknickt.

Schmiegsamkeit

Bei Tonbändern wird damit die Fähigkeit bezeichnet, sich glatt an den Tonkopf anzulegen. Wichtig für gute Höhenwiedergabe und zur Vermeidung von Dropouts. Doppelt vorgereckte Polyesterbänder (Unterlage) in Verbindung mit dem von AGFA-GEVAERT verwendeten Speziallack als Bindemittel für die magnetisierbare Schicht zeigen eine ganz besonders gute Schmiegsamkeit, die mit geringerer Banddicke immer besser wird. Die höchste bis jetzt erreichbare Schmiegsamkeit bei Agfa Spulen-Tonbändern hat PE 66 Triple Record. Das noch schmiegsamere PE 86 und PE 126 wird nur in Compact-Cassetten geliefert.

Schnellstop

Viele Heimtonbandgeräte besitzen eine Schnellstop-Einrichtung (-Taste), mit welcher der Bandtransport kurzzeitig durch Abheben der Andruckrolle von der Tonachse gestoppt werden kann. Schnellstop ist sowohl bei Aufnahme als auch bei Wiedergabe möglich. Die Magnetköpfe (Achtung! Löschkopf) werden dabei nicht abgeschaltet.

Schnürsenkel

ein in der Praxis gebrauchter, scherzhafter Ausdruck für das 1/4" breite Tonband. Gegensatz: Perfoband.

Schreibkopf

Der Aufnahmekopf im Datenspeicher.

Schwingung

Ein fortlaufend wiederkehrender Vorgang einer bestimmten Frequenz und Amplitude, z. B. Pendelschwingungen in der Mechanik oder Spannungs- bzw. Stromschwankungen in der Elektrotechnik. In der Meßtechnik Kurzbezeichnung für „Sinusschwingung" (Abb. 26, Seite 60), Phasenver-schiebung, Überlagerung etc.

SECAM

Abkürzung für ein in Frankreich entwickeltes und verwendetes Farbfernsehverfahren: Systeme en coleur avec me-moire.

Sechsfachspielband

Sehr dünnes Band mit einer Gesamtdicke von 9 um = 0,009 mm. Nur in Compact-Cassetten (C 120) lieferbar, in denen es 2x 60 Minuten Spieldauer ermöglicht, z.B. PE126 von AGFA-GEVAERT.

Selbstinduktion

Bei einer von Wechselstrom durchflossenen Spule treten aus den einzelnen Windungen magnetische Kraftlinien aus, die in den benachbarten Windungen wiederum eine Spannung induzieren (Induktion). Ihre Richtung ist der ursprünglich angelegten entgegengesetzt und „drosselt" den elektrischen Strom. Eine solche Spule (Drossel), deren Wirksamkeit durch einen Eisenkern erhöht werden kann, hat also für Wechselstrom gegenüber Gleichstrom, für den nur der rein Ohmsche Widerstand (Ohm) wirksam ist, noch eine zusätzliche, frequenzabhängige Widerstandswirkung. Die Einheit der Selbstinduktion, die Induktivität (Spulenkonstante), wird gemessen in Henry [H] oder Millihenry [mH]. Man spricht bei einer Spule bestimmter Induktivität, ähnlich wie beim Widerstand, auch schlechthin von einer „Induktivität" bzw. „Selbstinduktion".

Signal

In der Meßtechnik Bezeichnung für eine Prüfspannung, in der Tonbandtechnik gewöhnlich eine Wechselspannung im Tonfrequenz-Bereich.

Signier-Tonband

Ein Magnetband, dessen weiße, matte Rückschicht beschriftbar ist. Zur Markierung für Tonband-Dia-Vorträge und Schmalfilmvertonung zu verwenden, z. B. Agfa Signier-Ton-band PE 31 S.

Single 8 Film

Photofilm im Format von Super8, jedoch andere Kassetten und andere Filmlängen

Skew

aus dem Englischen: „schief". Skew-Fehler treten bei Computerbandläufern auf, wenn das Band schief am Kopf vorbeiläuft. Ursachen: Fehlerhafte Bandführung, schlagende (exzentrische) Spulen oder Schneidefehler des Magnetbands. Dadurch kann beim Lesen des Bytes A ein Bit des Bytes B erfaßt werden (Abb. 27, unten). Das ergibt einen Informationsfehler. Der zulässige Skew wird entweder in Laufzeitdifferenzen (wenige us) oder als Winkel (wenige Winkelminuten) angegeben. Es gibt Maschinen, die den Skew elektronisch ausmerzen können.

Slant track

aus dem Englischen: Schrägspur. Aufzeichnungsverfahren bei Videorecordern mit V2" bis 1" breitem Videoband (z.B. Agfa PEV385), bei dem pro Bild eine Spur aufgezeichnet wird, die zur Laufrichtung des Bandes unter einem Winkel von ca. 4—5° (also schräg) liegt. Ein solches Band besitzt eine Vorzugsrichtung in Längsrichtung.

Spalt

im Eisenkern eines Tonkopfes, mit unmagnetischem Stoff (Kupfer oder Luft) gefüllt, aus dem bei der Aufnahme die magnetischen Feldlinien austreten bzw. bei der Wiedergabe eintreten können (Wiedergabekopf und Aufnahmekopf).

Spalteinstellung

Justierung des Spaltes genau senkrecht zur Laufrichtung des Bandes. Wichtig, da - insbesondere bei kleinen Wellenlängen (also bei hohen Frequenzen) - durch Schrägstellung des Spaltes Intensitätsverluste auftreten.
Schon wenige Winkelminuten Abweichung bewirken hörbare Verluste. Einstellung der richtigen Spaltlage durch Abhören einer eigens hierfür auf dem Bezugsband bzw. Bezugsfilm aufgesprochenen hohen Frequenz. Bei maximaler Lautstärke bzw. Ausgangsspannung ist die richtige Spaltlage erreicht. Bezugsband.

Spaltschiefstellung

Abweichung der Stellung des Tonkopfes von der vorgeschriebenen Aufzeichnungsrichtung, die genau senkrecht zur Laufrichtung des Magnetbandes festgelegt ist (Spalteinstellung).

Spannung

Einheit Volt [V], 1 Millivolt [mV] = 0,001 V.

Spannungsteiler

Potentiometer.

Spieldauer

In der Tabelle ist die Spieldauer in Minuten pro Spur für die jeweiligen Bandlängen (Spulendurchmesser) bei den verschiedenen Geschwindigkeiten angegeben.

Spurbreite

Bei Vollspur wird beim 6,3 mm breiten Band die ganze Bandbreite ausgenutzt. Bei Halbspur beträgt die Spurbreite je nach Kopftype 2,0 bis 2,4 mm, während sie bei Viertelspur ca. 1,0 mm beträgt. Auf Bändern größerer Breite werden keine Vollspuraufnahmen gemacht, sondern mehrere Spuren bis zu einer maximalen Breite von 6,3 mm aufgezeichnet ( Spuraufzeichnung).

Spurlage

International festgelegte Lage der Tonspuren mit der Laufrichtung für Aufnahme und Wiedergabe stets von links nach rechts. Bei Halbspur wird zunächst die erste, die obere Hälfte des Bandes bespielt, dann die zweite, die untere Hälfte (liegt nach Umdrehen der Spule ebenfalls oben). Die Lage der einzelnen Spuren bei Viertelspur ist aus Abb. zu ersehen. Sie werden bei Mono-Aufnahmen in der Reihenfolge 1-4-3-2 bespielt. Dabei haben 1 und 3 die gleiche, jedoch den Spuren 2 und 4 entgegengesetzte Richtung. Bei Stereo-Aufnahmen werden zunächst Spur 1 und 3 zusammen, anschließend Spur 2 und 4 zusammen bespielt. DIN 45 511 (Stereofonie).

Stabilität (magnetische)

beim Tonband bedeutet Konstanz des magnetischen Bandflusses auch nach häufiger Benutzung (Passieren scharfer Kanten). Tonstabil!

Standard-Band

Band mit einer Dicke von ca. 50-55 um = 0,050 - 0,055 mm; heute hauptsächlich für professionelle Tonstudios, nicht mehr für Amateurzwecke verwendet.

STEREOCHROM

Eingetragenes Warenzeichen von AGFA-GEVAERT Antwerpen/Leverkusen.

Stereobezugsband

auch Stereoeinstellband genannt. Enthält erst in der oberen, dann in der unteren Spur einen Pegeltonteil (360 pWb/ mm) und dient zum Einstellen von Stereoköpfen. Durch entsprechende Aufzeichnungen läßt sich die Kopfeinstellung und die Spaltlage einstellen sowie die Übersprechdämpfung bestimmen.

Stereofonie

„Raumton". Bei der Stereofonie wird mit zwei Mikrofonen in verschiedenen Richtungen gleichzeitig je eine Aufnahme gemacht und über zwei getrennte Verstärkerkanäle auf je eine Spur desselben Bandes aufgesprochen, und zwar bei Halbspur beide Spuren in gleicher Richtung, bei Viertelspur auf Spur 1 und 3 bzw. auf 2 und 4. Die Kanäle werden zur Unterscheidung mit „rechts" und „links" bezeichnet. Die Wiedergabe, ebenfalls über zwei getrennte Verstärkerkanäle und zwei Lautsprecher, vermittelt einen „Raumklang". Mit Schallplatten ist Stereofonie ebenfalls möglich. Auch der Rundfunk strahlt Stereo-Sendungen aus.

Störpegel

Genauso, wie man bei der am Ausgang des Wiedergabekanals gemessenen Spannung (Nutzspannung) allgemein von „Pegel" spricht, nennt man die gemessene Störspannung auch Störpegel. Abstand vom Nutzpegel wird in dB angegeben (Ruhegeräuschspannungsabstand).

Störspannung

Im Lautsprecher hörbare, störende Rausch- und Brumm-Spannungen, die beim Abspielen eines gelöschten und vormagnetisierten ( Vormagnetisierung) Magnetbandes auftreten. Die Störspannung sollte wesentlich kleiner sein als die Nutzspannung.

Störspannungsabstand

Das in Dezibel (dB) angegebene Verhältnis zwischen einer Störspannung und der Wiedergabespannung eines voll ausgesteuerten Magnetbandes. Messung ohne Bewertung durch Ohrkurvenfilter (Fremdspannung).

Stromstärke

Maß der pro Zeiteinheit durch einen elektrischen Leiter transportierten Elektrizitätsmenge (auch bei Wechselstrom). Maßeinheit Ampere [A], 1 Milliampere [mA] = 0,001 A.

Studioband

Standard-Band zur Verwendung in Tonstudios (Rundfunk und Schallplatte) meistens für 38 cm/s; in Europa rückseitenmattiert (Mattierung), z. B. Agfa Studioband PER 525-Stereo und PER 555.

Super 8 Film

Bezeichnung für einen 8 mm breiten Photofilm (z. B. Agfa-color CK 17) in Spezialkassette mit zwei koaxialen Spulen, bei dem gegenüber dem Doppel 8-Film die Bildfläche um 50% größer ist (Single 8). Tonspur für Super 8 . Neben der Perforation kann noch eine Ausgleichsspur angebracht werden, die schiefes Wickeln in der Spule verhindert.

Symmetrierband

auch Sprossenband. Ein allein von AGFA-GEVAERT hergestelltes Magnetband bzw. Magnetfilm mit gleichmäßigen Unterbrechungen der Magnetschicht (wie die Sprossen einer Leiter). Dient zu besonderen Messungen und zur Ermittlung magnetisierter Eisenteile am Tonbandgerät, mit denen das Band in Berührung kommt. Eine solche Gleichfeld-Magnetisierung (Gleichremanenz) des Bandes erzeugt zwar keine Wiedergabespannung, bedeutet aber eine „Vorbelastung" der Magnetschicht, die sich in erhöhtem Rauschen und Klirrfaktor äußert.

Auch ein unsymmetrischer Vormagnetisierungsstrom (die Amplituden sind dann oberhalb und unterhalb der Grundlinie nicht mehr gleich groß) kann eine Gleichremanenz erzeugen. Durch den Kunstgriff, die Magnetschicht sprossenartig zu unterbrechen, wird auch der Gleichfeld-Fluß „zerhackt" und als Ton hörbar (Grundfrequenz bei 38 cm/s 80 Hz). Die einwandfreie Entmagnetisierung von Eisenteilen läßt sich mit dem Symmetrierband ebenso einfach und exakt kontrollieren wie die einwandfreie Symmetrierung des Vormagneti-sierungsstroms (daher der Name): bei richtiger Einstellung des in allen Studio-Magnetbandgeräten enthaltenen Symmetrierpotentiometers ist die Lautstärke beim Abspielen des Symmetrierbands ein Minimum, d. h. die Ausgangsspannung am kleinsten.

Tape cleaner

aus dem Englischen, „Bandreiniger". Vorrichtung zur Entfernung sekundärer Verschmutzungen (Dropout) mit spe-ziellen Reinigungsmitteln.

Tape deck

aus dem Englischen (kaum zu übersetzen, Tape = Tonband, deck = Schiffsdeck, im Sinne von „Platte"): Einbau-Tonbandgerät ohne Endverstärker und Lautsprecher, zum Anschluß an Verstärker-Anlagen.

Tape speed

aus dem Englischen, „Bandgeschwindigkeit".

Taumelband

nennt man beim Magnetfilm (Perfoband) den Teil des Bezugsfilmes, der zur Spalteinstellung dient. Die Köpfe werden dann durch entsprechende Rechts- oder Linkseinstellung „eingetaumelt".

Telemetrie

Physikalische Meßwerte werden drahtlos oder auch über Draht an einen entfernt aufgestellten Meßwertspeicher übermittelt.

Testband

Soviel wie Bezugsband. Der Name wird besonders für gekürzte Bezugsbänder verwendet, die z. B. nur den Teil zur Spalteinstellung haben (Kurztestband).

Ton

Im Gegensatz zum Klang rein sinusförmige Schwingung ohne Verzerrung.

Tonachse

Sie läuft mit konstanter Umdrehungszahl und bewirkt den Transport des Bandes, das durch die Andruckrolle fest angedrückt wird.

Tonbandgerät

Tonbandgerät

Aus „mechanischem" (Antrieb) und „elektrischem" (Verstärker, Magnetköpfe) Teil zusammengesetzter Apparat zur Aufzeichnung von Schallereignissen auf Magnetband. Allgemeiner Begriff: Magnetbandgeräte; Geräte zur Aufzeichnung von Meßwerten bzw. Impulsen werden meist als „Bandläufer" bezeichnet (Computerläufer, Instrumentationsläufer). Geräte zur Aufzeichnung von Fernsehbildern heißen „Videorecorder".

Tonbildschau

nennt man eine Serie von Diapositiven, zu der ein Begleittext auf Tonband aufgesprochen wird ( Diasteuerung).

Tonblende

Ein Regler, mit dem sich die Intensität der hohen oder der tiefen Töne nach Gutdünken beeinflussen läßt. Bei einfachen Geräten oft auch nur ein Schalter „Sprache" (Dämpfung der tiefen Frequenzen, um die Verständlichkeit zu verbessern) - „Musik" (voller Übertragungsbereich).

Tonfrequent

heißen Schwingungen im Tonfrequenz-Bereich

Tonfrequenz

Frequenzbereich von 16 Hz bis ca. 18 kHz, also der Bereich innerhalb der Hörbarkeitsgrenze.

Tongenerator

Erzeugt auf elektrischem Wege sinusförmige Wechselspannungen im Tonfrequenz-Bereich. Wird zu elektroakustischen Messungen benötigt.

Tonhöhenschwankungen

Jaulen

Tonkopf

Aufnahme- oder Wiedergabekopf im Gegensatz zum Löschkopf.

Träger

anderer Ausdruck für Unterlage des Magnetbandes.

Transformator

oder „Umspanner", bestehend aus zwei Spulen (primär und sekundär) auf einem Eisenkern. „Transformiert" kleine Wechselspannungen in große oder umgekehrt, wobei die Leistung (Produkt aus Spannung und Stromstärke) auf der Primärseite theoretisch gleich der Leistung der Sekundärseite ist. Nicht für Gleichspannung!

Transistor

Bauelement in der modernen Elektronik. Hat die gleiche Funktion wie eine Verstärker-(Elektronen-) Röhre. Vorteile: erheblich geringerer Raumbedarf, geringe Erwärmung, sofortige Betriebsbereitschaft (keine Anheizzeit). Es gibt transistorisierte Bandgeräte, Verstärker und Rundfunkempfänger.

Treble

Höhen-Regulierung.

Triple-Band

Extrem dünnes Band (ca. 18 jim = 0,018 mm), von dem, verglichen mit Standard-Band, die dreifache Länge auf den gleichen Spulendurchmesser paßt, das also dreimal so lange „spielt", z. B. Agfa Magnetband Triple Record PE 66 Hifi-Low-Noise.

Tricktaste

beim Tonbandgerät. Gestattet die Wirkung des sonst bei Aufnahmen automatisch eingeschalteten Löschkopfes elektrisch oder mechanisch abzuschalten. Dadurch kann in eine vorhandene Aufnahme eine zweite hineinkopiert werden, z. B. Sprache oder Gesang in Musik. Gegensatz Playback und Multiplayback. Es gibt auch Trickblenden, mit denen sich der HF-Löschstrom kontinuierlich vom Höchstwert bis auf Null zurückregeln läßt (Überblendungseffekte).

Überallesfrequenzgang

Frequenzgang aller Übertragungsglieder einer kompletten Tonbandanlage, also Aufnahmeverstärker - Band - Wiedergabeverstärker zusammen. Er soll nach Möglichkeit einen geradlinigen Verlauf haben (Entzerrung).

Überlagerung

Gleichzeitiges Fließen zweier Wechselströme in einem System (z. B. Verstärker). So ist z. B. dem Vormagnetisierungsstrom der niederfrequente Aufnahme-Strom überlagert; beide fließen gleichzeitig durch den Aufnahmekopf. Bei gleicher Frequenz zweier Wechselströme ist die gegenseitige Phasenverschiebung zu beachten; die beiden Ströme können sich, je nach Phasenlage, entweder addieren oder -bei gleicher Amplitude -auch aufheben.

Überspielleitung

Soll eine Tonbandaufnahme von einem Tonbandgerät auf ein anderes überspielt (kopiert) werden, muß eine Überspielleitung benutzt werden. Ein Diodenkabel ist dafür im allgemeinen (Ausnahme s. unten) nicht geeignet, da die Ausgangsspannung des Wiedergabe-Geräts am Kontakt 3 (bei Stereo-Geräten an den Kontakten 3 und 5) der Radiobuchse liegt. Den Eingang des Aufnahme-Geräts bilden jedoch die Kontakte 1 und 4 (beziehungsweise der Kontakt 1 bei monotonen Geräten), die Spannung wird also nicht an die richtigen Kontakte geführt; außerdem ist sie gewöhnlich so hoch, daß wegen der großen Empfindlichkeit des Radiobuchsen-Eingangs für die Aussteuerung nur ein minimaler Bereich des Aussteuerungs-Reglers zu benutzen wäre.

Fünf pol ige Ton- und Überspielleitung

In einer Überspielleitung (Teiefunken-Patent 1 058 756) sind bei dreipoligen Diodensteckern die Kontakte 1 und 3 durch einen Widerstand von ca. 2 Megohm verbunden, durch den die Übertragung bewerkstelligt und gleichzeitig die Spannung im richtigen Verhältnis herabgesetzt wird (Spannungsteiler). Bei fünfpoligen Überspielleitungen werden die Kontakte 1 und 3 sowie 4 und 5 durch je einen Widerstand verbunden. Es gibt Geräte, bei denen die Widerstände in der Radiobuchse (Radio-Phono-Buchse) schon eingebaut sind, so daß zur Verbindung zweier Tonbandgeräte auch ein normales Diodenkabel verwendet werden kann. Die Null-Leitung mit der Abschirmung liegt jeweils am Kontakt 2.

Übersprechdämpfung

gibt an, wie stark gedämpft bei einem Stereogerät das Signal des einen Kanals auf den anderen ungewollt übertragen wird (Angabe in dB). Bei Stereo- Tonbandgeräten wird diese Übertragung (Übersprechen) durch die beiden übereinander liegenden Kopfsysteme ( Magnetköpfe) verursacht, die sich gegenseitig beeinflussen. Abhilfe: magnetische Abschirmung zwischen den Köpfen und großer Ab-stand der beiden Spuren, Spurlage. Bei den sogenannten Schmetterlingsköpfen (Abb. 23, Seite 47) wird bei einem Spurabstand von nur 0,75 mm eine sehr gute Übersprechdämpfung erzielt. Die Übersprechdämpfung für Hifi-Ge-räte nach DIN 45 500: Mono-Betrieb von Spur zu Spur: mindestens 60 dB; Stereoaufzeichnung: mindestens 25 dB.

Übersteuerung

bei Verstärker, Magnetband oder Lautsprecher. Bei zu hoher Intensitätszufuhr wird der Klirrfaktor wegen der nicht mehr genügend linearen Übertragung zu groß. Je nach Bandtype kann man mehr oder weniger über den Bezugspege! (Bezugsband) „übersteuern", ohne daß der Klirrfaktor zu groß wird (High output-Band, z. B. Agfa Magnetband PE 31 und Hifi-Low-Noise PE36).

Übertrager

anderes Wort für Transformator.

Übertragungsbereich

Tonhöhen-Übertragungsbereich, auch Frequenzumfang:

  • a) Der Bereich innerhalb der oberen und unteren Grenzfrequenz.
  • b) Der Dynamik-Übertragungsbereich erstreckt sich vom Ruherauschen bis zur Vollaussteuerung eines elektro-akustischen Geräts (Ruhegeräuschspannungsabstand).
  • c) Übertragungsbereich für Fernsehbilder: High Band, Band, Farbfernsehen.

Umsetzer

sind elektronische Geräte, die Digitalinformationen in Analoginformationen und umgekehrt umwandeln. Auch für das Fernsehen gibt es Zeilenfrequenz- und Norm-Umsetzer (z. B. PAL in SECAM oder umgekehrt).

Umspulen

Der schnelle Transport eines Magnetbandes von der Vorrats- zur Aufwickelspule (bzw. umgekehrt), wird in Studiogeräten durch „Wickelmotore" (Drei-Motoren-Geräte) bewirkt.

Universal-Kassette

Formschöne Kunststoff-Kassette von AGFA-GEVAERT für die Spule 8 mit Langspiel-Band PE 31 und Hifi-Low-Noise PE 36, Doppelspiel-Band PE 41 und Hifi-Low-Noise PE 46 sowie Dreifachspiel-Band Triple Record Hifi-Low-Noise PE 66. Sie dient als Archiv-Kassette und ist mit aufgeklebter Adresse sehr gut als Versandkassette zu verwenden. Agfa Magnetbänder werden nur auf Spule 8 in der Universal-Kassette geliefert. Nicht zu verwechseln mit Compact-Cassette.

Unterlage

für Magnetbänder. Drei Sorten sind gebräuchlich: Acetylcellulose (AC), Polyvinylchlorid (PVC) und Polyester (PE).

  • AC: Festigkeit ca. 9 kp/mm2, wärmebeständig (bis ca. + 160 °C), Lagerung im klimatisierten Raum (60% RF, + 20 °C) zweckmäßig, da beim Austrocknen Schrumpfung (Verdehnungsgefahr, Sprödigkeit) auftritt. Verwendung für Magnetfilme, z. B. Agfa Magnetfilm MF 5, im Ausland auch für Amateurbänder.
  • PVC: Festigkeit etwa doppelt so groß wie die von AC. Unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Nur bedingt wärmebeständig, daher Gefahr der Verdehnung bei zu großer Erwärmung des Bandes. Anwendung für Studio- und Amateurbänder.
  • PE: Festigkeit ca. 30 kp/mm2, hitzebeständig, kältefest und unempfindlich gegen Feuchtigkeit. Für sämtliche Bandtypen verwendbar (Vorrecken). Bei der Polyesterunterlage für Tonbänder handelt es sich ausschließlich um Polyäthylenterephthalat, gereckt. Produktname von 3M = Mylar.

Untersteuerung

ist das Gegenteil von Übersteuerung. Bei zu geringer Aussteuerung wird der Abstand zum Ruherauschen zu gering, die leisen Stellen einer Aufnahme gehen im Rau-schen unter. Abhilfe: richtige Aussteuerung.

VCR

Abkürzung für „Video Cassette Recording", Aufzeichnung von Fernsehbildern auf einen Bildträger, der in einer Kassette untergebracht ist.

Verdeckungseffekt

Die Empfindlichkeit des Gehörs nimmt mit steigender Schallintensität ab (Schutzmaßnahme des Körpers). Wenn zu einem leisen Schallereignis, das allein gut hörbar ist, ein lautes hinzukommt, nimmt das Ohr das leise nicht mehr wahr, es wird „verdeckt". Der Verdeckungseffekt ist frequenzabhängig.

Verstärker

Die von einem Mikrofon erzeugten oder vom Band im Wiedergabekopf abgenommenen Wechselspannungen sind so klein, daß sie erst verstärkt werden müssen (Elektronenröhren, Transistoren im Aufnahme- und Wiedergabeverstärker), bevor sie wirkungsvoll genutzt werden können. Das geschieht durch einen Verstärker.

Verzerrung

  • a) nichtlineare. Ganz allgemein: nicht naturgetreue Wiedergabe (z. B. im Verstärker oder über Band) der Kurvenform einer Wechselspannung (Klirrfaktor). Sie wird hervorgerufen durch eine gekrümmte („nicht lineare") Arbeitskennlinie (Klang).
  • b) lineare: Bezeichnung für nicht amplituden- (Amplitude) getreue Übertragung, d. h. Abweichungen vom geradlinigen Frequenzgang, z. B. an den Grenzfrequenzen und beim Omega-Gang. Lineare Verzerrungen können, im Gegensatz zu den nichtlinearen, korrigiert werden (Entzerrung).

Videoband

Bildaufzeichnungsband (Breite V2, 1 oder 2 inch). Auf Videoband lassen sich Fernseh- und Tonaufnahmen (Video-Aufnahmen) magnetisch speichern und nach dem Zurückspulen sofort wie bei einer Tonaufnahme wiedergeben, z. B. Agfa Video-Magnetband PEV 385, V2 und 1" breit, und PEV4000, 2" breit.

Videorecorder

Ein Magnetbandgerät zur Aufzeichnung von Bildsignalen (Fernsehbild- aufzeichnung). Bei professionellen Geräten wird das Quadruplex-Verfahren zur Aufzeichnung benutzt, die Breite des Video-Bandes ist hier 2" (inch). Semiprofessionelle Videorecorder (für Industriefernsehen und Ausbildung) sowie Amateur-Videorecorder benutzen das Slant track- bzw. Helical scan- Aufzeichnungsverfahren. Breite des Bandes hier 1/2" oder 1", auch 1/4". sieh auch Closed loop, alpha und Omega- Umschlingung.

Schematische Darstellung eines professionellen (Quadruplex-) Videorecorders für 2" (50,8 mm) breites Video-Magnetband

Video-Tonbezugsband

Beim 2" breiten Videoband wird der Ton oben auf einen schmalen Streifen des Bandes aufgesprochen. Zum Einstellen der Tonverstärker wird dieses Bezugsband, das dem Bezugsband 38 ähnlich ist, verwendet.

Vierfachspielband

z. B. Hifi-Low-Noise PE 86 von AGFA-GEVAERT. Dieses Band ist noch dünner als Triple Record PE 66. Seine Dicke beträgt nur ca. 13 um (0,013 mm), also nur rund ein Viertel der Dicke des Standardbands bzw. die Hälfte der Dicke des Doppelspielbands. Vierfach-Spielband wird nur in Compact-Cassetten geliefert (C 90).

Viertelspur

Aufzeichnung von vier voneinander unabhängigen, übereinanderliegenden Tonspuren auf einem 6,3 mm breiten Magnetband (Spurlage, Abb. 16, Seite 34). Wegen der geringen Spurbreite von nur ca. 1 mm sind Viertelspuraufnahmen empfindlich gegen Schmutz (Dropouts).

Vollausteuerung

Beim Tonband: Aussteuerung auf den höchsten zulässigen Klirrfaktor (nach DIN 45 512 bei Studioband 3%, bei Amateurgeräten 5 %). Aussteuerung, siehe auch Aussteuerungsinstrument.

Vollspur

Auf dem 1/4-Zoll-Band ist bei Studiogeräten eine Spur in der ganzen Bandbreite aufgesprochen (Spurbreite). Geringe Anfälligkeit gegen Störungen

Volt

Einheit für die elektrische Spannung.

Volumenfüllfaktor

prozentualer Volumenanteil an magnetisierbarem Material in der gesamten Magnetschicht.

Vor-Band-Kontrolle

Abhören der Aufnahmespannung vor der Aufzeichnung (einzige Kontrollmöglichkeit bei Tonbandgeräten mit Kombikopf). Gegensatz: Hinterband-Kontrolle.

Vorlaufband

Um Beschädigungen des Tonbandes beim Einfädeln in das Gerät zu verhindern, wird es mit robusterem Vorlaufband versehen, das zur Unterscheidung von Bandanfang und Bandende verschieden gefärbt ist (meist grün bzw. rot). Natürlich sind auch andere Farben möglich und lieferbar. Vorlaufbänder werden auch als Trennbänder zwischen verschiedene Aufnahmen eingeklebt.

Vormagnetisierung

Zur Verlagerung des Arbeitspunktes aus dem gekrümmten Teil der Remanenzkennlinie, in dem nichtlineare Verzerrungen entstehen würden, in den geradlinigen Teil wird das Tonband mit HF-Strom, der durch den Aufnahmekopf fließt, vormagnetisiert. Die NF ist der HF überlagert -sie „reitet" gewissermaßen auf ihr und wird unverzerrt wiedergegeben

Grafische Darstellung des Vormagnetisierungsgangsvorganges

a) Hysteresisschleife mit Remanenzkurve (aus der Neukurve abgeleitet)
b) Ströme INF (Niederfrequenz-Strom) und IHF (Vormagnetisierung) im Aufnahmekopf
c) Spannungen Inf und Ihf im Wiedergabekopf
d) Spannung UA (Ausgangsspannung) am Ausgang des Wiedergabeverstärkers (UHF wird nicht übertragen)
H Feldstärke; B Magnetisierung; BR Remanenz

Ausrichtung der Pigmentpartikel in der Schicht eines Magnetbands: links ungeordnet, rechts in Vorzugsrichtung ausgerichtet

Vorrecken

Plastisch verformbare Kunststoffe, beispielsweise PE, nehmen in ihrer Festigkeit erheblich zu, wenn sie in zwei zueinander senkrechten Richtungen „vorgestreckt" oder vorgereckt, d. h. bis dicht an den Zerreißwert vorbelastet werden. Polyesterbänder müssen, wenn plastische Verformungen vermieden werden sollen, stets doppelt vorgereckt sein.

Vorzugsrichtung

Die nadeiförmigen Eisenoxide werden im Lackbindemittel während des Begusses - vor Erstarren der Lacklösung - durch ein Magnetsystem in eine bestimmte Richtung gebracht.
Dadurch werden die Remanenzwerte in der Vorzugsrichtung größer als quer dazu. Je nach Verwendungszweck gibt es Längs- und Quer-Richtung.

VTR

Abkürzung für „Video Tape Recording", Aufzeichnung von Fernsehbildern auf Magnetband (Videorecorder, Videoband etc.)

VU-meter

Englisch. Volume Unit, „Volumeneinheit". Ein VU-meter ist ein Zeigerinstrument zum Anzeigen der Aussteuerung. Ist meist in dB geeicht. 0 dB bedeutet normale Aussteuerung. Bei Übersteuerung überstreicht der Zeiger ein meist rotes Feld, das die Höhe der Übersteuerung in dB anzeigt.

Watt

Einheit der (elektrischen) Leistung, Kurzzeichen: W; 1 W = 1000 Milli-Watt (mW).

Weber

Einheit des magnetischen Flusses, Abkürzung Wb.

Wechselstrom

Im Gegensatz zum Gleichstrom wechselt er gleichmäßig, periodisch seine Richtung (Frequenz). Reine Sinusform, z. B. im Lichtnetz, ebenfalls im Tongenerator für elektroakustische Messungen. Auch die elektrischen Schwingungen, in die durch ein Mikrofon die Schallschwingungen von Sprache und Musik umgewandelt werden, sind Wechselströme, die jedoch selten reine Sinusform haben (Klang, Tonfrequenz ).

Wellenlänge λ

Die Länge der auf einem besprochenen Tonband entstandenen magnetisierten Zonen ist abhängig von der aufgezeichneten Frequenz f und von der Bandgeschwindigkeit v. Sie wird wie in der Schwingungstechnik als Wellenlänge λ (Lambda) bezeichnet. Es gilt die Beziehung:
λ = v/f
Die Wellenlänge wird bei niedriger Bandgeschwindigkeit kleiner, ebenfalls mit zunehmender Frequenz (Tonhöhe). Sehr kleine L-Werte, also sehr hohe Töne, werden von einem Tonband ohne besondere Hilfsmittel nicht mehr einwandfrei wiedergegeben (Entzerrung).
Beispiel: f = 12 kHz, v = 47,5 mm/s (= 4,75 cm/s)

Welligkeit

eines Bandes. Ist infolge von Verdehnungen (AC durch Schrumpfung, PVC durch Wärme) eine Bandkante länger geworden, wird das Band wellig (Unterlage). Schlechtes Anliegen an den Tonköpfen und damit die Möglichkeit von Dropouts ist die Folge.

Wickelmotor

Drei-Motoren-Geräte.

Widerstand

eines elektrischen Leiters ist definiert als das Verhältnis von Spannung U zu Stromstärke I (Ohmsches Gesetz). Es gibt gute Leiter (Silber, Kupfer) mit kleinem Widerstand und schlechte Leiter (Konstantan, Kohle) mit großem Widerstand. In der Praxis wird ein entsprechend dimensioniertes Schaltelement, das einen bestimmten Widerstandswert besitzt, schlechthin als „Widerstand" bezeichnet. Besteht ein solcher technischer Widerstand aus einem aufgespulten Draht (z. B. Konstantan o. ä.), kann der Widerstandswert für Wechselstrom infolge der Selbstinduktion größer sein als für Gleichstrom. Heute werden in großem Umfang induktionsfreie Widerstände (Schichtwiderstände) verwendet, die für beide Stromarten den gleichen Widerstandswert besitzen.

Wide-Band

Aus dem Englischen: „breiter Bereich", hier breiter Frequenzbereich. lnstrumentationsband, Low Band.

Wiedergabe

Das Vorbeilaufen eines bespielten Magnetbandes mit der Aufnahme Bandgeschwindigkeit am Wiedergabe- bzw. Lesekopf zum Abhören bzw. Abtasten der aufgezeichneten Aufnahme.

Wiedergabekopf

auch Hörkopf genannt. Aufbauschema : Rechteckiger oder auch ringförmiger Kern aus Ferritmaterial ( Ferritkopf) oder dünnen Eisenblechen (lamellierter Kern, Wirbelstrom) mit Spule, in der die magnetischen Kraftlinien, die vom Magnetband in den Spalt eintreten, eine elektrische Wechselspannung induzieren (lnduktion).

Wiedergabe-Verstärker

Die vom Wiedergabekopf abgegebenen Wechselspannungen sind sehr klein und müssen daher über den Wiedergabeverstärker erst verstärkt und entzerrt (Entzerrung) werden. Dann erst können sie über den Endverstärker einem Lautsprecher zugeführt werden.

Wirbelstrom

Genau wie bei der Selbstinduktion in den benachbarten Windungen einer Spule Spannungen induziert werden, werden auch in Eisenkernen von Spulen Spannungen induziert, die wegen des geringen Widerstandes eines dicken Kernes hohe Ströme und damit starke Erwärmung zur Folge haben (Induktion). Daher werden Eisenkerne z. B. von Tonköpfen, Transformatoren usw. aus dünnen, voneinander isolierten Blechen (Papierzwischenlage) hergestellt; dadurch werden Übertragungsverluste kleingehalten.

Zeile

Beim Fernsehen wird jedes Bild durch einen Elektronenstrahl in einzelnen Zeilen von links nach rechts und von oben nach unten abgetastet und im Empfänger wieder aufgebaut. Deutsche Norm: 625 Zeilen pro Bild. In anderen Ländern gelten andere Zeilen- Normen, z. B. in England 405 oder 625, in den USA 525, in Frankreich 819 Zeilen. Mit den üblichen Fernsehgeräten können nur Sendungen in der vorgesehenen Zeilen-Norm empfangen werden.

Zeitkonstante

Bei RC-Gliedern (Entzerrung). Gibt die Zeit an, in der die Spannung eines geladenen Kondensators der Kapazität C beim Entladen über einen Widerstand auf den Wert 1/e (e = 2,718 = Basis der natürlichen Logarithmen), das sind ca. 37%, abgesunken ist. Sie ist abhängig von der Größe des Kondensators und des Widerstandes. Kurzzeichen t (Tau).

Zoll

In den meisten englisch sprechenden Ländern wird statt des Metermaßes das Zollmaß verwendet. 1 Zoll (inch) = 25,4 mm.

Zugriffszeit

Die Durchschnittszeit, die bis zum Auffinden einer bestimmten Information (Byte) auf einem Datenspeicher vergeht.
Nachtrag : gilt natürlich auch für Musikstücke auf analogen Magnetbandgeräten

Z - Ende der 7. Auflage aus dem Jahr 1971

Einige Teile der Erklärungen waren unserer Meinung nach schon 1971 veraltet. Doch hatten die damaligen Redakteure nur ihre Schreibmaschinen und Karteikarten, um diese Informationsfülle zu sortieren und es gab natürlichauch noch kein Internet zur Recherche.

Bei den AGFA Zeichnungen/Grafiken dürfen wir auch nicht vergessen, es gab 1971 weder Corel Draw oder Word noch Paint. Alle Grafiken wurde auf dem Zeichenbrett mit Tusche gezeichnet.


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