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Über Grundigs "Technische Informationen" : Max Grundig war in vielen Dingen weitaus besser als die anderen.

so nach und nach sind sie alle da
auch die selteneren Exemplare

So brachte Grundig bereits sehr früh ab 1954 die Grundig Zeitschrift "Technische Informationen" heraus, und das auch noch kostenlos. Der Hammer war, hier wurde (damaliges) Hightech hautnah und vor allem zeitnah zu den neuen Grundig Produkten beschrieben.

Jeder konnte sie haben, die Händler, die Werkstätten, die Kunden, der Wettbewerb und natürlich auch die Amerikaner und Japaner (Koreaner, Taiwanesen und Chinesen waren noch nicht so weit).
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Jeder konnte sie haben . . .

Und das war sicherlich der dicke (virtuelle) Fehler von Max Grundig. Wir Deutschen waren sicherlich so blind undach einfältig, diese genialen Beschreibungen und damit die perfekten Nachbau- Anleitungen in ungeahnter deutscher Perfektion an "alle Anderen" zu verschenken, nach dem Motto, die Grundig Produktion kann sowieso keiner mehr übertreffen.
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Arrogant, überheblich oder nur blind ?

Max Grundig war lange (bis fast zum bitteren Ende) der Meinung, seine großen und leistungsfähigen Werke seien soweit auf Zukunft optimiert, also quasi unübertrefflich optimiert, da gäbe es nichts mehr oben drüber oder noch zu verbessern.

Vor allem das spätere Wiener Fernsehgerätewerk setzte absolute Maßstäbe in Europa, unerreichbare Maßstäbe für alle anderen europäischen Hersteller. Jedoch nur in Europa, und von hier drohte ja gar keine Gefahr und kein Konkurrent mehr. Die Gefahr kam aus den Niedriglohnländern, die mit gewaltiger Kraft aufgeholt hatten. VHS ließ völlig überraschend grüßen.

Keiner hier in Europa hatte geahnt oder erwartet, daß dieses im Grunde ziemlich miese VHS Video System den gesamten Weltmarkt im Sturzflug (hatten wir das nicht schon mal) erobern würde.
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So toll wie sie war, es gab aber gravierende "Nachteile" :
Solch eine "GTI" im Flieger mal schnell nach Tokio gebracht ....

und sie konnten nur noch staunen

In den GTIs wurde die Schaltpläne, die Mechanik, die physikalischen Grundlagen, die Justage, die Feinheiten - also einfach alles - "ausführlichst" erläutert.

So etwas gab es sonst nur noch intern für die (geheimen) Geräte des Militärs oder der ehemaligen Bundespost/Abt. Fermeldedienst. Wenn Sie heute diese GTIs aufschlagen, steht Ihnen vor Begeisterung und damit natürlich erst recht vor spätem Schreck das Herz fast still.

Solch eine GTI im Flieger nach Tokio gebracht, und ruck zuck übesetzt - und 4 Wochen später war ein nahezu baugleiches Gerät in den USA als Prototyp auf irgend einer Audio-Fair zu bestaunen.

Aber die Grundig Entwickler durften aus der Nürnberger/Fürter Stadtmauer nicht raus, geschweige denn nach Japan fliegen und da auch mal so richtig spionieren gehen, was "die Japsen" aus den GTIs so alles gemacht hatten.

Es gab nämlich auch in Japan des öfteren Hifi- und Audio- Messen
, später dann Video- Messen und Produktpräsentationen außer der Reihe, man hätte dort nur mal hinfliegen (dürfen) müssen ............

Und wir hätten nicht "zehntausende" von Kameras gebraucht, eine (1) einzige deutsche Kamera hätte uns völlig gereicht . . . .


. . . . denke ich heute jedenfalls . . . . nur leider 40 oder mehr Jahre zu spät.

"Und wer zu spät kommt, den bestraft das Leben." (Wer hatte das - so ähnlich - nochmal zum Erich Honnnecker gesagt ?)

Hier geht es zur traurigen Grundig Chronik/Historie.
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So um 2010 herum war ich wie ein Luchs hinter jeder TI hinterher, und keiner wollte sie rausrücken, heute bekomme ich sie kartonweise angeliefert oder hole aus den Nachlässen ab.

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