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Einführung zu der 1964er RCA Publikation - hier auf Deutsch :

von Gert Redlich im Dez. 2014 - Grundsätzlich sind wir 20 oder mehr Jahre später immer schlauer, als zu dem Zeitpunkt der Herausgabe dieser 54 sehr gut bebilderten Seiten aus den RCA Labors.

Alleine daß RCA dieses detaillierte High-Tech Wissen bereits damals verbreitet hatte, ist schon erstaunlich. Vermutlich hatte man auch in den USA die Japaner nie als ernsthafte Konkurrenz betrachtet und (noch) eine Zeit lang gelächelt, so wie die Deutschen bzw. die Europäer das auch gemacht hatten.

Um diese in den Artikeln gemachten Aussagen vernünftig (oder richtig) zu bewerten, sollte man den beabsichtigten und hintergründigen Werbeeffekt dieser Broschüre akzeptieren. Dort wurde aus der Schule geplaudert, sehr fundiert, jedoch war das eine Promotion-Broschüre der RCA.

Und somit kommen dort weder der Name des Wettbewerbers AMPEX
noch der Name Robert Bosch Fernseh GmbH oder die Firma AEG/Telefunken vor.

Denn alleine diese drei Firmen spielten zu der Zeit um 1960 eine Rolle in der professionellen Studiotechnik der Videoaufzeichnung.
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Es war AMPEX, die 1956 den Video Recorder fertig hatten.

Natürlich wußte man das bei RCA, daß sie (damals) zu spät gekommen waren. AMPEX war besser und schneller, sie hatten bei AMPEX die besseren kreativen Köpfe - das so benannte "six man dream team".

Warum man aber bei RCA nicht besonders herausgestellt oder hervorgehoben hatte, daß sich die so überaus innovativen AMPEXer mit diesen neumodischen Transistoren so schwer taten, vestehe ich nicht. Denn die folgerichtige Weiterent- wicklung der schweren riesigen AMPEX Röhren-Maschine zur deutlich kleineren transistorisierten Version kam ja von RCA.

Die amerikanische FCC hatte entschieden ....

. . . daß AMPEX und RCA ihre Patente bezüglich der Weiterentwicklung des damals hypermodernen und wegweisenden Videorecorders "zu tauschen hätten".

Das hatte AMPEX mit Sicherheit nicht gefallen, denn anfänglich profitierte nur RCA davon und AMPEX hatte jetzt einen Ernst zu nehmenden Wettbewerber. (Dazu muß man wissen, daß in den Zeiten vor 1956 bezüglich des "ersten" Videorecorders mit extrem harten und auch unfairen Methoden gekämpft und getrickst wurde.)

Auch die BOSCH Fernseh GmbH in Germany profitierte mittelbar davon, denn "wir hier" in Deutschland durften wenige Jahre später aufgrund eines uralten Patent-Überkreuzabkommens mit RCA pro Jahr 10 (andere sprechen von 15) dieser Quadruplex Maschienen vom System Ampex (nach-) bauen.

Einige Artikel muß man (inzwischen) leider relativieren . . . .

Ein paar dieser Artikel waren zu der Zeit um 1964 reines Wunschdenken. So wurden von den stolzen Autoren die beschriebene Produkte (zumBeispiel der Longitudional Video-Abspieler mit dieser Längsspuraufzeichnung) nämlich als echte Tatsachen hingestellt. Dem war aber nicht so. Dieses Longitudional System hatte nie bei keinem funktioniert, nicht bei Ampex oder BASF, auch nicht bei den Japanern von Funai, den Engländern und erst recht nicht bei RCA.
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Die BCN 40 aus Deutschland von 1974 war besser

Die Deutschen durften ja einige Quadruplex Maschinen bauen und auch verkaufen. Der Knackpunkt bei der ganzen AMPEX/RCA Quadruplex Technologie war ja, daß die Standzeit der Magnteköpfe bei AMPEX mit 150 Stunden angegeben wurde, bei RCA mit 100 bis 150 und eine Aufarbeitung ca. 4000.- bis 6000.- Dollar gekostet hatte.

Die neue (jetzt deutsche) BCN 40/50 hatte garantierte Standzeiten von über 1500 Stunden, die später sogar auf fast 2500 Stunden erhöht worden war.

Weiterhin ist die hier in einem Artikel benannte reduzierte Quadruplex Longplay Band-Geschwindigkeit nie in der Realität angekommen, zumindest in Deutschland nicht.

Es gibt noch weitere Diskrepanzen in manchen Artikeln zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

kommt noch

 

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