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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Der DLT 2000 und 4000 Kopf mit seinen Spuren

Die DLT Geräte der ersten Generation hatten die Magnetspalte genau rechtwinklig zur Bandbewegung, wie die alten Tonbandgeräte auch.

Mit dem Schreibkopf wurden die Daten geschrieben und mit dem Lesekopf sofort wieder gelesen und verglichen. Eine einfache Technik, die schon eine erstaunliche Sicherheit gewährleistete.

Bei der Laufrichtungsumkehr wurde der Gesamte DLT-Kopf dann etwas höher positioniert und mit dem anderen Schreibkopf, aber mit dem selben Lesekopf, weiter gemacht. Man spricht auch vom serpentinenartigen Schreiben.

Mit entsprechenden Spindeln und Schrittmotoren wurde die geforderte Genauigkeit einigermaßen eingehalten. Ab einer gewissen Datendichte reichte das dann aber nicht mehr für Verbesserungen aus. Wir dürfen nicht übersehen, die Datenmenge pro Band wuchs von 95MB (DEC TK50) bis auf 20Gigabyte beim DLT4000 Laufwerk.

Der Grenzbereich der Datendichte

Wie bei den Tonbandgeräten mußten die Konstrukteure zwischen den Spuren einen Abstand einhalten, damit das Übersprechen beim Rückwärtsgang weder die Daten der anderen Spuren mit lesen konnte noch beim Schreiben die bereits geschriebenen Spuren beschädigte.

Bei den 4 Spur Tonbandgeräten war das kein Problem. Im Vergleich zur DLT Spurdichte hatte man dort Platz ohne Ende. Man sieht das ganz deutlich an dem Foto des 4Spur Kopfes.

Die DLT 2000/4000 Technik

Wo konnte man sparen ?

Um also die Datendichte auf dem Band zu verbessern, mußte man mit einem eigentlich simplen technologischen Trick die leeren Zwischenräume zwischen den Spuren weg bekommen.

Beachten Sie bitte, daß wir hier mit hundertstel Millimetern kalkulieren. Wir haben über 200 Spuren auf 12,6mm Breite. Bei den S-DLT Laufwerken haben wir dann 448 Spuren (später sogar über 600) auf derselben Breite.

 

Man hat also den Kopf beim Schreiben geringfügig gedreht und den Spurwinkel leicht schief gestellt und so die Daten auf das Band geschrieben. Im Rückwärtsgang hat man dann den Kopf über die Nullstellung (=senkrecht) hinaus in die andere Richtung gedreht und so verhindert, daß er die bereits geschriebenen Spuren lesen bzw. beinflussen konnte.

 

Genial einfach und dennoch eigentlich ein Patent wert.

Die DLT 7000/8000 Technik

Und so funktioniert der Trick.

Die einzelnen 12 kleinen Magnetspalte sind natürlich auch noch konstruktiv so angeordet, daß immer 4 Schreibköpfe zur gleichen Zeit vier Spuren beschreiben können und man dennoch nur vier Lesekopfe braucht.

 

Dazu ist die Konstruktion (also der Spurabstand) so genial, daß damit auch noch die beiden (geschriebenen) Spuren der DLT 2000 und DLT 4000 Technik und noch viel ältere DLTs gelesen werden können.

Die beiden Laufrichtungen

Durch den Schrittmotor Spindelantrieb (und natürlich die entsprechende Software) ist das gesamte 7000er System selbst kalibrierend. Der Kopf dreht und hebt und senkt sich so lange, bis er lesbare bzw. beschreibbare Spuren erkannt bzw. gefunden hat.

Damit kann er von 35 Giga bis auf die 2,6 Gigabyte Bänder zurück alles lesen. Das war wiederum genial und hat zum Siegeszug der DLT Technik beigetragen.

(Nichts währt endlos. Wer hat diesen klugen Spruch gesagt?)

 

Dieses Bild zeigt anschaulich, wie die 12 kleinen Schreib/Leseköpfe auf dem großen DLT Kopf angeordnet sind und in den beiden Laufrichtungen funktionieren.

 

War es schwer zu verstehen ? Bilder sagen doch mehr als 1000 Worte. Wenn Sie jetzt mehr in die Feinheiten einsteigen wollen, hier geht es zur DLT Technologie.

 

Und hier hier ein Blick zurück in die Historie, zur großen Story über die Geschichte der Magnettontechnik.

 

 

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