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Irgendwie müsste man auch prüfen, was auf solch einem Band an Informationen drauf ist.

Diese schwarze Emulsion ist es.
Und hiermit sieht man dann etwas.

Insbesondere bei vielspurigen (Längs- und Schrägspur-) Aufzeichnungs-Formaten der Video- oder der Datentechnik ist es von besonderem Interesse, ob die Theorie mit der Praxis der Physik übereinstimmt. Sehen kann man normalerweise gar nichts.

Man muß da zu einem Trick greifen, um die bereits aufgezeichneten magnetischen Informationen sichtbar zu machen. Anfänglich streute man feines Eisenpulver auf das Band und sah sich die Ausrichtung unter der Lupe an. Doch dieses zu simple Verfahren reichte gerade mal für den Physikunterricht in der Oberstufe.

Die Eisenspäne waren nicht nur zu grob und dazu man mußte das Band (oder im Physikunterricht das Kunststoff-Plättchen) auch noch etwas rütteln, um der Ausrichtung nachzuhelfen. Bei den feinen Hightech- Videospuren auf 2" oder 1" Videoband war das Verfahren aber noch mangelhaft, man hat eigentlich wieder nichts von dem gesehen, daß so hoch interessant wäre. Auch ist wissenswert, daß die moderne Datenaufzeichnung (ab 2002) auf 12,6mm Breite (1/2" Band) bis zu 620 !!!! Spuren unterbringt. Und das ist jetzt überhaupt nicht mehr trivial.

Den Ingenieuren ist dann aber eingefallen, daß es noch mehr Tricks gibt, wie man das Verfahren optimieren könnte. Man schwemmt jetzt die ganz feinen Eisenpartikel in einer Suspension auf, tröpfelt diese vorsichtig auf das zu untersuchende Band und muß nun nur noch etwas abwarten, bis sich die Partikel ausgerichtet haben, also nahezu trägheitslos in ihre Endlage "geschwommen" sind.

Wenn man das weiß, ist es wieder mal trivial.

Das Bild, das man dort sehen kann, sieht in etwa so aus:

So hatten die Ingenieure sich das gedacht.

Wir haben bereits eine ganze Menge Fotos bekommen, wie die verschiedenen Formate aussehen.

Bitte noch etwas Geduld.

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