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Vermutlich ab 1953 gab es die "BASF Mitteilungen für alle Tonbandfreunde", später war das "ton + band"

Heft 5 Vorderseite
Heft 5 Rückseite
Heft 6 Vorderseite

Diese Hefte waren natürlich Werbehefte bzw. ganz normale Reklame - aber in redaktioneller Form verpackt. Max Grundig hatte mit seiner Grundig Revue ganz deutlich einen Produkt-Katalog publiziert, übrigens mit teilweise 5 Milionen Auflage - also in erheblich höherer Auflage als diese 100.000 BASF Blättchen.

Die BASF Preislisten und Prospekte finden Sie hier bei Wissen und Technik.

Warum die Redaktion in den BASF Mitteilungen so geflissentlich jegliches Datum vermieden hat
, ist nicht nachvollziehbar, es sei denn, es waren wirklich kurzlebige Wegwerfbroschüren. Die allerersten kleinen Heftchen waren bei dem AEG KL 15 D dabei, das wir im Februar 2010 geschenkt bekommen hatten.

Es waren aber bereits die datumslosen Ausgaben 5 und 6 und dort wurde nur sehr rar auf das Datum von aktuellen Ereignissen verwiesen. Da aber sowohl ein Grundig Reporter als auch ein AEG KL 15 abgebildet waren, mußten die Heftchen nach 1951 gedruckt worden sein. Im Heft 5 wird auf die Eröffnung des Niedersächsischen Landtages am 28. 5. 1955 mit zwei Phonorex Geräten von Max Ihle verwiesen. Außerdem steht im Editorial, daß das Magnetband (etwa 1934 entwickelt) nunmehr älter aus 20 Jahre geworden ist.

Und es steht dort geschrieben, daß seit Januar 1955 die neue Halbspur- Spurlage jetzt nach internationaler Norm (IEC) von so gut wie allen Herstellern ausgeliefert würde.

Das Heft 6 scheint die Weihnachtsausgabe 1955 zu sein. Ein Violinist spielt neben einer attraktiven Pianistin vor dem Weihnachstbaum und einem AEG KL25.

Die referenzierte große deutsche Funkausstellung in Düsseldorf (im Herbst 1955) hatte 450.000 Besucher. Weiter innen wird auf einen Aufsatz aus August 1955 verwiesen. Weiterhin stand zu lesen, der deutsche Rundfunk würde seine Archive von 76cm/s auf numehr 38cm/s umspielen, weil die BASF Qualität so überragend geworden sei.

Selbstverständlich steht dort kein Wort über den Wettbewerber AGFA
mit der Agfa Illustrierten aus Leverkusen, der nach anderen Zeitzeugenbrichten die eindeutig bessere Qualität geliefert hatte.

Auch sonst waren die meisten Artikel von unterdurchschnittlicher Blabla Qualität. Es lohnt fast nicht, diese selbst nur in Auszügen hier abzubilden, außer, die zeitlichen Referenzen zu besonderen Ereignissen in der Wirtschaft wären wichtig.
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Oktober 2017 - Eine größere Anzahl dieser Tonband-Hefte bzw. Magnetband Marketing-Blättechen liegen uns jetzt vor

Inzwischen sind hier weitere 4 spezielle BASF-Hefte mit jeweils mehreren Jahrgängen in der Redaktion eingetroffen. Nach intensivem chronologischen Durchblättern fällt auf, daß sich die Redakteure bzw. Autoren gleichermaßen in allen diesen Blättern sehr bemühen oder anstrengen mußten, etwas Interessantes "zu bringen". Die Themen um das Magnetband wie auch die Magentbandtechnik und die jeweils aktuellen oder brandneuen Manetband-Geräte waren nach wenigen Jahren "ausgelutscht". Jedenfalls die AGFA und BASF Blättchen hatten teilweise makaber triviale Storys und Geschichtchen drinnen, die nur den Platz zwischen der Eigenwerbung füllen mußten.

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Einige Worte in eigener Sache (wann war das ??)

Das BASF Logo der 1950er Jahre und Robert Reinhard

Lieber Leser von „ton + band",

darf ich mich Ihnen vorstellen: Ich heiße Robert Reinhard, ich bin der Werbeleiter für das Ihnen bekannte BASF Tonband. Es ist also meine Aufgabe, viele Freunde für dieses weltbekannte Produkt zu gewinnen.

Heute erhalten Sie nun die jüngste Ausgabe von „ton + band". (welche ??) Wie immer: Viel Vergnügen beim Lesen. Ich darf Ihnen auch gleichzeitig sagen, daß die Zahl der Mitleser auf eine große, stolze und 6stellige Zahl gewachsen ist. Und das ist ein erfreuliches Zeichen.

Trotzdem: Werbeleute sind auch kritische Leute. Ich bin eine Wette eingegangen - mit einem Mitarbeiter des Redaktionsteams. Er stellte die Frage: Wieviel unserer Leser werden wohl antworten, wenn wir sie fragen, ob sie „ton + band" weiter beziehen wollen? Es geht also um die „Rücklaufquote" - ein häßliches Wort. Sie entscheidet trotzdem. Gesagt - getan. Die Prozedur ist ganz einfach: Karte abtrennen, frankieren, wegschicken. Vielen Dank dafür.

Wenn Sie noch etwas zusätzlich tun wollen, bitte die Fragen zur Marktforschung ankreuzen. Zugegeben: das ist sehr wichtig für uns. Herzlichen Dank, daß Sie das alles verstehen und den Weg zum Briefkasten nicht scheuen. Es grüßt Sie

Ihr
Robert Reinhard
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Die Bandtypen und Bezeichnungen 1955

Für die Experten : in 1955 gab es bei den Hobby-Kunden noch keine 22cm oder 26,5cm Spulen. Im Consumer- Bereich war die gängige Größe 18cm Durchmesser. Alleine bei den Profis wurden die offenen Bandwickel so nach und nach durch große Spulen ergänzt.
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