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BASF MITTEILUNGEN FÜR ALLE TONBANDFREUNDE Nr.29

Herausgegeben von der Badischen Anilin- & Soda-Fabrik AG - Ludwigshafen am Rhein. Für Österreich bearbeitet von ORGANCHEMIE GMBH • WIEN 8 • HIETZINGER HAUPTSTRASSE 50 - Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Organchemie, Fabrikation chemischer Produkte, Gesellschaft m. b. H., Wien 8, Hielzinger Hauptstraße 50 - Für den Inhalt verantwortlich: Dkfm. Hans Kempter, Wien 8, Hietzinger Hauptstraße 50 - Druck: Josef Eberle KG., Wien 7. - P. b. b. Erscheinungsort Wien Verlagspostamt Wien 89 - Dies ist also eine weitere spezielle abweichende Heftversion für Österreich. Auf ein Editorial wurde wiederum verzichtet. (Ident ??)
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Editorial oder : Ein kurzes Vorwort ...

... scheint uns zu diesem Heft zu gehören. Sie sehen es ja schon am Titelbild: etwas hat sich geändert. Zum ersten Mal ist das Titelbild eine Grafik, sagen wir ruhig: eine Illustration.

Ein Familienbild. - Und warum? Es geht jetzt ins siebente Jahr, daß die BASF MITTEILUNGEN FÜR ALLE TONBANDFREUNDE erscheinen. In dieser Zeit hat sich viel geändert. Tonbandgeräte, die zunächst nur einigen wenigen Menschen zu beruflichen Zwecken vorbehalten zu sein scheinen, stehen heute in Millionen Wohnungen. Es war eine stürmische Entwicklung. Das „Tonbandeln" ist zum Hobby, zur Liebe von vielen tausend Familien geworden.

Zunächst waren es wohl die Herren der Schöpfung, die seiner Magie erlegen sind. Sie versuchten (und versuchen) mit neuen und immer raffinierteren Kniffen neue Tonweiten zu erschließen. Die Industrie der Gerätehersteller - und natürlich auch wir selbst - haben diesen Amateuren viel zu danken. Wir haben versucht, ihnen durch Anregungen, Informationen und technischen Erläuterungen zu helfen.

Aber so nach und nach haben sich auch die Frauen, die Mütter und sogar die Kinder für das Tonband begeistert. So schien es uns nun an der Zeit, unsere MITTEILUNGEN auch inhaltlich etwas zu ändern.

Damit sie nicht nur von den Technikern unter unseren Freunden gelesen werden, sondern auch von der ganzen Familie, so wie ja auch das Tonband selber zur ganzen Familie gehört. Viele Briefe, die uns fast täglich erreichen, beweisen uns das. Und aus diesen Berichten über Erlebnisse mit MAGNETOPHONBAND BASF entstand - gewissermaßen stellvertretend für alle - die Geschichte der FAMILIE BÄNDEL, deren Weg durch das Jahr wir von nun an begleiten wollen.

Sicher haben wir auch Leser, die ausschließlich eine sachliche Information mehr bevorzugen. Aber vielleicht
können wir dann unter ihren Angehörigen Interesse für dieses Hobby gewinnen - falls das noch nötig ist. Und alle bitten wir: falls Sie Anregungen für die nächsten Fortsetzungen haben, so schreiben Sie uns, wir werden Ihnen dafür dankbar sein.

Aber nun genug des langen Vorspruchs - wir wünschen Ihnen eine angenehme Lektüre über unser - über Ihr MAGNETOPHONBAND BASF
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Die Familie Bändel
Das erste Band dreht sich

Diese Geschichte begann im Winter, kurz vor Toni Bändels Geburtstag, mit einer Unterhaltung:

„Toni wünscht sich so sehr ein Tonbandgerät!" hatte Vater Bändel gesagt. „Ach, ich weiß schon, wer sich dieses Tonbandgerät auch noch so sehr wünscht!" hatte die Mutter geantwortet und ihren Mann seufzend angesehen. „Wo es doch so viele andere notwendige Anschaffungen gibt. . ."

Nun, das Tonbandgerät stand schließlich doch auf Tonis Gabentisch. Denn, welche Mutter könnte ernsthaft gegen den großen Wunsch ihres Ältesten sein, besonders, wenn es auch noch der Wunsch ihres Mannes ist! Aber sie betrachtete das Gerät immer noch mit ein wenig gemischten Gefühlen.

Nur Pit, der Kleinste, der gerade mit der Nase auf den Tisch reichte und Sabine, der Teenager, waren gleich - jeder auf seine Weise - begeistert. „PrimaI" sagte Sabine, „das ist eine Wucht für meine nächste Party! Du borgst es mir doch, Toni? -" Toni zuckte nur vielsagend mit den Achseln und schob Pit, der mit seinen kleinen Händen an den Drucktasten zu spielen begann, sanft beiseite.

Und auch Mutters innerer Widerstand hielt sich nicht lange. Toni hatte nämlich schon früher bei seinen Schulfreunden Tonbandgeräte kennengelernt und sie bedient. Er war also kein Tonbandbaby mehr. Nur über den Spaß, den ihm das Bedienen gemacht hatte, war er ja schließlich zu seinem Wunsch gekommen.

Nun vertiefte er sich - als kluger Junge, der er war - zunächst noch einmal gründlich in die Bedienungsanleitung. Eine ganze Weile stand er da, las, verglich die Beschreibung und das Bild mit dem Gerät, schaltete, drückte Knöpfe, ließ das Band laufen und spulte es wieder zurück. Er stöpselte das Mikrofon ein und kontrollierte die Aussteuerung. So gelang ihm eine Aufnahme, von der keiner etwas ahnte. Die anderen kümmerten sich nämlich nicht weiter um ihn. Eine Weile sahen sie ihm zu, dann nahm die Mutter Pit auf den Schoß und sang mit ihm Kinderlieder, Vater und Sabine summten erst ein paar Strophen mit und unterhielten sich dann über Sabines Kleidersorgen.

Als Toni das Gerät dann auf Wiedergabe schaltete und Mutter die Stimme von Pit durch den Lautsprecher hörte, sagte sie gerührt: „Das ist aber nett, können wir das aufheben?" „Natürlich, - solange wir wollen!" sagte Toni und Vater Bändel meinte: „Das sollte man öfter machen, bei allen Festen oder bei anderen besonderen Ereignissen. Wenn die Kinder musizieren .. ."

„Ich kenne eine Familie, die sich so eine ganze Familienchronik anlegt!"
„Was meinst du, wie wir uns später einmal über diese Aufnahmen freuen werden!"
„Ja", kicherte Sabine, „und falls unser Pit einmal ein berühmter Sänger wird, dann wird aus dieser Aufnahme vielleicht sogar einmal eine goldene Schallplatte! - Nur meine Stimme hat ganz anders geklungen .. ." Sie wollte sich ausschütten vor Lachen.
„Sabine muß immer faule Witze machen", tadelte der Vater. „Und Recht hat sie auch nicht!" sagte die Mutter, „denn ihre Stimme war ganz so, wie sie immer ist - sie ist nun mal nicht hübscher, Sabine, ich habe dir immer gesagt, daß du die Zähne beim Sprechen auseinandernehmen sollst, du nuschelst ja wie der Hans Moser. - Nur meine Stimme habe ich beim besten Willen nicht erkannt!" .Das ist nun mal so", sagte Toni, „das Band kann da nichts dafür. Wir haben neulich in der Physikstunde gerade darüber gesprochen. Jeder hört seine Stimme anders als ^seine Mitmenschen und das Mikrofon. Daß ich recht habe, siehst du ja schon daraus, daß du Sabines Stimme erkannt hast und deine eigene nicht. Bei Sabine war's wieder umgekehrt."
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So verging der Geburtstag - aber es blieb Mutters Einverständnis mit Tonis neuer Leidenschaft. Toni beherrschte bald alle Möglichkeiten seines Tonbandgerätes, wie ein Pianist sein Instrument.
An einem schönen Wintertag zog Sabine auf dem Eis des dicht am Haus gelegenen Teiches mit den Schlittschuhen ihre Kreise. Sie tat es stumm und verbissen, denn sie hatte den Ehrgeiz, Weltmeisterin zu werden. Toni beobachtete sie eine ganze Weile vom Fenster aus. Schließlich rief er Ihr zu: „Mensch, du übst ja ganz verkrampftl"
„Du bist gemein!" rief Sabine zurück, „tu lieber was für mich. Man müßte halt mit Musik üben können. Aber es müßte eine besondere Musik sein, richtig für die Übungen zusammengestellt - ausprobiert. . ."
„Da hab' ich eine Idee! Dir kann geholfen werden. Ich fahr' zu meinem Freund Dieter. Der trainiert gerade für die Jugendmeisterschaft und hat sich mit viel Sorgfalt eine eigene Kür auf Tonband zusammengestellt. Erst mal ein paar Minuten schnell, dann eine Minute ruhiger und dann wieder sehr rasant und mitreißend ... Er hat genau darauf geachtet, daß gute Stellen für Sprünge und Pirouetten dabei sind und besonders rhythmische Partien für Schrittkombinationen. Bestimmt erlaubt er mir, das Band für deine Übungen zu überspielen. Weißt du, du gefällst ihm nämlich!"
„Red' doch keinen Unsinn!" Sabine bekam einen roten Kopf und bohrte mit einer Schlittschuhspitze im Eis. „Aber die Idee mit dem Band ist wunderbar. Warum bist du nicht schon unterwegs?"
Nun, Toni war es bald. Ein kurzer Anruf hatte genügt, um Dieters Einverständnis einzuholen. Toni überspielte Dieters Kür von Band zu Band, - und in den folgenden Tagen konnte man Sabine zu seiner Musik üben sehen! Hm -" meinte Mutter Bändel stolz, als sie sah, was für Fortschritte ihre Tochter machte, - „es war woht doch ein sehr gutes Geschenk, dieses Tonbandgerät!" „Ja, eine tolle Erfindung -" bestätigte der Vater, „wer weiß, was wir mit ihm noch alles erleben werden!"

Tonband bei den Salzburger Festspielen 1961

1961 gingen die Salzburger Festspiele das erste Mal im neuen Festspielhaus - mit dessen Fertigstellung die moderne Theatertechnik auch in Salzburg eingezogen Ist - in Szene.

Hier steht nun eine der größten Bühnen Europas mit einem veränderlichen Bühnenraum von 16 bis 32 Meter zur Verfügung. Ein eiserner Vorhang von 35 Meter Breite und einem Gewicht von 38.000 Kilogramm kann den Zuschauerraum in kürzester Zeit von der Bühne trennen.

In diesem Riesenhaus hat die Tontechnik viele Aufgaben zu erfüllen. Eine davon ist das Einspielen von Geräuschen, Sprache, Musik und anderen Toneffekten. Allein für den „Faust I" wurden 1.800 Meter MAGNETOPHONBAND BASF gebraucht.

Es untermalte den „Prolog im Himmel" mit Orgelmusik, lieh dem „Erdgeist" die Stimme und dem Donner das mächtige Grollen, es erfüllte die „Walpurgisnacht" und die „Kerkerszene" mit elektronischen Effekten, mit Glocken und Chören und mit der „Stimme des Herrn". Diese Einblendungen, die sowohl technisches Können als auch künstlerische Einfühlung von den Tonmeistern verlangen, wurden von zwei Studio-Tonbandgeräten (38cm/sec Bandgeschwindigkeit) überlagernd eingespielt. Die Wiedergabe erfolgte über einen modernen Fünf-Straßen-Tisch, 10 Verstärker (25 und 50 Watt) und über 100, im Zuschauer- und Bühnenhaus fest eingebaute Lautsprecher sowie über fahrbare Bühnenlautsprecher in verschiedenen Größen.

Für die Proben standen transportable Tonbandgeräte mit 19 cm/sec Bandgeschwindigkeit zur Verfügung. Jede Probengruppe hatte in ihren Proberäumen ein Tonbandgerät als Stichwortbringer.

Das Band für die Ballett-Proben hat die Musik, die Chöre und die Stimmen aufgezeichnet. Dem Chor standen Musik, Geräusche und die Stimmen der Solisten zur Verfügung, und die Schauspieler konnten mit Hilfe von Musik, Chören und Geräuschen proben.

Ähnlich wie in Salzburg leistet MAGNETOPHONBAND BASF auch im Festspielhaus von Bayreuth wertvolle Dienste. In Bayreuth kennt man Tonaufnahmen schon seit 1950. Dort werden fast alle Proben und Aufführungen mitgeschnitten und die besten Aufnahmen archiviert. Die Bänder werden bei Neuengagements zum Vergleich herangezogen, bei Neueinstudierungen und zu Stimmvergleichen. Die Künstler benutzen das Tonband laufend zur Selbstkontrolle. Viele lassen sich die Aufführung für sich persönlich mitschneiden und verwahren so eine kostbare, bleibende Erinnerung.

Ordnung ist doppelte Tonbandfreude

Die BASF Archiv Box hat inzwischen viele Freunde gefunden. Das ist auch kein Wunder, denn sie erleichtert das Archivieren - sprich: Ordnen der Tonbänder - auf großartige Weise. Sauber und übersichtlich baut sich nun das Band-Archiv auf. Suchen entfällt; die Gäste werden nicht mehr ungeduldig, wenn sich das gesuchte Tanzband nicht gleich findet. Die Archiv Box ist aus schlagfestem Polystyrol der BASF und daher robust und widerstandsfähig. Man bekommt sie in allen Fachgeschäften. Sie enthält in den drei Schwenkteilen je eine Spule MAGNETOPHONBAND BASF Typ LGS 35.

übersichtlicher geht es kaum noch, besonders, wenn man regelmäßig die Eintragungen im Archivheft macht. Sie erhalten dieses jederzeit kostenlos von Organchemie Ges.m.b.H., Hietzinger Hauptstraße50, Wien 8.

Sehr zweckmäßig ist es, wenn man es zu Karteikarten aufschneidet, für jedes Band eine Karte anlegt und diese Karten unter Stichworten, wie .Hörspiele", „klassische Musik", „Tanz", „Tonbildschauen" etc. ablegt. Jeder Schwenkteil der Archiv Boxen erhält eine Nummer, die man mit der Angabe der Spulengröße beginnen kann, also z. B. 18/3 (d. h. Spulengröße 18 cm Durchmesser, Band Nr. 3) oder 15/4, 13/7 etc. Diese Nummern werden auf die Archiv Karteikarte übertragen. So haben Sie in jeder Spulengröße eine fortlaufende Numerierung und können die BASF Archiv Boxen der Größe nach Ins Regal stellen.

Arbeits-Musik

Ein Münchner Unternehmen - die „Musik für Millionen
GmbH" - hat es sich zur Aufgabe gesetzt, Industriebetriebe mit Musik zur Arbeitszeit zu versorgen. Die vielen Vorzüge dieser Art von Musikdarbietungen sind schon lange erwiesen. Sie haben fördernden Einfluß auf die Arbeitsleistung und das sogenannte Betriebsklima. Die Musik für Millionen GmbH, die nun auch in Düsseldorf und Stuttgart Niederlassungen hat, liefert täglich 24 Stunden lang Musik vom Tonband von zentral gelegenen Studios über gemietete Telefonleitungen zu Firmen, in denen sie über Verstärker und Lautsprecher in die Arbeitsräume gestrahlt wird.

Die Gesellschaft verfügt bereits über 170.000 verschiedene Musikstücke, alle auf Tonband, die ausreichen, fast ein Jahr lang eine ununterbrochene Geräuschkulisse zu liefern, ohne daß sich Melodien wiederholen. Das Repertoire ist international und umfaßt Unterhaltungsmusik aus aller Welt.

  • Anmerkung : Und nicht vergessen, die GEMA ist immer mit dabei - mit ihren Entgelten !

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Dr. Rolf Robel 70 Jahre alt

"Eine Portion Beharrlichkeit und viel Optimismus haben mir im Leben immer gut weitergeholfen", meint Dr. Rudolf, ehemaliger Leiter der Magnetophonband-Fabrik der BADISCHEN ANILIN- & SODA-FABRIK AG.

Rudolf RobI ist am 2. Februar 1962 70 Jahre alt geworden. Er wurde im oberschlesischen Haatsch geboren, besuchte in Ratibor das Realgymnasium und studierte an der Breslauer Universität Chemie. Nach seiner Promotion zum Dr. phil. im Jahre 1919 war er sieben Jahre lang Assistent am Chemischen Institut der Universität Breslau. 1927 kam RobI nach Ludwigshafen zur BASF. Er arbeitete zunächst auf den Gebieten Photo- und Biochemie, dann an der Entwicklung von Küpen- und Acetatseide-Farbstoffen.

1942 holte ihn Dr. Pflaumer, der damalige Leiter der Farbabteilung, in die Arbeitsgruppe Magnettonband. Zu Jener Zeit war Dr. Matthias für die Tonbandfabrikation verantwortlich; er hatte die ersten 50.000m Tonband auf Acetylzellulose-Basis für die Berliner Rundfunkausstellung hergestellt. Robl griff eine Idee Dr. Pflaumers auf, Polyvinylchlorid statt Acetylzellulose als Basis für Tonbänder zu verwenden, und zwar die in Ludwigshafen neu entwickelte LUVITHERM-Folie. Er stellte im Laboratorium durch Aufbringen der magnetischen Schicht auf die Folie nach dem Gießverfahren das neue Band „LG" her.

Die Weiterentwicklung dieses Typs „LG", das 1950 herausgebrachte MAGNETOPHONBAND BASF. LGH, war das erste deutsche Band speziell für Heimtongeräte. Durch die Verwendung nadelförmiger Eisenoxydteilchen als Magnetpulver gelang es Robl, die elektroakustischen Eigenschaften zu verbessern. Im Jahre 1953 wurde dann mit der Produktion des bekannten Typs LGS begonnen. Von 1945 bis zu seiner Pensionierung am 1. Januar 1957 war RobI Betriebsleiter der Tonbandfabrik. Während dieser Zeit wurde dort das Langspielband entwickelt - das erste der Welt. Andere Bandarten folgten. Das Angebot preiswerter Heimtongeräte auf dem Markt brachte einen weiteren Aufschwung auf dem Tonbandgebiet. Der Bau einer neuen, modernen Tonbandfabrik in Ludwigshafen war erforderlich. Unter der Leitung von Robl wurde sie 1956 in Betrieb genommen.
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Presse-Auslese auf Tonband

Das Rationalisierungs-Kuratorium der deutschen Wirtschaft berichtet über die Möglichkeit einer schnellen Auswertung und Weitergabe des Presse- und Informationsmaterials an Chefs und Abteilungsleiter in Betrieben: Der Presse-Referent liest die Zeitungen, kreuzt aber die entsprechenden Stellen nicht mehr an, sondern spricht einen von ihm formulierten Text gleich auf Band. Bei der Chef- oder Abteilungsleiterbesprechung wird das Band vor allen Teilnehmern abgespielt.

Ballett-Proben mit Magnetophonband BASF

(Herr Prof. Dr. Sievers von der Niedersächsischen Hochschule für Musik und Theater in Hannover stellte uns freundlicherweise diesen Bericht zur Verfügung.)

Die von der bekannten Ballettmeisterin Prof. Yvonne Georgi geleitete Tanzabteilung unserer Hochschule erhielt kürzlich ein Tonbandgerät, da bei den solistischen Probearbeiten, die in jedem Fall höchste Verfeinerung der tänzerischen Bewegung verlangen, nicht immer ein Klavierspieler für die rhythmisch-musikalische Begleitung erreichbar ist. Jetzt wird die Musik auf Tonband aufgenommen und steht jederzeit und beliebig oft zur Verfügung.

Der enorme Vorteil liegt auf der Hand: Die auf Tonband eingespielte Musik ist in ihren Rhythmen und Zeitmaßen stets konstant und keinen Zufälligkeiten mehr unterworfen. Wird vor größeren Balletteinstudierungen die Musik vom Orchester auf das volldynamische MAGNETOPHONBAND BASF gespielt, so gewöhnen sich die Ohren der Mitwirkenden bereits während der Proben im Ballettsaal an den originalen Klang, wie er später bei der Aufführung im Theater zu hören sein wird. So spart das Tonband hohe Kosten, denn es reduziert die sonst notwendigen Gesamtproben mit Orchester auf ein Mindestmaß.

Wo ein Vierspurgerät zur Verfügung steht, können auf der noch freien Unterspur zusätzlich zur Musik noch rhythmische Akzente und Kommandos gelegt werden. Das erleichtert die Ballettarbeit vor allem im Anfangsstadium. Die aufgesprochenen Hilfen sind jederzeit wieder abschaltbar, ohne daß sie dabei gelöscht werden.

Wie macht man gute Tonaufnahmen? *)

Die Bandgeschwindigkeiten

Für eine gute Tonaufnahme, besonders von Musik, muß die Geschwindigkeit des Tonbandes möglichst konstant sein. Schon Schwankungen von nur 1% sind hörbar, am unangenehmsten bei Klavier und Orgel. Ob ein Tonbandgerät gleichmäßig läuft, hängt praktisch nur von seiner Mechanik ab. Nur sehr selten können Längsschwingungen dünner Bänder zu Vibrationen des Bandlaufs führen, die ebenfalls die Tonqualität spürbar mindern. Verschmutzte Andruckfilze oder Höhenführungen sind oft die Ursache solcher Störungen.

Allerdings werden durch besondere mechanische Vorrichtungen im Tonbandgerät, zum Beispiel Schwungmassen, geregelten Bandzug und genaue Kalibrierung der Bandantriebswelle die Tonhöhenschwankungen so gering gehalten, daß man sie nicht mehr wahrnehmen kann.

*) Unter diesem Titel werden wir in dieser und den folgenden Nummern der „BASF-Mitteilungen für alle Tonbandfreunde" praktische und technische Betrachtungen, die für eine gute Tonaufnahme wichtig sind, veröffentlichen.

  • Anmerkung : Damit hatte dieses kostenlose Heftchen natürlich den gerade angefangenen Tonband-Zeitschriften die finanzielle Grundlage entzogen.

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Weiteres zu den Bandgeschwindigkeiten

Die Bandgeschwindigkeiten selbst sind genormt, damit man beispielsweise Bänder ohne Veränderung der auf ihnen aufgezeichneten Frequenzen austauschen kann.

Die Qualität einer Tonaufnahme, also die Dynamik und der Frequenzumfang, hängen von der Bandgeschwindigkeit ab. Je größer Spurbreite und Bandgeschwindigkeit sind, um so besser die Aufnahme. Die höhere Bandgeschwindigkeit verringert (verbessert !) die Aufzeichnungsdichte in der Längsrichtung des Tonbandes, so daß ein weiterer Frequenzbereich nach oben ohne übersteigerte Entzerrungsmaßnahmen wiedergegeben werden kann.

Für Amateure wurden die Geschwindigkeiten 19, 8,5 und 4,75 cm/sec genormt. Die meisten Besitzer von Heimtongeräten benutzen die Bandgeschwindigkeit 9,5cm/sec bei Halbspuraufzeichnung, denn sie ist ein günstiger Kompromiß zwischen Wirtschaftlichkeit (Verbrauch an Tonband) und erreichbarer technischer Qualität.

Das vorstehende Bild zeigt die Wellenlängen, die sich auf einem Bandstück bei der Aufzeichnung einer bestimmten
Frequenz unter Benutzung verschiedener Geschwindigkeiten ergeben. Man sieht daraus, daß die Wellenlängen der Aufzeichnung immer kürzer werden, je geringer die Bandgeschwindigkeit wird.

Dadurch werden infolge der sogenannten Bandflußdämpfung immer stärkere Korrekturen (Entzerrungen) nötig, um einen geradlinigen Frequenzgang zu erzielen. Man sieht aber auch, daß bei kleineren Geschwindigkeiten das Schneiden eines bespielten Tonbandes immer schwieriger wird.
Man wird auch dann eine höhere Bandgeschwindigkeit wählen, wenn von den Aufnahmen ohnehin nur Ausschnittkopien in das Archiv gelangen, da ja das ursprüngliche Band wieder gelöscht wird und für eine weitere Aufzeichnung verwendet werden kann. Die Kopierverluste, die sich beim überspielen von der höheren zur niederen Bandgeschwindigkeit am Frequenzbereich und an der Dynamik ergeben, fallen dann kaum noch ins Gewicht.

Vie d'une Fleur

Josef Sirowy, der bekannte Wiener Komponist, der mit
seinen über 300 Werken heute als Repräsentant gehobener Unterhaltungsmusik gilt, erzählte uns zu seinem 60. Geburtstag, daß ihm MAGNETOPHONBAND BASF seit Jahren bei seiner Arbeit hilft. Es hält die musikalische Grundidee vom Klavier fest, die danach gründlich überarbeitet wird.

So entstanden die Weltschlager „Ich möcht' gern Dein Herzklopfen hör'n" und zahlreiche andere Kompositionen. Auch bei dem erst kürzlich veröffentlichten Werk des liebenswürdigen Interpreten Wiener musikalischen Charmes, der Ballettmusik „Vie d'une Fleur", war MAGNETOPHONBAND BASF der erste Zuhörer.

Tonbandfreunde fragen - Bandello antwortet

Wie verlängere ich mein Mikrofonkabel?

Bei fast alten im Handel für Heimtongeräte erhältlichen Mikrofonen können die Kabel bis auf etwa 200m verlängert werden, indem man einen Schnurübertrager und notfalls ein weiteres Verlängerungskabel zwischen Gerät und Mikrofon schaltet.

In vielen Fällen dürfte es genügen, wenn Sie Ihr Mikrofonkabel nur an den Schnurübertrager anstecken, der meist bereits ein Verlängerungskabel von einigen Metern hat. Diese Länge - zusammen mit der Länge Ihres Mikrofonkabels - reicht fast immer aus. Sollte das aber einmal nicht genügen, dann kann zwischen Mikrofon und Schnurübertrager ein weiteres Verlängerungskabel bis zu einer Länge von etwa 200 m geschaltet werden.

Wie arbeite ich richtig mit der Klebepresse?

Ehe Sie zu kleben beginnen, sollten Sie die Schnittkante des weißen Klebebandes glattschneiden. Dann - also bevor Sie das Klebeband auf die Schnittstelle des Tonbandes aufbringen - sollte der mittlere Hebel der Klebepresse in der vorgesehenen Aussparung bis zum Anschlag zurück gedrückt werden. Erst jetzt ziehen Sie etwas mehr Klebeband von der straff gewickelten Rolle ab und achten beim Aufbringen auf die Klebestelle darauf, daß seine saubere Schnittkante am hinteren Rand der Führungsschiene genau anliegt. Nun sollten Sie das Klebeband mit dem Fingernagel noch so lange glattstreichen, bis das milchige Aussehen verschwindet, dann können Sie den mittleren Hebel herunterschlagen, auf die Schnittstelle pressen und das Klebeband schräg nach oben - entlang der scharfen Kante des mittleren Hebels - abreißen.
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