Die sogenannte Travan Kassette ist wie die mini DC Kassette auch eine Entwicklung von der 3M Tape Division (später Imation). Travan ist lediglich der geschützte Produktname zum Verwirren der Kunden und zum Blockieren des Wettbewerbs wie Sony und Iomega zum Beispiel. Ein Vergleich mit dem Namen Plexiglas (als Produckt von Röhm Darmstadt) und Acrylglas (die korrekte technische Bezeichnung) bietet sich hier an.
Die Travan Laufwerke (lizenzpflichtig) kamen lange Zeit hauptsächlich von HP, denn die hatten irgendwann die kleine Firma Colorado übernommen, eher wegen der ausgereiften Software als wegen der überholten QIC und Travan Kassetten Technik. Und die hatten zuletzt die Fahne hoch gehalten.
Die Travan Technik sollte die verbesserte QIC Technik mit jetzt 8mm Band werden und ADR (6,35mm) und DDS/DAT (4mm) und eventuell der CC Data mit 3,8mm Konkurrenz machen, das hatte sie aber nur im Billigsegment eine Zeit lang geschafft.
Hierbei war das Laufwerk genau so "primitiv" wie die Kassette. Und die Kassetten waren richtig teuer (der Obulus an 3M wie bei DLT an Quantum ???), es war kaum nachzuvollziehen. Und irgendwo bei 40 Gigabyte netto in den TR7 Laufwerken war dann auch Schluß.
Und dann gab es mehrere verschiedene Travan Kassetten mit verschiedenen Abmessungen. Also Travan ist lange nicht Travan. Und irgendwann hat keiner mehr durchgeblickt, welche Kassette in welches Laufwerk paßte und was zu wem kompatibel war.
Damit war das Produkt eigentlich schon tot. Dazu muß man wissen, daß mini DC, Iomega Ditto und Travan damals die ersten vorformattierten Bänder waren, die man nicht so einfach mal bespielen bzw. beschreiben konnte. Das Formattieren dauerte ganz schön lange.