Wie bei vielen Daten-Kassetten wurden wieder viele Ideen gemixt. Das robuste Gehäuse besteht aus einer stabilen ALU Platte und das Plastik-Oberteil hat eine stabile Lamellenstruktur. Das klingt gut, ist auch gut, aber es kostet Platz.
Der Antrieb erfolgt wie bei der QIC Kassette mit einem Zug-Band rund um die beiden Bandwickel. Das ist genau das (ältere) Konzept der QIC Kassette und hat bei der Präzision einige Nachteile. Die Röllchen für dieses Zugband sind selbstzentrierend.
Das Magnetband wird dazu im Kopfbereich um feststehende Metallbolzen geführt und der Magnet-Kopf guckt durch ein Kläppchen von außen in das Gehäuse rein. Ab einer gewissen Anzahl von Spuren ist diese Technik mit der Genauigkeit überfordert.
Die ADR Kassette wird von vorne gerade in ein 5 1/4" Laufwerk hineingeschoben, eine Loaderfunktion war sicher nicht vorgesehen. Im Vergleich, die QIC Kassette wird quer in ein Laufwerk geschoben und muß dann noch verriegelt werden, das entfällt hier.
Die beiden Magnetband Spulen werden durch zwei vorgespannte Federbleche nach unten gedrückt, die einfache (russische) Methode.
Hier rechts die feststehenden Umlenkbolzen, so kann das nicht lange gutgehen, Rollen oder Walzen wären besser gewesen.