Die mechanische Technik der DLT Kassetten im direkten Vergleich, also die Highlights :
Der eigentliche 12,65mm breite Bandwickel wohnt auf einer eigenen Spule innerhalb der DLT Kassette, die sogar oben mit einem Kugellager gelagert ist und unten mit einem großen Zackenkranz auf der Achse des DLT Servomotors aufsitzt. Diese Achse (bzw. der ganze Motor) wird mit den 2 Kugellagern präzise geführt.
Das Magnet-Band ist mit der Magnetschicht nach innen auf dem Wickel aufgespult. Die Magnetschicht berührt so keine feststehenden Teile wie Umlenkbolzen in oder an der Kassette, sondern wird gleich über sechs große ebenfalls doppelt kugelgelagerte Umlenkrollen am Magnetkopf vorbei gezogen und dort auf einer gleichartigen großen Plastikspule aufgewickelt. Diese (Aufwickel-) Spule ist mit der doppelt kugegelgelagerten Motorachse des DLT Aufwickelmotors fest verbunden.
Rechts die geöffnete DLT Kassette: oberes Bild Kassette von unten gesehen, unteres Bild Kassette von oben gesehen. Zum Vergrößern einfach auf die Bilder klicken.
Diese Konzept verspricht alleine von der Konstruktion her eine wesentlich längere Lebensdauer der Mediums Band, egal wie glatt dessen Oberfläche auch sein mag. Der einzige Berührungspunkt der Magnetschicht mit "etwas Fremden" ist der DLT-Kopf mit seinen 3 etwas erhöhten Stegen. Bilder über den DLT-Kopf und die Oberfläche des Kopfes gibt es hier im useddlt Web genügend.
Beachtenswert ist die nahezu optimale Ausnutzung des verfügbaren Raumes des Gehäuses als solches. Das hatte bis 1984 und lange danach Seltenheitswert. Allein die ADR Onstream Kassette spricht Bände über die konstruktive Verschwendung von Platz.