... dann stimmen die Gleichlaufwerte nicht mehr. Das könne doch nicht sein, war mein Einwand, da sind doch sogar 3 Motoren und eine saubere präzise mechanische Bandführung in den Higend-Laufwerken von Studer und Nakamichi.
Letztendlich hat es doch einen nicht unerheblichen Einfluß auf die Gleichlauf-Qualitäten gehabt. Die japanischen Kassetten hatten nämlich diese Probleme nicht, die hatten 2 absolut identische Halbschalen. Im Gegenzug war das Einlegen der (Toh-) Bandwickel erheblich difiziler und damit aufwendiger von der Montagezeit.
Um diesem Phänomen qualifiziert auf den Grund zu gehen, wurde bei AGFA bereits ganz früh eine Revox A77 für die 3,8mm Rohbandwickel umgebaut und sogar bei Studer vorgeführt. Es war die erste A77, die mit 4,78 cm/s lief. Die Aufnahme- und Wiedergabeverstärker und Köpfe wurden ebenfalls modifiziert und damit wurde dann im AGFA Labor das Rohband ausgemessen.
Verblüffend war damals die Erkenntnis, das (Roh-) Band war um Einiges besser als aus einer CC-Kassette heraus. Kein CC-Kassettenlaufwerk erreichte diese technischen Daten wie sie auf der Revox gemessen wurden und damit nachweisbar waren.
Mit diesen auf der Revox "Open Reel" Maschine gemessenen Daten wurden dann auch die publizierten CC-Spezifikationen gefüttert. Selbst auf einem CC-Studiorecorder wurde die dann später selten erreicht.