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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Die 1/4" Elcaset Edelkassette von Sony aus 1976

es sieht aus wie ein Kassettengerät
doch die CC Kassette ist viel kleiner

Sony hatte sich bereits als Audio/Video Innovations- motor und Hifi- Edelschmiede einen sehr guten Namen gemacht. Bei den Bandmaschinen war Sony wirklich Spitze und im gesamten fernöstlichen Edel- Hifi- Bereich war Sony ganz ganz oben. Nur wenige japanische (Nichen-) Firmen wie z.b. Accuphase (und vielleicht noch Nakamichi) konnten dieses hohe Niveau noch steigern, kamen aber nie auch nur annähernd an das gewaltige breite Sony Produktspektrum und an das weltweite Verkaufs-Volumen ran.

 

Und für Sony war die Philips CC (aus 1963) anscheinend nicht "verbesserungswürdig". Also nahm man ein Vergrößerungsglas und baute die Elcaset und den Elcaset Recorder einfach ein paar Nummern größer, sonst fast baugleich oder ähnlich.

 

Das ganz normale 1/4" Magnetband lief jetzt doppelt so schnell mit 9,5 cm/s und das ergab dann schon diese erstaunlich gute Hifi-Qualität.

 

Wenn wir eine Kassette zerlegen können (dürfen), kommen weitere Fotos aus dem Innenleben dieser Konstruktion.

Nov 2009 - Wir dürfen sie zerlegen:

Der Leser dieser Seiten und Liebhaber der Elcaset- Technik T. P. aus M. hat uns zwei dieser Kassetten geschenkt. Eine davon ist sogar noch original zu, denn bei Sony tritt das Revox Bandproblem auch auf. Die Magnetschicht löst sich im Betrieb (inzwischen) von der Trägerfolie ab und das ist dann das zeitliche Ende des Bandes an sich. Mehr darüber (den SuperGau) gibts hier und auch weiter unten.

Die Kassette ist verschraubt, so können wir (mit enormem Kraftaufwand) die 5 Schrauben rausdrehen und reinschauen. Jede Spule hat nur auf einer Seite eine durchsichtige Begrenzungswand.



Zwei große Umlenkrollen scheinen das Band schonend um den Knick zu leiten.



Doch gefehlt, weiter innen sind zwei dünne starre Kunststoffumlenkbolzen fest im Gehäuse integriert und so wird das Band doch recht unsanft um die Rundung gezerrt. Das war und ist nicht mehr zeitgemäß und es rächt sich. Denn die Magnetschicht löst sich (nach 30 Jahren) teilweise vom Träger ab und fliegt lose im Gehäuse rum.



Beide Spulen werden beim Transport durch eine Kralle im Zahnkranz gegen Verdrehen gesperrt. Man erkennt weiterhin eine starke Verrippung, die der Kassette eine sehr hohe Stabilität verleiht.





Die eine Seite des Bandes wird von der Spule geführt, die andere Seite gleitet auf einer speziellen Rutschfolie. So ist das Elcaset System eigentlich für die Ewigkeit gebaut.

Auch die SONY eigenen Elcaset Bänder lösen sich auf oder ab

Um das Problem der Alterung kommt auch Sony nicht herum. Man konnte es damals (1976) eben nicht testen, denn Alterungstests werden im künstlich temperierten Ofen vorgenommen und Magnetbänder vertragen auf Dauer keine hohen Temperaturen.

Was bei den alten Revox / Scotch Bändern
eher als Staub an den Köpfen verklumpte und kleben blieb, reißt hier in ganzen Magnetschicht-Bahnen von der (transparenten) Trägerschicht ab. Und damit ist das Band insgesamt hin, man kann es nicht mal mehr retten.

So ist dieses linke Band LC-60 noch funkelnagelneu eingeschweißt
und dennoch bereits unbrauchbar, einfach zu alt. Unser Spender hat es ausprobiert und bereits nach dem ersten Durchlauf mit der abgelösten Schicht gekämpft. Schade auch für Sony. Es gibt aber immer noch Bandmaterial in Elcaset Kassetten, das immer noch funktioniert. Wir stellen gerne den Kontakt her.
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Hier noch ein Blick auf die Mechanik der Kassetten

Auf der zweiten Skizze ist natürlich eine besonders kleine "japanische" Hand zu sehen, denn so groß sind die Kassetten nun doch wieder nicht.


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