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Das Magnetband ist dünn und flexibel.

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So soll es ja auch sein, denn es muß am DLT-Kopf sauber und plan anliegen, damit die magnetischen Informationen vom Magnetkopf auf das Band rauf und auch wieder runter können.

 

Doch wir wollen auf das sich bewegende bzw. laufende (z.B. 12,65mm) Band 600 (oder mehr) Spuren nebeneinander schreiben. Wie das die zweite DLT Generation mit etwas über 200 Spuren gemacht hatte, steht hier. Jetzt wird nur noch der DLT Kopf rauf und runter gefahren, nicht mehr gedreht. Damit darf das Band also nicht mehr viel "wandern". Das ist das Schlüsselwort für die mechanische Präzision. Und das ist in keiner Weise mehr mit den alten 1/4 Zoll Tonbandgeräten von vor 40 Jahren zu vergleichen.

 

Wenn es dennoch "wandert", so sieht man das an den Verwerfungen wie auf dem Bild rechts. Man sieht ganz deutlich, hier ist das Band zu tief "gewandert".

Die Umlenkrollen sind bzw. die Bandführung ist das Maß der Dinge.

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Hier auf diesem Foto sieht man, wie genau die DLT (oder LTO) Umlenkrolle das 12,65mm breite Band führen sollte. Hatte man anfänglich solche Führungsrollen noch auf 12,700mm Breite ausgelegt, so sind die 0,05mm Toleranz inzwischen zu viel, also zu ungenau.

 

Wenn Sie das Bild (durch Klick) vergrößern, dann sehen Sie die beiden Rillen oben und unten. Dies sind jetzt schon Umlenkrollen der zweiten Generation.

 

Das Magnetband liegt also an der "Walze" in der Mitte der Umlenkrolle voll auf und wird oben und unten so präzise wie möglich geführt.

 

Doch auch diese Präzision hat ihre Grenzen und das Band kann immer noch wandern. Jetzt zwar weniger als bei den Rollen ohne diese Nut, aber immerhin.

 

Damit kämpfen die modernen S-DLT und LTO Laufwerke. Die mechanische Präzision ist bis an die Grenze "ausgelutscht. Dichter (im Sinne von nebeneinander) geht es jetzt eigentlich nicht mehr.

Der Vergleich mit Nut und ohne Nut.

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In dem Bild rechts ist zwar schon die Rolle mit Nut detailiert abgebildet, aber erst die beiden Grafiken zeigen den Vergleich der Bandkanten (das Band ist hellbraun dargestellt) mit und ohne Nut. Auch mit dem "spitzesten" Drehstahl oder Stichel läßt sich keine richtig "eckige" Ecke drehen oder fräsen oder einfach nur erzeugen. Am Ende ist diese "Ecke" immer noch (ein Bißchen) rund.

 

Wenn das Band dann rauf oder runter wandert, rollt es diese Rundung rauf (oder runter) und wird am Rand gedehnt, zwar erst mal nur wenig, im wiederholten Falle mehr. Irgendwann ist das Band an den Rändern wellig und diese Spuren sind hin, einfach nicht mehr zu beschreiben. Ein solchermaßen gewelltes Band wickelt auch nicht mehr sauber auf der Spule auf.

 

Doch eigentlich war die gesamte Fläche (also die Breite) des Bandes für die Datenmenge einkalkuliert. Und gerade am Anfang, also den untersten Spuren, treten somit gehäuft Fehler auf. Das Band scheint hin zu sein. Man sieht ja nichts, es ist alles im Laufwerk drinnen. Wir haben aber in Kürze kleine Filme, wie ein gewelltes Band aussieht.

 

Bitte Geduld.

 

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