Es gab natürlich nicht nur "Murks" bei den Kassetten. Die Lizenz- Spezifikation hatte anscheinend nichts darüber ausgesagt, wie die Konstrukteure das Innenleben im feinsten Detail zu realisieren hatten. Über die Vor- und Nachteile von feststehenden Umlenkbolzen haben wir uns schon öfter ausgelassen.
Hier eine 3M Scotch Kassette, die durchaus das Zeug hätte, in den Olymp der Edelkassetten aufzusteigen. Hier sind alle Umlenkrollen aus hartem PVC und stecken auf polierten Achsen. Das geht natürlich alles wie Butter, also es "rollt" extrem leicht. Auch sind da die Biegeradien deutlich größer als im Billigsegment und das ist gut fürs Band.
Wie man aber bei der offene Kassette auch als Laie leicht erkennen kann, die Raumaufteilung ist nicht besonders geschickt gemacht. Es ist einges an kostbarem Platz "verschenkt". Das hatte Sony bei den U-matic Kasstten geschickter gelöst. Dort sind wegen der optimalen Platzausnutzung die beiden Spulen überlappend angeordnet, es können ja sowieso nie beide zugleich voll sein.
Auf diesen Bildern hier rechts haben Sie einen Einblick in eine Scotch Kassette, andere Kassetten sehen da anders aus. Allen gemeinsam schein die "gewöhnugsbedürftige" Montage mit sogenannten "Schlagschrauben" zu sein. Die bekommen Sie nur einmal raus, nämlich das letzte Mal. Auch das hätte man sicher besser machen können und ohne großen Mehraufwand.