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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Mit Gewalt gegen die Konkurrenz nachgelegt. (ca. 1983)

Als Sony mit der Video 8 Kassette auf den Markt kam, merkten die VHS Väter schon, daß ihre erfolgreiche VHS Kassette viel zu groß war für mobiles Filmen. Also mußte ein kleiner Ableger her und zwar schnell.

 

Daß dabei auch nur wieder an die damaligen Camcorder gedacht wurde, ist schade. Die Technik ist genauso primitiv wie die der VHS Kassetten. Teilweise wurde sogar konstruktiv geschludert.

 

Das sensible Magnetband wird im "Transportzustand" nicht wie bei der Video 8 Kassette von beiden Seiten geschützt, nein, nur von vorn und auch nicht an den Seiten. Das ist Knorz.

 

Eine edle VHS-C Kassette

Es gab natürlich nicht nur "Murks" bei den Kassetten. Die Lizenz- Spezifikation hatte anscheinend nichts darüber ausgesagt, wie die Konstrukteure das Innenleben im feinsten Detail zu realisieren hatten. Über die Vor- und Nachteile von feststehenden Umlenkbolzen haben wir uns schon öfter ausgelassen.

 

Hier eine 3M Scotch Kassette, die durchaus das Zeug hätte, in den Olymp der Edelkassetten aufzusteigen. Hier sind alle Umlenkrollen aus hartem PVC und stecken auf polierten Achsen. Das geht natürlich alles wie Butter, also es "rollt" extrem leicht. Auch sind da die Biegeradien deutlich größer als im Billigsegment und das ist gut fürs Band.

 

Wie man aber bei der offene Kassette auch als Laie leicht erkennen kann, die Raumaufteilung ist nicht besonders geschickt gemacht. Es ist einges an kostbarem Platz "verschenkt". Das hatte Sony bei den U-matic Kasstten geschickter gelöst. Dort sind wegen der optimalen Platzausnutzung die beiden Spulen überlappend angeordnet, es können ja sowieso nie beide zugleich voll sein.

 

 

Auf diesen Bildern hier rechts haben Sie einen Einblick in eine Scotch Kassette, andere Kassetten sehen da anders aus. Allen gemeinsam schein die "gewöhnugsbedürftige" Montage mit sogenannten "Schlagschrauben" zu sein. Die bekommen Sie nur einmal raus, nämlich das letzte Mal. Auch das hätte man sicher besser machen können und ohne großen Mehraufwand.

 

Hier mehr Details (am Beispiel einer SVHS-C),

wie man die Kassette kleiner bekommen hatte und woran gespart wurde.

 

 

Diese VHS-C Kassette hat ganz entscheidende Macken, sodaß es hier ein Mißerfolg vorprogrammiert war. Es war zwar das gleiche Band und das gleiche Aufzeichnungsformat, jedoch alles andere war gebastelt.

 

Wieder waren nur Umlenkbolzen eingebaut, obwohl Platz genug war. Und das Band war nur sehr mäßig gegen Beschädigung geschützt.

Ein Vergleich VHS-C und Video8

Sony muß gejubelt haben, als sie gesehen hatten, womit die VHS Väter gegen das aufkommende Video 8 Format ankämpfen wollten.

 

Die Kassette war einfach immer noch zu groß (doppelt so hoch).

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