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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Es gab viele Versuche, mit neuen Techniken und Produkten auf den Markt zu kommen.

Doch selbst die damals großen Firmen wie Grundig, Philips, Sony und andere hatten nicht immer Erfolg. So wurden das VCR System von 1971 und das Video 2000 System von 1978 wegen mäßigen Erfolges (viele technische Probleme) und diverser internationaler Fehlenscheidungen so um 1986 wieder eingestellt. Man hatte einfach den amerikanischen NTSC Markt ignoriert oder übersehen. Auch Sony war ebenfalls im Consumer Bereich mit dem UR- U-matic Recorder und dem Betamax System dem (deutlich schlechteren) VHS unterlegen und kam erst später mit den Video 8 Camcordern wieder auf die Beine.

 

Es gab auch totale Flops, deren Produkte nur ganz kurz aufflackerten und dann extrem schnell wieder verschwanden.

 

Eines dieser Produkte war der Funai Recorder mit 1/4" Magnetbandkassetten ähnlich der Video 8 Kassette, nur flacher. Hier hat die billige Mechanik die Kunden verärgert und die Werkstätten zur Weißglut verärgert.

 

Dann gab es ab 1985 auch das Bosch FESE Lineplex / Quartercam System mit der Lineplex Kassette, ebenfalls auf 6,25mm (= 1/4") Band basierend. Hier war eine phantastische edle Broadcast Qualität angestrebt, jedoch das Ergebnis einer excellenten deutschen Mechanik mit professioneller Elektronik konnte nicht überzeugen. Dazu waren die Geräte mit allen Finessen der professionellen Fernsehleute ausgestattet. Doch erstens haben diese Geräte nie!! zuverlässig funktioniert und gerade zu dieser Zeit waren die Japaner mit Konkurrenzmodellen auf 1/2" Basis mit teilweise digitalen Funktionen bereits am Markt und zerstörten gnadenlos das professionelle (hohe) deutsche Preisgefüge und die Fese mußte sich letztendlich geschlagen geben. Sie hatte vielleicht das mit Abstand bessere Produkt, geholfen hatte es nichts.

 

Heute (in 2007) hat der Autor durch die vielen Zeitzeugenbefragungen herausgefunden, daß der Flop mit der Lineplex/Quartercam Produktlinie nicht nur einer der Sargnägel der Fese war, sondern der Sargdeckel. Die Buschtromel vermutet bzw. spricht von einem Verlust von über 90 Millionen Mark Entwicklungskosten und das war dann auch für Bosch als Konzernmutter zu viel.

 

 

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