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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Es war 1965 und der Beginn eines Booms- und es gab nur 2 renomierte Spezialisten für Magnettonköpfe, Bogen und Woelke.

Der jetzt blaue Bogen Magnetkopf-Katalog von 1965



Es gab natürlich Informationen,
daß hier in West-Europa sowohl Telefunken (vormals AEG) und Willi Studer eigene Magnetköpfe gefertigt hatten. Natürlich Max Grundig als der stückzahlmäßig mit weitem Abstand größte Hersteller (der Welt) von Bandgeräten hatte nach ganz kurzer Zeit (vermutlich ab 1957/58) eine eigene Entwicklung und Fertigung aufgebaut.

Grundig spielte zu dieser Zeit (also 1965) aber nur noch in der unteren und mittleren Qualitätskategorie mit. Sicher haben auch Tandberg und einige Engländer ihre eigenen Köpfe gefertigt. Auch hinter dem eisernen Vorhang wurden Magnetköpfe in freier "Lizenz" (also geklaut) gefertigt. Darüber gibt es noch nicht viel nachzulesen, aber wir sind dran.

Das Inhaltsverzeichnis dieser Broschüre :

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  • BOGEN Miniaturmagnetköpfe mit Einkammerwicklung und teillamelliertem Kern
  • BOGEN Miniaturmagnetköpfe mit Einkammerwicklung, feinlamelliert
  • BOGEN Miniaturmagnetköpfe Schmalspurausführungen für Diktatgeräte sowie Miniatur-Pilottonköpfe
  • BOGEN Miniaturmagnetköpfe mit 2-Kammerwicklung für 16 mm Schmalfilm-Randspur
  • BOGEN Professionelle Magnetköpfe
  • BOGEN Universalmagnetköpfe
  • BOGEN Universalmagnetköpfe für professionelle Zwecke, für 8 mm Schmalfilm-Randspur sowie Spezialmagnetköpfe

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Die Fertigungsstätte der BOGEN - Magnetköpfe im West - Berliner Bezirk Zehlendorf. Ein im Bilde nicht sichtbarer Erweiterungsbau wurde Anfang 1965 fertig­gestellt. Die nutzbare Gebäudefläche beträgt zur Zeit 2600 qm.

Einführung :

Dieser Katalog soll dem Fachmann Aufschluss über den hohen Stand der Fertigungstechnik geben, den die Firma WOLFGANG BOGEN GmbH auf dem Gebiet der Magnetköpfe erreicht hat.

Die angegebenen Daten und die Vielzahl der Magnetkopftypen sprechen für sich selbst. Hohe Präzision und wirtschaftliche Fertigung haben BOGEN-Magnetköpfe weltweit zum Begriff gemacht.

Einige ältere Magnetkopftypen sind in diesem Katalog nicht mehr vermerkt. Diese Typen werden jedoch weiterhin auftragsweise gefertigt.

Die BOGEN-Miniaturmagnetköpfe (1)

in teillamellierter Ausführung und mit angesetztem Löschsystem sind zunächst für 1/4 "-Magnetband, Halbspur lieferbar. Der kombinierte AW-Kopf hat einen teillamellierten Magnetkern und trotzdem einen rela­tiv guten Frequenzgang. Mit angesetztem Löschsystem ergibt der kombi­nierte AW-Kopf eine Einheit mit dem sehr kleinen Spaltabstand (Aufnahme zu Wiedergabe Spalt) von 4,5 mm, der besonders bei Diktatgeräten wesentlich ist. Die Typen MKt 101 und MKt 104 werden wegen ihres sehr niedrigen Preises vorzugsweise in Ma­gnetbandgeräten der unteren Preisklassen oder in Diktatgeräten verwendet.

Ausführungen :

Frequenzgänge

Frequenzgänge der teillamellierten Miniaturköpte a) 9,5 cm/s, b) 4,75 cm/s mit konstantem NF-Strom aufgesprochen, der wiedergabeseitig den DIN-Bezugspegel von 25 mMax/mm bei 333 Hz und 9,5 cm/s ergibt. Die HF-Vormagnetisierung wurde bei dem 333 Hz-Bezugspegel auf einem wiedergabeseitigen ku­bischen Klirrfaktor (k3) von 3% eingestellt.

Wiedergabe-Frequenzgänge beim Abtasten des c) 9,5 cm/s Bezugsbandes nach DIN 45 513/4 mit 3180+ 120 u.s, d) 4,75 cm/s Bezugsbandes nach DIN 45 513/5 mit 1590+ 120 us.

Klirrfaktor k3 und aufgezeichneter NF-Pegel des Magnetkopfes MKt 101 als Funktion des 1 kHz NF-Aufsprechstromes bei 9,5 cm/s. Der 0dB NF-Strom entspricht dem Bezugspegel-Aufsprechstrom im Frequenzgangdiagramm, bei 3% k3.

Klirrfaktor k3 und aufgezeichneter NF-Pegel als Funktion des 100 kHz HF-Vormagnetisierungsstro­mes des Magnetkopfes MKt 101. Der 0dB HF-Vor­magnetisierungsstrom entspricht der Einstellung im Frequenzgangdiagramm.

Die Löschdämpfung des Löschsystems L 112 in Ab­hängigkeit vom 100 kHz Löschstrom bei 9,5 cm/s und 1 kHz.

Für die Messungen wurde BASF-Magnetband Typ LGS 26 mit der Chargennummer 110.211 verwendet, des­sen Eigenschaften dem Leerteil des DIN-Bezugsbandes 9,5 entsprechen1.

Die BOGEN-Miniaturmagnetköpfe (2)

stellen eine Weiterentwicklung der BOGEN-Universalköpfe in Richtung der Miniaturisierung dar. Trotz der Einkammerwicklung dieses Typs liegt die Brummaufnahme 4 dB unter derjenigen des nicht zusätzlich abgeschirmten Universalkopfes. Weitere Kennzeichen sind : feine Lamellierung, optisch plane Spaltbegrenzungsflächen und alterungsbeständiger Aufbau.

Ausführungen :

Frequenzgänge der teillamellierten Miniaturköpte a) 9,5 cm/s, b) 4,75 cm/s mit konstantem NF-Strom aufgesprochen, der wiedergabeseitig den DIN-Bezugspegel von 25 mMax/mm bei 333 Hz und 9,5 cm/s ergibt. Die HF-Vormagnetisierung wurde bei dem 333 Hz-Bezugspegel auf einem wiedergabeseitigen ku­bischen Klirrfaktor (k3) von 3% eingestellt.

Wiedergabe-Frequenzgänge beim Abtasten des c) 9,5 cm/s Bezugsbandes nach DIN 45 513/4 mit 3180+ 120 u.s, d) 4,75 cm/s Bezugsbandes nach DIN 45 513/5 mit 1590+ 120 us.

Die BOGEN-Miniaturmagnetköpfe (3)

Schmalspurausführungen für Diktatgeräte und Miniatur-Pilottonköpfe. Für rillenförmige Aufzeichnungsträger ist der Magnetkopf MK 403 entwickelt worden. Dieser Kopf hat 0,3 mm Spurbreite und einen abschliffesten Alfenolkern, der etwa 0,5 mm hervorsteht.

Hierzu fertigen wir passende Rillenplatten. Eine Platte mit 100 mm Durch­messer hat 16 Umdrehungen/Minute 2 Minuten Spieldauer. Für glatte Aufzeichnungsträger gibt es den Magnetkopf MK 407, der für Ge­räte mit bewegtem Magnetkopf auf Wunsch mit konvexem Spiegelanschliff versehen werden kann.
Der Miniatur-Pilottonkopf MS 1050 ist entwickelt worden, um auch räumlich beengte Kopfträger auf Pilotton umrüsten zu können.

Ausführungen :

Die BOGEN-Miniaturmagnetköpfe (4)

mit Zweikammerwicklung für 16 mm Schmalfilm-Randspur können aufgrund ihrer gedrängten Bauweise innerhalb einer Tonrolle so an­geordnet werden, dass sie die über die Tonrolle hinausragende Magnetton-Randspur eines 16 mm Schmalfilms abtasten. Geringe Welligkeit des Fre­quenzganges bei tiefen Frequenzen, feine Kernpaketlamellierung und ge­ringste Verluste kennzeichnen diesen Magnetkopftyp.

Der Frequenzgang des Magnetkopfes MK 406 bei 19 cm/s mit konstantem NF-Strom aufgesprochen, der wiedergabeseitig den DIN-Bezugspegel von 32 mMax/mm bei 1 kHz ergibt. Die HF-Vormagnetisierung wurde so bemessen, dass bei 1 kHz ein kubischer Klirrfaktor von 3% entsteht. Hierbei ergibt sich etwa das Magnetband-Empfindlichkeitsmaximum bei 1 kHz.

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