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Zum Auffrischen und Schmunzeln . . .

. . . sind diese Museums-Seiten hier gedacht, denn viele wissen nicht mehr oder noch nicht, wie es damals angefangen hat und wie das wirklich funktioniert mit den Tonband- und den Magnetbandgeräten aus alter Zeit. Viele Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern, auch dieses.

Der Panasonic NV 180 war unser erster Video-Recorder,

denn ohne Aufnahmegerät (also ohne Kamera) brauchten wir auch keinen Recorder. Der NV180 war der erste leichte transportable VHS Recorder in Semi-Profi Ausführung. Und jetzt nach 17 Jahren haben wir ihn zerlegt, aber so, daß wir ihn auch wieder zusammen bekommen.

 

Rechts also das Chassis offen mit der Kopf-Trommel ohne Band. Oben direkt über der Tommel fällt der rechtwinklige Arm auf, der einen kleinen Kohle- oder Graphit- Bolzen auf den Mittelpunkt der Trommel drückt, damit sich die Trommel durch die hohe Umdrehungszahl nicht statisch aufladen kann. Vorne links die diversen senkrechten Umlenkrollen, die das Videoband später um die Trommel "schlingen". Klicken Sie zum Vergrößern einfach auf die Bilder.
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Wir wollen hier nur die Kopf-Trommel betrachten.

Dazu haben wir eine Kopftrommel aus einem nicht mehr reparaturfähigen Recorder auseinander genommen, natürlich nicht die von unserem NV 180.

Der untere Teil der (schrägenstehenden) Trommel (genannt der Stator) ist fest mit dem Chassis verschraubt. Nur der obere Teil mit den Rillen (der Rotor) dreht sich. Man sieht unten am Stator deutlich den eingefrästen Absatz, auf dem das Band waagrecht geführt wird.

Das hier rechts ist der Blick in den feststehenden Teil der Kopf-Trommel, bei der man ganz links in der hellen Aussparung noch die 3 (abgeschnittenen) Leiterbahnen der Folienverbindung sieht.

In einem Präzisions- Kunststoff- rahmen sind 2 Kupferdraht-Spulen eingebettet und in der Mitte oben sieht man das obere Präzisions-Kugellager.
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Alleine die Kugellager sind eine eigene Betrachtung wert

Die Japaner hatten es frühzeitig gelernt, verstanden oder gekonnt, gigantische Stückzahlen besonders kleiner Kugellager mit einer ungeheueren Präzision herzustellen. Das alleine ist schon etwas Besonderes, das konnten "die Anderen" auf dieser Welt nicht.

Stellen Sie mal 100 Millionen Stück (100.000.000) oder mehr davon her, alle in dieser absolut gleichen exzellenten Qualität. Und dann noch zu einem völlig irren (Niedrig-) Preis, daß den deutschen Feinmechanikern (zum Beispiel bei der Fernseh GmbH in Darmstadt) die Tränen in den Augen standen.

Die Trommel dreht mit etwa 1.500 Umdrehungen (oder waren 3.000 U/min) pro Minute. Da darf nichts vibrieren, eiern oder gar schütteln. Jede kleinste Unwucht läßt das Gerät sofort vibrieren und damit brummen oder sonstigen Lärm machen.

Das konnten selbst die Amerikaner eine ganze Zeit lang nicht. Und die Legende oder das Gerücht sagen, daß es dennoch den Amerikanern nicht erlaubt war, für die US-Air-Force oder die US-Marine einen Kreiselkompass mit japanischen "billigst" Kugellagern zu bauen, obwohl die 10 mal genauer waren als die teuersten amerikanischen Lager.

Der Knackpunkt dabei war, daß mit dem billigsten Videorecorder-Lager der irrsinnig teure Kreiselkompass eines Starfighter oder eines Phantom F16 Jets um den Faktor 10 genauer gearbeitet "hätte". Und sie können uns glauben, wir wissen inzwischen auch, wie die damaligen 350.000 bis 500.000 Dollar US Magnetbandgeräte von innen aussehen.
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