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Na endlich, der Teledirigent kommt.

Endlich wird mit Ultraschall drahtlos fernbedient, jedenfalls bald, es ist die Vorankündigung, um "den Anderen" wieder mal auf die Sprünge zu helfen. Jetzt könnte man endlich zappen, obwohl damals noch keiner wußte, was das ist.

Beworben wird auch das servicefreundliche Klappchasssis. Vermutlich war das die Rettung, denn um die Qualität bzw. die Farbstabilität ware es nicht so besonders bestellt.

Die Buschtrommel erzählt, daß bei zunehmdender Erwärmung die Farben weggelaufen waren. Es war eben ein Zauberspiegel und da hatte auch PAL nichts geholfen.

Vor allem, es gab wieder neue Typen und die Händler konnten selbst zusehen, wie sie die alten Gurken (nach 6 Monaten) an den Mann oder die Frau brachten. Laut diverser Berichte war die Freude darüber extrem einseitig. Und es gab nur noch 2 Farbfernseh-Musiktruhen.

Die 13 Farbfernsehgeräte hatten immer noch bis zu 10 Röhren aber schon bis zu 37 Transistoren und allesamt 3 ICs. 12 Schwarz/Weiß Geräte füllten die nächsten Seiten, es muß da immer noch Nachfrage bestanden haben. Darin wurden bis zu 7 Röhren und 2 ICs verbaut.

Es leuchten die Sterne samt Sternchen

Auch hier wieder eine ganze Seite mit Stars aus dem Fernsehen. Das Fernsehen in Farbe dominitert alle Verkaufsargumente und diesmal waren es Ruth-Maria Kubitschek, France Gall, Rita Pavone, Manolito, Heintje und Peter Alexander und am Ende Richard Anthony. Da hätte ich doch fast Blacky Fuchsberger vergessen.

Auch der BK 100 Spulenrecorder ist immer noch vertreten, der Flop scheint sich aber schon rumgesprochen zu haben. Das Einfädeln des Bandes ist genauso mühsam wie das Auflegen der Schallplatten damals. Das Handling der Kassette hatte ja den Philips CC Recorder hoffähig gemacht, also es gab da einen ganz gewichtigen Grund.
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Bei den Bandgeräten tut sich etwas.

Das TK 147 Hifi Stereo kommt hinzu. Doch das Chassis ist das Gleiche wie bei den anderen der 100er Serie.

Bei den 200ern kommen die neuen Mono Geräte TK222 Hifi und TK242 Hifi hinzu. Auch da fragt man sich, wer "ihn" (den alten Max) da geritten hat, die Produkte noch mal auf Mono zurückzustufen. Zu der Zeit waren die Grundig Steroreceiver RTV xxx schon richtig im Kommen.

Das TK 2400 mit UKW Radio, das TK1400 und das TK3200 blieben als mobile Open Reel Geräte im Programm. Das TK3200 Foto im Uher Report 4000 Look mit massiver Profi-Ledertasche muß schlafende Hunde geweckt haben. Es war ja nun lange genug beworben worden und erst jetzt schien sich die Firma Uher München zu wehren, hinter den Kulissen natürlich.

In dem ConcertBoy Automatic wird das erste ohne Umschaltung automatisch geregelte 110/220 Volt Netzteil fest eingebaut. Der OcenBoy bekommt ein Facelifting und hat immer noch so beeindruckend viele Drucktasten.

Der Grundig Satellit 210 bekommt wieder 2 ganze Seiten in der Revue mit Fotos von allen Seiten. Und selbst beim kleinsten Popelradio ist Stereo angesagt.

11 Konzertschränke runden immer noch diese Spezies der alten Boliden ab. Und eine Seite weiter wird dem potentiellen Kunden suggeriert, alle Polydor Langspielplatten mit Hifi-Stereo außen drauf haben auch Hifi innen drinnen. Die Farbfotos sind beeindruckend bunt und schön, der Preis von 22.- Mark ist nach wie vor hochpreisig und die Musik ist überwiegend Allerwelts-Dudel-Dudel-Dei.
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Die Hifi Linie wurde auf 7 Geräte gestutzt

... und bestand nur noch aus HF260 (kein Hifi), HF550, RT40, RT100, SV85, SV140, RTV400 und RTV650. Bei den Boxen hat sich auch noch nichts getan.

Es ist mir heute unverständlich, warum sich Grundig diesen Markt entgehen ließ. Vielleicht ist ja ein Programmwechsel hinter den Kulissen im Werden.
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