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"tonband" - HANNOVER-MESSE 24. APRIL - 2. MAI 1965

Die Abbildung zeigt den Lageplan der Hannover-Messe, die in diesem Jahr vom 24. April bis 2. Mai veranstaltet wird. Die Leser von tonband werden sich für die folgenden Fachgebiete näher interessieren:

  • Halle 5: Feinmechanik, Optik, Fototechnik, Filmgeräte.
  • Halle 10, Erdgeschoß: Schaltgeräte, Kabel und Drähte, Elektrische Meß- und Regelungstechnik.
  • Halle 11, Erdgeschoß: Rundfunk- und Fernsehempfangsgeräte, Phonotechnik, Antennen.
  • Halle 11, Obergeschoß: Bauelemente für Rundfunk- und Fernmeldetechnik.
  • Halle 11A: Elektronische Bauelemente, Meß- und Prüfgeräte.
  • Messehaus 12, Zwischengeschoß: Bauelemente für Rundfunk- und Fernmeldetechnik.

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Vorab-Anpreisungen der Redaktion von tonband

Neben der Deutschen Funkausstellung kommt der ebenfalls jährlich stattfindenden Hannover-Messe für den Rundfunk-und Fernsehgerätesektor wie für die Phonotechnik große Bedeutung zu. Auch in diesem Jahr werden die einzelnen Firmen des In- und Auslandes auf diesem Gebiet vollzählig zur Stelle sein.

Von den insgesamt 463 ausstellenden Firmen aus aller Welt - Deutschland, die Vereinigten Staaten, Frankreich, Großbritannien und die Schweiz stellen davon den Hauptanteil -, sind neben 26 inländischen Ausstellern noch 6 weitere Firmen aus dem Ausland, und zwar aus England, Italien, Norwegen, Österreich und der Schweiz, mit phonotechnischen Erzeugnissen vertreten.

Somit bietet sich dem Besucher wie dem Fachhändler die Möglichkeit, sich einen umfassenden Überblick über das zur Zeit vorhandene Angebot dieses spezifischen Marktes zu verschaffen.
Umwälzende Neuheiten, wie sie in den ersten Jahren der Hannover-Messe in Erscheinung traten, sind heute nicht mehr zu erwarten.

Die technische Entwicklung, in den letzten Jahren unvermindert gestiegen, hat sich auf dem Gebiet der Musikwiedergabegeräte als auch der magnetischen Aufzeichnungsgeräte wie aller elektromagnetischen Bauteile einschließlich Tonbänder, Mischpulte, Kopfhörer usw. neben neuen Gerätetypen hauptsächlich auf technisch einwandfreies Zubehör beschränkt.

Sicher wird auch die diesjährige Hannover-Messe in dieser Hinsicht mit einzelnen interessanten Neuerungen aufwarten. Die Hannover-Messe dokumentiert daher ebenso wie die kommende Funkausstellung in Stuttgart die wachsende Bedeutung der Phonotechnik. se.

Neuigkeiten von der
DEUTSCHE FUNKAUSSTELLUNG 1965

Anmerkung : In den Jahren 1965 bis 1969 war die deutsche Elektronik-Welt noch in Ordnung. Die dunklen Wolken am Himmel aus Richtung Fernost waren erstmal nur hellgrau. Der japanische Electronic-Tornado kam mit geballter Kraft um 1970 herum und alle deutschen Firmen einschließlich Max Grundig wachten "um Mitternacht" auf, als das Wasser schon im Haus stand und der Keller voll gelaufen war. So liest sich eine wohlwollende Umschreibung der damaligen Versäumnisse.

in 1965 gab es noch beachtenswerte Neuentwicklungen, die auch Furore gemacht hatten. Die Grundig Hifi-Verstärker und die neuen DUAL Hifi-Plattenspieler waren zur damaligen Zeit herausragend, aber eben nur wenige Jahre lang.

Spätestens um 1975 eskalierte das Wegducken und Ignorieren der jetzt eingeläuteten japanischen Invasion und der Abstieg war eingeläutet.
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Die Deutsche Funkausstellung zählte ca. 566.000 Besucher

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BLAUPUNKT Auto Kassetten-Tonbandgerät

BLAUPUNKT hat sich als Hersteller von Autoradios einen Namen gemacht. Was lag daher näher, als zu dem reichhaltigen Angebot an Rundfunkgeräten für das Auto auch ein Kassetten-Tonbandgerät herauszubringen. Blaupunkt hat sich für das „System DC-International" entschieden, das auch von Grundig und Telefunken benutzt wird. Die bespielten Kassetten haben die Spieldauer einer 30-cm-Langspiel-platte, das Repertoire stammt von den Schallplattenfirmen Telefunken, Decca und RCA Victor.

In Heft 3/65 berichtete tonband bereits über das „System DC-International". Blaupunkt liefert ab Frühjahr 1966 das Auto-Tonbandgerät I und II, beide Geräte sind nur für die Wiedergabe bespielter Tonbänder gedacht. Das Gerät I (Bild 1) arbeitet in Verbindung mit einem Autoradio, es hat also keine Endstufe. Dagegen benötigt das Auto-Tonbandgerät II nur einen zusätzlichen Lautsprecher, ein 4-Watt-Verstärker mit Lautstärke- und Klangregler ist bereits eingebaut.

DUBE ELECTRIC GMBH - Auto-Tonbandgerät „Mayacord"

Ebenfalls ein neues Auto-Tonbandgerät zeigte die Firma DUBE ELECTRIC GMBH unter der Bezeichnung „Mayacord" (Bild 2 und 3).
Mayacord ist kein Kassettengerät der bisher bekannten Kategorie. Die Kassette besitzt nur eine Spule mit einem Endlosband. Das Bandende ist zugleich dessen Anfang.
Vier Spuren in einer Richtung gestatten durch Drucktastenumschaltung das Aufnehmen und Wiedergeben auf vier verschiedenen Programmen. 4 Tönköpfe, 17 Transistoren und 4 Dioden gewährleisten eine saubere 3 Watt Endverstärkung. Aufgenommen wird über ein Mikrofon, das Radio oder den Plattenspieler. Die Aussteuerung erfolgt automatisch. In der Autohalterung erreicht Mayacord mit Zusatzverstärkung 6 Watt Sinus-Leistung (12 Watt Musikleistung). Hier werden Autolautsprecher, -batterie und -antenne über einen Kontakt automatisch angeschlossen. Die Mayacord Kassette hat eine Spieldauer von wahlweise 4 x 24 = 96 Minuten bzw. die Langspielkassette von 4 x 48 = 192 Minuten. Diese Kassetten mit 1 Stunde und 36 Minuten bzw. mit
3 Stunden und 12 Minuten Spieldauer sind auch bespielt erhältlich. Anfänglich stehen 24 verschiedene Musikprogramme mit Unterhaltungsmusik und Semi-Klassik zur Auswahl. Ein reichhaltiges Zubehör ist vorhanden oder in Vorbereitung: Mikrofon, Netzteil, Autohalterung, Luxusledertasche, Stereoadapter, Film-Synchronisationsgerät und Steuerzusatz für Stehbildprojektoren. Mayacord gibt es mit und ohne eingebauten AM-Tuner. Der Preis liegt dann je nach Ausführung zwischen DM 500.- und 600.-.

Anmerkung : Sonderbar - von dieser Firma hatte ich noch nie etwas gehört.
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DIE FIRMA GERO-MÖBEL

DIE FIRMA GERO-MÖBEL, Leonberg, bringt zum Preise von DM 40.- bis 50.-, je nach Ausführung, würfelförmige Schallplattenboxen „fonett" für die sachgerechte Aufbewahrung von 30- und 17-cm-Platten heraus (Bild 4). Die große Box für 30-cm-Platten faßt bis zu 90 Schallplatten. Für manchen Plattensammler mögen diese Schallplattenboxen die langerwünschte Lösung des Aufbewahrungsproblems sein.

GRUNDIG und das Kassettengerät C100

GRUNDIG zeigte einige Neuheiten für den Tonbandamateur. Im Mittelpunkt stand auch hier natürlich das bereits besprochene Kassettengerät C100 nach dem „System DC-International" (Heft 3/65). | Als Ergänzung wurden auch hier zwei Wiedergabegeräte für das Auto vorgestellt. Das Auto-Kassetten-Tonbandgerät AC 50 arbeitet ohne Endverstärker in Verbindung mit einem Autosuper, das AC 60 hat einen eigenen Endverstärker und wird nur an den Autolautsprecher angeschlossen.

GRUNDIG und das TK 320/340 sowie TS und TM Varianten

Ein neues Stereo-Tonbandgerät der HiFi-Spitzenklasse erscheint bei Grundig in verschiedenen Ausführungen. Die Typen TK 320 (Koffer), TS 320 (Edelholzgehäuse mit Klarsichthaube) und TM 320 (Chassis mit Zarge, ohne Endstufe) sind Zweispurgeräte. Die entsprechenden Viertelspurgeräte heißen TK 340, TS 340 und TM 340. Alle Geräte sind für 18er Spulen und drei Bandgeschwindigkeiten eingerichtet.Außer den TM-Ausführungen haben sie einen 2 x 12 Watt-Transistor-Endverstärker und sind auch als Mono- und Stereo-Kraftverstärker zu verwenden. Bild 5 zeigt den Tonbandkoffer TK 320 Hi-Fi.

GRUNDIG und der Mono/Stereo-Mixer 320/422

Zwei neue Transistor-Mischpulte sind bei Grundig ebenfalls herausgekommen, der Mono-Mixer 320 (Bild 6) und der Stereo-Mixer 422 (Bild 7). Es sind aktive Mischpulte mit 34 x 18 cm großer Pultfläche, jeweils fünf Schiebereglern und Pegelvorreglern für den Vorabgleich der Tonquellen. An beide Mixer läßt sich die Grundig Halleinrichtung HVS 1 anschließen. Der Stereo-Mixer hat zusätzlich einen Richtungsregler der auf drei Eingänge arbeiten kann. Während der Mono-Mixer (DM 185.-) vier Monoeingänge mit zwei Mikrofon-Vorverstärkerstufen aufweist, hat der Stereo-Mixer (DM 265.-) vier Stereo-Eingänge, die als Mikrofon-Kanäle zu benutzen sind. Zur Stromversorgung der Mixer werden zwei Batterien mit je 9 Volt benötigt, deren Spannung durch ein eingebautes Kontrollinstrument überwacht werden kann.

GRUNDIG und die HiFi-Mikrofone

Weiter zeigte Grundig zwei neuentwickelte dynamische HiFi-Mikrofone, das GDM 321 (DM 99.-) und das GDM 322 (DM 110.-). Das GDM 321 hat Kugelcharakteristik, es kann durch einen aufgesteckten Präsensvorsatz in den Bässen gedämpft werden. Das GDM 322 (Bild 8) ist ein Richtmikrofon mit nierenförmiger Charakteristik und einer Auslöschung von mehr als 15 dB. Beide Mikrofone haben einen Frequenzumfang von 50-15 000 Hz ± 3 dB, sie sind hoch- und niederohmig anschließbar. Der Kabelanschluß ist abtrennbar, der Übertrager befindet sich im Stecker. Ein Tischstativ mit schwenkbarem Zwischenstück für Bodenstativbefestigung wird mitgeliefert.

Die MIKROFONBAU GMBH (MB) Mikrofone

Die MIKROFONBAU GMBH, Vertrieb Karl-Heinz Haase, Schwetzingen, zeigte ihr gesamtes Mikrofonprogramm, das seit kurzem auch im Handel erhältlich ist. Bild 9 zeigt einen Teil der Mikrofone und Kopfhörer. Das Spitzenmikrofon MB 301, ein Bändchenmikrofon mit nierenförmiger Richtcharakteristik, hat eine Auslöschung von 20db, einen Frequenzumfang von 40-18.000Hz ±2,5db und die hohe Empfindlichkeit von 0,11 mV/ubar, bei einem Preis von DM 185.-. Auf dem Bild sind sie in zwei Stereo-Typen gezeigt. Es sind bereits Mittelklasse-Mikrofone ab DM 32.- lieferbar. Die Kopfhörer sind dynamische Systeme für Mono oder Stereo mit einem Übertragungsbereich von 20-17.000 Hz und einem Innenwiderstand von 200 Ohm. Der Hörerbügel ist aus gehärtetem Stahl, die Hörerkapseln sind mit Nylon-Halbkugeln am Bügel gelagert. Ohrmuscheln sind zusätzlich lieferbar. Der Hörer MB K64 kostet DM 69.50, er ist auch als Hörer-Mikrofon-Kombination lieferbar.

PHILIPS und die „Compact-Cassette"

PHILIPS nennt seine Kassette jetzt „Compact-Cassette" (Anmerkung : um sich von dem Grundig DC Internatioal System abzugrenzen), sie wird in Zukunft auch in den Tonbandgeräten der Firmen Graetz, Loewe-Opta und Schaub-Lorenz verwandt. Die bespielten Kassetten sind mit dem Repertoire folgender Firmen lieferbar: Amadeo, Audio-Fidelity, Brunswick, Coral, Fontana, Mercury, Metronome, Philips, Dolydor und Verve, außerdem sind Sprachkurse auf Compact Cassetten im Handel.

PHILIPS und der Cassetten-Spieler 3305

Der Cassetten-Recorder 3301 für Aufnahme und Wiedergabe wird unverändert weitergebaut. Neu ist dagegen der Cassetten-Spieler 3305, der für die Wiedergabe bespielter Kassetten im Auto vorgesehen ist und an das Autoradio angeschlossen wird. Für die Geräte 3301 und 3305 sind Autohalterungen lieferbar. Eine Autohalterung mit eingebautem Verstärker ist für Wagen gedacht, in die kein Rundfunkgerät eingebaut ist. Hier wird lediglich ein Autolautsprecher benötigt. Entwürfe neuer Kassetten-Geräte zeigen unsere Bilder 10 und 11. Es sind Kassetten-Tonbandgeräte für Mono bzw. für Stereo. Sie sind in Schatullenform und für den Betrieb im Heim am Netz gedacht. Ein weiterer Entwurf zeigte einen Koffersuper, in den ein Kassetten-Spieler eingebaut ist.

PHILIPS zeigt vier Heimtonbandgeräte

Vier Heimtonbandgeräte, RK 12, RK 25, RK 37 und RK 65, lösen bei Philips die ausgelaufenen Typen RK 14, 32, 34 und 62 ab. Eine neue Linie im Gehäusestil, sinnvolle Anordnung der Bedienungselemente und flache Form sind die Merkmale der neuen Geräte. Das RK 12 läuft mit 9,5 cm/s in Zweispurtechnik mit 18er Spulen. Es hat eine abschaltbare Aussteuerungsautomatik.
Das RK 25 hat die beiden Bandgeschwindigkeiten: 2,4, 4,75, 9,5 und 19 cm/s im verfahren. Das RK 37 ist ein Stereo-Tonbandgerät mit den beiden Bandgeschwindigkeiten 4,75 und 9,5 cm/s in Vierspurtechnik. Das RK 65 hat vier Bandgeschwindigkeiten, 2,4, 4,75, 9,5 und 19 cm/s im Vierspurverfahren und ebenfalls 18er Spulen.

POLYBAND zeigt bespielte Tonbänder

POLYBAND, Gesellschaft für Tonträger mbH & Co. KG, 8 München 15, führte bespielte Tonbänder vor. Die BASF-Bänder sind auf 15er Spulen und mit der Bandgeschwindigkeit 9,5 cm/s in Halbspurtechnik bespielt. Sie haben in der Stereo-Ausführung eine Laufzeit von einer Stunde und kosten DM 29.50, in Mono sind sie auf einer 11 cm-Spule mit der gleichen Laufzeit zum Preise von DM 26.- erhältlich. Das Repertoire umfaßt Tanzmusik, Operette und klassische Musik. Geräuschbänder sind in Vorbereitung. Bisher sind über eintausend Musiktitel lieferbar, in jedem Monat erscheint ein neues Band.

SABA zeigt ein neues Studiotonbandgerät

Vielbeachtet wurde bei SABA ein neues "Studiotonbandgerät" mit professionellem Charakter. Das „High Fidelity Studio-Tonbandgerät 600 SH" (Bild 12 und 13). Es wurde speziell für das Saba-Telewatt HiFi-Bausteine-Programm entwickelt und soll etwa DM 1800.- kosten. Es wird wahlweise mit den Bandgeschwindigkeiten 9,5 und 19 oder 19 und 38 cm/s geliefert werden. Der Bandantrieb erfolgt direkt durch einen polumschaltbaren Hysterese-Synchron-Motor.

Zwei Rohrläufer-Wickelmotoren sorgen für gleichmäßigen Bandzug und übernehmen den Bandtransport beim Umspulen. Gebremst wird das Band durch gegenläufigen Antrieb der Wickelmotore. Es entfällt daher jede Mechanik, und das 600 SH kann horizontal und vertikal betrieben werden. Die Steuerung des Gerätes erfolgt elektrisch über Leuchttasten mit elektrischer Verriegelung.

Ein Mischpult mit Schiebereglern, zwei VU-Meter zur Aussteuerung, Umschalter zur Abhörkontrolle „vor Band/hinter Band" und eine Banduhr, in Metern oder Spielminuten geeicht, sind eingebaut. Eine Endstufe oder Lautsprecher sind nicht vorhanden. Dagegen verfügt das Gerät im Mono-Betrieb über eine Spur-Umschaltautomatik, es eignet sich daher auch für Musikberieselungsanlagen.
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Die Werbesprüche für das 600SH


Saba gibt für das 600 SH folgende Daten an: Abweichung von der Sollgeschwindigkeit weniger als ±0,5%; Tonhöhenschwankungen bei 9,5 cm/s weniger als ± 0,25%, bei 19 cm/s weniger als ± 0,15 % bewerteter Spitzenwert; Spulendurchmesser 8 bis 18 cm; Umspulzeit maximal 4 Minuten für 1080 m Dreifachspielband auf Spule 18; Spurlage: internationale Stereo-Doppelspur (oben: Kanal 1, unten: Kanal 2) oder internationale Stereo-Viertelspur; Ferritlöschkopf, Aufnahmekopf und Wiedergabekopf; Frequenzumfang bei 9,5 cm/s: 30-14 000 Hz ± 3 dB, bei 19 cm/s: 30-18.000 Hz ± 3 dB; Klirrfaktor über Band bei 1000 Hz Vollaussteuerung: weniger als 3% bei 9,5 und weniger als 2 % bei 19 cm/s; Übersprech-dämpfung größer als 50 dB; Dynamik über Band bei 9,5 cm/s: größer als 52 dB und bei 19 cm/s: größer als 55 dB; Entzerrung NARTB oder CCIR; Löschdämpfung größer als 70 dB; Oszillatorfrequenz 80 kHz; Aussteuerungsanzeige je Kanal ein Drehspulinstrument, umschaltbar vor oder hinter Band; Mikrofoneingang 0,1 mV an 1 kOhm, Radio-/Phonoeingang 5 mV-200 mV an 1 MOhm, beide Eingänge miteinander mischbar; Verstärkerausgang 1,5 V an 1 kOhm, nicht regelbar, Kontrollausgang maximal 1,5 V (regelbar), vor oder hinter Band für Kopfhörer umschaltbar.

  • Anmerkung : Das war die 1:1 Übernahme des überschwenglichen SABA Presse-Textes. Nichts von dem Ganzen war wirklich wahr. Durch die Kombiköpfe war das Gerat mitnichten reif für echte Studio-Qualität - wie zum Beispiel das UHER ROYAL in Halbspur. Das Mischpult sah super aus, rauschte aber viel zu viel. Das Laufwerk hatte keine Bandzugsregelung und die Wickel-Motoren wurden dadurch viel zu heiß. Entwickelt wurde das Gerät für die deutsche Marine zu Nutzung in den Unterseebooten und nicht für die neuen SABA Telewatt Hifi-Serien. Und für eine Beschallungsberieselung war es trotz Wiedergabe in beiden Richtungen viel zu teuer und viel zu groß und die 22cm Spulen waren zu klein. Mehr steht auf der 600SH Seite.

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KARL STOLLE zeigt Verbindungskabel

Die Kabel- und Antennenfabrik KARL STOLLE stellt jetzt auch Dioden-, Phono-, Mikrofon- und Stereo-Verbindungskabel mit den entsprechenden Normsteckern her. Neu ist dabei, daß serienmäßig Längen bis zu 5m gefertigt werden.

SHURE BROTHERS / jetzt bei der Firma Braun AG

SHURE BROTHERS, INC., Mitglied des dhfi e.V., war über ihre deutsche Vertretung, Firma Braun AG, auf der Funkausstellung vertreten.
Neu bei Shure sind u. a. die Unidyne Mikrofone Modell 580 SA und 580 SB (Bild 14). Es handelt sich um Tauchspulen-Mikrofone mit Cardioid-Charak-teristik und einem Übertragungsbereich von 50 bis 12 000 Hz. Die Ausführungen A und B unterscheiden sich nur durch die Impedanz (A hochohmig, B niederohmig).

TELEFUNKEN und das Magnetophon 401

TELEFUNKEN stellte das „Magnetophon 401", ein transistorisiertes Kassetten-Tonbandgerät für Batterie-, Netz- und Autobatteriebetrieb vor. Das M401 (Bild 15) arbeitet, wie Blaupunkt und Grundig, mit Kassetten nach dem „System DC-Inter-national". Die unbespielten Kassetten DC90 und DC120 haben eine Spieldauer von 2x45 bzw. 2x60 Minuten. Die bespielten Kassetten haben die Laufzeit einer 30 cm-Langspielplatte. Das M401 unterscheidet sich von dem hier bereits beschriebenen Grundig C100 nur im äußeren Aufbau und Aussehen.

Neu ist bei Telefunken das M200, ein Halbspurgerät für die Bandgeschwindigkeit 9,5 cm/s, ausschließlich mit Transistoren bestückt, für Netzbetrieb und 18 Spulen eingerichtet, zum Preis unter DM 300.-. Das entsprechende Gerät in Vierspurtechnik ist das ebenfalls neue M201 (Bild 16). Das bewährte Batterie-Tonbandgerät M300 (Bild 17) hat einen Vierspurbruder, das M301 bekommen.

Neu ist auch das TD 25, ein Richtmikrofon, das frontal und seitlich besprochen werden kann, sowie eine Stereo-Schiene für die Befestigung von zwei TD 25 bei Stereo-Aufnahmen.
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TELEFUNKEN zeigt die Multimedia-Truhe „Cinevision"

Eine hübsche Neuheit bei Telefunken ist die Truhe „Cinevision" (Bild 18). Das Bild zeigt die Truhe oben geöffnet und unten geschlossen. Der zwei Meter breite Schrank enthält im Mittelteil ein Fernsehgerät mit 65cm-Bildschirm. Der zweite Bildschirm rechts ist eine spezielle Projektionsscheibe, auf die über einen Umlenkspiegel die Dias oder Schmalfilme des im linken Truhenteil unterzubringenden Dia- oder Schmalfilm-Projektors projiziert werden. Im linken Teil läßt sich außerdem noch ein Tonbandgerät sowie Filmspulen, Tonbänder, Dia-Magazine und sonstiges Zubehör unterbringen.
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Und jetzt noch ein Bild vom AEG Magnetophon


Als besondere Attraktion zeigte Telefunken das erste Magnetophon K1 der AEG, erstmals vorgestellt auf der 12. Großen Deutschen Funkausstellung 1935 in Berlin (Bild 19).

  • Anmerkung : Auch das ist - wie so vieles bei Telefunken (die Walter Bruch Legenden zum Beispiel) - nicht richtig. Das Gerät war eine viel spätere Version des (ur-) AEG K1, nach unseren recherchierten Bildern ein AEG K4. Vermutlich hatten sie bei Telefunken schon damals keine Ahnung, wovon sie redeten.

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UDA-KLEINMÖBEL zeigt Amateur-Tonstudio Tische

Die Firma UDA-KLEINMÖBEL, 4156 Oedt, zeigte in ihrem Programm von Rundfunk-und Fernsehtischen die Type 32, die für das Amateur-Tonstudio auf engem Raum sehr geeignet ist. Der Tisch hat ein drehbares Oberteil und zwei Platten übereinander (Bild 20), ist sehr tragfähig und kostet DM 158.-.

UHER und das 4000 Report-L und das 4000 Report-S

Bei UHER war das Batterie-Tonbandgerät 4000 Report-L (Bild 21), der weiterentwickelte Nachfolgetyp des Uher 4000 Report-S zu sehen. Nach drei Jahren Laufzeit hat man Verbesserungen vorgenommen, die der weiteren Erhöhung der Betriebssicherheit und Konstanz der Betriebseigenschaften dienen. Das Sichtfenster im Deckel wurde vergrößert, ein größeres, mit dB-Skala versehenes Aussteuerungsinstrument wurde eingebaut, erstmalig ist ein dreistelliges Bandzählwerk vorhanden, und die Frontplatte wurde neu gestaltet. In erster Linie ist aber der neue kollektorlose Motor zu nennen, der mit kontaktloser elektronischer Drehzahlregelung arbeitet. Dadurch wird die Lebensdauer des Motors erhöht, Funkenstörungen vom Kollektor entfallen, und der Lauf ist vibrationsfrei und nahezu völlig geräuschlos. Die Eingangsstufe des 4000 Report-L wurde mit einem Silizium-Planar-Transistor bestückt.
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  • Anmerkung : KeinMensch wußte damals , was den nun Silizium-Planar-Transistoren waren und warum man das so herausstellt.

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UHER und das UHER 724 Stereo

Unter der Bezeichnung UHER 724 Stereo stellten die UHER-Werke noch ein neues Volltransistor-Tonbandgerät für Mono- und Stereo-Aufnahme und -Wiedergabe in Kofferausführung vor (Bild 22). Das Gerät arbeitet mit der wirtschaftlichen Vierspurtechnik, faßt Bandspulen bis zu 18cm, wodurch sich auch für die Aufnahme klasscher Musik ausreichende Laufzeiten ergeben.

Es entstehen auch keinerlei Schwierigkeiten bei der Wiedergabe von mit 19cm/sec Bandgeschwindigkeit "vorbespielten" Tonbändern, die auf 18cm Spulen gewickelt sind. Solche Bänder sind in den USA fast ausschließlich im Umlauf und finden auch in Europa immer stärkere Verbreitung. Zwei eingebaute Wiedergabelautsprecher, die von Gegentaktendstufen mit je 2 W Leistung versorgt werden, sichern in Verbindung mit einem akustisch günstigen Holzkoffergehäuse dem Gerät schon ohne Zuhilfenahme eines Verstärkers oder Rundfunkempfängers eine sehr befriedigende Wiedergabequalität. Außerdem sind Anschlüsse für Zusatzlautsprecher oder Kopfhörer vorgesehen. Ein eingebauter Balanceregler ermöglicht auch unter ungünstigen Verhältnissen eine einwandfreie Stereo-Wiedergabe.

Die technischen Daten des UHER 724 Stereo

An technischen Daten gibt der Hersteller an: Volltransistor-Stereo-Tonbandgerät für Netzbetrieb in Kofferausführung - Mono- und Stereo-Aufnahme und -Wiedergabe - Vierspuraufzeichnung - Bandspulen bis zu 18cm - 4stelliges Bandzählwerk mit Nullstellertaste - automatische Bandendabschaltung - Frequenzbereich 40-14.000 Hz bei 9,5cm/sec, 40-18.000 Hz bei 19cm/sec - Gleichlauf ±0,2% (19cm/sec) - Dynamik = 50dB (19 cm/sec), = 46dB (9,5 cm/sec) - alle technischen Angaben nach DIN.

EBERHARD VOLLMER zeigt ein Kleinstudio- Tonbandgerät „200"

EBERHARD VOLLMER, Plochingen a. N., stellte sein Kleinstudio-Tonbandgerät „200" (Bild 23) vor. Dreimotoriges Laufwerk, Mono und Stereo, Halbspur, volltransistorisierte Stereo Aufnahme- und Wiedergabeverstärker, Bandgeschwindigkeiten 9,5 und 19 cm/s durch polumschalt-baren Motor, andere Bandgeschwindigkeiten möglich, 18er Spule, Aussteuerungsanzeige durch zwei Instrumente, vor und hinter Band umschaltbar, zwei getrennte Löschköpfe, Aufnahmekopf, Wiedergabekopf, Frequenzumfang 30-10.000 Hz +2 bis -3dB bei 9,5cm/s und 30-15.000 Hz +2 bis -3dB bei 19cm/s, Klirrfaktor weniger als 3,7% bei Vollaussteuerung nach Bezugsband bei 60Hz bei beiden Bandgeschwindigkeiten, bei 1000 Hz weniger als 2% und bei 5000 Hz weniger als 3,5%, Übersprechdämpfung größer als 44 bzw. 49dB, Eingänge 2 X 100 mV an 100 kOhm, 2 X 100 mV an 2 kOhm, Vormagnetisierung, Pegel und Höhen können aufnahmeseitig durch Regler eingestellt werden, Pegel, Höhen und Tiefen desgleichen wiedergabeseitig.
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  • Anmerkung : Es muß einer der letzen Messeauftrite der Firma Vollmer gewesen sein. Danach wurde es sehr ruhig.

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C. Melchers und die deutsche SONY Alleinvertretung

C. Melchers & Co., Bremen - deutsche SONY Alleinvertretung - stellte im Bahnhofshotel in einer Sonderschau aus. Unter den dort gezeigten Sony-Geräten befanden sich auch die Tonbandgeräte des reichhaltigen Programms. Vom kleinen Batterie-Tonbandgerät bis zum Studio-Gerät reicht das Angebot. Bild 24 zeigt das Sony-Tonbandgerät TC777S-4J, ein Studio-Tonbandgerät in Vierspurtechnik, das waagerecht und senkrecht betrieben werden kann.

  • Anmerkung : Diese ersten hier gezeigten SONY Tonbandgeräte konnten mit einem GRUNDIG TS 320 oder einem UHER Report 4000 weder optisch noch technisch mithalten. Was den überheblichen lächelnden deutschen Firmenchefs aber total entgangen war, daß bereits ein und zwei Jahre später erstaunlich verbesserte Modelle auf den Markt kamen und daß um 1970 insbesondere von SONY richtige High-End Boliden gezeigt wurden. Das große schwere SONY TC 850 konnte sich mit Telefunken und STUDER durchaus messen.

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MESSE NEUHEITEN 1965
Japanische NATIONAL und dänische BANG & OLUFSEN

Im Zeppelin-Hotel stellte die TRANSONIC-Elektrohandelsgesellschaft, Hamburg, die von ihr in Deutschland vertriebenen japanischen NATIONAL und dänischen BANG & OLUFSEN-Geräte vor. Bild 25 zeigt das Transistor-Tonbandgerät RQ 101 S von National, ein Batteriegerät in Halbspurtechnik und den zwei Bandgeschwindigkeiten 4,75 und 9,5 cm/s zum Preise von DM 179.- einschließlich Ledertasche, Tonband und Mikrofon.

Von B & O wurde das Kleinstudio-Tonbandgerät „Beocord 2000" (Bild 26) gezeigt. Volltransistorisiert, mit auch getrennt zu gebrauchendem Stereo-Mischverstärker 2x8 Watt, drei Bandgeschwindigkeiten (4,75, 9,5 und 19 cm/s), Dreifach-Mischpult mit Schiebereglern, zwei Aussteuerungsinstrumente, 18er Spulen, Halboder Vierspurtechnik, sind einige der technischen Daten.

Bild 27 zeigt das Universal-Meßinstrument „Normatest", das Transonic ebenfalls ausstellte. Es dürfte ein auch für Tonbandamateure nützliches Instrument sein. Zum Preise japanischer Meßinstrumente (DM 148.75) ist es ein in Österreich hergestelltes Gerät mit Service und Garantie. Das auf der Hannover-Messe für seine gute Industrieform ausgezeichnete Instrument mißt Gleich- und Wechselspannungen, Widerstände, Temperaturen und zeigt auf einer dB-Skala die Austeuerung an. Bei 40 Meßbereichen und Drehspul-Spannband-meßwerk wiegt das Gerät nur 350 Gramm.

MESSE NEUHEITEN 1966
AKG

AKG zeigte in Hannover unter anderen Neuheiten das in die HiFi-Klasse fallende Mikrofon D11D und die Stereo-Kombination D11D-Stereo-Twin, bestehend aus zwei D11D-Mikrofonen (Bild 1). Der neue Stereo-Kopfhörer K80 (Bild 2) schließt dank besonders geeigneter Ohrmuscheln sehr schalldicht am Kopf an.

MESSE NEUHEITEN 1966
BANG & OLUFSEN

Der dänische HiFi-Hersteller BANG & OLUFSEN, in Deutschland durch die Firma Transonic, Hamburg, vertreten, brachte mit seinem Beocord 2000 de Luxe ein semiprofessionelles HiFi-Stereo-Tonbandgerät mit universellen Anwendungsmöglichkeiten heraus (Bild 3). Das Gerät besitzt eine Ausgangsleistung von 2x8 Watt und einen Frequenzumfang von 30 bis 20.000 Hz bei 19 cm/s, von 30 bis 16.000 Hz bei 9,5 cm/s und von 50 bis 8.000 Hz bei 4,75 cm/s. Es bietet Zweispuraufnahme sowie Zwei- und Vierspurwiedergabe. Das eingebaute vierkanalige Mischpult mit doppelten Flachbahnreglern für Mono und Stereo erlaubt vielseitige Möglichkeiten anspruchsvoller Aufnahme und Wiedergabe. Charakteristisch für die hochwertige Ausstattung dieses Gerätes sind seine sieben volltransistorisierten Verstärker- und Vorverstärkereinheiten. Das als Tischmodell erhältliche Gerät kostet DM 1776.- und ist auch zum Preise von DM 1845.- als Koffermodell mit zweiteiligem Lautsprecherdeckel lieferbar.

Ebenfalls von B & O präsentierte sich in einem nun sehr ansprechenden Äußeren der Plattenspieler Beogramm 1000 (Bild 4). Er ist mit dem B & O-Stereo- Magnettonabnehmersystem SP 7-15 mit Diamantnadel ausgestattet.

MESSE NEUHEITEN 1966
BEYER

BEYER bot die neue Kopfhörer-Ausführung DT48S an (Bild 5). Es handelt sich im wesentlichen um eine den Tragkomfort und die akustische Abschirmung betreffende Weiterentwicklung des bekannten Kopfhörers DT48. Bemerken möchten wir noch, daß aus dem umfangreichen Programm dieser Firma an dynamischen Mikrofonen allein acht den HiFi-Normen 45 500 genügen.
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MESSE NEUHEITEN 1966
BRAUN AG

Die BRAUN AG, Frankfurt, zeigte in Hannover den preiswerten Transistorverstärker "CSV 12" als Einzelbaustein. Bisher war er nur als fester Bestandteil des "audio 2" zu haben. Er liefert 2x12 Watt und gestattet die „Hinter-Band-Kontrolle" bei Tonbandaufnahmen. Beachtenswert ist auch der von Braun angebotene Steuerwagen (Bild 6). Er gestattet den Einbau der Bausteine aus der 1000er Serie, aber auch die Bausteine der darunter liegenden Klasse können in einem solchen Wagen untergebracht werden.

Im übrigen baut Braun nun unter Zugrundelegung der hauseigenen HiFi-Bausteine Ela-Zentralen nach dem Einschubprinzip. Lieferbare Einschübe sind: Mikrofonverstärker, Steuerverstärker, Endverstärker, Plattenspieler, Tonbandgerät, Netz-, Schalt- und Kontrollfeld, Regelfeld und Tuner.

Anmerkung : Es sei hier schon ergänzt, daß diese ELA Anlagen ein absoluter Flop geworden waren, laut Herrn Hasselbach, Chefentwickler AUDO bei BRAUN, war nicht ein einziges dort eingesetztes Gerät ELA tauglich. Es waren leicht veränderte Consumergeräte aus der 100er Serie.
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MESSE NEUHEITEN 1966
BSR Monarch Works Ltd

Ehrgeizige Pläne entwickelt "BSR Monarch Works" Ltd., Old Hill/England. Die Firma hat in unmittelbarer Nähe zum Messegelände in Hannover eine Produktionsstätte von 23.000 bebauten Quadratmetern errichtet. BSR zählt zu den großen Herstellern von Phonogeräten und entwickelt speziell Plattenwechsler-Chassis. Bild 7 zeigt den Spitzenreiter UA 70, ein Plattenspieler für automatischen Wechslerbetrieb und Einzelspiel. Auf dem Tonbandgerätesektor stellte BSR das neue TD20 vor, ein Gerät mit drei Laufgeschwindigkeiten, Drucktastenschaltung, wahlweise 2- oder 4-Spur-Tonkopf, Stereo-Aufnahme und -Wiedergabe und einem maximalen Spulendurchmesser von 14,5cm (wirklich 14,5cm ????).

  • Anmerkung : Das BSR-Bandgerät TD20 hatte ich auch nie gesehen, es wurde vermutlich gleich wieder eingestampft, als GRUNDIG die neuen Bandgeräte vorstellte - zu GRUNDIG Preisen natürlich.

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MESSE NEUHEITEN 1966
BUTOBA, Schwetzingen

Die große Neuheit in Hannover war das BUTOBA MT 225 (Bild 9). Das Transistor- Tonband- Koffergerät für Batterie-, Autobatterie-, Akku- und Netzbetrieb wird von der Firma BUTOBA, Schwetzingen, vertrieben. Der technische Steckbrief: Leichtgängige Drucktasten, elektrische Aufnahmesperre, elektrische Bandendabschaltung, zweifache elektrische Fernbedienungsmöglichkeit, drei Motoren, 15cm-Spulen, drei Bandgeschwindigkeiten, drei Halbspur-Tonköpfe, getrennte Aufnahme- und Wiedergabeverstärker mit Silizium-Planar-Transistoren, akustische Vor- und Hinterbandkontrolle, zwei mischbare Eingänge, Klangregelung, eisenlose Endstufe, abschaltbarer 17 cm-Lautsprecher.

Das hochwertige Mono-Gerät - eine Vollspurausführung ist in Vorbereitung - wird mit Sicherheit auch für professionelle Zwecke Verwendung finden.

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DUAL

Vom Publikum viel beachtet wurde natürlich auf allen Messen dieses Frühjahrs der DUAL 1019 (Bild 10). Antiskating-Korrektur, Tonarmlift, Mitlaufachse und stark herabgesetzte Tonarmneigung - dies sind die wesentlichsten Merkmale des 1019, der ansonsten die Vorzüge seines Vorgängers, des Dual 1009, übernommen hat.

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HECO

Die Firma HECO hat ihre Boxen in einigen Punkten abgeändert und verbessert. Auf zwei Boxen möchten wir besonders hinweisen: B150, eine Kleinstbox in den Abmessungen 254 x 159 x 174mm. 4Ohm mit 20 Watt belastbar, Übertragungsbereich von 38 bis 20.000 Hz (Bild 11). Sie enthält einen 130mm-Tieftonlautsprecher und einen 45mm-Hochtöner. Die Übergangsfrequenz liegt bei 3000 Hz, unverbindlicher Richtpreis DM 228.-.

Die Wandbox B170 in den Abmessungen 540 x 320 x 75 mm. 4 Ohm Impedanz mit 20 Watt belastbar, Übertragungsbereich von 37 bis 20 000 Hz (Bild 12). Sie enthält zwei 130 mm-Tieftöner und einen 45 mm-Hochtöner, Übergangsfrequenz bei 3000 Hz, unverbindlicher Richtpreis DM 268.-.

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ISOPHON

Auf einige Neuheiten der Firma ISOPHON haben wir bereits in Heft 2/66 hingewiesen. Neu hinzugekommen ist die Flachbox FSB 15 (Bild 13). Sie ist mit zwei Flach-Spezial-Tieftönern und einem Flach-Spezial-Hoch-Mitteltöner ausgestattet und kostet unverbindlich DM 238.-. Die Abmessungen sind: 540 x 330 x 97 mm.

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LOEWE OPTA

Ein neues Cassetten-Tonbandgerät stellte LOEWE OPTA vor, das Optacord 450 (Bild 14). Drei Schwerpunkte gibt der Hersteller als Konzept an: Universeller Betrieb durch Anschluß an Netz, Batterie und Autobatterie, gute Tonwiedergabe durch leistungsfähige Endstufe und großen Lautsprecher, Mithörmöglichkeit bei Aufnahme, hierfür getrennte Regelung unabhängig vom Lautstärkeregler. Der Antriebsmotor für das Laufwerk wird über eine Elektronik drehzahlgeregelt (2 Transistoren, 2 Dioden). Insgesamt enthält das Gerät 10 Transistoren und 5 Dioden. Bandgeschwindigkeit 4,75 cm/s, Halbspur-Aufzeichnung mit einer Aufzeichnungsdauer von wahlweise 2 x 30 oder 2x45 Minuten, Frequenzumfang 50 bis 8000 Hz.

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3M-COMPANY

Die 3M-COMPANY, Düsseldorf, Immermannstraße 40, hat einen Magnetband-Beobachter (Bild 15) herausgebracht, der das trockene und zerstörungsfreie Betrachten bespielter Bänder gestattet. Er ermöglicht die schnelle Überprüfung von Spurenanordnung, Impulsgenauigkeit, Zeilenabstand, Dropout-Bereichen und Kopfjustierung. Wir werden noch ausführlich über dieses Gerät berichten.

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REVOX

REVOX wartete in Hannover mit technischen Verbesserungen und einem kleinen Preissturz auf. So kostet das Revox G36 in Kofferausführung nur noch DM 1.395.- und als Chassisgerät (Bild 16) DM 1.295.-. Möglich wurde diese Preissenkung durch die Errichtung einer deutschen Fabrikationsstätte in Löffingen (Schwarzwald) und den dadurch bedingten Wegfall der Zollgebühren. An technischen Neuheiten erhielten die Geräte einen elektro-optischen Bandschalter, der ohne Abschaltfolie arbeitet und interessante Anwendungsmöglichkeiten ergibt.

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SABA

Leider wiederum nur als vielversprechender Prototyp war das SABA 600 SH (Bild 17) ausgestellt. Das mit einem Vierkanal-Mischpult ausgestattete Gerät wird erst Anfang nächsten Jahres in Serie geben, weil die Produktion zugunsten der Saba-Rechenmaschinen zurückgestellt wurde.

  • Anmerkung : Der Grund ist vorgeschoben, die Rechenmaschinen wurden zum Flop. Und das Bandgerät 600 SH für Halbspur war ja das abgewandelte Spezial-Chassis der Militärversion für U-Boote. Es war noch nicht fertig.

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SENNHEISER

SENNHEISER zeigte auf dem HiFi-Sektor den neuen Stereo-Kopfhörer HD 110 (Bild 18). Den HiFi-Normen genügt auch das neue Sennheiser-Mikrofon MD411 (Bild 19), ein dynamisches Super-Nieren-Richtmikrofon, das dank der Umschaltmöglichkeit zwischen hochohmig, nieder-ohmig-asymetrisch und mittelohmig universell für Heimtonbandgeräte verwendbar ist. Wir möchten noch auf die von Sennheiser herausgegebene Mikrofon-Anschluß-Fibel hinweisen, mit deren Hilfe die leidige Frage „Wie finde ich das richtige Mikrofon zu meinem Tonbandgerät?" zumindest im Hinblick auf Sennheiser-Mikrofone erschöpfend behandelt wird.

  • Anmerkung : Die Mikrofonfibel war einzigartig und der Grundg Revue vergleichbar. Auch die Beschreibungen und techn. Daten waren sehr präzie und glaubwürdig, im Gegensatz zu vielen anderen Anbietern.

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SHURE

SHURE stellte auf dem Mikrofonsektor zwei neue Typen vor: das dynamische Cardioid-Richtmikrofon T81S (Bild 20) mit den Ausführungen A (hochohmig), B (150 bis 250 0hm) und F (25 Ohm) und das Lavalier-Mikrofon 545 Unidyne III.

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UHER

UHER brachte eine neues netzunabhängiges Spezialgerät für Reportage und bildsynchrone Tonaufzeichnung heraus, das Uher 1000 Report Pilot (Bild 21 u. 22). Wie bei dem Typ 4000 Report-L vereinigt auch bei diesem Modell ein stabiles Metall-Druckgußgehäuse alle Baugruppen zu einer kompakten Einheit. Die Bandspulen laufen durch eine schwenkbare mit einem großen Sichtfenster versehene Kappe geschützt. Durch Lösen einer einzigen Verriegelung kann der Geräteboden abgenommen werden, wodurch das Batteriefach leicht zugänglich ist.
Das Laufwerk wird durch einen kollektorlosen Motor mit elektronischer Drehzahlregelung angetrieben und ist dem speziellen Verwendungszweck des Gerätes entsprechend für die Bandgeschwindigkeit 19 cm/s ausgelegt. Ein Stroboskop mit 50 und 60 Hz-Teilung ermöglicht die laufende Überwachung der Bandgeschwindigkeit auch während des Betriebes. Die Steuerung des Bandlaufes erfolgt über Drucktasten. Eine elektromagnetische Fernsteuerung für Stop und Start ist ebenfalls vorhanden. Zur Markierung und Wiederauffinden bestimmter Bandstellen dient ein dreistelliges Zählwerk mit Nullstelltaste.
Das Uher 1000 Report Pilot kann aus Trockenbatterien (Monozellen) mit Spe-zialakkumulator, aus Fahrzeugbatterien (6 und 24 V) und mittels Netzgerät, das zugleich ein automatisches Ladegerät für den Akkumulator ist, vom Wechselstromnetz 110 bis 250 V gespeist werden. Für die Aufladung des Akkumulators aus Fahrzeugbatterien stehen entsprechende Ladegeräte zur Verfügung.

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WALTHAM ELECTRONIC

Ein Vierspur-Stereogerät in Transistortechnik ist das Fidela 860 (Bild 23), das von WALTHAM ELECTRONIC neben weiteren japanischen Modellen vertrieben wird. Das mit drei Geschwindigkeiten ausgestattete Gerät ist mit einem Kombikopf und zwei eingebauten Lautsprechern ausgerüstet. Mit drei Köpfen, getrennten Wiedergabe- und Aufnahmevorverstärkern, drei Geschwindigkeiten und einem Hysterese-Synchron-Motor ist das außergewöhnlich kleine und ebenfalls von Waltham vertriebene Gemsonic 806 von Fidela für Netzbetrieb ausgestattet.
Br/se

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