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"tonband" - Heft 2 • März 1964 • 1. Jahrgang

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Die Industrie meldet im März 1964
Neue Tonbandgeräte

Auf der diesjährigen Hannover Messe stellte die Industrie eine ganze Reihe neuer Tonbandgeräte vor.

Telefunken in Hannover 1964

Bei Telefunken wurde die sechs Jahre lang gebaute 70er-Serie durch vier Geräte der 100er-Serie abgelöst. Das M 104 und das Magnetophon automatic II sind Zweispurgeräte mit einer Bandgeschwindigkeit (9,5 cm/s). Das M 105 ist ein Zweispurgerät und das M 106 ein Vierspurgerät. Beide sind mit zwei Bandgeschwindigkeiten ausgestattet (Bild 1). Das M 104 besitzt eine automatische Umschaltung Radio/Micro und eine Laufzeitskala. Die Typen M 105 und M 106 sind mit der Möglichkeit elektrischer Fernbedienung versehen.

Bei allen diesen Geräten befinden sich die Anschlußbuchsen an der linken Geräteseite, damit rechts aufzustellende Dia- und Schmalfilmsteuerteile bequem zu benutzen sind. Die Klangqualität in den Höhen und Tiefen wurde dank größerer Gehäuse, eines neuen Lautsprechers und neuer Endstufendimensionierung verbessert. Bei den Typen automatic II, 105 und 106 ist das Zählwerk mit drucktastengesteuerter Rückstellung versehen. Das netzunabhängige Batterietonbandgerät M 300 ist schon in Tabelle 3 unserer Tonbandgeräte- Übersicht in Heft 1 enthalten.

Uher in Hannover 1964

Uher überraschte durch das 22 HiFi-Spezial, ein Transistor-Tonbandgerät, das besonders als Baustein für HiFi-Anlagen entwickelt wurde (Bild 2). Das Gerät ist für Mono- und Stereo-Aufnahme und -Wiedergabe sowie Multiplay eingerichtet. Das Zweispur-Gerät ist mit den Bandgeschwindigkeiten 19 und 9,5 cm/s ausgestattet. Unter der Bezeichnung 24 HiFi-Spezial ist es auch als Vierspurgerät lieferbar.

Die Aussteuerungs-Anzeige erfolgt über zwei Meßinstrumente mit beleuchteter Skala. Es hat getrennte Magnetköpfe für Aufnahme- und Wiedergabe, was auch bei Stereobetrieb Vor- und Hinterband-Kontrolle gestattet. Der niederohmige Mithörausgang gestattet den Anschluß hochwertiger dynamischer Kopfhörer. Technische Ausstattung, Leistungsdaten und Form dieses endstufenlosen Tonbandgerätes verraten unverkennbar die Merkmale der internationalen Spitzenklasse.

BUTOBA in Hannover 1964

Die Schwarzwälder Firma Butoba bietet ein neues, elektronisch gesteuertes Transistor-Tonband-Koffergerät an (Bild 3). Das Zweispurgerät mit 15 cm maximalem Spulendurchmesser bietet drei Bandgeschwindigkeiten (4,75, 9,5 und 19 cm/s) und kann wahlweise mit Batterie, Akku, Autobatterie oder am Netz betrieben werden. Es besitzt drei Eingänge (Mikro, Radio, Phono), Aussteuerungsanzeige durch Instrument, Batteriespannungsanzeige, Betriebsanzeige durch Lämpchen und dreistelliges Zählwerk. Das ohne Batterien 3,5 kg schwere Gerät ist mit drei Motoren ausgestattet (unverbindlicher Richtpreis 700,- bis 750,- DM).

Saba in Hannover 1964

Den Tonbandfreunden unter den Autofahrern bietet Saba das wohlgelungene Sabamobil (Bild 4), ein Gerät für Tonbandwiedergabe von geschlossenen Spezialkassetten, die in Viertelspur bespielte Tonbänder enthalten. Die Ariola hat als Musikmagazine schon ein ganzes Programm bespielter Kassetten vorrätig, von denen jede einzelne Musik für 4 x 30 Minuten enthält. Da das Gerät während des Fahrens bedient werden muß, wurde große Sorgfalt auf einhändige Bedienbarkeit gelegt. Ein Rundfunkempfangsteil für den Mittelwellenbereich gibt ihm gleichzeitig die Funktion eines Autoradios. Sicher wird das Sabamobil eines Tages auch für Tonbandaufnahme eingerichtet werden, was seine Vielseitigkeit nochmals erhöhen würde.

Philips in Hannover 1964

Für den Philips Taschenrecorder 3300 (s. Tonband Nr. 1, S. 8) gibt es jetzt eine Autohalterung mit einem durch eine Hebelmechanik aus- und einfahrbarem Fach. Er kann entweder mit dem Autoradio verbunden werden oder eine eigene Verstärkereinheit zur Wiedergabe erhalten, so daß neben der Aufnahme im Wagen auch die Wiedergabe möglich ist.

Außerdem zeigte Philips ein neues Tonbandgerät RK 34. Das Vierspur- Transistor- Gerät hat zwei Bandgeschwindigkeiten (4,75 und 9,5 cm/s). Es wurde sehr viel Wert auf einfache Bedienbarkeit gelegt. Ein eingebautes Mischpult macht es vielseitig verwendbar.

Grundig in Hannover 1964

Die Firma Grundig, die ihr bewährtes Tonbandgeräte-Programm unverändert ausstellte, brachte im letzten Moment doch noch einen Messeschlager heraus. Das elektronische Notizbuch EN 3 (Bild 5) ist ein kleines, batteriebetriebenes Gerät für Aufnahme und Wiedergabe im Taschenformat und 385 Gramm leicht. Die 57m Triple-Band in der Kassette reichen im Zweispurbetrieb für 45 Minuten Aufnahmezeit aus.

Bang & Olufsen in Hannover 1964

Der durch die Firma Transonic, Hamburg, vertretene dänische Hersteller Bang & Olufsen stellte das Spitzentonbandgerät Beocord Stereomaster vor (Bild 6). Das Zweispur-Gerät ist mit einem kompletten HiFi-Verstärker ausgestattet. Die wichtigsten Merkmale des Gerätes sind: Eingebautes Mischpult mit 4 Stereo-Flachbahnreglern (3 Stereoeingänge); Vor- und Hinterbandkontrolle; Multiplay; Aussteuerungskontrolle durch Instrumente; getrennte Aufnahme- und Wiedergabeverstärker, getrennte Aufnahme- und Wiedergabeköpfe; Echo mit drei verschiedenen Zeitkonstanten entsprechend der drei Bandgeschwindigkeiten. Das Koffermodell enthält im zweiteiligen Deckel zwei Lautsprecher.

Neue Mikrofone in Hannover 1964

Auch auf dem Mikrofonsektor gab es einige Neuheiten. Da die technischen Daten aller dieser Mikrofone in der in diesem und im nächsten Heft enthaltenen Übersicht verzeichnet sind, dürfen wir uns hier auf die Angabe der Typen und ihrer wesentlichen Merkmale beschränken.

AKG in Hannover 1964

Die Messeneuheit der Firma AKG, München, was das Echo-Mikrofon DX11 (Bild 7), das als Kombination ein hochwertiges dynamisches Richtmikrofon, ein Nachhallelement aus Drahtfedern, einen Transistor-Verstärker, ein Regelglied und eine Batterie enthält (Richtpreis 280- DM). Es gestattet die Verhallung der einzelnen Schallquelle.

Beyer in Hannover 1964

Ein ganzes Neuheiten-Programm brachte die Firma Beyer, Heilbronn. Da auch diese Mikrofone in unserer Übersicht enthalten sind, seien nur die Typen erwähnt:
Dynamisches Bändchenmikrofon M 360 (Bild 8), die dynamischen Tauchspulen-Mikrofone M 69, M 67, M 80, M 641, M 610, M 57 und das M 57/V für Funksprechanlagen. Die große Neuheit von Sennheiser ist das Punkt-Richtmikrofon mit keulenförmiger, weitgehend frequenzunabhängiger Richtcharakteristik.

Nützliches Zubehör von Asco in Hannover 1964

Die Firma Asco, Mönchweiler, stellte einen kleinen, preiswerten Universalverstärker - UV5 vor (Bild 9). Der batteriebetriebene, einfache und doch vielseitige Transistor-Verstärker (75.- DM) eignet sich trefflich für Tonband-Spielereien. Er besitzt zwei Eingänge. Einen hochohmigen, für hochohmige Mikrofone, und einen für niederohmige Spannungsquellen. An die beiden Lautsprecherausgänge können dynamische Kopfhörer ebenso angeschlossen werden wie 5 Ohm-Lautsprecher (durch Umstöpseln).

HECO und Bang & Olufsen in Hannover 1964

Zwei Miniatur-Boxen in HiFi-Qualität wurden von den Firmen Hennel, Schmitten, und Bang & Olufsen, Dänemark, vorgestellt. Die Heco-B 130 (Richtpreis 198.- DM) hat bei Abmessungen von 254 x 159 x 174 mm einen Frequenzumfang von 50-22000 Hz; Inhalt 5 I; Belastbarkeit 10W Programm; Impedanz 4Ohm; Tieftöner und Hochtöner mit Frequenzweiche (Bild 10). Nicht viel größer ist die Druckkammerbox von B&0 mit den Abmessungen 280 x 15 x 250 mm (Bild 11). Diese kleinen Boxen bringen eine hervorragende Wiedergabequalität, die man sonst nur von wesentlich größeren Boxen erwartet. Dem Tonbandamateur, der großen Wert aut Beweglichkeit legt, bieten sie die Möglichkeit einer wesentlichen Verbesserung der Wiedergabe.

Schuba Tonbänder in Hannover 1964

Die Firma HG und P. Schukat, Monheim, vertreibt unter dem Namen Schuba-Tonbänder amerikanische Acetat- und Polyesterbänder. Lang-, Doppel- und Dreitachspielbänder liegen in den Spulendurchmessern 13, 15 und 18 cm vor, die beiden letzteren auch aut 8 cm-Spulen.

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