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"tonband" Heft 1 • Februar 1968 • 4. Jahrgang
"DIA-VERTONUNG EINMAL ANDERS"

Der „Bau" einer Tonbildschau gliedert sich - blockweise gedacht - in vier Teile:
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  • 1. Zusammenstellung der Bildfolge und des Textes;
  • 2. Musik- bzw. Geräuschein-spielung;
  • 3. Aufsprache des Begleittextes;
  • 4. Setzen der Schaltimpulse.

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Hierbei ist jedoch keineswegs gesagt, daß die Reihenfolge in allen Punkten dieser Aufzählung entsprechen müßte. Bei fast allen Verfahren der Diavertonung, wie sie in den Veröffentlichungen der verschiedenen Verfasser (in den vorangegangenen Heften) beschrieben werden, wird angeraten, die Textaufsprache während des Durchlaufens der Diaserie vorzunehmen.

Die Überforderung des "Vertoners"

Der große Nachteil dieser Methode ist nicht so sehr die Gefahr, daß unter Umständen Schaltgeräusche des Projektors mit auf das Band kommen können, sondern es ist die Überforderung des Vertoners durch das gleichzeitige Bedienen und Beobachten des Projektors und des Bildes, des Magazinwechsels, Manuskriptes und eventuell noch einer Stoppuhr.

Im „Einmannbetrieb" sind dadurch Fehler kaum zu vermeiden. Diese Nachteile lassen sich in eleganter Weise durch das Zweibandverfahren vermeiden. Fragen der Bildzusammenstellung und der Textgestaltung sollen hier nicht behandelt werden. Man wird zugunsten der flüssigen Textformung und des „roten Fadens" die Diafolge sorgfältig und überlegt vornehmen.

die Standzeiten der einzelnen Dias + Wechselzeiten

Das tragende Gerüst einer Diaschau in bezug auf den zeitlichen Ablauf sind zweifellos die Standzeiten der einzelnen Bilder. Bereits beim Zusammenstellen der Serie und beim Verfassen des Manuskriptes wird man sich zweckmäßig Notizen über die einzelnen Standzeiten machen, die im wesentlichen vom Aussagegehalt der Bilder mitbestimmt werden.

Standzeiten sind aber keine Wechselzeiten! Die Standzeit eines Bildes muß um die Dauer der Schaltzeit des Projektors verlängert werden, die (je nach Fabrikat verschieden) im Mittel etwa 1 bis 1,5 s betragen dürfte.

Diese Zeit ist der gewünschten Standzeit hinzuzuzählen und ergibt die uns allein interessierende Wechselzeit.

Proben bzw. Üben ist angesagt

Im Manuskript werden alle Dias mit fortlaufenden Nummern versehen, und zwar auch solche Dias, zu denen kein Text vorgesehen ist; ebenso auch sogenannte Schwarzbilder.

Anhand des fertigen Manuskriptes wird dann eine Probevorführung der Serie unter Einhaltung der notierten Wechselzeiten gemacht.

Etwaige wünschenswerte Korrekturen dieser Zeiten können im Manuskript jetzt noch vorgenommen werden, später geht dies nicht mehr.

Die jeweiligen Probevorführungen mit dem Projektor sollten zur Schonung der teuren Projektionslampen entweder mit einem geeigneten Vorschaltwiderstand gemacht werden, oder man verwendet dazu - wie der Verfasser es macht - ältere „verrauchte" Projektionslampen.

  • Anmerkung : In 1967 waren die 250 Watt 24 Volt Halogen-Stiftlampen noch richtig teuer. Osram hatte da seine Finger drauf. Ob das ein Patent oder ein Gebrauchsmusterschutz war, ist nicht mehr bekannt.

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Die Einsatzpunkte der Textstellen markieren

Nachdem nunmehr Manuskript und Wechselzeiten „stehen", gilt es jetzt, die späteren Einsatzpunkte der Textstellen so zu markieren, daß der Sprecher seine ganze Aufmerksamkeit nur noch auf sein Manuskript zu konzentrieren braucht, ohne Uhren und dergleichen beobachten zu müssen.

Ein Tonbandgerät mit Playbackbetrieb ist hilfeich

Für die nun folgende Vertonungsarbeit benötigen wir ein Tonbandgerät, bei dem Stereo- oder Playbackbetrieb möglich ist. Das bedeutet in diesem Falle: Zwei Spuren in der gleichen Bandlaufrichtung mit der Möglichkeit, während der Besprechung einer Spur das Tonereignis der anderen Spur im Kopfhörer zu hören. Es war eingangs die Rede vom Zweiband-Verfahren. Wir unterscheiden zwischen einem sogenannten „Arbeitsband" und dem späteren Vorführband.

Es geht los - mit der Stoppuhr

Doch nun zur Praxis: Der Projektor wird vorführfertig (mit alter Lampe oder Vorschaltwiderstand) aufgestellt. Das Fernsteuerkabel wird angeschlossen. Das Diasteuergerät wird jetzt noch nicht benötigt. Auf dem Tonbandgerät ist das Arbeitsband aufgelegt, dem man zwecks späterer Aufspielung der Einleitungsmusik etwa eine halbe bis eine Minute Vorlauf gibt. Unser Manuskript liegt vor uns, die Diamagazine sind bereitgestellt.

Ferner wird eine Stoppuhr benötigt - man kann sich aber sehr gut mit jeder anderen Uhr behelfen, wenn sie einen deutlich sichtbaren großen Sekundenzeiger hat. Jedes beliebige Mikrofon ist verwendbar. Um nicht behindert zu sein, hänge ich mir ein Mikrofon um den Hals. Welche der beiden Parallelspuren wir jetzt besprechen, ist gleich - ich habe mir angewöhnt, zunächst die untere Spur zu wählen.

und dem „Gerüstbau" unserer Diavertonung

Beginnen wir also mit dem „Gerüstbau" unserer Diavertonung, d. h. mit dem Festlegen der Wechselzeiten unserer Bilder: Nachdem das Band läuft, bringt ein Druck am Fernsteuerschalter das erste Dia in den Strahlengang des Projektors - ins Mikrofon spricht man „Eins". Während der ganzen Vorführung wird zum jeweiligen Dia die entsprechende Folgezahl im Moment der Diaschaltung ins Mikrofon gesprochen. Hierbei werden die im Manuskript notierten Sekundenwerte der Wechselzeiten auf der Uhr kontrolliert und eingehalten. Man hat es jedoch noch immer in der Hand, wenn man beim einen oder anderen Bild die Standzeit nach oben oder unten variieren will.

Je nach dem letzten Bild eines Magazines wird nach Ablauf der zugehörigen Standzeit der Bandlauf mit der Schnellstoptaste gestoppt - das Dia ins Magazin zurückgeschaltet und das neue Magazin eingeschoben. Die „Vorführung" nimmt wie bisher ihren Fortgang bis zum Schlußbild. Trotz einer anzustrebenden Ausgewogenweit im Dia-Ablauf braucht man keineswegs ängstlich an der Uhr zu hängen, sondern darf sich auch vom Gefühl leiten lassen.

Der Trick mit den aufgesprochenen Nummern der Dias

Nachdem auf diese Art alle Einsatzpunkte für den Text auf der - beispielsweise unteren - Spur aufgesprochen sind, wird das Band zurückgespult und kontrolliert. Der Projektor wird nun beiseitegestellt. Nunmehr erfolgt die Aufsprache des Textes. Das Tonbandgerät wird zu diesem Zweck so geschaltet, daß mit dem Kopfhörer die vorher mit den Zahlen besprochene Spur abgehört wird, während auf die noch freie - obere - Spur der Text aufgesprochen werden kann. Bei jeder Gerätetype werden diese Schaltungen etwas anders sein; wir entnehmen sie der Betriebsanleitung. Der Gerätelautsprecher bleibt ausgeschaltet.

Hilfreich sind jetzt die Nummern über Kopfhörer

Nach dem Ausrasten der Stoptaste und damit Freigabe des Bandlaufes werden die vorher auf die untere Spur gesprochenen Nummernangaben im Kopfhörer hörbar. Das Ertönen dieser Nummern nimmt das Mikrofon nicht auf; die Lautstärke im Hörer wird man ohnehin schwach einstellen. Auch wird man den Hörer nur ganz leicht an die Ohren bringen, um beim Sprechen nicht irritiert zu werden.

Volle Konzentration auf das Manuskript und den Raum

Die Aufsprache des jeweiligen Bildtextes beginnt nun immer in dem Augenblick des Ertönens der Nummer im Hörer. Dadurch ist es möglich, das Auge ganz auf das Manuskript zu konzentrieren, und man ist befreit von der ständigen Beobachtung einer Uhr. Man wird erstaunt sein, wie leicht und sicher die Textaufsprache gelingt.

Zur Vermeidung von unerwünschtem Hall sollte man im „Sprechraum" die Vorhänge zuziehen, und der Sprecher sollte mit dem Rücken zu einem Vorhang sitzen, ungefähr 50 bis 100 cm davon entfernt. Geräusche beim Umblättern kommen nicht auf das Band, wenn man während des Rascheins den Bandlauf kurz stoppt. Ein kurzer Mikrofonabstand von ca. 30 cm sichert klare Sprachverständlichkeit.

Zum fertigen Text kommen jetzt Musik und Geräusch

Wir haben also nun auf unserem „Arbeitsband" den fertigen Text unserer Diaschau auf der oberen Spur. Nach der Kontrolle des Aufgesprochenen interessiert uns die untere Spur mit den Zahlen nicht mehr. Die Aufnahme von Musik und Geräuschen synchron zum bereits aufgesprochenen Text geschieht technisch wie bei normalen Umspielungen.

Die vorher ausgesuchten Stücke werden an den entsprechenden Stellen von einem zweiten Tonbandgerät bzw. Plattenspieler auf die Spur unseres Arbeitsbandes überspielt, auf der vorher die Zahlen aufgesprochen waren; in unserem Falle also die untere Spur.

Wir hören - je nach Art des Gerätes oder unserem Belieben - die obere Text-Spur und blenden nach unserem Gestaltungswillen dazu auf der unteren Spur die Musik ein. Auf diese Weise wird die Musik genau an der zum Text passenden Stelle aufgenommen. Die Musikeinblendungen können jederzeit geändert oder wiederholt werden, ohne daß dabei der Text gefährdet wird.

Text und Musik werden auf eine Spur gemischt

Text und Musik „stehen" jetzt. Sie müssen nunmehr auf das in Aussicht genommene Vorführband - auf eine Spur gemischt - überspielt werden. Das grundsätzliche Schema ist hierbei, daß die an unserem Stereogerät an den Ausgangsbuchsen getrennt abgenommenen Tonereignisse mittels eines geeigneten Gliedes gemischt und als Summe auf ein normales Tonbandgerät aufgespielt werden.

Dieses „Mischglied" sollte nach Möglichkeit veränderlich sein, um nach der Art eines Stereo-Balancereglers den Lautstärkeanteil von Sprache und Musik ins richtige Verhältnis zu bringen. Es wird nicht immer gelingen, schon gleich auf dem Arbeitsband das gehörrichtige Verhältnis zu erzielen.

Bild 1 zeigt die höchst einfache Schaltung mit einem Potentiometer mit linearem Verlauf von "100kOhm. Bild 2 zeigt den Regler in eine kleine Blechdose eingebaut.

Skalenmitte ist normal = beide Spuren werden im Originalverhältnis übertragen. Im Bereich 4 bis 0 wird die Sprachaufzeichnung von Spur 1 angehoben, während die Musik im gleichen Wert zurückgeht. Im oberen Bereich 4 bis 8 wird die Musik gegen die Sprache bevorzugt.

Aufpassen beim erstellen der Schaltimpulse

Es fehlen jetzt noch die Schaltimpulse auf unserem Vorführband. Mittels eines Dia-Steuergerätes werden diese Impulse auf die noch freie - untere - Spur aufgebracht. Bevor wir dieses machen, wäre es angebracht, eine kleine Überlegung anzustellen.

Normal ist der Vorgang so, daß beim ersten Durchlauf der Diaserie die Schaltimpulse für späteren automatischen Ablauf der Vorführung mit der Hand am Schaltknopf des Steuergerätes eingetastet werden. Macht man dieses Eintasten so, daß es jeweils bei Ertönen des Textes geschieht, so werden auch bei der späteren automatischen Vorführung Diawechsel und Textbeginn zusammenfallen.

Dies sollte aber nicht sein. Die Zuschauer sollten nicht im gleichen Augenblick mit Bild und Ton konfrontiert werden, sondern es sollte das Bild mindestens 1 Sekunde vor dem zugehörenden Text stehen. Hinzu kommt noch, daß der Schaltvorgang im Projektor - je nach Fabrikat - ebenfalls 1 bis 1,5 Sekunden beansprucht. Wir kommen damit auf eine Zeit von 2,5 bis 3 Sekunden, um die der Schaltimpuls des Steuergerätes v o r dem Textbeginn erfolgen muß.

Mit Hilfe eines kleinen Kunstgriffes läßt sich diese Forderung leicht und elegant erfüllen. Beim Eintasten der Schaltimpulse am Steuergerät stellen wir dieses nicht direkt am Tonbandgerät auf, wie dies bei der (späteren) Vorführung geschieht, sondern - je nach verwendeter Bandgeschwindigkeit - weiter nach rechts versetzt. Arbeiten wir mit der Standardgeschwindigkeit von 9,5 cm/s, so entfernen wir unser Steuergerät vom Tonbandgerät um soviel mal 9,5 cm, als wir "Sekundenvorzeit" wünschen - bei 3 Sekunden also etwa 28 bis 29cm (siehe Bild 3). Zweckmäßig macht man sich ein kleines Hilfsgestell für das Steuergerät, oder klemmt es mit einer Zwinge am Tisch fest. Der Verfasser bastelte ein Hilfsgestell, das in der Praxis noch mit einem Bügeleisen beschwert wird.

Die eigentlichen Schaltipulse setzen

Nun der Vorgang des Impuls-Setzens selbst: Projektor, Tonbandgerät mit - dem entsprechend wegversetzten - Steuergerät werden aufgestellt; das Manuskript liegt bereit (für den Projektor wieder alte Lampe oder Vorschaltwiderstand).

Schalter am Steuergerät auf „Aufnahme". Jetzt beginnt die Vorführung. Die Einleitungsmusik klingt auf. Dann das erste Wort des Textes. In diesem Moment drücken wir den Impulsknopf des Steuergerätes: Das erste Bild erscheint und mit ihm kommt der Schaltimpuls auf das Band. So fahren wir fort, bis unsere Serie fertig ist.

Vertippt man sich mal beim Impulssetzen, ist das nicht weiter schlimm: Band und Diamagazin werden - nachdem das Schaltkabel des Steuergerätes vom Projektor gezogen ist - bis über die Fehlerstelle zurückgefahren, aufeinander abgestimmt, und der Vorgang kann neu beginnen.

Die fehlerhaften Impulse werden automatisch gelöscht, genau wie bei Bandaufnahmen. Vorsicht dann bei der nachherigen Probevorführung sowie natürlich bei allen Vorführungen: Immer vorher sich überzeugen, ob der Schalter des Steuergerätes jetzt auf „Wiedergabe" steht, sonst erfolgt die Löschung der aufgebrachten Impulse!

Noch ein paar Worte über die Dia-Standzeiten.

Allgemeinverbindliche Werte lassen sich hier nicht angeben. Je nach Aussagegehalt der Bilder oder der erforderlich gehaltenen Textlänge können sich sehr unterschiedliche Standzeiten ergeben.

Gleichartige, szenisch verwandte Bilder wird man der Flüssigkeit des Vortrages wegen im einzelnen kürzer stehen lassen. Bei einer Landschafts-Serie könnten als normale Standzeiten 13 bis 16 Sekunden gelten; inhaltsreiche Bilder können ohne weiteres bis zu 20 Sekunden stehen. Landkarten u. ä. müssen so lange stehen, bis sich der Zuschauer zunächst einen kurzen Überblick verschafft hat, um dann eventuell den Erläuterungen mit Text und Lichtzeiger ohne Hetze folgen zu können.

Wir sollten nie vergessen, daß wir eine von uns gestaltete Serie durch und durch kennen, daß aber unser Publikum vor etwas Neues gestellt wird und nur Genuß hat, wenn es auch mitkommt.

Es kann auch DIAs ohne Texte geben

Der aufmerksame Leser wird noch etwas vermissen - nämlich, wie ist das Impulssetzen nun bei Dias, die keinen eigenen Text haben, weil sie vielleicht auch keinen benötigen? Woher weiß man beim Eintippen der Impulse, wann es an der Zeit dafür ist? Ganz einfach: Unser Manuskript hilft uns hier. Und zwar werden wir
der Einfachheit halber mit sogenannten „Summenzeiten" arbeiten - allerdings benötigen wir dazu eine Stoppuhr, ohne die ein richtiger Tonbandler nicht auskommen wird.

Ein kleines Beispiel wird instruktiver sein als viel Theorie:

Angenommen, das letzte Bild mit Text habe eine 16 Sekunden dauernde Wechselzeit. Dann folgen 4 Bilder ohne Text mit den (im Manuskript vermerkten!) Zeiten 12, 10, 10, 13 Sekunden. Beim Ertönen des Textes wird zunächst der Wechselimpuls für das Erscheinen des zugehörigen Bildes getippt und gleichzeitig die Stoppuhr gestartet.

Beim Sekundenstand (auf der Uhr) 16 kommt der Impuls für das erste der textlosen Bilder. Die Stoppuhr läuft weiter! Beim Sekundenstand 28 - gleich 16 + 12 -nächster Impuls. Die folgenden Impulse erfolgen dann beim Stande 38 - zweites „Textloses" - und 48 - drittes „Textloses". Also Summenzeiten: 16, 28, 38, 48. Nun folgt das vierte Dia mit 13 Sekunden Wechselzeit. Das wäre nach der Uhr 61.

Diese Zeit braucht aber nicht mehr von der Stoppuhr abgenommen zu werden, da ja das Ende der 13 Sekunden zusammenfällt mit dem Impuls, der das nächste Bild m i t Text bringt; und somit wieder von seinem Textbeginn „kommandiert" wird.

Dieses Verfahren schafft genaue Wechselzeiten auch bei Dias ohne Text und ermöglicht eine fortlaufende Kontrolle über den augenblicklichen Stand im Manuskript. Erleichtert wird das Verfahren, wenn man die zusammengehörigen Summenzeiten in Kästchen setzt. Keine Angst, wenn sich manches etwas schwierig lesen sollte!

Zusammenfassung und Hinweis auf das Letzte DIA

Man wird in der Praxis finden, daß dieses Verfahren mit zwei Bändern sehr leicht ist und in allen Teilen retuschierfähig. Hinzu gesellt sich ganz von selbst noch ein beachtenswerter Vorteil: Man hat - ähnlich wie in der Fotografie das Negativ - für seine Serien ein Arbeitsband, von dem jederzeit wieder ein Vorführband gezogen werden kann, falls - was dem Vernehmen nach gar nicht so selten vorkommt - in der Aufregung der kommenden Vorführung vor kritischem Publikum versehentlich beim Bandstart auf Aufnahme geschaltet wird. Die einzige zusätzliche Arbeit bei der neuen Kopie ist nur das Impulssetzen, aber die Hauptsache - Text und Musik - bleiben erhalten.

Noch ein guter Rat zum Schluß: Es ist im Interesse einer sauberen Abrundung einer Tonbildschau erforderlich, daß als letztes Bild ein „Schwarzbild" kommt. Nichts stört mehr, als wenn plötzlich in das Dunkel des Vorführraumes der grelle Lichtstrahl des Projektors knallt. A. K. (Albrecht Kohler)

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