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"tonband" - Heft 5 • Okt. 1967 • 4. Jahrgang

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INDUSTRIE-NOTIZEN
Tragbares Bildtonbandgerät von Sony

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  • Anmerkung : Es fängt an. SONY zeigt zukunftsweisende Geräte und "die Deutschen" staunen Bauklötzer - vor allem über den erschwinglichen Preis. Ich natürlich - mit meinen 18 Jahren - auch, denn ein Tonbandgerät, das Bilder aufnehmen kann und auch gleich wiedergeben kann, das hatte ich noch nicht in natura gesehen. Mehr darüber finden Sie in der Biographie meines Vaters Gerhard Redlich im Fernsehmuseum. (ganz unten am Ende)

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Auf der diesjährigen Internationalen Elektronik-Schau, die vom 28. September bis 4. Oktober 1967 in Osaka/Japan stattfand, stellte die Sony Corp., Tokio, neben zahlreichen Neuigkeiten ein batteriebetriebenes Transistor-Videobandgerät vor (siehe Bild), das den Freunden der Hobby- und Berufsphotografie neue Möglichkeiten bietet. Die Bild- und Tonaufnahmen werden mit Hilfe eines Sony-Heim-Videobandgerätes abgespielt. Das Gerät wiegt nur etwa 4,5 kg und ist sehr einfach zu bedienen. Mit einer Größe von 11,4 x 14,0 x 32,5 cm gehört das Sony-Videobandgerät, das mit normalen Batterien betrieben wird, zu den kleinsten seiner Art.

INDUSTRIE-NOTIZEN
Neuer Phono- und Schallplattenverlag Bluthard

Der durch seine Lehrkurse im Ring der Tonbandfreunde bekannte Amateur Heinz Bluthard aus Stuttgart ist ins Lager der Profis gegangen: Als Phono- und Schallplattenverlag Heinz Bluthard bietet er technische Fernkurse, bespielte Unterhaltungstonbänder, Schlagzeug Rhythmuston-bänder, Geräuschbänder, Humorschallplatten, kommerzielle Tonaufnahmen in HiFi-Stereo, HiFi-Beratung und Verkauf.

Das augenblickliche Lieferprogramm gliedert sich in fünf Gruppen:

1. Tonbandfernkurse - unterhaltsame und lehrreiche Fernkurse auf Tonband, die von Amateuren für Amateure aufgenommen wurden. Diese völlig neue Art technischer Fachliteratur ist in drei Jahren ein solcher Erfolg geworden, daß der Welt-Service von Heinz Bluthard jetzt schon über 3000 Kopien hergestellt hat, die nicht nur in der Bundesrepublik, sondern auch in Argentinien, Australien, Mexico, Südafrika, Südwestafrika, Israel, der Türkei, Norwegen, Schweden, Dänemark, den USA, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Holland, in der Schweiz, Österreich und sogar in Brasilien gehört werden. Neu sind in den Fernkursen erschienen „NWT/IWT 1966 mono" und „NWT/IWT 1966 stereo", beide Bänder können ohne Kopiergebühr bezogen werden.
2. Geräuschbänder - in Studioqualität für Tonband-, Film- und Fotoamateure für Vertonungsarbeiten aller Art. Für den, der gerade einige spezielle Geräusche sucht, bietet sich die Möglichkeit, einzelne Geräusche nach freier Wahl zu beziehen.
3. Schlagzeugband - 8 moderne Tanzrhythmen in HiFi-Stereo, gespielt vom brillanten Schlagzeuger Roland Wittich vom Orchester Horst Jankowski. Jeder Rhythmus hat die Standardlänge von 64 Takten. Dieses Band dient als Untermalung für Playbackaufnahmen, als Begleitrhythmus für Elektronik-Orgeln oder für Musikschüler als gute Unterstützung beim Üben. Das Band enthält folgende Rhythmen: Quickstep, English Waltz, Dixie, Cha-cha-cha, Bossa Nova, Beat, Twist und Marschrhythmus.
4. Partyband,
5. Partyplatte - originelle Unterhaltung in effektvoller Stereo-Wiedergabe. Über sein gesamtes Lieferprogramm hat Heinz Bluthard ausführliches Werbematerial zusammengestellt, das interessierte Leser über Stuttgart, Neue Brücke, anfordern können. se.

"Deutsche Rundfunkmuseum Berlin"
1967 - Schall sichtbar gemacht

Knöpfe, an denen man drehen, und Tasten, die man drücken kann, sowie große Modelle, die sonst geheimnisvoll scheinende Vorgänge verständlich machen - solch „technische Spielereien" beweisen immer wieder ihre Anziehungskraft. Das galt denn auch für das Deutsche Rundfunkmuseum Berlin, das anläßlich der Funkausstellung seine Pforten öffnete.

Schon im Anfangsstadium zeigt diese jüngste deutsche Dauerausstellung die ganze Vielfalt vom einfachen Detektorempfänger über die verschiedensten Entwicklungsstadien bis zur modernsten Sende- und Empfangstechnik. Große Bedeutung für die Programmgestaltung im Rundfunk hat heute vor allem die magnetische Schallaufzeichnung. Sie bringt in die Sendungen die erforderliche Perfektion.

Jeder Tonbandamateur kennt die Möglichkeiten, Schnitzer und Wortverdreher aus dem Magnetonband zu schneiden. Solche Korrekturen sowie die Möglichkeit der Stoffauswahl aus der Vorproduktion bei Interviews, Dokumentarberichten usw., schließlich die bequeme Handhabung eines Magnetband-Schallarchivs machen die magnetische Schallaufzeichnung heute unentbehrlich im Rundfunk-Sendebetrieb. Deshalb findet das Magnetband-Verfahren im Rundfunkmuseum eine gebührende Würdigung.

In dieser Sammlung ist auch ein von Agfa-Gevaert gestiftetes, großes Funktionsmodell eines Tonbandgerätes enthalten (siehe Bild). Das Besondere daran ist, daß alle Vorgänge, die sonst beim Tonbandgerät unsichtbar verlaufen, im übergroßen Maßstab sichtbar gemacht werden. Man sieht deutlich in Riesenformat die Tonköpfe: Löschkopf, Aufnahmekopf und Wiedergabekopf. Ein Förderband mit aufgestreuten Eisenfeilspänen übernimmt die Funktion des Magnetonbandes. Durch Knopfdruck kann der Besucher sich selbst vorführen, welchen Einfluß z. B. die Bandgeschwindigkeit auf die aufgezeichnete „Bandwellenlänge" hat. Dieses Demonstrationsgerät stellt als modernes „audio-visuelles" Anschauungsmittel auch für den Laien - der ja unter den Besuchern des Rundfunkmuseums zahlenmäßig am stärksten vertreten ist - eine schnelle und sichere Informationsmöglichkeit über das Magnetband-Verfahren dar.

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