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Heft 3 • August 1965 • 2. Jahrgang

In 1965 war die Schmalfilmvertonung von 8mm Filmen, evtl. sogar "Super 8" das Optimum der Hobbyisten, mehr war finanziell nicht mehr drin. Darum ein ganz ausführlicher Artikel.

Inhalt

Schmalfilm Vertonung (ist ausgelagert) 38
Wie funktionieren unsere Tonbandgeräte (Teil 3) (ist ausgelagert) 54
Notizen 57
Industrie 59

Liebe tonband-Freunde

Nun haben wir doch anders disponiert als es in Heft 2 angekündigt war. Im vorliegenden Heft befassen wir uns gründlich mit der Schmalfilmvertonung. Sie ist sicher eine der reizvollsten Varianten des Tonband-Hobbys, weil sie ja die Kombination zweier Steckenpferde darstellt.

Wie erwartet, brachte die Hannover-Messe nicht allzuviel Neues auf unserem Sektor. Über das Wichtigste berichten wir in diesem Heft. In der letzten Ausgabe dieses Jahrgangs - und deshalb haben wir es doch vorgezogen, sie nach der Funkausstellung erscheinen zu lassen - werden wir die Neuheiten dieser größten Messe der Unterhaltungs-Elektronik vorstellen.

Wenn Sie selbst nach Stuttgart kommen, so würden wir uns über Ihren Besuch an unserem Stand Nr. 652 in Halle 6 sehr freuen.
Ihre tonband-Redaktion

Anmerkung : Endlich nicht mehr "herzlichst Ihr .....", wie schön.

Zweiband-System :
Zweiband-Anlage mit Tonkoppler

Beim Zweibandverfahren nimmt ein getrenntes Tonbandgerät die Vertonung auf. Um den Gleichlauf zu dem „Stummfilmprojektor" herzustellen, ist die Zwischenschaltung eines Tonkopplers erforderlich. Dieser Tonkoppler steuert die Laufgeschwindigkeit des Projektors in Abhängigkeit von der Bandgeschwindigkeit eines serienmäßigen Tonbandgerätes, mit dem vertont wird. Leider passen die speziellen Tonkoppler eines Herstellers nur zu seinen Projektoren. Die darauf vertonten Filme sind unter Verwendung sogenannter Clubrollen innerhalb eines Fabrikates, allerdings nicht von Fabrikat zu Fabrikat austauschbar.

NOTIZEN
Woche des Tonbandes in Fulda

Vom 19. bis 26. September 1965 findet in Fulda unter der Schirmherrschaft des hessischen Kultusministers, Professor Dr. Schütte, die „Woche des Tonbandes 1965" statt. Der Deutsche Tonjägerverband hat sich die sinnvolle Freizeitgestaltung in enger Zusammenarbeit mit den Volkshochschulen zum Ziel gesetzt. Sprachlabors und programmierter Unterricht lassen dabei das Tonbandgerät auch für die Schulen zu einem bedeutsamen Kulturwerkzeug werden. Weitere Auskünfte gibt der Deutsche Tonjägerverband, Nürnberg. se.

NOTIZEN
Deutsche Funkausstellung 1965 Stuttgart

Mit 12 Sonderschauen, einem reichhaltigen Angebot der Industrie und einem umfangreichen Rahmenprogramm bildet die Deutsche Funkausstellung 1965 vom 27.8. bis 5.9. auf dem Killesberg einen Höhepunkt unter den phonotechnischen Ausstellungen. Im Mittelpunkt der gezeigten neuen technischen Errungenschaften wird dabei der Stereo-Rundfunk stehen. Eine der interessantesten Möglichkeiten auf der Deutschen Funkausstellung wird es sein, das neueste und bemerkenswert reichhaltige Sortiment von Stereo-Empfangsgeräten auch in Funktion zu studieren. Der Süddeutsche Rundfunk hat zu diesem Zweck ein erweitertes Stereoprogramm vorbereitet. se.

NOTIZEN
Tonstudiotisch für Afrika

Für eine Missionsstation von Quagadougou, der Hauptstadt von Obervolta in Westafrika, ist ein Tonstudiotisch bestimmt, der in den Grundig-Werken fertiggestellt wurde. Er dient den Missionaren zur Ausarbeitung der Grundlagen für Rundfunksendungen.
Der Studiotisch enthält drei Stereo-Tonbandgeräte der Spitzenklasse, zwei Plattenwechsler, einen Transistor-Verstärker sowie drei Mischpulte. Fast alle der eingebauten Geräte werden serienmäßig von der Firma GRUNDIG hergestellt. Im Studiotisch finden außerdem zahlreiche Tonbandkassetten, Stereo-Kopfhörer und Mikrofone Platz.

NOTIZEN
Tonbandtechnik - einfach dargestellt

Für den technisch interessierten Laien hat die AGFA GEVAERT AG, Leverkusen, eine Broschüre herausgegeben, die ihm die Probleme der magnetischen Schallaufzeichnung verständlich machen will. Das 20 Seiten starke Heftchen kann unter dem Titel „Schallaufzeichnung auf Magnetband" kostenlos von der Agfa bezogen werden.
Durch zahlreiche, die Anschaulichkeit erhöhende Abbildungen ergänzt, ist die Darstellung des Prinzips der magnetischen Schallaufzeichnung und der Funktion von Band und Gerät klar und verständlich gelungen. Die einzelnen Abschnitte gliedern sich folgerichtig in Aufnahme, Wiedergabe, Halb- und Vierspurtechnik und das Tonband. Das Thema ist in knapper, konzentrierter Form behandelt, flüssig geschrieben und übersichtlich dargestellt, so daß dieses Büchlein eine brauchbare Erweiterung des von der Agfa herausgegebenen technischen Schrifttums bringt, se.

NOTIZEN
Fundgrube für Tonbandamateure

Tatsachen- und Dokumentarberichte, Kurzmeldungen und Leserbriefe enthält die 16. Ausgabe der Magneton-Illustrierten der Agfa Gevaert AG, die wiederum eine Fundgrube für technisch interessierte Leser und alle Tonbandamateure ist. Neben vielen Tips und nützlichen Anregungen bietet die Magneton-Illustrierte einen ausführlichen Bericht über die Aufzeichnung von Fernsehbildern auf Band und eine Betrachtung über den Wettbewerb um das Goldene Tonband 1965, der alljährlich in Zürich zur Austragung kommt. Anwendungsmöglichkeiten des Tonbandes, Kurzgeschichten und interessante Hinweise runden das unterhaltsame Bild dieser neuesten Ausgabe ab. se.

NOTIZEN
Sony-Sonderschau auf der Funkaussteilung

Anläßlich der Deutschen Funkausstellung in Stuttgart wird die japanische Sony-Gesellschaft im Bundesbahnhof eine Sonderschau durchführen, die täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet ist. Die Ausstellung gibt einen Überblick über das Sony-Produktionsprogramm: Transistorgeräte, Transistor-Fernsehgeräte, Tonbandgeräte sowie spezielle Geräte für den Empfang von Stereo-Rundfunksendungen. Außerdem werden hochwertige Studio-Tonbandgeräte in Verbindung mit HiFi-Anlagen gezeigt. se.

INDUSTRIE
DC-International-Cassetten und Grundig-Cassettengerät C 100

Die Grundig-Werke gaben am 8. und 9. Juli für die Fachpresse eine vorbereitende Pressekonferenz im Hinblick auf Neuheiten, die auf der Funkausstellung in Stuttgart gezeigt werden. Neben Neuheiten aus dem HiFi-Bereich wurde das neue Tonband-Kassettensystem „DC- International" (Bild 1) und das erste Grundig-Cassettengerät C100 aus einer Serie von Cassettengeräten vorgestellt, welche die auch von Telefunken und Blaupunkt propagierten DC-International-Cassetten zu verwenden gestatten.

Die Doppelcassette hat die Abmessungen 120x77x12 mm. Das 3,81mm breite Polyester-Tonband ist gegen äußere Beschädigung geschützt. Es sind in den Abmessungen zwei völlig gleiche Cassettentypen lieferbar: DC90 mit einer Spielzeit von 2 x 45 Minuten und DC120 mit einer Spielzeit von 2x60 Minuten (Bild 2).

Die technischen Daten der DC Kassette

Sie sind für Stereo- und Monobetrieb bei gleicher Spieldauer gleichermaßen verwendbar. Bei Monoaufzeichnung liegen die 1,75mm-Spuren gegenläufig, durch einen 0,26mm breiten Rasen getrennt (Bild 3).

Bei Stereoaufzeichnung wird das Band in vier 0,75mm breite Spuren aufgeteilt, die jeweils durch einen Rasen von 0,25mm getrennt sind. Der linke und der rechte Kanal jeder Stereospur liegen nebeneinander. Die Firma Teldec liefert aus dem Telefunken-, Decca- und RCA-Repertoire zum Preis von DM 24.- mit U-Musik bespielte Cassetten von 2x30 Minuten Spieldauer. Die unbespielte DC90-Cassette kostet DM 12.-.

Das Grundig-Cassettengerät C100

Bei dem neuen Grundig-Cassettengerät C100 (Bild 4) handelt es sich um ein batteriebetriebenes Koffertonbandgerät für Monoaufnahme und -wiedergabe. Der Batteriekasten kann gegen ein Einschubnetzteil ausgewechselt werden. Das C100 hat den Bedienungskomfort eines Netztonbandgerätes der preiswerten Klasse: Drucktasten für Aufnahme, schneller Vor-und Rücklauf, Start, Stop und Pause (Schnellstop).

Die Stoptaste ist gleichzeitig Cassetten-Auswurftaste. Die Aussteuerungsanzeige erfolgt über ein Instrument, das auch als Kontrolle für die Batteriespannung dient. Das Gerät besitzt drei Buchsen für Radio oder Mikrofon, Kopfhörer und Fremdbatterie von 6,3 bis 9 Volt. Das Gerät kann an eine Musik-Wiedergabeanlage angeschlossen werden. Der eingebaute Lautsprecher ist dann abschaltbar. Der Antrieb (Bild 5) erfolgt mit einem neuartigen Gleichstrommotor ohne Kollektor und Kontakte. Neben einer sehr hohen Lebensdauer bietet dieser Motor den Vorteil geringsten Laufgeräusches und guten Gleichlaufs. Über einen elastischen Riemen treibt der Motor die Tonwelle und gleichzeitig eine gegenläufige Schwungmasse an. Dadurch ist das Gerät weitgehend trudelsicher. Das C100 hat einen fünfstufigen Transistorverstärker mit Gegentaktendstufe. Die Ausgangsleistung beträgt 2 Watt. Vormagnetisierung und Löschung erfolgt mit HF. Mithören bei Aufnahme ist möglich. Der Frequenzumfang geht von 40 bis 10.000 Hz. Die Dynamik beträgt 45 dB. Die Batterie-Stromversorgung erfolgt mit 6 Monozellen, die in einem Batteriekasten Aufnahme finden. Die Betriebszeit pro Batterieeinsatz beträgt etwa 25 Stunden. Die Größe des Gerätes entspricht den Geräten der gängigsten Reisesuperklasse. Das Gehäuse besteht aus schlagfestem Novodur. Der Kassettenraum kann abgedeckt werden.

Das Gerät spricht wegen seiner einfachen Bedienung weniger den eigentlichen Tonbandamateur an als die breitere Schicht derer, die zwar gerne ein Aufnahme- und Abspielgerät haben möchten, sich aber aus Ehrfurcht vor dem technischen Aussehen und der äußeren Kompliziertheit eines herkömmlichen Tonbandgerätes mit diesem Hobby nicht befreunden können. Karl Breh.
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Technischer Steckbrief

Cassettengröße und Gewicht   120x77x12mm; 65g, 3,81 mm breites Tonband
Bandlängenanzeige   in Cassette
Cassetteneinlegefach   abdeckbar
Automatisches Auswerfen der Cassette   durch Tastendruck
Drehspulinstrument   für Aussteuerungsanzeige und Batteriespannungskontrolle
Gegentakt-Endstufe   abschaltbar
Gleichstrommotor   neuester Bauart, ohne Kollektor und mit kontaktloser HF-Drehzahlregelung
Laufgeräusch in 10 cm Abstand   40 Phon
Sicherer Gleichlauf   auch bei Trudelbewegungen durch zwei gegenläufige Schwungmassen
Batterieraum   als Einschubbehälter ausgeführt
25 Stunden Betriebszeit mit einem Battei ¦iesatz bei intermittierendem Betrieb
Anschlußbuchse für äußere Stromq uellen von 6,3 bis 9 V
Stabilisierter Netzteil an Stelle des Battei riebehälters wahlweise einsetzbar.
Kontrollampe   bei Netzbetrieb
Bestückung des Netzteils   1 Transistor, 1 Zenerdiode, 1 Selengl.

INDUSTRIE
Video-Magnetbänder von BASF und AGFA

Jeder kann heute die Bilder einer Sendung von seinem Fernsehempfänger auf Magnetband aufnehmen und sofort oder auch später originalgetreu wiedergeben; dazu den Originalton. Dafür haben jetzt in Deutschland die Firmen Grundig, Loewe-Opta und Philips entsprechende Geräte auf den Markt gebracht.

Anmerkung : Das ist nicht die volle Wahrheit von 1965. Diese "Open Reel" Geräte anfänglich teilweise mit 2" Band und dann mit 1" Band bestückt und waren dazu exorbitant teuer, fast wie ein Kleinwagen. Diese Recorder waren dazu sehr sehr schwer und unhandlich. Die Bedienung war viel zu kompliziert.

Das eine, das Optacord 600, haben wir bereits in Heft 2/65 (Anmerkung : aber nur ganz ganz kurz !!) vorgestellt, die beiden anderen finden sie in diesem Heft beschrieben.

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BASF Video-Bandtypen 3501 und 2501

Die BASF hat gleich zwei Video-Bandtypen entwickelt: den Typ 3501 mit einer Spielzeit von 45 Minuten und den Typ 2501, etwas dünner, mit einer Spielzeit von 60 Minuten bei 19cm/s Bandgeschwindigkeit. Diese beiden Bänder verfügen über einen beschriftbaren und verstärkten Bandanfang, der das Einfädeln erleichtert, und eine magnetische Ausrichtung der aktiven Bandschicht in Längsrichtung.

AGFA Video-Magnetband PEV 385

Unter der Typenbezeichnung PEV 385 hat die AGFA ein Magnetband für 1Zoll-Video-Aufzeichnungsgeräte mit schwachgeneigter Längsspuraufzeichnung (Anmerkung : unerfolgreich - weil es schmierte die rotierenden Magnetköpfe zu) entwickelt (Bild 6):

Das 520m lange Band ist auf NAB-Präzisionsspule von 20cm Durchmesser konfektioniert, Magnetschicht außen, in Plastikbeutel und handlicher Buchkassette. Die Eigenschaften des Bandes beschreibt der Hersteller wie folgt: Extrem große Standfestigkeit der Magnetschicht durch abriebfesten Polyester-Urethan-Lack; dadurch ist auf dafür eingerichteten Geräten erstmalig eine Standbildwiedergabe von über einer Stunde Dauer ohne Beeinträchtigung von Band und Aufzeichnung möglich geworden. Der Kopf schleift dabei in der Stunde 180.000 mal über dieselbe Bandstelle, ein Beweis für die außergewöhnliche Abriebfestigkeit der Magnetschicht. Eine Oberflächenveredelung garantiert ein gleichbleibend gutes und störungsfreies Bild und bewirkt eine glatte, kopfschonende Oberfläche. Das Band ist antistatisch, wodurch sekundäre Verschmutzungen vermieden werden. Das Band ist ferner rauscharm und verursacht daher keine verrauschte Bilddetail-Wiedergabe. Es hat auch optimale magnetische Eigenschaften für die Bild- und Tonaufzeichnung durch magnetische Vorzugsrichtung in Längsrichtung des Bandes. Das Band ist robust, temperatur- und feuchtigkeitsunempfindlich.

Weitere Infos der Redaktion zu den Video-Geräten

Erforderte schon der Weg von der Vollspuraufzeichnung aus der Entstehungszeit des Tonbandes bis zur Vierspurtechnik auf den kleinen Heimtonbandgeräten von heute eine stetige Qualitätsverbesserung, so sieht es bei der Video-Aufzeichnung noch viel komplizierter aus.

Bei den teuren Studiogeräten in der Videotechnik beträgt die Spurbreite für die Bildaufzeichnung 0,35mm, also nur etwa ein Drittel gegenüber der Vierspurtechnik bei Heimmagnetongeräten. Und das bei vielfach höherem Frequenzbereich. Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Köpfe bei allen Video-Aufzeichnungsgeräten (in einer Kopf-Trommel) rotieren. Es wird eine um das Vielfache der wirklichen Laufgeschwindigkeit des Videobandes höhere „Abtastgeschwindigkeit" oder „relative Laufgeschwindigkeit" erreicht.

Auf dem Agfa-Videomagnetband z. B. nehmen die winzigen magnetischen Teilchen gegenüber der Vierspurtonaufzeichnung etwa die 80fache Informationsdichte auf.

Es wird sicher noch intensiver Forschugen sowohl von Seiten der Geräteindustrie als auch der Tonbandhersteller bedürfen, bis das Video-Aufzeichnungssystem, das heute noch als Studiogerät etwa 8000.- DM kostet, den Weg zum Heimgerät beschritten hat. se.

INDUSTRIE
Messeneuheiten von Schaub-Lorenz
Tonbandgerät SL 100

Erstmals bietet Schaub-Lorenz ein Tonbandgerät in Vierspurtechnik an. Das SL 100 (Bild 8) ist ein Koffergerät in elegantem Holzgehäuse und hat eine mechanische Bandendabschaltung. Dadurch kann der Bandtransport nur gestartet werden, wenn das Tonband richtig eingelegt ist. Bei gerissenem Band stoppt der Abwickelteller sofort. Zum Antrieb wird ein streuarmer Spaltpol-Motor benutzt. Er treibt über einen Rundriemen die mit der Tonwelle verbundene Schwungmasse an. Bandgeschwindigkeits- umschaltungen können auch während des Betriebes vorgenommen werden, da der Antriebsriemen hierbei jeweils durch einen kleinen Hebel lediglich auf eine kleinere bzw. größere, starr mit der Motorachse verbundene Scheibe umgelegt wird. Gebremst werden die Bandteller durch sogenannte „Seilumschlingungsbremsen". Die Seile bestehen aus einem antiadhäsiven Material, einem Glasfasergeflecht, das mit Teflon umsintert ist. Der Wickelsinn der Seilumschlingungsbremsen verläuft bei beiden Bandtellern genau entgegengesetzt. Dabei wird die Spannung des Bremsseils vom Abwickelteller durch einen Fühlhebel gesteuert. Dieser Hebel dient gleichzeitig als Bandendabschalter. Ist kein Bandzug vorhanden, wird das Seil durch eine ebenfalls an diesem Hebel befestigte Rückholfeder gespannt und bremst den Abwickelteller feinfühlig und ruckfrei. Der Aufwickelteller wird auf die gleiche Weise gebremst. Auch hier steuert ein vom Bandzug abhängiges Hebelwerk den Bremseinsatz und die Stärke des Bremszuges.

INDUSTRIE
Messeneuheiten von Schaub-Lorenz
music-center

Eine gewisse Messesensation hatte die Firma Schaub-Lorenz auf der Hannover-Messe zu bieten: das „music-center". Es ist die Kombination eines Rundfunkgerätes volltransistorisiert mit einem völlig neuartigen Tonbandgerät (Bild 9).

Als Truhe ist es auch mit eingebautem Plattenspieler lieferbar. Das Tonbandgerät läßt sich mit wenigen Handgriffen einfach bedienen. Ein breites, robustes und nicht auswechselbares Magnettonband (Anmerkung : etwa 10cm breit) nimmt auf 126 übereinanderliegenden Spuren das Programm auf. Jede Spur kann 22 Minuten aufnehmen und wiedergeben. Durch eine leicht zu bedienende Technik ist jede Spur sofort zu finden und zur Aufnahme und Wiedergabe bereit.

Insgesamt können 46 Stunden Musik gespeichert werden. Dieses Programm kann ohne Bedienung nonstop ablaufen, man kann aber auch einzelne Programme wählen. Die Bandgeschwindigkeit beträgt durchschnittlich 12 cm/s. Das Gerät ist vorläufig nur in Mono lieferbar.

INDUSTRIE
Tonbandentwicklung bei Loewe-Opta

Zur Deutschen Funkausstellung wartet die Firma Loewe-Opta mit einigen Geräten auf, die durch die Verwendung von Transistoren eine zusätzliche Bereicherung des bestehenden Angebots darstellen.

Unter der Bezeichnung OPTACORD 408 (Bild 10) und OPTACORD 416 (Bild 11) wurden zwei Batterie-Tonbandgeräte entwickelt, die gleichzeitig ein eingebautes Netzteil enthalten. Diese Geräte sind heute konstruktiv so ausgereift, daß sie in vielen Fällen die reinen „Nur-Netz-geräte" verdrängt haben. Bei geringem Gewicht und kleinen Ausmaßen können sie überall mit hingenommen und betrieben werden. Für OPTACORD 408 ist zudem eine Tragetasche entwickelt worden, die dem Tonjäger einen einfachen Transport gestattet.

Nicht zuletzt hat Loewe-Opta auch an den Fotoamateur gedacht: Eine Sonderausführung OPTACORD 416 DIA (Bild 12) mit fest eingebautem DIA-Steuerteil ermöglicht das selbsttätige Vorführen von DIA-Serien mittels automatischem Projektor. se.

INDUSTRIE
Messeneuheiten von Grundig
Bildbandgerät BK100

Die Firma Grundig stellte auf der Hannover-Messe die neuen Lautsprecherboxen 12 (Bild 13) und die Mini-Boxen 5 (Bild 14) vor. Auf dem Sektor der professionellen Elektronik zeigte Grundig erstmals das mit 77 Transistoren volltransistorisierte Bildbandgerät BK100 (Bild 15). Bei einer maximalen Spulengröße von 27cm mit 1100 m Bandlänge beträgt die Aufnahmekapazität 90 Minuten. Das Band läuft mit einer Geschwindigkeit von 19 cm/s. Br.

INDUSTRIE
Rowi-Stativ für Mikrofone

Die Firma Robert Widmer, Neuburg/ Donau, hat unter der Bezeichnung ROWI-CLIP ein Stativ für Mikrofone entwickelt, das sich durch vielseitige Anwendungsmöglichkeiten auszeichnet (Bild 16). Durch entsprechende Vorrichtungen kann das Stativ zum Aufbewahren sehr handlich zusammengeschraubt werden. Die einzelnen Teile lassen sich einfach zusammenbauen. Der Trägerstab des Mikrofons läßt sich je nach Bedarf in verschiedenen Höhen in das Führungsrohr des Stativkörpers einschieben und festschrauben. Außerdem bietet das Rowi-Stativ durch entsprechendes Einschrauben einer ebenfalls im Stativkörper befindlichen Holzschraube die Möglichkeit, es an eine Holzwand waagrecht anzuschrauben. Übrigens kann das Rowi-Stativ auch für Fotoapparate und dergleichen Verwendung finden, da die obere Klemmschraube genormt ist. Der Vorzug dieses neuen Rowi-Gerätes liegt anderen Stativen gegenüber hauptsächlich darin, daß es fest an eine Tischkante montiert werden kann. Das ROWI-CLIP-Stativ kostet DM 24.-. se.

INDUSTRIE
Neue Mikrofone von Beyer

Die Firma Eugen Beyer, Elektrotechnische Fabrik, brachte zwei neue Mikrofontypen heraus. Das M360 ist ein dynamisches Bändchenmikrofon (Bild 17). Es besitzt einen bisher mit Bändchen-Systemen unerreichten Frequenzumfang und eine besonders große Empfindlichkeit. Es eignet sich für alle hochwertigen Sprach- und Musikübertragungen. Der Frequenzgang ist zwischen 2kHz und 10kHz um 4dB angehoben. Dadurch wird eine besondere Präsenz erzielt. Es ist mit einem Ein-Aus-Schalter ausgerüstet. Die wichtigsten technischen Daten sind: Übertragungsbereich 30 bis 20.000 Hz; Empfindlichkeit bei 1 Hz 0,14mV/ubar (-77dB); Richtungsmaß bei 180 größer als 25dB; Impedanz 200 Ohm/ 50 Ohm.

Ein weiteres dynamisches Bändchenmikrofon ist das neue M320 (Bild 15). Bei hoher Übertragungsqualität ist es extrem rückkopplungsarm. Ein Sprache-Musik-Schalter dämpft die in geringem Besprechungsabstand auftretende Baßanhebung um etwa 12dB bei 50Hz. Der Übertragungsbereich wird mit 30 bis 18 000 Hz bei einer Empfindlichkeit von 0,1 mV/ubar (-80 dB) für 1 kHz angegeben. Die Richtcharakteristik ist eine Hypercardiode. Br.

INDUSTRIE
Agfa Universal-Kassette

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  • Anmerkung : Diese Pressinfo ist einer diese üblen Schmarren, denn
  • sie sagt nur aus - wir leben noch, weiter nichts ! Der Inhalt ist für uns Tonband-Kunden völlig unwichtig gewesen.

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Die Agfa Magnetonbänder auf 8cm-Spulen werden künftig ohne Aufpreis in einer formschönen, praktischen Universalkassette geliefert (Bild 19 und 20). Bei dieser Kassette handelt es sich um eine bruchfeste Briefkassette, die nicht nur vorzüglich für den Postversand von 8cm-Bändern, sondern gleichzeitig auch für die Archivierung geeignet ist. Sie ist für den Postversand auf der Oberseite und für die Archivierung auf den Rücken beschriftbar und schützt die Spule durch eine entsprechende Halterung gegen Beschädigungen während des Versandes. se.

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