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Heft 2 • März 1967 • 4. Jahrgang

Karl Breh versucht einen Überblick über die Produkte und Typen der Kassettengeräte von 1966 zu geben. Wir hier im Tonbandmuseum haben das aufgegeben. Es ist bei geschätzten über 20.000 verschiedenen Modellen hoffnungslos. Auch ist die Aussagekraft von zigtausenden von billigsten Cassetten-"Gurken" (allermeist fabrikneuer Japan-Schrott mit 2 Transistoren und einem primitven Batterie-Motor) nahezu Null.

Inhalt

Phonotechnik - Ein dynamischer Wirtschaftszweig (ist ausgelagert) 26
Für den Bastler: Mischpult mit einigen Extras (1) 28
Praktische Tonbandtips 33
Tontechnik als Gestaltungsmittel (5) (ist ausgelagert) 34
Wie funktionieren unsere Mikrofone? (Teil 2) (ist ausgelagert) 37
Auf dem tonband-Prüftisch: Die deutschen Cassetten-Recorder 42
Die Musik-Cassette - Entwicklung mit Fehlstart (ist ausgelagert) 47
20 x Cassetten-Kritik 48
Fachhändler auf der Schulbank 50
Industrie - Notizen - Bücher 51

Liebe tonband-Freunde

In diesem Heft setzen wir die beiden Artikelserien über die Tontechnik als Gestaltungsmittel und die Funktionsweise der Mikrofone fort. Sodann haben wir versucht, einen Überblick über den derzeitigen Stand der Cassetten-Geräte zu geben und deren Bedeutung in Verbindung mit bespielten Cassetten als neuer Tonquellen nüchtern abzuschätzen.

In diesem Zusammenhang war es sinnvoll, eine Auswahl von (bespielten) Musik-Casetten kurz zu besprechen. Wir werden diese Cassetten-Kritik auch in Zukunft in zwangloser Folge fortsetzen.

Die Teilnahme an dem von uns ausgeschriebenen Wettbewerb der besten Amateuraufnahme, der allen Amateuren im In- und Ausland offen steht, scheint großartig zu werden. Es liegen schon jetzt über 60 Anmeldungen vor. Die dänische Tonbandzeitschrift „Lyd & Ton" hat ausführlich über unser Vorhaben berichtet. Ebenso brachten die tschechischen Tonband-Amateure eine Nachricht darüber in der von ihnen gestalteten Rundfunksendung. Der Prager Fonoclub teilte uns mit, daß allein aus der CSSR mit über 50 Teilnehmern zu rechnen sei.

Die Firma Revox hat, wie Sie im Innern des Heftes lesen können, einen wertvollen Preis gestiftet. Hoffen wir nur, daß wir Einsendungen erhalten werden, deren Niveau dem Wert allein dieses Preises entspricht. Sonst würden wir ihn nicht vergeben können . . .
Ihre tonband-Redaktion

FÜR DEN BASTLER
MISCHPULT MIT EINIGEN EXTRAS (1)

Dieser Artikel ist recht lang, sicherlich sehr ausführlich, doch er hat heutzutage keinerlei Informationsgehalt mehr.

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Auf dem tonband-Prüftisch (von 1966)
DIE DEUTSCHEN CASSETTEN-RECORDER

Wenn von Tonband-Cassettengeräten die Rede ist, so muß man leider ein (in 1965 von Grundig) künstlich geschaffenes Unterscheidungsmerkmal beachten. Es gibt nämlich heute zwei wichtige Cassetten-Systeme, die nur in Verbindung mit bestimmten Gerätegruppen verwendbar sind.

Beginnen wir mit dem ältesten System. Es wurde von Philips im Herbst 1963 in Verbindung mit dem Philips-Cassetten-Recorder herausgebracht, die dazu passende Cassette heißt Compact-Cassette.

Heute verwenden folgende Firmen das System der Compact-Cassette für ihre Geräte: Deutsche Philips, Loewe Opta und Graetz.

Als die Firma Grundig ihre Cassetten-Tonbandgeräte (im Herbst 1965 im Wettbewerb  zu der Philips CC-Kassette) herausbrachte, konnte (nein !! - wollte) sie sich nicht entschließen, das Philips-System anzuwenden.

Vielmehr brachte Grundig unter der Bezeichnung DC-International ein eigenes System heraus, das in der Folge auch von den Firmen Telefunken und Blaupunkt adoptiert wurde. Die Firma Saba verwendet in Verbindung mit dem Sabamobil eine dritte eigene Cassetten-Variante.

Dieser Zustand ist für den Verbraucher zwar betrüblich, aber wohl nicht so schnell zu ändern. In einer Zeit der Standardisierung ist eine solche Entwicklung eher ein Rückschritt, der zudem mit einem Riß durch das Cassetteure portaire gekoppelt ist.

  • Anmerkung : Das Problem hatte sich wenige Monate nach diesem Artikel schlagartig von ganz alleine gelöst, als die Japaner so gut wie alle auf des Philips CC-System gesprungen (oder "geschubst" worden) waren. Max Grundig ließ grollend sein DC Sstem still einschlafen, die anderen Mitmacher natürlich auch. Und wieder hatte es viel Geld gekostet. Da aber Philips sein wichtiger Systempartner im Bereich Bildspeicherung war und die Holländer den Erfolg der CC-Kassette weder voraussehen konnten noch ihn danach noch irgendwie steuern konnten, mußte er diese Kröte schlucken.

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Gemeinsame Merkmale der Cassetten-Geräte DC und CC

Trotz unterschiedlicher Abmessungen und verschiedener Bandlaufgeschwindigkeiten haben alle Systeme einige gemeinsame Merkmale.

Es handelt sich immer um fest verschlossene, in beiden Richtungen bespielbare Zweiloch-Kassetten, die mit einem Handgriff einzulegen sind. Für die Inbetriebnahme der Geräte genügt ein Knopfdruck. Dadurch wird die Bedienbarkeit eines Cassetten-Gerätes noch einfacher als die eines Plattenspielers.

Alle Cassetten-Geräte eignen sich für Aufnahme und Wiedergabe mit Ausnahme des Sabamobil und der Autotonbandgeräte Blaupunkt I, II und snob 1000, die ausschließlich für Wiedergabe bespielter Cassetten im Automobil bestimmt sind.

Alle Geräte sind relativ leicht, tragbar und wahlweise unabhängig vom Netz mit Batterien zu betreiben. Nur das Grundig C110 ist ausschließlich für Netzbetrieb bestimmt, während die Paralleltype C100L wahlweise über Batterie oder am Netz betrieben werden kann.

Alle Geräte sind bei Verwendung bespielter Musik-Cassetten mit einer Aufnahmesperre ausgestattet, die verhütet, daß ein teuer bezahltes Musikband aus Versehen gelöscht wird.

Alle Geräte sind mit Ein- und Ausgängen für Aufnahme über Mikrofon, Rundfunk oder Plattenspieler und Wiedergabe über Rundfunk ausgestattet. Alle, mit Ausnahme des Graetz Recorder 55, besitzen einen Ausgang für den Anschluß eines Außenlautsprechers oder von Kopfhörern.

Bei allen mit Batterien zu betreibenden Geräten ist die Aussteuerungsanzeige mit einem Anzeiger für den Ladezustand der Batterien gekoppelt. Neben dem Lautstärkeregler besitzen alle Cassetten-Geräte eine einfache Tonblende. Bei allen wurde Wert auf äußerst einfache Bedienbarkeit gelegt. Gemeinsames Merkmal der Cassetten-Geräte ist, ihrer Bestimmung gemäß, tragbar zu sein, und dabei ist die recht erfreuliche Trudelsicherheit beachtlich, d. h. schwenkt man die Geräte, so führt dies nicht zu hörbaren Vergrößerungen der Gleichlaufschwankungen.

Zum Lieferumfang aller Geräte gehören ein preiswertes Mikrofon, eine Leercassette und eine Überspielleitung für Aufnahme und Wiedergabe über Rundfunk.

Hier kommt der Systemvergleich mit den Daten

Nachfolgend bringen wir eine Übersicht über alle derzeit auf dem Markt befindlichen Cassetten-Geräte für Aufnahme und Wiedergabe mit den technischen Daten, Besonderheiten und Anmerkungen über Dinge, die uns bei der Verwendung der Geräte auffielen. Red.

System Compact Cassette (Philips)

Bandbreite: 3,76 mm
Spurbreite: 1,50 mm
Bandgeschwindigkeit: 4,75 cm/s
Bandmaterial: Polyester
Sicherung: gegen unbeabsichtigtes Löschen
Spurlage: international
Bandlänge:
C 60 = 90 m Dreifachspielband
C 90 = 135 m Vierfachspielband
Spieldauer:
C 60 = 2 x 30 min
C 90 = 2 x 45 min
Unverbindlicher Richtpreis:
C 60 = DM 11.50
C 90 = DM 15.-

System DC-International (Grundig)

Bandbreite: 3,81 mm
Spurbreite: 1,75 mm
Bandgeschwindigkeit: 5,08 cm/s
Bandmaterial: Polyester
Sicherung: gegen unbeabsichtigtes Löschen
Spurlage: international
Bandlänge:
DC 90 = 137 m Dreifachspielband
DC 120 = 185 m Vierfachspielband
Spieldauer:
DM 90 = 2 x 45 min
DC 120 = 2 x 60 min
Unverbindlicher Richtpreis:
DC 90 = DM 12.-
DC 120 = DM 15.-
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Hier bringen wir nur die Liste der Produkte, keine Details.

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  1. Cassetten-Tonbandgerät Graetz Recorder 55
  2. Grundig Tonband-Cassettengerät C100
  3. Grundig Tonband-Cassettengerät C100L
  4. Cassetten-Tonbandgerät Optacord 450
  5. Philips Cassetten-Recorder 3302
  6. Philips Cassetten-Recorder 3310
  7. Philips Cassetten-Recorder 3312
  8. Cassetten-Tonbandgerät magnetophon 401

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Die technischen Daten als mauch die Eigenschaften und Details dieser acht Cassetten- Geräte waren nicht berauschend und damit übergehen wir die hier.

Revox stiftet wertvollen Preis

"tonband-Wettbewerb der besten Amateuraufnahme"
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Die Firma Revox, Löffingen/Schwarzwald, hat für den von uns in Heft 1/1967 ausgeschriebenen Wettbewerb der besten Amateuraufnahme eine "Revox G36" mit den Geschwindigkeiten 19 und 38cm/s gestiftet. Wir danken für diesen wertvollen Preis und meinen, unserem Wettbewerb damit einen weiteren attraktiven Reiz verleihen zu können. Die Wettbewerbsbedingungen mit genauem Reglement können noch bis zum 15. Juli 1966 unter folgender Anschrift bestellt werden: Verlag G. Braun, Redaktion tonband.

Fachhändler auf der Schulbank

Die Frage nach dem richtigen Verkauf von Tonbandgeräten im Rundfunkhandel war schon mehrfach Grundlage heftiger Diskussionen in Amateurkreisen, Fachzeitschriften und Seminaren. Die BASF löst dieses Problem seit Jahren auf ihre Weise: In einer groß angelegten Tonbandunterrichtung versucht sie, die Fachhändler mit dem Gebiet der magnetischen Schallaufzeichnung vertraut zu machen; denn wer ein Tonbandgerät (und das nötige Zubehör) verkaufen will, muß schließlich dessen Eigenschaften und Möglichkeiten kennen und sozusagen an den Mann bringen können.

Eine gewisse Portion an elektroakustischem und elektrotechnischem Wissen ist also unerläßlich. Wir hatten Gelegenheit, Anfang des Jahres in Bad Kreuznach an einem solchen Fachhändlerkurs teilzunehmen und uns mit den Unterrichtsmethoden der BASF vertraut zu machen.

Besuch bei einem solchen Verkaufs-Kurs

Geschickt hatten die Kursleiter, Heinz Ritter und Gerhard Mehl, das dreitägige Programm im rechten Verhältnis in Theorie und Praxis geteilt: vormittags Referate mit Diskussionen, nachmittags Gruppenarbeit am Tonbandgerät.

Kenntnisse wurden so gut wie keine vorausgesetzt, was durchaus kein Armutszeugnis für die Teilnehmer war, sondern eher dafür sprach, wie gründlich man didaktisch vorging. In den Nachmittagsstunden konnte dann das solchermaßen erarbeitete Wissen in die Tat umgesetzt werden.

Gewöhnlich fanden sich drei oder vier Teilnehmer in einer Gruppe zusammen: der technisch begabteste übernahm das Mischpult, die anderen die Zuspielmaschinen, und wer übrig blieb, spielte die Rolle des gewandten Regisseurs.

Eine Einführung in die magnetische Schallaufzeichnung

..... eröffnete das Programm und brachte in leicht verständlicher Form, durch ausgezeichnete Schaubilder unterstützt, Wissenswertes über Funktionsweise eines modernen Heimtonbandgerätes, Prinzip der Stereoaufzeichnung und Spurlage bei Heimtonbandgeräten.

Mehr praktisch aufgezogen waren dagegen die Themen Tonmischungen und Diasteuerung. Ein umfangreicher Gerätepark der gängigsten Tonbandmaschinen diente dabei als Demonstrationsmaterial.

An den beiden folgenden Tagen wurden diese Themen behandelt:

Qualitätsbegriffe bei Heimtonbandgeräten, Playback und Multiplayback mit einem und zwei Geräten, Das Tonband, Überspielungen, Technische Fragen.

War die Stimmung der Teilnehmer in den theoretischen Morgenstunden recht friedlich, so stiegen die Gruppen nachmittags in harten Konkurrenzkampf: Es galt zwei
Serien, über Heidelberg als Touristenzentrum und über die Alltagsfreuden einer kleinen Eva, mit Geschick, Ideen und vor allem technischer Perfektion zu gestalten und zur automatischen Diasteuerung vorzubereiten.

Weniger aufregend verliefen die Playback- und Multiplayback-Aufnahmen, die von allen Gruppen bestens gelöst wurden. Bei der Vorführung der Vertonungsarbeiten gab es natürlich noch manche Überraschung, viel Spaß an gelungenen Gags und exakter Synchronität zwischen Bild und Ton.

Und Preise gabs auch

Mit Spannung erwarteter Höhepunkt der Tagung war die Prämiierung der eigenen Hörspiele, die manches ungeahnte Talent zum Vorschein brachten. Viel Beifall und hübsche Preise gabs für einen jeden, und ein schicker Tonbandschein bestätigte in großen Lettern, daß Herr X und Fräulein Z mit Erfolg an diesem Tonbandkurs teilgenommen haben.

Mit solchem Dokument ausgerüstet, wird es dem Fachhändler zukünftig sicher ein Vergnügen sein, dem Tonbandamateur auch noch so knifflige Fragen im Handumdrehen zu beantworten. se.

INDUSTRIE-NOTIZEN
Neues Agfa Magneton-Klebeband aus Polyester

Äußerlich unterscheidet sich das neue Klebeband insofern, als es dünner, deshalb etwas durchsichtiger - und hierdurch weniger deckend weiß - ist als das bisherige Klebeband. Die geringere Dicke gewährleistet auch an den Klebestellen optimale Bandgeschmeidigkeit.

Garantiert wird ein guter Tonkopf-Kontakt, vermieden die bisher vorwiegend bei Vierspuraufnahmen an den Klebestellen erfolgte Beeinträchtigung der Höhen.

Die dehnfeste Polyester-Unterlage des neu entwickelten Klebebandes verhindert, daß unter Einwirkung besonders hoher Bandzüge zwischen den beiden zusammengeklebten Tonbändern ein Spalt durch bleibende Verdehnung entsteht und Tonköpfe sowie Bandführung durch die freigelegte Klebeschicht verschmutzt werden.

Der verwandte Klebstoff ist extrem fließfest; eine Spaltbildung durch „kalten Fluß" ist nicht zu befürchten. Auch in sehr festen Tonbandwickeln kann kein Klebstoff seitlich herausgedrückt werden und zur Verklebung benachbarter Bandwindungen führen.

Der fließfeste Kleber ist härter eingestellt. Das neue Klebeband klebt infolgedessen erst dann, wenn es auch tatsächlich kleben soll. Der Klebestreifen läßt sich bequem kantenparallel zu den beiden Bandteilen ausrichten. Erst, wenn er fest angedrückt wird, entfaltet der Klebstoff seine gesamte Haftfähigkeit.
Das neue Klebeband wird in 10 m Länge und 6 mm Breite geliefert; es ist überdies in der Klebegarnitur sowie im Cutterkasten der Agfa enthalten.

INDUSTRIE-NOTIZEN
Steigende Bedarfsentwicklung in der Computer-Industrie

(Wir sind im Jahr 1966 und IBM dominierte den Weltmarkt der Großrechner.) Computer heißen die modernen technischen Schnellrechner unserer Zeit, nach „computare" gleich „ausrechnen". Das Wort „Elektronenrechner" trifft jedoch noch nicht ganz den Kern der Sache. Korrekter ist der Ausdruck „elektronische Datenverarbeitungsanlagen", abgekürzt auch „EDV-Anlagen". Eine solche EDV-Anlage besteht im Prinzip aus Eingabeeinheiten zum Dateneinlesen in ein System, aus Zentraleinheiten mit Rechenteil und Speicher und aus Ausgabeeinheiten, zum Beispiel für das Ausgeben schriftlicher Resultate einer der Anlage gestellten Aufgabe. In den Eingabe- und Ausgabeeinheiten spielt das Magnetband, das sogenannte Computerband, als Speichermedium eine wichtige Rolle.

Amerikanische Fachleute rechnen damit, daß in zehn Jahren die Computer-Industrie zu den größten Industrien der Welt zählen wird. Man schätzt den Wert aller heute in der Welt installierten EDV-Anlagen auf etwa 40 Milliarden DM und deren Anzahl auf rund 35.000. Davon sollen 27.000 in den USA und 6.000 in Europa stehen. Genauere Zahlen liefert die sogenannte Diebold-Statistik, die die Entwicklungen auf diesem Gebiet speziell verfolgt. Danach waren zum 1.1.1966 in der Bundesrepublik 4.470 EDV-Anlagen in Betrieb oder bestellt (Anmerkung : Was ist das für eine dämliche Ausssage ? "in Betrieb oder bestellt" ??? So ein Unsinn !!).

Heute werden kleinere EDV-Anlagen auch schon kostenmäßig für mittlere Industriebetriebe immer interessanter. Daher beschränkt sich der Kreis der Interessenten, die bereit sind, einen Computer zu bestellen, nicht mehr allein auf Großfirmen. So wird es verständlich, daß die Computer-Industrie für die Bundesrepublik auch in diesem Jahr mit einer über 10 Prozent liegenden Steigerungsquote rechnet.

INDUSTRIE-NOTIZEN (eine brisante !! Presseinfo)
Neues Dual-Tonbandgerät

Das CTG 27 ist ein neues Vierspur-Tonbandgerät der Firma Dual, St. Georgen, mit den Geschwindigkeiten 9,5 und 19cm/s. - Hinsichtlich Übertragungbereich und Frequenzgang soll es den Anforderungen der DIN-HiFi-Norm entsprechen. Das Vollstereogerät mit Multiplay-Einrichtung wird zum unverbindlichen Richtpreis von DM 498.- + DM 10.- Urheberrechts-Pauschalabgeltung angeboten.

  • Anmerkung : Diese Notitz vom März 1966 hat es in sich. Max Grundig hatte mit DUAL eine (inoffizielle) Abmachung - per Handsschlag - (wie auf dem Pferdemarkt, sagt die Legende), daß DUAL keine Bandgeräte herstellen "darf". Dafür würde Grundig alle seine Produkte ausschließlich mit DUAL Plattenspielern ausstatten. Und jetzt bot DUAL ein Bandgerät (übrigens nicht sehr erfolgreich) an. Es wurde bei Loewe oder wo ??? hergestellt. Also DUAL hatte sich vordergründig an die Abmachung gehalten, denn der Vertrieb war ja nicht explizit ausgeschlossen. Doch Max Grundig tobte über diese unverschämte Schallplatten-Klitsche im tiefsten Schwarzwald. DUAL lieferte fast 50% seiner gesamten Produktion an GRUNDIG. Und irgendwann in 1977 war der Max dann völlig satt mit dieser Klitsche und kaufte über Nacht keine Laufwerke mehr. Damit war DUAL faktisch pleite. Grundig hatte sowieso einen "Rochus" auf den ganzen Schwazwald, kamen doch von dort die SABA Fernseher, die "seine Kreise" immer wieder störten. Mehr steht in der SABA Story im Fernsehmuseum.

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